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27. SEPTEMBER 2021 – Montag

27.09.2021 | Tageskommentar
 
Ein neuer „Barbier von Sevilla“ für die Wiener Staatsoper. Erste Premiere der neuen Saison am 28. September 2021.Das »Barbiere«-Ensemble © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
 
Zur Produktion und zur Besetzung
Nach 55 Jahren kommt eine neue Produktion von Rossinis Meisterwerk Il barbiere di Siviglia ans Haus am Ring: Am 28. September 2021 feiert die von Michele Mariotti dirigierte Produktion ihre Premiere, erstmals inszeniert Herbert Fritsch an der Wiener Staatsoper. Mariotti, der sich ausgehend vom Belcanto-Repertoire einen großen Namen gemacht hat und an allen wichtigen Häusern von der New Yorker Met über die Mailänder Scala bis zum Londoner Royal Opera House zu Gast ist, wird am Premierenabend sein Staatsopern-Hausdebüt geben. Und Herbert Fritsch, dessen vielfach auszeichnete künstlerische Bandbreite vom Schauspiel über Bühnenbildgestaltung bis zur Inszenierung reicht, gilt als Meister des intelligent-doppelbödigen wie körperbetont burlesken Humors – wie auch schon am Burgtheater zu erleben war. Dass die Produktion das Publikum auf Pfade eines außergewöhnlichen Musiktheaters führen wird, dafür sorgt nicht zuletzt auch die Sängerinnen- und Sänger-Besetzung: Vasilisa Berzhanskaya, international gefeiert als neuer Star im Rossini-Fach, gibt mit der Rosina ihr Hausdebüt, Juan Diego Flórez ist wohl die Idealbesetzung des Grafen Almaviva, mit Ildar Abdrazakov wird der Partie des Basilio besonderes stimmliches wie darstellerisches Profil verliehen und mit Étienne Dupuis zeigt sich der bravouröse Valentin der Faust-Premiere des Frühjahrs 2021 nun als Figaro auch von seiner komischen Seite. In der Premierenserie sind weiters der international gefragte italienische Bariton Paolo Bordogna als Bartolo sowie der österreichische Publikumsliebling Ruth Brauer-Kvam in ihrem Staatsoperndebüt als Ambrogio zu erleben.

Regieportrait Herbert Fritsch

»Es stimmt ja gar nicht, dass Schauspieler immer nur gemocht werden wollen. Ich finde es gut, wenn man da unten eine Meute vor sich hat, die kurz davor ist, einen totzuschlagen. Man schwingt wie ein Matador vor dem Publikum das rote Tuch«– sagte Herbert Fritsch im Rückblick auf seine Ensemblemitgliedschaft an Frank Castorfs Berliner Volksbühne 1990 bis 2007, jenem Theater, an dem ihm 2011 mit Die (s)panische Fliege auch der Durchbruch als Regisseur gelang. Mittlerweile ist er auch im Opernbetrieb höchst erfolgreich unterwegs. In einem Regieportraitstellt Dramaturg Nikolaus Stenitzer am 26. September (11 Uhr im Gustav Mahler-Saal) sein Schaffen im Gespräch mit dem Künstler und anhand von Videosequenzen wichtiger Arbeiten vor.

Il barbiere di Siviglia im Radio, TV und als Stream

Die Premiere am 28. September 2021 wird ab 19.00 Uhr live auf Radio Ö1 übertragen, am 9. Oktober 2021 wird die Neuproduktion um 20.15 Uhr im Hauptabendprogramm in ORF 2 gesendet.
ARTEstrahlt den neuen Barbiere am 28. November 2021 aus und bietet ab diesem Tag einen Stream auf der Online-Plattform ARTE Concert an.
Herbert Fritsch: „Ein Heulsusentheater interessiert mich nicht“ (Bezahlartikel)
Kleine Zeitung

Linz:„LACHESIS“– Uraufführung am Musiktheater des Landestheaters, Black Box, 26. 09.2021

Kammeroper in einem Akt von Hermann Schneider, Musik von Marijn Simons

Michael Wagner, Christa Ratzenböck. Foto: Herwig Prammer

Petra und Helmut Huber sind unsere Rezensenten in Linz: Was schreibt die Dramaturgie des Landestheaters über dieses Werk unses Theaterintendanten und des niederländischen Geigers, Dirigenten und Komponisten, der 2014 seine erste Oper („Emilia Galotti“, in Koblenz) zur Uraufführung bringen konnte?

