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27. JULI 2021 – Dienstag

27.07.2021 | Tageskommentar

Salzburger Festspiele: Davide Luciano (Don Giovanni) Foto: Ruth Walz/ Salzburger Festspiele

SALZBURGER FESTSPIELE: JUBEL UM „DON GIOVANNI“

Genie-Scherstarbeit im psychoanalytischen Varieté
Der neue Salzburger „Don Giovanni“, dirigiert von Teodor Currentzis und inszeniert von Romeo Castellucci, ist ästhetische Schwerstarbeit. Salzburg zeigt, was es alles drauf hat: Auf der Riesenbühne des Großen Festpielhauses tobt eine symbolschwangere Materialschlacht und im Orchestergraben ein Maximum an Tempo- und Langsamkeitsrekorden….

Wir blicken in eine Barockkirche, die noch vor der Ouvertüre von fleißigen Arbeitern leergeräumt wird. Die Heiligen aus Stuck, das goldene Tabernakel und das große Kreuz – alles muss raus. Anders als Mozart und sein Librettist Da Ponte lebt der moderne Mensch nicht mehr selbstverständlich im Sinnrahmen der Religion. Wo kein göttliches Gesetz ist, gibt’s auch keine Hölle – übrig bleibt die mit Begehren aufgeladene Konsumwelt und schließlich ihr Müll…
BR-Klassik.de

Salzburger Festspiele
Nachtkritik – Don Giovanni fährt ganz in Weiß zur Hölle
Die zentrale Opernproduktion der Salzburger Festspiele löst die hohen Erwartungen weitgehend ein. Romeo Castellucci findet über eine spektakuläre Bilderflut zum szenischen Kern von Mozarts Dramma Giocoso. Teodor Currentzis Klangkonzept indes weist keine Bruchstellen auf. Der Dirigent setzt auf lyrische Stimmen und delikaten Orchesterklang.
Salzburger Nachrichten

„Don Giovanni“-Premiere live
Eines der programmierten Höhepunkte des Festivalsommers ist die erste Opernpremiere der Salzburger Festspiele: Mozarts „Don Giovanni“ neuinterpretiert von Kultdirigent Teodor Currentzis am Pult und Regiemystiker Romeo Castellucci.
https://oe1.orf.at/artikel/686390/Don-Giovanni-Premiere-live

Die große Flut an Kritiken wird wohl heute bzw. morgen eintreffen

SALZBURG: Heute Start der „Elektra“-Serie

Franz Welser-Möst Musikalische Leitung
Krzysztof Warlikowski Regie
Małgorzata Szczęśniak Bühne und Kostüme

Tanja Ariane Baumgartner Klytämnestra
Ausrine Stundyte Elektra
Vida Miknevičiūtė Chrysothemis
Asmik Grigorian Chrysothemis (18./23./28. 8.)
Michael Laurenz Ägisth
Christopher Maltman Orest
Peter Kellner Der Pfleger des Orest

KARTEN UND TERMINE

Salzburg
Wiener Philharmoniker: Erwartete Extraklasse
https://www.krone.at/2470235

Philharmoniker: Im Eilschritt auf den Gipfel
Franz Welser-Möst begeisterte in Salzburg mit einem Strauss-lastigen Programm.
Wiener Zeitung

BAYREUTH: Satire statt Deutschtümelei
Premierenkritik „Die Meistersinger von Nürnberg“
Barry Koskys Inszenierung von Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ läuft seit 2017 bei den Bayreuther Festspielen. Am Montagabend hatte die Wiederaufnahme Premiere. Kann sie auch nach vier Jahren noch überzeugen?
http://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-premiere-bayreuther-festspiele-2021-richard-wagner-die-meistersinger-von-nuernberg-100.html

BAYREUTHER FESTSPIELE: Geteilte Meinungen über Tcherniakovs Inszenierung

Auszug aus „Sueddeutsche Zeitung“: …Tcherniakov ist das alles wohl zu mythisch-christlich wabernd. Er erzählt einen Krimi. Sentas Papa hatte mit des Holländers Mama mal eine Affäre, die mit deren Selbstmord endete, der kleine Holländer war dabei. Das Kind verließ die Stadt und kommt als Rachemonstermacho zurück, will Senta verführen, ballert wahllos in die Menge. Um am Ende von Sentas Stiefmutter Mary über den Haufen geschossen zu werden. „Tatort“ statt Mythos: Tcherniakov erzählt schlüssig, geht aber allen Problemen dieser Partitur aus dem Weg. Er verkleinert das Stück gegen die aus einer bissig heiteren Offenbachiade in romantische Dunkelheiten wegtauchende Musik auf eine Bühnenbanalität, die auch musikalisch keine Erlösung bietet…

