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27. DEZEMBER 2021 – Montag

27.12.2021 | Tageskommentar

 

WIENER STAATSOPER: HEUTE  „TOSCA“ mit städtisch verfügtem Hindernislauf

Musikalische Leitung Patrick Lange
Inszenierung Margarethe Wallmann
Bühne und Kostüme Nicola Benois
Floria Tosca Saioa Hernández
Mario Cavaradossi Luciano Ganci
Baron Scarpia Gevorg Hakobyan
Cesare Angelotti Martin Häßler
Mesner Dan Paul Dumitrescu
Spoletta Andrea Giovannini
Sciarrone Attila Mokus
Schließer Marcus Pelz

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Ab heute gelten die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und wer diese akzeptiert bzw. tatsächlich zu erfüllen imstande und bereit ist, gehört mit dem Titel „Kammerbesucher“ ausgezeichnet.

17,59 h: Blick in den Zuschauerraum, eine Minute vor Beginn der Vorstellung „Tosca“. Die Staatsoper ein Opfer der verschärften Bestimmungen (und möglichwerweise auch einer eigenen Fehlentscheidung):

 

Wiener Staatsoper: DON CARLO am ersten Weihnachtsfeiertag

Ekaterina Gubanova, Boris Pinkhasovich. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Kurt Vlach besuchte die Staatsoper am Christ-Tag: …Die bei weitem beste Leistung des Abends gelang Boris Pinkhasovich als Posa. Das letzte Mal, als mich ein Sänger in dieser Rolle derart entzückte, ist auch schon eine Weile her – und mit Dmitri Hvorostovsky (Botha sang den Don Carlo) war es zufälligerweise auch ein Russe. Im Oktober 2019 hörte ich ihn zum ersten Mal als Onegin und war schon damals sehr angetan. In den letzten beiden Jahren hat sich seine Stimme weiter entwickelt, und wenn er diese auch weiterhin behutsam aufbaut (und seine Rollen entsprechend auswählt) wird er schon sehr bald zu den absolut führenden Sängern seines Fachs gehören!…

...Trotz einiger Einwände war es ein sehr gelungener Abend, das Publikum (wieder war die Galerie nicht wirklich gut besucht) spendete viel Applaus. Noch einmal ein Danke an das Orchester, den Chor und an Boris Pinkhasovich für herausragende Leistungen.

Zum Bericht von Kurt Vlach

Proteste gegen geschlossene Theater und Kinos in Belgien
Tausende Belgier haben am Stefanitag gegen die Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Kulturbereich protestiert. Rund 5.000 Menschen gingen nach Angaben der Polizei am Sonntag in Brüssel auf die Straße. Vertreter von Theatern und der Staatsoper in Brüssel riefen die Regierung auf, die Schließung von Kultureinrichtungen zu überdenken. „Nein zu diesem idiotischen Dekret!“ und „Keine Kultur, keine Zukunft“ war auf den Plakaten der Demonstranten zu lesen.
puls24.at

Für die Kultur gehen in Österreich keine Massen auf die Straße. Einige versprengte Künstler protestieren geradezu schüchtern, aber ein hörbarer Aufschrei bleibt aus.

Österreich
Welle brechen oder durchtauchen? Die Omikron-Wette
Die Omikron-Welle unter Kontrolle zu bekommen, ohne den Hammer in Form eines Lockdowns auszupacken, ist die erste Bewährungsprobe für die neue Krisenkoordination GECKO.
Die Presse.com

Es gibt auch angesehene und höchst anerkannte Mediziner, die in der Omikron -Variante eine Chance erkennen, die Welle zu „durchtauchen“. Dazu vermag ich natürlich keine Meinung kundzutun, das wäre ebenso unseriös wie Expertisen von Politikern.

Heute berät die Krisenkoordination und wird evaluieren und verfügen. Wichtig ist, dass Politiker ausgesperrt sind (glaub ich als gelernter Österreicher aber eher nicht). Den Herrn Hörl von den Seilbahnen sollte man heute kasernieren oder sonstwie anderweitig beschäftigen.

