Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

28. APRIL 2022 – Donnerstag

28.04.2022 | Tageskommentar

Die Wiener Staatsoper präsentiert am Samstag die Spielzeit 2022/23 Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Am kommenden Samstag, den 30. April 2022 um 11.30 Uhr werden Direktor Bogdan Roscic, Musikdirektor Philippe Jordan und Ballettdirektor Martin Schläpfer im Rahmen einer Matinee auf der großen Bühne der Wiener Staatsoper das Programm für die nächste Spielzeit vorstellen.

Das Orchester der Wiener Staatsoper wird dabei Sängerinnen und Sänger wie Camilla Nylund, Ying Fang, Benjamin Bernheim, Georg Nigl und Josh Lovell begleiten. Neben einer Darbietung des Wiener Staatsballetts mit dem Ersten Solotänzer Marcos Menha werden auch der Chor der Staatsoper sowie die Opernschule des Hauses zu erleben sein. Inhaltlich stehen im Mittelpunkt der Matinee neben allen Informationen zur nächsten Saison Gespräche mit jenen Künstler*innen, die das kommende Jahr musikalisch wie szenisch prägen werden.

Sie können die Matinee am Samstag ab 11.30 Uhr live in ORF III sowie auf der Streaming-Plattform und dem Youtube-Kanal der Wiener Staatsoper mitverfolgen.

Details zur neuen Spielzeit und zum Start des Kartenvorverkaufs folgen.

Wiener Staatsoper: Tristan und Isolde am 27.4. (Stream)

 

Aus unserem Forum (Figaro 1992) : Ich habe in 42 Jahren sehr, sehr viele Tristan-Aufführungen erlebt, aber (ausser Jess Thomas, meinen ersten bewussten Wagnertenor) noch nie einen Tristan-Darsteller gehört, der im 3.Akt so MÜHELOS und ohne Ermüdungserscheinungen hinweggesungen hat, als wollte er das gesamte Orchester „wegblasen“, wie Andreas Schager(l).Das war sensationeller als nur sensationell.Eigentlich fehlen mir die Worte.

Die restliche Besetzung war bis in die kleinste Partie so hervorragend, daß ich den Ärger über die -streckenweise- völlig falsche Personenführung in dieser wirklich DUMMEN Inszenierung bereits vergessen habe…

Der Stream vom 27. 4.ist noch bis Freitag zu sehen (kostenlos!)

WIEN / Staatsoper: „DON PASQUALE“ –  26.04.2022

 Mit Donizetti hat die Wiener Staatsoper derzeit wohl mehr Glück als mit Richard Wagner. Neben einer – zumindest in musikalischer Hinsicht – fulminanten Aufführungsserie von „Lucia di Lammermoor“ steht derzeit eine Serie von Aufführungen von Donizettis Spätwerk „Don Pasquale“ auf dem Programm. Die völlig verblöde(l)te Inszenierung von Irina Brook wurde inzwischen von den Sängern (bzw. möglicherweise auch von der Abendregie) in vielen Punkten abgemindert, sodass sie nun sogar auszuhalten ist.

Sergey Kaydalov, Ambrogio Maestri. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Unbestrittener Mittelpunkt der Aufführung war natürlich Ambrogio Maestri in der Titelrolle. Ein Urkomiker, der diese Rolle ausfüllt (im wahrsten Sinne des Wortes) wie kein anderer. Er war auch der erste Interpret in dieser Inszenierung, dem es gelang die blöden Slapstick-Witze mit dem Toupet, die sich die Regisseurin ausgedacht hatte, in eine ganz andere Richtung abzuändern, die nun wirklich witzig ist. Sein mächtiger Bariton ist auch imstande die tieferen Lagen mühelos auszufüllen und seine Parlandofähigkeit ist kaum zu übertreffen. Ein wahrhaft großer Interpret dieses Anti-Helden.

