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27. JÄNNER 2022 – Donnerstag

27.01.2022 | Tageskommentar

BARCELONA: Gestern hatte PIQUE DAME Premiere

Szenenfotos PIQUE DAME in Barcelona (gefunden von Fritz Krammer)

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Günther Groissböck, ein in 🇦🇹 geborener “Provinzjunker”🇨🇭wieder mal unterwegs in der großen, weiten Welt (G.G.)

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Paris: „HAMLET“ von Ambroise Thomas an der Opéra Comique – 24 I 2022

Weder „farbig“, noch eine Frau – dennoch Intendant: Louis Langrée

Einstand in schwierigen Umständen des neuen Intendanten: der Dirigent Louis Langrée, der dieses Repertoire kennt, liebt und wunderbar zum Klingen bringt.

Mit der Produktion selbst wollen wir uns morgen näher befassen (https://onlinemerker.com/paris-opera-comique-hamlet-vom-ambroise-thomas/,

aber absolut bemerkenswert ist eine Passage, die uns die österreichischen „Entscheider“ fast hochseriös und kompetentenst erscheinen lassen:

Die Opéra Comique hat endlich einen neuen Intendanten und wir freuen uns sehr über diese Wahl. Denn dieses Mal siegten Kompetenz und Verstand über die immer abstruseren Forderungen der Politik. Der Präsident der Republik, der solche Ernennungen in Frankreich persönlich unterzeichnet, wollte am liebsten eine junge, wenn möglich farbige Frau, mit internationalen Medienkontakten und stellte sich erst mal stur als er auf der „Shortlist“ der Findungskommission keine solche fand. So wurde, wie bei der Pariser Oper, erstmal niemand ernannt und das Haus ein halbes Jahr „per interim“ geleitet – wie der Louvre, das Musée d’Orsay und immer noch das Schloss & Oper von Versailles. Da dieses offensichtliche Desinteresse der Regierung für die Kultur zu immer schärferer Kritik führt und es in gewissen Häusern gefährlich anfängt zu „brodeln“, wurden ausnahmsweise die Mitarbeiter selbst befragt, was für einen Intendanten sie sich denn wünschten. Und die Antwort lautete klar und deutlich: „Jemand, der das Haus & Repertoire kennt und die ganze Zeit anwesend sein wird“. So wurde Louis Langrée ernannt, der nicht zu den meist „medialen“ Kandidaten gehörte, aber dessen Kompetenz für diesen Posten niemand bestreiten kann.

Nichts gegen junge, farbige Opernintendantinnen, aber nach solchen Kriterien ein renommiertes Opernhaus zu besetzen, ist abenteuerlich. Offenbar gibt es keine Kandidatin in der Branche (sonst wäre sie wohl die Chefin geworden) , es herrscht also ein Marktlücke, die schleunigst geschlossen gehört.

WIEN/ Staatsoper: MACBETH – letzte Vorstellung der Serie am 25.1.2022

Barry Koskys Ex-Züricher Inszenierung verlangt den Sängern der beiden Hauptpartien kaum zu Leistendes ab: Reduziert die ausgeleuchtete Spielfläche auf wenige Quadratmeter (Bühne und Licht: Klaus Grünberg). Verbannt den Chor ins Dunkel.

Hieß Klaus Bruns alle Figuren in nachtblaue oder schwarze, asiatisch bzw. altertümlich anmutende Gewänder kleiden; — mit Ausnahme der Hexen. Diese — ohne ein wenig Provokation geht es eben doch nicht —, Frauen wie Männer, rufen als stumme Zeugen des Geschehens mit entblößtem Oberkörper und hautfarbenen Beinkleidern den Eindruck vollkommener Nacktheit hervor. Pantomimisch begleiten sie die Szene, sorgen für den Transport der die Inszenierung prägenden Raben. (Den Gesangspart übernimmt der sehr gut disponierte Staatsopernchor.) Eine Ausnahme bei den Kostümen: Lady Macbeth tritt in dunkelblauer Robe auf. Und die Nachtwandelszene absolviert sie im einfachen weißen Nachtgewand. Auch Macbeth wird nach seinem Tod von Macduff das Schwarz entrissen: Er singt seine letzten Worte vor herabgelassenem Vorhang im weißen T-Shirt.

Luca Salsi im 4. Akt. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=EFC72649-B27F-D4C1-1AC39B613690CBCF

Ich rechne diesen Abend zu den szenisch zu bejahenden und musikalisch interessanten einer Übergangszeit — der man die Wahrheit sagen soll.

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

Die Wiener Staatsoper streamt heute PIQUE DAME (18,30 bis 21.45 h)

Valery Gergiev. Foto: Alexander Shapunov

 

https://play.wiener-staatsoper.at/

Trotzdem können Sie die Oper vor Ort besuchen!