OPER FRANKFURT: LIEDERABEND GORDON BINTNER

Michael McMahon, Gordon Bintner. Foto: Barbara Aumüller

Frankfurter Rundschau

Linz/ Brucknerhaus
Der Intendant steht bei der Silvestergala selbst auf der Bühne
Das Brucknerhaus Linz – Konzerthaus in Oberösterreich

Klassikfestival „Haydnregion NÖ“: Jahresprogramm 2022

 

Die „Haydnregion Niederösterreich“ feiert 2022 unter dem Motto „Faszination Haydn‟ seinen fünften Geburtstag und eröffnet die Konzertsaison am 27. März 2022 mit einem musikalisch-diskursiven Schwerpunkt zum Thema „Haydn und die Frauen“ im Haydn Geburtshaus Rohrau.

Unter dem Motto „Faszination Haydn‟ präsentiert die „Haydnregion Niederösterreich“ — ein Projekt der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ in Kooperation mit „Römerland Carnuntum“ — von 27. März bis 4. Dezember 2022 ein durch Joseph und Michael Haydn inspiriertes, künstlerisch hervorragend besetztes Programm mit 30 Veranstaltungen an 14 Standorten in 10 Gemeinden des Bezirks Bruck an der Leitha
Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Berlin
Jurowskis Weihnachtsgeschenk: Prokofjews „Aschenbrödel“ in der Philharmonie Berlin
Der Dirigent Vladimir Jurowski, Chef des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin versteht es, die Konzertprogramme mit seinem Orchester an das jeweilige Datum sinnvoll anzupassen. So sind es zu den Totengedenktagen im Spätherbst zumeist ernste oder gar sakrale Stücke. Nun, da Weihnachten vor der Tür stand, fällt seine Wahl auf den Märchenstoff Aschenbrödel.
Von Peter Someregger
Klassik-begeistert.de

Ballett für die Ohren
Chefdirigent Vladimir Jurowski interpretiert Prokofjews „Cinderella“-Ballettmusik mit seinem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Tagesspiegel.de

Giuseppe Verdi: Simon Boccanegra • Opernhaus Zürich • Vorstellung: 26.12.2021

Sensibel gezeichnete «tinta musicale»

Foto © Monika Rittershaus

Nach dem bürokratisch bedingtem Ausfall von Ludovic Tezier als Titelrollendarsteller konnte bei der vierten Vorstellung der Serie zwar George Petean als Sänger gewonnen werden, der Fluch von etwas komplizierten Inszenierung ist jedoch, dass Sänger nicht kurzfristig die inszenatorischen Ideen umsetzen können. Im besagten Fall sprang Regisseur Homoki als stummer (Gott sei Dank) Darsteller ein und Petean sang von der Seite. Bei der 5. Vorstellung war Petean nun in die Inszenierung eingewiesen.
Über diese Vorstellung berichtet unser Rezensent

Zum Bericht von Jan Krobot

LEIPZIG: MEISTERKURS FÜR GESANG MIT KS. BERND WEIKL

 

Bewerbungen für die aktive Teilnahme sind beim Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. einzureichen und sollten folgende Informationen bzw. Unterlagen beinhalten: Name, Adresse, Geburtsdatum, Stimmlage, tabellarischer Lebenslauf, Foto, Demo-Aufnahme (nur CD)
Anmeldeschluss ist der 15. März 2022.

Richard-Wagner-Verband Leipzig e. V. 
Geschäftsstelle
Kickerlingsberg 6, 04105 Leipzig 
Tel.: 0341/30868933, -34, Fax:-35
E-Mail: gs@wagner-verband-leipzig.de 

Bis Mitte April erhalten die Bewerber/innen Rückmeldung über die Zulassung zur aktivenTeilnahme.
Es werden sechs Bewerber/innen zugelassen.
Bewerbungen für die passive Teilnahme sind ebenfalls beim Richard-Wagner-Verband einzureichen.

WIEN: Das Wiener Royal Kammerorchester mit Anna Ryan und Michal Hudak begleiten Sie mit festlichen Konzerten

Die Konzerte starten ab dem 23.Dezember und finden täglich im Imperial Hall des Akademischen Gymnasiums am Beethovenplatz 1, 1010 Wien statt. Beginn 20:00 Uhr.

 Werke von Antonio Vivaldi, Wolfgang Amadeus Mozart, Émile Waldteufel, Paul Lincke, Giacomo Puccini, Johann Strauss

Das Programm dauert 75 Minuten, es gibt keine Pause! Das Programm wird ständig gewechselt!