„Lachesis ist der Name einer griechischen Göttin, die für die Zuteilung des Schicksals verantwortlich ist. In ihrem gleichnamigen Musiktheater diskutieren Librettist Hermann Schneider und Komponist Marijn Simons den Freiheitsbegriff in einem post-demokratischen Staatswesen. Die beiden Künstler entwerfen dafür den dystopischen Kosmos einer in die Zukunft projizierten antiken Welt. Wie bei Platon prognostiziert, ist mittlerweile aus der Demokratie eine Tyrannis geworden. Als Gegenreaktion auf die vernunftorientierte bürgerliche Demokratie hat das Irrationale Konjunktur. In Kombination mit gesteigerter Wissenschaftsgläubigkeit und der neuen Orientierungskategorie „Meinung“ wurde eine Gemengelage geschaffen, die einen neuen Mythos geboren hat: den Zukunftsmenschen, der sich aus der genetischen Reproduktion von Biomasse und Bewusstseinsprojektionen konstruiert.“…

Hermann Schneiders Text ist eine komplette Neuschöpfung, basiert also nicht auf sowas wie einer (Roman)Vorlage. Manches wirkt etwas verschwurbelt, wenn es um mehr oder weniger gängige wissenschaftliche Begriffe geht – aber was wissen wir schon, wie diese Begriffe in 300, 400 Jahren verwendet werden?! Die unmittelbar handlungsbezogenen Strukturen sind jedenfalls klar gefaßt…

Michael Wagner, Elias Morales Perez, Christa Ratzenböck. Foto: Herwig Prammer

Großer Applaus der ca. 200 Personen, die in der Black Box Platz finden, für Bühnenpersonal, Produktionsteam und die Autoren.

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber

Standing Ovations im Musiktheater bei der Premiere von La Bohème
Die Erleichterung nach der gelungenen Premiere war dem Ensemble deutlich anzusehen. Der Start in die neue Opernsaison ist mit Giacomo Puccinis „La Bohème“ eindrucksvoll gelungen.
Oberösterreichische Nachrichten

Linz
„La Bohème“ eröffnete die Linzer Opernsaison eindrucksvoll
Salzburger Nachrichten

Händels Oper „Amadigi“ erzählt eine alte Geschichte neu
Im Spa der Zauberin: Händels „Amadigi“ im vollbesetzten Bockenheimer Depot als erste Premiere der Saison
Frankfurter Rundschau

Paris
Ödipus-Oper in Paris: Er war doch selbst schuld
Frankfurter Allgemeine

Neustrelitz
Prinzenjagd im Theater Neustrelitz: Humperdincks „Dornröschen“

Copyright: Landestheater Neustrelitz

Volltreffer! Beim zweiten Anlauf klappte es. Die Premiere von Engelbert Humperdincks „Dornröschen“ wurde am Beginn des zweiten Lockdowns im Herbst 2020 abgesagt. Vor zehn Monaten hatte man sogar vorsorgend eine Fassung mit zwei Klavieren anfertigen lassen, um für alle Einlass-Eventualitäten gewappnet zu sein.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Frauen-Schlachtfeld
Die Humperdinck-Renaissance jenseits des Dauerbrenners „Hänsel und Gretel“ nimmt zum 100. Todestag Fahrt auf: Jasmin Solfagharis bunter Bühnenzauber erobert das Publikum im Sturm.