KARTENANGEBOT

Wiener Staatsoper: „Peter Grimes“ – erste Medienberichte online!

Kann eine Stimme zu groß für eine Rolle sein? Vielleicht. Und dabei soll hier nicht von Superstar Jonas Kaufmann die Rede sein, sondern von Shootingstar Lise Davidsen, die am Mittwochabend ihr Rollendebüt als Lehrerin Ellen in der Wiederaufnahme von Benjamin Brittens „Peter Grimes“ an der Staatsoper feierte. Die 34-jährige Sopranistin überstrahlte die teils hervorragenden Mitspieler – zu denen ebenfalls mit seinem Rollendebüt besagter Jonas Kaufmann gehörte.

Bericht „Volksblatt“

Jonas Kaufmann as Peter Grimes: First review
https://slippedisc.com/2022/01/jonas-kaufmann-as-peter-grimes-first-review/

„Peter Grimes“ – die „Jungkundschaft“ ging in der Pause. Ob die demnächst wiederkommen?Kein Verlass ist auf diese Jugend Foto: F.K.

Wir bemühen uns um einen Eigenbericht!

Raiding
Große Erweiterung: Liszt-Zentrum spielt in erster Liga mit
16 Jahre seit seiner Gründung wächst das international renommierte Liszt-Zentrum weiter: Architektonisch wie künstlerisch wird es sich erweitern. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und die Intendanten Eduard und Johannes Kutrowatz die ambitionierten Pläne.
https://www.krone.at/2612643

Das ORF RSO Wien im Februar: Oper „Jenůfa“ und zwei österreichische Erstaufführungen

Das ORF-Radio-Symphonieorchester Wien spielt im Februar eine „Klassische Verführung“ im ORF RadioKulturhaus (2.2.) unter Chefdirigentin Marin Alsop – beim Folgetermin im Musikverein Wien (3.2.) stehen zwei österreichische Erstaufführungen auf dem Programm:
Brett Deans „Konzert für Cello und Orchester“ und Charlotte Brays „The Flight of Bitter Water“. Die Opern-Premiere „Jenůfa“ von Leoš Janáček findet im Theater an der Wien (16.2.) statt, fünf weitere Aufführungstermine im Februar folgen – am 26.2. auch live in Ö1. Und Antonín Dvořáks Requiem für Soli, Chor und Orchester ist im Wiener Konzerthaus (23.2.) zu hören.
OTS.at/ Presseaussendung

Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni • Opernhaus Zürich • Wiederaufnahme: 25.01.2022
Der Vorhang zu und alle Fragen offen

Abwechslung macht das Leben interessant und so hatte am Opernhaus Zürich nun nach zwei mitreissenden, klassischen Inszenierungen eine Regietheater-Arbeit vom Beginn der Intendanz Homoki ihre Wiederaufnahme (Premiere am 26. Mai 2013).

Foto © Toni Suter

Zum Bericht von Jan Krobot

Heute im Cafe Korb (Kompositionen von Manfred A. Schmid

 

Semmering
Sommernächte im Südbahnhotel“ am Semmering: Planungen laufen
Eigenes Programm der Eigentümer nach verkündetem Aus für Kultur.Sommer.Semmering in der alt-ehrwürdigen Spielstätte. Das Südbahnhotel am Semmering wird weiterhin mit Kultur bespielt, aber von neuen Veranstaltern.
Der Standard.at

Der Hoteleigentümer macht von seinem Recht Gebrauch, selbst darüber zu befinden, welche Art von Vergnüglichkeiten er seinen illustren (und zahlenden) Gästen anzubieten geneigt ist. Schließlich muss sich das Projekt rechnen! Dass sich der bisherige Veranstalter offenbar seiner Sache zu sicher war, liegt auf der Hand. Bevor eine Saisonplanung durchgeführt wird, muss zuerst die Frage des Veranstaltungsortes geklärt werden. Ich verstehe manches an dieser Sache nicht, wirklich professionell dürfte das Vorgehen nicht gewesen sein!

Dafür reagiert die Eigentümerseite höchst professionell und wirbt der Staatsoper Mitarbeiterinnen ab: Ingrid Skovhus, die für den Freundeskreis verantwortlich war, wird mit Anfang März die künstlerische Leitung und Geschäftsführung der Südbahnhotel Kultur GmbH übernehmen und somit die Wiener Staatsoper verlassen. Das geschieht allerdings im besten Einvernehmen mit dem „Noch-Arbeitgeber“!

Neueste Info: Die bisherigen Veranstalter schlafen auch nicht in der Pendeluhr. Sie stehen angeblich kurz vor dem Vertragsabschluss mit dem PANHANS-Hotel, also mit der Konkurrenz des Südbahnhotels. 