Daland mit seiner Mannschaft. Georg Zeppenfeld. Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Bayreuth
Pubertier Senta – „Der fliegende Holländer“ eröffnet die Bayreuther Festspiele
Neue Musikzeitung/nmz.de

Eröffnungspremiere: „Fliegender Holländer“ bei den Festspielen in Bayreuth
Der Standard.at

Bayreuther Festspiele: Geschrumpfter Mythos
Auftakt in Bayreuth: Der Regisseur Dmitri Tcherniakov macht aus dem „Fliegenden Holländer“ einen Kleinstadtkrimi.
Sueddeutsche Zeitung

Liebe unter Landeiern
Die Dirigentin Oksana Lyniv und der Regisseur Dmitri Tcherniakov eröffnen mit dem „Fliegenden Holländer“ die diesjährigen Bayreuther Festspiele.
Tagesspiegel.de

Georg Zeppenfeld  (Daland) und Asmik Grigorian (Senta). Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

 

Triumph für Salzburg-Star
https://kurier.at/kultur/fliegender-hollaender-in-bayreuth-der-hoelle-rache/401454208

Gelungener Neustart am Grünen Hügel
DeutschlandfunkKultur

Dieser Gesang ist eine Erlösung
„Der fliegende Holländer“ eröffnet die Bayreuther Festspiele. Asmik Grigorian als Senta und Oksana Lyniv als Dirigentin versetzen das Publikum in Glückstaumel.
Frankfurter Allgemeine

Premierenkritik – „Der fliegende Holländer“ in Bayreuth Wagners „Holländer“ als Dorf-Thriller
BR-Klassik.de

Lieb nur als Versehen – „Tristan und Isolde“ als Oper für Kinder bei den Bayreuther Festspielen
Die bewährte Form der Kinderoper in Bayreuth als eine Pocketversion der Musikdramen Richard Wagners hat längst die bayreuthwürdigen Bühnenwerke einmal durchlaufen. In diesem Jahr steht als Reihung von Highlights mit dazwischen gesprochenen Szenen der Protagonist*innen „Tristan und Isolde“ auf dem Programm – nicht auf dem Festspielhügel, sondern in der Stadtmitte von Bayreuth…

Neue Musikzeitung/nmz.de

In der Premiere waren weniger Kindern als Erwachsene. Was soll das?

  • Weitere Aufführungen:  27., 28., 30. Juli (11:00 und 16:00), 31. Juli, 1., 3., und  4. August 2021.

Erl
Festspiele Erl: Der Schwan musste zuhause bleiben

Ortrud mit Kettensäge. Dsamilja Kaiser wütet. Foto: Xiomara Bender/ Tiroler Festspiele

Lohengrin-Premiere im Erler Passionsspielhaus: ein Abend voller Rätsel und musikalischer Höhepunkte.

...Ja, da ist was los beim Erler Lohengrin – zumeist kraftvoll und leidenschaftlich gespielt und gesungen. Dirigent Titus Engel, der mit einem exzellent spielenden Festspielorchester auf der Bühne des großen Passionsspielhauses hinter einem Vorhang agiert, traf die rechten Tempi und Zwischentöne. Wagners Musik geriet wuchtig, verträumt und im Gralsthema der Erde entrückt – eine hörenswerte Darbietung…
https://www.tt.com/artikel/30797150/festspiele-erl-der-schwan-musste-zuhause-bleiben

Die Kettensäge, ein typisch weibliches Werkzeug. Erst vorgestern schleppte meine Frau so ein Instrument vom Zgonc nach Hause. Muss ich mir Sorgen machen? Meine Angetraute versichert, dass sie mit der Säge die Gartenbäume stutzen wird!

Erll/ Tiroler Festspiele
„Lohengrin“ in Erl: Szenisch eigenwillig, musikalisch oft überzeugend (Bezahlartikel)
Kurier.at

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: BACHLER – GALA „DER WENDENDE PUNKT“ AM 30. JULI

Bayerische Staatsoper.

https://www.staatsoper.de/stueckinfo/festspiel-sonderkonzert-der-wendende-punkt/2021-07-30-20-00.html

Das letzte Wochenende von ROSSINI IN WILDBAD 2021!

