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26. SEPTEMBER 2018

26.09.2018 | Tageskommentar

Anna Caterina Antonacci singt die Cassandre in der Premiere von „Les Troyens“ an der Wiener Staatsoper

Anna Caterina Antonacci, die als berühmte Rossini-Interpretin begann und heute nicht nur im französischen Repertoire, sondern auch in der Moderne verankert ist, singt die Cassandre in der Premiere von „Les Troyens“– eine Aufführung, mit der sie reist, ist die Wiener Staatsoper doch die bereits vierte Station der Inszenierung, nach London, Mailand und San Francisco…

Renate Wagner hat ein Interview mit ihr geführt.

Zum Interview Antonacci/ Wagner

Ich werde die Interviews zeitnahe zur Premiere näher vorstellen

WIEN / Theater an der Wien: GISMONDO, RE DI POLONIA von Leonardo Vinci


Foto: Renate Wagner
Konzertante Aufführung am 25.
September 2018

Leonardo Vinci (1690-1730), der so jung starb, war ein Zeitgenosse von Georg Friedrich Händel – und klingt doch so anders. Der Italiener ist weicher als der Deutsche, auch virtuos, aber ohne es mit Dacapi auszureizen und auf die (finalen Spitzentöne)-Spitze zu treiben, und ungemein gefühlsintensiv. Man hört ihn nur noch selten, aber es ist immer ein Gewinn. Für uns ist Max Emanuel Cencic der Prophet dieses Komponisten: Nach „Ataserse“ (2012) und „Catone in Utica“ (2015) fand nun die konzertante Aufführung von „Gismondo, re di Polonia“ mit ihm in der Titelrolle im Theater an der Wien statt…

Zum Bericht von Renate Wagner

WIEN: Liederabend Jonas Kaufmann im Konzerthaus

Ein Volksfest von und mit Jonas Kaufmann
Ein sonderbar programmierter Liederabend im Konzerthaus mit nicht nur vorteilhaftem Programm.
Die Presse
Jonas Kaufmann: „Liedgesang bewahrt einen weitgehend vor schlechten Angewohnheiten“
Jonas Kaufmann über die „Königsklasse des Singens“. Und den Druck, der auf den Tenören von heute lastet.
Frankfurter Rundschau

LONDON/ ROYAL OPERA HOUSE.The assault on Valhalla begins: Das Rheingold at the Royal Opera

Whatever you may think about Wagner as a human being, his politics, his poetry or the length of his operas, there are two things that most people would agree on: (1) his usage of leitmotifs is incredibly effective and earworm-generative and (2) he writes wonderfully for brass… 

Lauren Fagan, Angela Simkin, Christina Bock, Johannes Martin Kränzle. Copyright: ROH/Bill Cooper

Lise Davidsen (Freia), Markus Eiche (Donner), Günther Groissböck (Fasolt). Copyright: ROH/ Bill Cooper

Das Rheingold review: Revival of Wagner’s gripping opera is impressive and superbly nuanced
https://www.msn.com/en-gb/news/other/das-rheingold-review
The assault on Valhalla begins: Das Rheingold at the Royal Opera
bachtrack
Das Rheingold review – thrilling start to Warner’s steampunk surreal Ring

The Guardian

Das Rheingold review at Royal Opera House, London – “savvy stagecraft’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2018/das-rheingold-review-royal-opera-house-london-2/

Operetten-Diva Birgit Sarata wurde der „Professoren“-Titel verliehen.

Anlässlich einer bemerkenswerten Feierlichkeit im Bundeskanzleramt wurde Vize-Honorarkonsulin (Republik Senegal) Birgit Sarata der Berufstitel „Professor“ verliehen.

Die in Wien geborene und am dortigen Konservatorium von Esther Réthy ausgebildete Sopranistin Birgit Sarata ist heute weniger wegen ihrer künstlerischen Verdienste als aufgrund ihrer Stellung im österreichischen Gesellschaftsleben ein Begriff

Diese Bemerkung stammt nicht von mir, sondern ist Wikipedia entnommen. Ich würde mir dies nie zu sagen getrauen. Die Professur erfolgte – glaubt man Wikipedia – auf Grund der Stellung in der österreichischen Gesellschaft. Einer der illustren Gäste fiel mir in der Pressemeldung gleich ins Auge: Wiener Staatsoper-Pressechef André Comploi.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, an der Wiener Staatsoper hat Frau Sarata (meines Wissens nach) nie gesungen. Der Pressechef der Staatsoper kann aber hingehen, wohin er will.  Ihre großen Auftritte hat sie dort bei Premierenfeiern  etc. Das sei nur angemerkt, weil viele „opernferne“ Seitenblicke-Seher auf Grund des dominanten Auftretens und auch der Seitenblicke-Präsenz der Diva glauben, dass Frau Sarata eine ganz Große der Branche ist/war – sozusagen die die Nachfahrin der Callas und Vorgängerin von Anna Netrebko.