Ein erfolgreicher Vertragsabschluss ist nach diesen Turbulenzen zu wünschen. Kleiner Einwand: Über ungelegte Eier spricht man als Profi nicht. Wir gratulieren, wenn der Vertrag perfekt ist – hoffentlich mit genau geregelter Kündigungsfrist!

OPER GRAZ: Letzter „Wolf“ und drei Extra-„Rotkäppchen“

 

Trailer zu „Der Wolf“

 „Der Wolf„, die erwachsene Version eines für Kinder geschriebenen und unschuldig wirkenden Märchens, choreographiert von Morgann Runacre-Temple, geht am Samstag, 28. Jänner bereits als Dernière über die Studiobühne.

Das „Rotkäppchen“, die „Familienfassung“ ab 5 Jahren des selben Märchens, wurde von Sascha Pieper in Szene gesetzt und hat wegen des regen Zuspruchs nach dem 29. Jänner noch drei Extra-Vorstellungen im Februar bekommen: am 12., 13. & 20 Februar 2022!
In diesen drei Zusatzvorstellungen wird übrigens Isabel Edwards die Titelrolle tanzen!

Trailer zu  „ROTKÄPPCHEN“

Information zur aktuellen Zugangsregelung in der Oper Graz: Für Vorstellungen auf der Studiobühne und im Spiegelfoyer gilt – wegen des von vornherein geringeren Platzangebotes – die 2G-Regel, also der Nachweis über Genesung oder ein gültiger Impfnachweis.

Während für einen Besuch von Vorstellungen auf der großen Bühne die 2G-plus-Regel gilt!
Im gesamten Haus ist bitte eine FFP2-Maske zu tragen!

Details dazu finden Sie hier

„Der Wolf“: Samstag, 29. Jan 2022, 20 Uhr (Studiobühne)
„Rotkäppchen“: 29. Jan, 12.,13. & 20. Feb 2022 (Studiobühne)
Wien
Schauspieler Ernst Stankovski 93-jährig gestorben
Der Österreicher war vor allem im deutschen Fernsehen und mit zahlreichen Kabarettprogrammen erfolgreich.
Kurier.at
NFT an Museen: Belvedere verkauft Klimts „Kuss“ als NFT-Einzelteile
Klimts Meisterwerk wird in 10.000 digitale Ausschnitte zerlegt und für 1.850 Euro pro Stück feilgeboten.
WienerZeitung.at
 
Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“
  • Frankreichs Wahlkampf fehlt noch ein zündender Moment: In Ermangelung von Skandalen widmet die Presse sich der K-Frage und orakelt, wann Amtsinhaber Emmanuel Macron offiziell ins Rennen um die Präsidentschaft einsteigt. Ein Geheimnis macht er aus seinen Ambitionen nicht.
    Zum Bericht
  • Der dienstälteste Richter am Supreme Court will heute seinen Rücktritt bekanntgeben: Damit würde der 83-jährige Stephen Breyer den Weg für ein Wahlversprechen von Joe Biden freimachen. Der Präsident könnte bald die erste afroamerikanische Frau für den Obersten Gerichtshof der USA nominieren.
    Zum Bericht
  • Benjamin Netanyahu lehnt einen Vergleich mit der Staatsanwaltschaft ab: Israels Oppositionsführer steht wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht. Doch der ehemalige Regierungschef denkt nicht daran, das Feld zu räumen. Der parteiinterne Machtkampf ist verschoben, aber nicht aufgehoben. Hinter den Kulissen bringen sich potenzielle Nachfolger in Stellung.
    Zum Bericht

Die türkische Regierung will Istanbuls Bürgermeister schlecht aussehen lassen: Sie beschuldigt Ekrem Imamoglu, während des ungewöhnlich heftigen Wintereinbruchs im Krisenmanagement versagt zu haben. Die Schlammschlacht nach dem grossen Schnee ist nicht der erste Angriff auf den beliebten Oppositionspolitiker und potenziellen Herausforderer von Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Zum Bericht

 

Österreich
Beinschab-Studie: Kern als Pfau, Doskozil als Wildschwein
Das Finanzministerium veröffentlicht nun doch alle bisher unter Verschluss gehaltenen Studien der Meinungsforscherin Sabine Beinschab.
Die Presse.com

Für so eine Spielerei wurde steuergeld ausgegeben!

Österreich
550 000 Österreicher müssen sich Booster holen
https://www.krone.at/2612717

Aspirin ist das wohl bekannteste Medikament der Welt. Doch es gibt längst bessere
Warum bleibt der Klassiker ein Verkaufsschlager? Wir zeichnen die Reise des Schmerzmittels nach – von der Produktion bis in den schmerzenden Körper.
NeueZürcherZeitung

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

 

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