 

Mit einem vielseitigen Wochenendprogramm endete das Festival Rossini in Wildbad. Das Waldkonzert am Freitag entzückte durch hervorragende musikalische Leistungen und eine einzigartige Akustik und Atmosphäre. Am Samstag musste aufgrund der Wetterlage auf das Königliche Kurtheater ausgewichen werden. Dort wurde die letzte Aufführung der bezaubernden Oper „Le philtre – Der Liebestrank“ von Auber bejubelt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnung galt dies als ausverkauft. Am Sonntagvormittag wurde bei der Veranstaltung „ROSSINI & Co“ die diesjährige International BelCanto-Preisträgerin Mara Gaudenzi ausgezeichnet. Frau Gaudenzi, ein vielversprechender Mezzosopran aus der Nähe von Pesaro, wurde soeben unter starker Konkurrenz in die Accademia della Scala in Mailand aufgenommen. Eine Besonderheit: Die Lehrerin von Frau Gaudenzi, Agata Bienkowska, war 1998 die erste BelCanto-Preisträgerin von Rossini in Wildbad. Den Publikumspreis erhielt mit riesigem Applaus der Tenor Pierluigi D’Aloia aus Bologna. D’Aloia wurde auch mit dem erstmals vergebenen Austauschstipendium mit dem Festival Solo Belcanto Montisi ausgezeichnet. Mit einer Aufführung der „Tre Gobbi – die drei Buckligen“ klang das Festival am Sonntagabend aus. Trotz der Wetterkapriolen zeigte sich Intendant Jochen Schönleber mehr als zufrieden und zuversichtlich: „Durch die Entscheidung für Open Air konnten wir überhaupt die Freigabe des Festivals im Mai erreichen. Wenn wir jetzt im Saal geschützt zu Ende spielen können, ist das umso besser. Die künstlerischen Resultate waren mehr als zufriedenstellend. Nächstes Jahr spielen wir wieder überwiegend innen und müssen uns nicht ums Wetter kümmern.“

www.bad-wildbad.de/rossini/

OFFENBURG ÜBERRASCHT DIE OPERNWELT

Cornelia Beskow, Michael Güttler. Foto: Michael Bode

https://www.badische-zeitung.de/wagner-walkuere-wahnsinn-offenburg-ueberrascht-die-opernwelt–203659601.html

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  30. Juli 2021  
PROXIMA: DIE ASTRONAUTIN
Proxima  /  Frankreich, Deutschland  / 2019
Drehbuch und Regie: Alice Winocour
Mit: Eva Green, Lars Eidinger, Zélie Boulant-Lemesle, Matt Dillon u.a.
Flüge in den Weltraum machen derzeit Schlagzeilen. Aber hier geht es nicht um Millionäre, die sich einmal für zehn Minuten ins All schießen lassen. So „unernst“ ist die Geschichte der Französin Sarah Lorenau nicht. Sie soll als Astronautin an einer international besetzten, einjährigen Mars-Weltraum-Mission namens „Proxima“ teilnehmen – und man könnte sich in der Behandlung dieses Themas dazu vieles vorstellen.

Existenzielle Fragen, denn es wäre verblendet nicht damit zu rechnen, dass man davon nicht zurückkehrt. Psychologische (wie verkrafte ich das?), emanzipatorische (endlich auch Frauen im All!), philosophische (der Mensch im All – was bedeutet das?)…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Die USA wollen noch 2021 alle Kampftruppen aus dem Irak abziehen: Amerikas Präsident Joe Biden sagte bei einem Treffen mit Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi, die USA würden sich im Irak ab dem Jahresende nicht mehr in einem Kampfeinsatz befinden. Verbleibende US-Soldaten sollen sich auf die Ausbildung und Beratung heimischer Sicherheitskräfte konzentrieren.
  • Zum Bericht
  • Süd- und Nordkorea öffnen wieder Kommunikationskanäle: Beide Länder teilen mit, sie hätten nach monatelanger Unterbrechung die offizielle Notfall-Telefonleitung zwischen den Regierungen reaktiviert.
  • Zum Bericht
  • Tesla verdienst erstmals mehr als eine Milliarde Dollar in einem Quartal: Der Elektroautobauer hat in den vergangenen drei Monaten so viele Autos gebaut wie noch nie und einen Rekordgewinn eingefahren. Das mag einige Skeptiker verstummen lassen, doch es ist noch weit, bis die hohen, selbst geschürten Erwartungen erfüllt werden.
  • Zum Bericht
  • In Indien sterben mehr als 190 Menschen bei Erdrutschen und anderen Zwischenfällen nach heftigem Monsunregen: Das teilten Behörden des betroffenen Gliedstaates Maharashtra mit. Laut örtlichen Medien handelt es sich um den heftigsten Regen, den der Gliedstaat je in einem Juli in den vergangenen 40 Jahren erlebt hat.
  • Zum Bericht

    Deutschland
    Innenminister Seehofer erwartet Einschränkungen für Nicht-Geimpfte
    Die Welt.de
    Na wenigstens keine Impfpflicht! So geht das auch!

  • Bitte lasst Euch – wie ich – impfen. Dann habt Ihr Ruhe. Vielleicht nicht vor Corona, aber vor Seehofer! Das allein ist die Impfung schon wert!

    Ich wünsche einen schönen Tag!
    A.C.

 

 

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