Sergey Kaydalov stand ihm da als Doktor Malatesta im großen Duett im zweiten Akt um nichts nach. Natürlich wurde der Schlussteil ihres großen Duettes wiederholt…

Zum Bericht von Walter Nowotny

Österreich: Sommernachtskonzert: Philharmoniker mit ukrainisch-europäischem Fokus
Am 16. Juni lädt das Spitzenorchester wieder in den Schlosspark Schönbrunn
DerStandard.at

Salzburg
Intendant Markus Hinterhäuser: „Wenn man Currentzis eliminiert, dann auch 220 Musiker“
An der Salzach brodelt es gewaltig. Nicht erst seit letzten Mittwoch, als man die Salzburger Festspiele mit neuen Vorwürfen konfrontiert hat. Gazprom, Kremlnähe, Oligarchen. Alles mögliche hat man bereits in die Waagschale geworfen. Doch mit den jüngsten Anschuldigungen schlägt man ein neues Kapitel auf. Mit dem Schweizer Regisseur Lukas Bärfuss und der lettisch-amerikanischen Regisseurin Yana Ross treten nun zwei Künstler vor die Anklagebank, die selbst bei den Salzburger Festspielen 2022 engagiert sind. Das Regieduo arbeitet an der Neufassung von Arthur Schnitzlers „Reigen“. Premiere ist am 28. Juli.
Klassik-begeistert.de

Causa Erl: Haselsteiner verliert letzte Klage in zweiter Instanz
Oberlandesgericht Innsbruck urteilte, dass Blogger Wilhelm Vorwürfe zurecht erhoben hatte.
WienerZeitung.at

Sommereggers Klassikwelt 135: Maria Stader
Lebensweg und Karriere der am 5. November 1911 in Budapest geborenen, und am 27. April 1999 in Zürich verstorbenen Sopranistin Maria Stader, weichen stark von vergleichbaren Biographien anderer Künstler der Zeit ab.
Allgemein wird Maria Stader bis heute als Schweizerin wahrgenommen, was nur bedingt richtig ist. Sie kam als Kind 1919 im Rahmen der Kinderhilfe nach dem 1. Weltkrieg durch die Heilsarmee in die Schweiz zu Pflegeeltern, im Jahr 1928 wurde sie schließlich vom Ehepaar Stader adoptiert und legte ihren Geburtsnamen Molnár ab.
Klassik-begeistert.de

Olivier Messiaen zum 30. Todestag: Musik von den Boten Gottes
BR-Klassik.de

Musikfestival Steyr präsentiert Darsteller und Höhepunkte des diesjährigen Festivalprogramms

Intendant Karl-Michael Ebner stellte am 27. April 2022 die Darsteller des diesjährigen Festivalhöhepunkts „Die Fledermaus – Reloaded im Janoska Style“ vor und gab erste Einblicke in das Rahmenprogramm des Musikfestival Steyr.

Herbert Walzhofer, Susanne Sommer, Karl-Michael Ebner, Eva Pötzl, Herbert Lippert. Foto: Leisure

In seiner 28. Spielsaison wartet das Musikfestival Steyr bereits zum dritten Mal in Folge mit einer Weltpremiere auf. Nach den durchschlagenden Erfolgen des weltweit ersten Jukebox-Musicals „Musical Fever“ und der Neuinszenierung des Musical-Klassikers „Der Mann von La Mancha“ steht heuer erstmals seit langem kein Musical, sondern niemand geringerer als die „Königin der Operette“ höchstpersönlich im Zentrum des Festivalsommers. Einen ersten Vorgeschmack, worauf sich eingefleischte Operetten-Fans mit „Die Fledermaus – Reloaded im Janoska Style“ freuen dürfen, gibt Intendant Karl-Michael Ebner im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag in den Räumlichkeiten der Sparkasse Oberösterreich in Linz. Neue Dialogfassung, ein Wechselspiel der Rollen und ein rundum erfrischtes, peppiges musikalisches Arrangement vom international gefeierten Janoska Ensemble versprechen Kulturgenuss vom Feinsten, wenn Publikumslieblinge wie Grammy-Preisträger Herbert Lippert die neugewandete Kult-Operette von 21. Juli bis 6. August 2022 im Steyrer Schlossgraben zum Besten geben. Günther Groissböck und Gernot Kulis runden das Festivalprogramm mit Konzert- und Kabarettabenden ab.