…Für die vielen „Dornröschen“-Sprechverse griff die Regisseurin selbsthelfend zum Laptop. Sie reimte, korrigierte sensibel und besserte so manche für heutige Sprösslinge aus der Zeit gefallene Reimerei aus. Die vielen kurzen und langen Zwischenspiele bieten Anlässe zum Ausstellen von ganz viel Deko-Konfekt, und Walter Schütze zögerte nicht. Er kreierte eine Feerie mit Friedrichstadtpalast-Dimensionen und liefert Augenorgien durch Kostüme, von denen nur Dornröschens Erdbeer-Kleidchen ein bisschen nach Aschenputtel aussieht.

concerti.de

Schwerin
Macabre“ bis „bleiche Sophie“: Neustart am Staatstheater
Einen Premieren-Marathon hat das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin zur Spielzeit-Eröffnung hingelegt. Die neue Intendanz setzt vor allem mit der Oper „Le Grand Macabre“ ein Achtungszeichen.
Münchner Merkur.de

Hof: Todesschüsse zur Fest-Eröffnung: Cherubinis „Medea“ am Theater Hof
Neue Musikzeitung/nmz.de

WIEN / Burgtheater:  KOMPLIZEN von Simon Stone
nach „Kinder der Sonne“ und „Feinde“ von Maxim Gorki
Uraufführung
Premiere: 26. September 2021 

Fotos © Marcella Ruiz Cruz

Simon Stone, der Australier mit europäischem Background, dessen Arbeiten man in Erinnerung an seine schlechtweg brillante Produktion „Hotel Strindberg“ (2018 im Akademietheater) immer erwartungsvoll entgegenblickt, lädt diesmal zum Untergang des Bürgertums, der Intellektuellen und der Künstler ins Burgtheater ein.

Die Figuren und Grundstrukturen stammen von Maxim Gorki, der all das schon vor hundert Jahren gewusst hat, aber auf der Bühne stehen Menschen von heute, wobei die Handlung sogar in Wien spielt. Und wer sich nicht an Gorkis „Kinder der Sonne“ und „Feinde“ erinnert (letztere hat man in Wien seit Menschengedenken nicht gesehen, aber man kann Stücke ja auch lesen), für den ist „Komplizen“ von Simon Stone durchaus als Stück für sich zu nehmen. Er hätte es auch „Die Egoisten“ nennen können, denkt bei den Komplizen allerdings an die Gedankenlosen, die den Untergang einer Gesellschaft mittragen, ohne sich den Kopf darüber zu zerbrechen – bis es zu spät ist und sie selbst mitgerissen werden.

Wer die Gorki-Stücke allerdings kennt, kann dem Autor die Bewunderung nicht versagen, wie er das Werk zu uns „übersetzt“ und dabei gezeigt hat, wie vieles unverändert geblieben ist. Alle umkreisen ausschließlich ihr Ego – Paul, der Wissenschaftler (er möchte Schimmel vernichten, um große Gemälde für die Nachwelt zu retten) und Tanya, seine Frau, hier zur Schauspielerin geworden, unliebenswürdig in ihrer Ehe gefangen. Dietmar, der Künstler, hier zum Fotografen und Filmemacher geworden. Matthias, der alte Kapitalist, kommt allerdings aus dem anderen Stück („Feinde“). Melanie, die Rücksichtslose, die Paul um jeden Preis einfangen will, ob er verheiratet ist oder nicht…

Es ist ein eindrucksvolles Ensemble, ein – der Einwände ungeachtet – eindrucksvolles Stück, ein eindrucksvoller Theaterabend. Tief durchatmen und die vier Stunden auf sich nehmen. Es lohnt sich trotz des Überhangs an Belehrung am Ende.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

WIEN / Kammerspiele der Josefstadt:  DER KÖNIG STIRBT von Eugène Ionesco
Premiere am 25. September 2021,
besucht wurde die Nachmittagsvorstellung am 26. September 2021  

 

Ein angeblich von der Probe müder, aber blitzwach wirkender Claus Peymann hat im ORF-Interview zwar mehrfach darauf hingewiesen, dass er 84 ist, aber das hat seiner Vollmundigkeit keinen Abbruch getan. Ionescos „Der König stirbt“ sei noch nie ein Erfolg gewesen, berichtet er, „aber das wird sich ändern“. Weil er nämlich die Parabel an den Josefstädter Kammerspielen inszeniert, mit einer starken Besetzung – und überhaupt. Schließlich knieten die Leute in Wien vor ihm nieder, wenn sie ihn sehen, meint Peymann. Na ja, vielleicht ist die Sehkraft im Alter nicht mehr so ganz verlässlich…