Kartenbestellung und nähere Informationen unter: www.royal-classic.at 

Leipzig
Musikalisches Geschenk: So erlebt ihr die Leipziger Oper im Stream!
tag24.de.leipzig

Neustrelitz
Opern-Premiere statt auf der Bühne nun im Internet
Da die Oper „Die alte Jungfer und der Dieb“ kurz vor der Premiere durch Corona gestoppt wurde, ist sie nun digital zu erleben.
nordkurier.de

Klaus Billand war am Heiligen Abend in Tunis

Lange Warteschlange bis zum Einlass. Foto: Klaus Billand

 Wenn man schon mal in Tunis ist, interessiert natürlich auch das schöne, 120 Jahre alte Opernhaus, das Théâtre Municipal, am 20. November 1902 eröffnet, auch wenn keine Oper läuft. Das Haus wurde vom Architekten Jean-Émile Resplandy zur Zeit, als Tunesien noch französische Kolonie war, im Art-Deco Stil erbaut und hat 1.350 Plätze. Der Innenraum ist sehr schön, zeugt leider aber von den Spuren der Zeit. Das Théâtre Municipal zeigt Opern-, Ballett-, Symphoniekonzerte sowie Dramen mit zahlreichen tunesischen, arabischen und internationalen Schauspielern. Von Opern ist zumindest derzeit leider weniger zu lesen. Diese Kunstform ist im Land bei weitem nicht so beliebt wie im entfernungsmäßig nahen aber kulturell weiten Italien und Europa ganz allgemein. Es ist im Prinzip in diesem Sinne ein kulturell-architektonisches Überbleibsel aus französischer Kolonialzeit, wie das auch von den Franzosen konzipierte Opernhaus in Hanoi, Vietnam.

Mehr darüber und vor allem der Bericht über das Erlebte

WIEN: Ausstellungen 2022 im KHM-Museumsverband

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

WELTMUSEUM WIEN

THEATERMUSEUM

 Unsere Öffnungszeiten über die Feiertage sowie unser Kunst- und Kulturvermittlungs-Programm finden Sie stets aktuell auf den Websites des Kunsthistorischen Museums, des Weltmuseums Wien und des Theatermuseums.

 Es erwarten Sie zahlreiche Ausstellungen, die Sie vielleicht aufgrund des Lockdowns noch nicht gesehen haben. Dazu zählt die kürzlich eröffnete Ausstellung über die Steppen- und Seidenstraßen im Weltmuseum Wien oder die große Tizian-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum, die bis 30. Jänner 2022 verlängert wurde.  

Buchbesprechung

Erika Pluhar:  HEDWIG HEISST MAN DOCH NICHT MEHR
Eine Lebensgeschichte
320 Seiten, Residenz Verlag, 2021 

 

 

Man kennt die drei Karrieren der Erika Pluhar. Zuerst war sie eine der schönsten und eindrucksvollsten Schauspielerinnen, die das Burgtheater je hatte (mit Ausflügen ins Fernsehen). Dann, als die Theaterdirektoren sie nicht mehr freuten, betätigte sie sich lange und erfolgreich als Sängerin. Aber mittlerweile ist die heute 82jährige seit Jahrzehnten als äußerst produktive Belletristik-Autorin (oft mit stark autobiographischer Implikation) tätig. Und findet ihr Leserpublikum jeglichen Geschlechts für ihre Bücher, die neben den Geschichten immer auch einen politischen und moralischen Hintergrund haben.

Ihr neuestes Werk nennt sich „Hedwig heißt man doch nicht mehr“. Hedwig, um die 50, ist alles andere als eine Glamourfrau. Sie hat zuletzt  als Journalistin in Portugal gearbeitet. Nach dem Tod ihrer Großmutter erbt sie die Wohnung in der Schlösselgasse (Bezirk Josefstadt, sehr nobel, sehr zentral), wo sie als Kind bei der Oma aufgewachsen ist. Heimkehr. Was tun?