Mehr darüber in den heutigen „Infos des Tages“

STAATSTHEATER WIESBADEN: PROGRAMM DER SPIELZEIT 2022/2023

 In der neuen Spielzeit stehen in der Opernsparte sechs Neuinszenierungen und neun Wiederaufnahmen auf dem Programm. Mit der modernen Oper »Oryx and Crake« nach dem Roman der kanadischen Autorin Margaret Atwood präsentiert das Hessische Staatstheater Wiesbaden ein Auftragswerk des Komponisten Søren Nils Eichberg, der bereits 2017 mit »Schönerland« eine Oper für das Hessische Staatstheater Wiesbaden geschrieben hat. Einen Premieren-Doppelabend gibt es mit Janáčeks Opern »Die Sache Makropolus« und »Aus einem Totenhaus«. Es ist das erste Mal, dass die beiden letzten Opern Janáčeks als Tableau menschlicher Existenz miteinander verwoben werden. Regie führt Nicolas Brieger.
Die Märchenoper »Rusalka« des böhmischen Komponisten Antonín Dvořák wird von Olesya Goloveneva, die auch die Titelrolle singt, in Zusammenarbeit mit der Regisseurin und Bühnenbildnerin Daniela Kerck inszeniert. Mit Beethovens »Fidelio«, gibt auch Evelyn Herlitzius, eine der herausragenden Leonoren-Interpretinnen, ihr Regiedebüt. Beide Inszenierungen werden die Werke aus der Sicht der weiblichen Protagonistinnen erzählen. Außerdem wird Franz Lehárs Operette »Die lustige Witwe« in einer Neuinszenierung aufgeführt.

LINZ/ Ursulinenkirche: BENEFIZKONZERT FÜR NOTLEIDENDE IN DER UKRAINE (Sonntag um 17 h)

 

Gespielt wird das Stabat Mater vom G. B. Pergolesi unter der Leitung von der italienische Dirigentin Elena Pierini.

Solisten :
Maryna Lopez (Mezzo-soprano)
Margaret Jung Kim (Südkorea)
Mitglieder des Bruckner Orchester Linz.
Am 1. Mai um 17 Uhr. Ursulinenkirche in Linz.

FILME DER WOCHE

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 28. April 2022
DOWNTON ABBEY II: EINE NEUE ÄRA
Downton Abbey: A New Era  /  GB  /  2022 
Regie: Simon Curtis
Mit: Maggie Smith, Hugh Bonneville, Elizabeth McGovern, Michelle Dockery, Laura Haddock, Hugh Dancy, Dominic West, Nathalie Baye u.a.

Wer „Downton Abbey“ kennt, wer sich sechs Staffeln, also 52 Folgen lang, kein Detail aus dem Leben der Mylords und Myladies von Grantham, kurz, den Crawleys, entgehen ließ, dem muss man nichts erzählen. Wer die Serien-Ware verschmäht hat, dem kann man nichts erklären, der scheitert an der Personenfülle, die nun schon zum zweiten Mal auf die Kinoleinwand gehoben wurde.

Nachdem der erste Spielfilm 2019 so überraschend viel Geld eingespielt hat, musste es eine Fortsetzung geben – und so lange Julian Fellowes (der schon die Serie erfunden hat) die Drehbücher schreibt, ist wohl kein Ende abzusehen.

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

 Eröffnet Russland in Transnistrien eine neue Front?: In der abtrünnigen Region Transnistrien, wo auch russische Truppen stationiert sind, ist es in den vergangenen Tagen zu mehreren Anschlägen gekommen. Die transnistrischen Behörden riefen die höchste Terror-Warnstufe aus. Immer mehr Bewohner der abtrünnigen Region reisen nach Westen aus. Die Gefahr eines Übergreifens des Konflikts steigt.
Zum Bericht
Erdgasembargo: Russland dreht mit dem Lieferstopp an Polen und Bulgarien am Erdgashahn. Es ist klar, dass diese Massnahme auch eine Warnung an alle anderen Gasabnehmer in der EU sein soll, besonders an Deutschland. Die Logik der gegenseitigen Verlässlichkeit im Energiebereich gilt nicht mehr.
Zum Kommentar
Während die EU-Führungsnationen zaudern, liefern Polen, Tschechien und die Slowakei schwere Waffen an die Ukraine
Die Ostmitteleuropäer sind überzeugt, dass im Nachbarland auch ihre Sicherheit auf dem Spiel steht. Doch das Spannungsverhältnis zwischen Pragmatismus und einer harten Linie gegenüber Moskau ist nicht verschwunden.
Jetzt lesen
 Bei Osman Kavala kennt Erdogan keine Gnade
Obwohl nie stichhaltige Beweise vorgebracht wurden, hat ein Gericht den türkischen Mäzen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der skandalöse Prozess ist symptomatisch für die Politisierung der türkischen Justiz.
Jetzt lesen
 Für die Moldau ist die Neutralität eine Überlebensstrategie: Der Kleinstaat im Westen der Ukraine will auf keinen Fall in den Krieg hineingezogen werden. Gebannt ist die Gefahr keineswegs, wie die jüngsten Erklärungen zu den russischen Kriegszielen zeigen.
Jetzt lesen
Gut möglich, dass Le Pens Niederlage am Sonntag der Höhepunkt ihrer Karriere war:
Ihr starkes Abschneiden in der Stichwahl zeigt den Erfolg, aber auch die Grenzen ihrer Strategie der «Entdiabolisierung». Für grosse Teile der Wählerschaft bleibt die Rechtsnationalistin eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt und damit unwählbar.
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Gewohnt seltsam
Ukraine – Starregisseur Oliver Stone: „Putin ist kein neuer Hitler“
Hollywoodregisseur nimmt russischen Präsidenten trotz seines Ukraine-Feldzugs in Schutz und wetterte gegen die USA
DerStandard.at