Und dass sich das mit dem großen Erfolg durch seine Produktion ändern wird, ist auch nicht der Fall, dazu ist, sagen wir es ehrlich, dem großen Eugene Ionesco zu diesem Stück einfach zu wenig eingefallen. Die längste Zeit diskutieren die bissige alte Königin und die verheulte junge Königin über den bevorstehenden Tod des Königs, ohne dass der Text wirklich griffig würde, und die Nebenfiguren –  die Haushälterin, der Arzt und der Wächter –  haben eigentlich kaum eine Funktion. Dann kommt der König, der der Mitteilung, er würde sehr bald sterben, verständnislos gegenüber steht wie alle reichen und mächtigen Leute, die nicht verstehen, dass es Dinge gibt, die für sie genau so gelten wie für jedermann. Dass man Kraft und Befehlsgewalt verliert und am Ende niemand mehr ist – das wird jedenfalls klar.
Apropos Jedermann – mit dessen Kampf um das Leben ist dieser königliche Tod, der in den Kammerspielen nach etwa eindreiviertel Stunden erfolgt, wirklich nicht zu vergleichen. Das Stück bleibt labrig – und Peymann hat auch nichts getan, um es in Dialog und Aktion wenigstens zu schärfen…

Eine Prozession der Trauernden beschließt den Abend. Bei der Premiere soll es stürmischen Beifall für Peymann gegeben haben. Bei der zweiten Vorstellung dankte das Publikum den Schauspielern, die alles getan haben, um ein zähes Stück über das Sterben einigermaßen lebendig zu machen.

Zum Bericht von Renate Wagner

Das Sterben des armen Königs
Claus Peymann verschafft der Josefstadt mit „Der König stirbt“ einen beispiellosen Triumph.
Wiener Zeitung

Claus Peymanns Märchenstunde in den Kammerspielen: „Der König stirbt“
Macht abgeben und sterben lernen: Eugène Ionescos absurdes Theaterstück verspielt in der Josefstadt-Dependance
Der Standard.at

Hamburger Junge“ Freddy Quinn wird 90
Am Montag wird einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Nachkriegsschlagersänger 90 Jahre alt: Geboren wurde Freddy Quinn als Franz Eugen Helmuth Manfred Nidl. Umstritten ist der Geburtsort: Wien, Pula oder Niederfladnitz (Bezirk Hollabrunn).
https://noe.orf.at/stories/3122943/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Kommunisten und Impfskeptiker gewinnen bei Wahlen in Österreich: Zwei Wahlen, zwei grosse Überraschungen in Österreich: Bei der Gemeinderatswahl in Graz eroberte unerwartet die Kommunistische Partei das Rathaus. Bei den Landtagswahlen in Oberösterreich gelang den Kritikern der Corona-Massnahmen ein Coup.
    Zum Bericht
  • Vulkanausbruch auf La Palma könnte noch Monate dauern: Seit einer Woche spuckt der Vulkan auf der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel La Palma Asche, Rauch, Gesteinsbrocken und Lava aus – die Schäden sind immens. Es könne Wochen oder auch Monate so weitergehen, glauben Experten.
    Zum Bericht
  • Iran verweigert IAEA Zugang zu Nuklear-Werkstatt: Teheran blockiert entgegen jüngster Zusagen die vollständige Überwachung seines Atomprogramms. Laut einem IAEA-Sprecher wird IAEA-Inspektoren der Zugang zu einer Werkstatt, in der Teile für Zentrifugen zur Uran-Anreicherung hergestellt werden, verweigert.
  • Zu den neusten Entwicklungen
  • Taliban hängen getötete Entführer zur Abschreckung auf: In der westafghanischen Stadt Herat haben die Taliban die Leichen von vier Männern öffentlich zur Schau gestellt, die einen Händler und seinen Sohn entführt haben sollen. Die Männer seien aufgehängt worden, damit niemand es mehr wage, solche Verbrechen zu begehen.
  • Zu den neusten Entwicklungen
  • Lewis Hamilton setzt Meilenstein mit 100. Sieg: In der Regenlotterie von Sotschi errang er seinen 100. Sieg in der Formel 1 und eroberte damit die WM-Führung vor dem auch im Rennen zweitplatzierten Max Verstappen zurück. Der erst 21-jährige Brite Lando Norris hatte bis kurz vor Schluss geführt, dann aber eine taktische Fehlentscheidung getroffen.
  • Zum Bericht
  • Julian Alaphilippe ist der neue und alte Strassen-Weltmeister: Der französische Radfahrer verteidigt in Flandern seinen Titel – in einem Rennen von selten erlebter Intensität. Alaphilippe ist der Mann für die grössten Momente. Der Weltverband UCI zählte an der Strecke eine Million Zuschauer.
  • Zum Bericht