Erika Pluhar nimmt sich Zeit zu erzählen, schickt Hedwig auf Erinnerungsspaziergänge durch Wien, lässt sie die eigene Geschichte aufschreiben, die sie wie einen langen, langen Brief an die verstorbene Großmutter richtet, zu der sie (nicht völlig begreiflich) den Kontakt abgebrochen hat  – und, ja, wahrscheinlich trifft man in einem literarischen Werk eher sehr bald einen gebildeten, im Alter richtigen Herren beim „Italiener“, als dass dergleichen im Leben passierte…

 

 

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant:
Demagogie – die Volksverführung
… sehr negative Bedeutung. … kollektiven Willensbildung anfällig für eloquente, charismatische, willensstarke…, Noch dazu Wortgewandtheit … aggressive, manipulative Rhetorik, Sarkasmus und Polemik, …in ein herabwürdigendes Licht zu rücken, alternative Fakten und Nulltexte
https://www.frag-machiavelli.de/demagogie/

Gagen geleakt! So viel haben „Harry Potter“-Stars verdient
Daniel Radcliffe (32), Emma Watson (31) und Rupert Grint (33) wurden durch die Harry Potter-Verfilmungen zu international erfolgreichen Stars! Insgesamt standen die britischen Schauspieler acht Mal für die Geschichte rund um den berühmtesten Zauberlehrling der Welt vor der Kamera. Die acht „Harry Potter“-Filme sind bis heute superbeliebt und spielten damals an den Kinokassen umgerechnet 6,8 Milliarden Euro ein. Aber wie viel sprang dabei eigentlich für Daniel, Emma und Rupert raus? Jetzt wurden die Gagen der Hauptdarsteller geleakt…
promiflash.de

Marlene Dietrich zum 120. Geburtstag Marlenes Kleider
Aus dem Nachlass einer Leinwand-Legende
rbb-online.de

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Nach Überschwemmungen in Brasilien sind zwei Staudämme gebrochen: Nach langem, starkem Regen haben im brasilianischen Gliedstaat Bahia nach Angaben des Gouverneurs rund 60 Orte am Sonntag unter Wasser gestanden. Zwei Staudämme brachen am Wochenende, wie die Verwaltungen der betroffenen Gemeinden im Osten des Landes mitteilten. Sie riefen in Social Media die Bewohner auf, sich in Sicherheit zu bringen.
    Zum Bericht
  • Taliban wollen Musik und Frauen ohne Hijabs aus Autos verbannen: So heisst es in einem Schreiben des afghanischen Ministeriums zur Erhaltung der Tugend und Unterdrückung des Lasters, das an Autofahrer verteilt wurde. Wie genau der Hijab aussehen soll, geht aus der Anordnung nicht hervor.
    Zum Bericht
  • Sea-Watch hat fast 100 Migranten im Mittelmeer gerettet: Es sei der fünfte Einsatz binnen dreier Tage gewesen, teilten die deutschen Seenotretter am Sonntagabend mit. Unter den Geretteten sei auch eine hochschwangere Frau gewesen. Insgesamt habe die Crew damit fast 450 Bootsmigranten an Bord der «Sea-Watch 3». Nach Angaben der Organisation mit Sitz in Berlin ist das jüngste Kind zwei Wochen alt.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Israels Armee soll mit einer mobilen App Palästinenser kontrollieren: Eine israelische Organisation hat Zeugenberichte von Soldaten gesammelt, wonach Palästinenser über eine neue App per Handykamera identifiziert werden können. Der Fall zeigt, wie bei der Verwendung von Technologie zur Überwachung von Bürgern unterschiedliche Massstäbe gelten.
    Zum Bericht
  • Die Queen würdigt in ihrer Weihnachtsansprache den verstorbenen Prinz Philip: Die britische Königin Elizabeth II. (95) hat sich bei ihrer Weihnachtsansprache in diesem Jahr gewohnt optimistisch gezeigt – und tiefe Einblicke in ihr Seelenleben gegeben. Im Zentrum der Rede stand das Andenken an ihren verstorbenen Mann Prinz Philip. Gleichzeitig festigte sie ihre Rolle als moralischer Kompass für die Briten bei den grossen Themen Pandemie und Klimawandel.
    Zum Bericht

Trauer in Südafrika: Kämpfer gegen Apartheid Desmond Tutu gestorben
Erzbischof Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger und Veteran des südafrikanischen Kampfes gegen die weiße Minderheitsherrschaft, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das teilte die südafrikanische Präsidentschaft am Sonntag mit. Der emeritierte Erzbischof galt auch im hohen Alter noch als die moralische Stimme seines Landes.
https://www.krone.at/2589751

Ende des Kalten Kriegs: Wurde die Sowjetunion vom Westen verraten?
Nach russischer Lesart gab es eine Zusage an den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow, dass sich die Nato nicht ausdehnen würde. Bis heute beharrt Russland auf dieser Deutung. Die Archive sind da längst weiter.
Sueddeutsche Zeitung.de

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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