Medien
Stadt stellt Förderung für Wiener Community-TV-Sender Okto ein
Der Sender, der seit 2005 in Betrieb ist, seht nun vor dem Aus.
WienerZeitung.at

Gundelsheim
Einfach schneller schwimmen“. Kälteres Wasser im Freibad Gundelsheim gegen Putin
Der Gemeinderat empfiehlt Reduzierung der Wassertemperatur im Freibad.

…Beim Punkt „Verschiedenes“ trat Wolfgang Schneiderhan (LuB) eine längere Diskussion los: Er schlug vor, gerade zu Saisonbeginn die Beckentemperatur im Freibad „um ein oder zwei Grad abzusenken“ und damit Gas und Geld einzusparen. „Da müssen die Besucher einfach ein bisschen schneller schwimmen.“ Das schone die Umwelt, entlaste die Stadtkasse und bedeute weniger Geld für Putins Krieg, betonte er.

Nach langem Hin und Her sprach der Gemeinderat eine Empfehlung an die Verwaltung aus, die Wassertemperatur auf mindestens 23 Grad festzulegen und zehn Prozent des Gases einzusparen…

Nrz.de (Rhein-Neckar-Zeitung)

Das wäre natürlich auch für uns Österreicher eine Lösung. Wirklich warm ist es derzeit bei uns nicht, wir sollten haber im Wintermantel im Wohnzimmer sitzen und uns zudem schneller bewegen. Damit beeindrucken und schaden wir Herrn Putin! Die Gundelsheimer weisen der Welt den Weg!

Fußball Österreich
Von Happel über Krankl bis Foda: Die ÖFB-Teamchefs und ihre Macher
Am Freitag bestimmt der ÖFB seinen neuen Cheftrainer. Wie aber liefen eigentlich die Bestellungen früherer Teamchefs ab?
Kurier.at

Angeblich soll morgen die Entscheidung zwischen Vladimir Petkovic und Peter Stöger fallen. Andi Herzog ist offenbar out – er wäre meiner Meinung nach eine gute Lösung gewesen. So aber könnte er bei Admira-Wacker seine Arbeit fortsetzen, obwohl ihm bereits wieder die besten Spieler abgeworben werden. Aber die Südstädter sind eben ein „Ausbildungsverein“ . Bis Saisonende heißt es aber noch um den Klassenerhalt bangen – obwohl die Ausgangsposition nicht schlecht ist und ich als Clubanhänger in den Vorjahren mehr gezittert habe. Noch ein Sieg in drei Spielen – und die Mannschaft wäre durch!

Was haben Petkovic und Stöger gemeinsam? Beide wurden schon mehrfach „geschasst“ – aber das ist das Los aller Fußballtrainer. Finanziell ist das meist für sie kein Schaden, denn die Verträge werden im Normalfall ausbezahlt

Wer ist Vladimir Petkovic? Vladimir Petković ist ein ehemaliger jugoslawischer Fussballspieler und heutiger -trainer, er ist kroatisch-schweizerischer Doppelbürger. Er hat von 2014 bis Sommer 2021 die Schweizer Nationalmannschaft trainiert. Von Juli 2021 bis Februar 2022 war er Cheftrainer des französischen Clubs Girondins Bordeaux. Wikipedia

Von Bordeaux wurde er gegangen und streitet derzeit um sein Geld. Auch Peter Stöger wurde in Ungarn „freigestellt“. Stöger wäre angeblich die billigere Lösung, denn  Herr Petkovic will etwas mehr als 1,5 Millionen Euro pro Jahr – und selbstverständlich einen Mehrjahresvertrag.

Noch einmal schlafen – und wir wissen, wer das Rennen gemacht hat!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

Diese Seite drucken