Wahl in Deutschland: SPD gewinnt, Union mit schlechtestem Ergebnis aller Zeiten, Grüne und FDP sind die Kanzlermacher

Die SPD hat die Bundestagswahl nach dem Ergebnis der Auszählung aller Wahlkreise mit 25,7 Prozent gewonnen. Die CDU/CSU stürzte dagegen nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel mit 24,1 Prozent auf ein Rekordtief. Erstmals in der Geschichte liegt die Union unter der 30-Prozent-Marke. Die Grünen errangen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte und wurden drittstärkste Kraft. Die FDP verbesserte sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutschte mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke stürzte auf 4,9 Prozent.
Zum Live-Ticker

Berliner Wahllokalen fehlten Stimmzettel, lange Warteschlangen vor Ort
In Berlin verläuft der Wahltag zum Teil chaotisch: Lokale melden vertauschte Stimmzettel, draußen stauen sich die Wählenden. Doch es gibt eine Regel für alle, die nicht bis 18 Uhr reinkommen.
Spiegel.de

Sotschi/ Autorennsport
Hamilton fährt in Sotschi 100. Sieg ein
Der Lebenslauf von Lewis Hamilton ist seit Sonntag um einen weiteren prominenten Eintrag reicher. Der 36-jährige Engländer sicherte sich nach hartem Kampf mit dem Erfolg beim Grand Prix von Russland in Sotschi nicht nur die WM-Führung, sondern auch den 100. Rennsieg seiner Karriere. In einem vor allem in der Schlussphase durch einsetzenden Regen turbulenten Rennen setzte sich Hamilton vor Red-Bull-Star Max Verstappen, der von Rang 20 nach vorne gefahren war, und dem Spanier Carlos Sainz im Ferrari durch.
http://sport.orf.at/stories/3084981/

Dramatik in Sotschi, denn Lando Norris fuhr seinem ersten Sieg entgegen, als 10 Minuten vor Renn-Ende Regen einsetzte. Norris riskierte und wollte mit seinen Trockenreifen die letzten 3 Runden noch durchfahren. Das war zu viel Risiko, denn der Bolide war nicht mehr zu steuern. Hamilton und Verstappen fuhren in die Box – und das erwies sich als richtige Taktik. Der „heimliche Sieger“ war Verstappen, der aus dem letzten Startplatz als Zwanzigster startete und dann durch das Norris-Drama doch noch Zweiter wurde. Norris zuckelte dann – zwar mit neuen, aber zu spät aufgezogenen Regenreifen als Siebenter durch das Ziel.

Die Weltmeisterschaft wird ähnlich spannend wie die Frage, ob in der deutschen Politik Armin Laschet doch noch Olaf Scholz ausbremsen kann. Wahrscheinlich ist es nicht, möglich aber schon. Laschet kann aber den Preis für Olaf Scholz durch derart hohe Angebote an Grüne und FDP so in die Höhe treiben, dass Scholz in seinen Möglichkeiten arg eingeschränkt ist – und vielleicht doch noch die Union um eine GroKo geradezu bittet. Ich an Laschets Stelle würde diese Taktik jedenfalls versuchen!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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