Sie dürfen/müssen/sollen also künftig „Frau Professor“ zu ihr sagen!

Bevor ich wieder erboste Anrufe bekomme, zitiere ich unseren Herrn Bundespräsident (25.9.2018): „Jede Einschränkung der Pressefreiheit ist inakzeptabel“.

Diesen Satz werden Sie künftig öfter von mir lesen!

Freitag, 28.09.2018 in Neunkirchen „ GIRO  D`AMICI  E MUSICA“ anlässlich des 35 jährigen Gründungsjubiläums

 

Stadtpfarrkirche – Altes Bräuhaus – Musikschule – Restaurant Osterbauer

Aus Anlass des 35. Geburtstages unseres Verein haben wir uns etwas Spezielles und Exquisites einfallen lassen:  wir werden am Nachmittag und Abend dieses Freitags durch Neunkirchen bummeln und an vier für den Verein bedeutsamen Orten musikalische Darbietungen erleben. Bei der zweiten und vierten Station wird auch für das leibliche Wohl gesorgt
Detailprogramm in unseren Infos des Tages!

Von der virtuosen Opernarie über Canzone und Wienerlieder, über Bläsermusik und Orgel wird es einen bunten Strauß an Melodien geben, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Das offizielle Geburtstagsständchen werden wir dann ALLE gemeinsam intonieren!

Preis:    €  60,-    (sämtliche Konzerte und  Essen im „Alten Bräuhaus“ und „Restaurant Osterbauer“)

Wir freuen uns auf Sie und ein besonderes Geburtstagsfest!  Anmeldungen ab sofort 01-9563758

Prag: Beethovens „Fidelio“ in Prag : Gefesselt in Ketten aus Papier
Am Prager Ständetheater inszeniert Vera Nemirova Beethovens „Fidelio“ als Drama innerer Freiheit. Ein glanzvolles Ende versagt sie der Oper.
Frankfurter Allgemeine

Der Minister kommt wie ein Dandy daher. Diese Figur war mir immer suspekt, schon in früher Jugend. Der Mann ist ganz einfach zu gut, um authentisch zu sein. Man bedenke,  gerade ein Innenminister!

Florenz: „La traviata“: In Florenz darf Violetta nicht sterben
Maggio Musicale. Mit „La traviata“ beschloss Chefdirigent Fabio Luisi eine Serie von Verdi-Neuproduktionen.
Die Presse

Ein Happy-End für das Rührstück! Es war an der Zeit, für lachende Frauengesichter nach einer „Traviata“ zu sorgen!

Ticciati und das DSO Berlin versagen Bruckner die wuchtige Innigkeit
Von wegen symphonische Riesenschlange: In Berlin spielen das DSO unter Robin Ticciati eine schlanke, hell bewegte 7. Sinfonie von Anton Bruckner und dazu die deutsche Erstaufführung des inzwischen vierten Violinkonzerts von Lera Auerbach
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2018/09/25/

Im Merker-Kunstsalon wurde diese neue CD vorgestellt

 

Pavel Kachnov, Russi Nikoff, Mira Nikov

Zum Bericht von Maria und Johann Jahnas

Filme der Woche

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Das Prestige des iranischen Filmregisseurs Asghar Farhadi ist groß, Kunststück, konnte er für seine Arbeiten schon zweimal den „Oscar“ für den besten fremdsprachigen Film heimholen. Darum hat auch seine spanische Produktion „Todos lo saben“ (sein zweiter nicht-iranischer Film) das Festival von Cannes eröffnet, obwohl es in seinem Anspruch nicht unbedingt ein Kunst- und Festival-Film ist. Immerhin stark genug besetzt – und zwischendurch sich so schwer schleppend, dass man an „Arthouse“ denkt, bis man am Schluß die übliche Krimi-Lösung bekommt.

Auch Voraussetzung und Durchführung der Geschichte ist nicht unbedingt originell, obwohl Asghar Farhadi erzählte, sie gewissermaßen dem Leben abgekupfert zu haben – als er vor vielen Jahren bei einer Spanienreise die Vermisstenanzeigen eines entführten Mädchens gesehen hat. Dazu hat er sich nun (eigenes Drehbuch) eine dramatische Familiengeschichte ausgedacht…

Bei Hochzeiten kommen die Familien zusammen. Laura, die mittlerweile mit ihrem Gatten Alejandro in Argentinien lebt, kommt mit ihrer 16jährigen Tochter Irene und ihrem kleinen Sohn zur Hochzeit der Schwester. Sie findet in dem kleinen Dorf bei Madrid statt, wo die Familie ein Weingut besitzt – das heißt, besessen hat, bevor man es an den ehemaligen Bediensteten Paco verkauft hat, der nun mit seiner Frau Bea dort „herrscht“. Großes allgemeines, überschwängliches Juchuhu beim Wiedersehen, wie im Süden üblich, nur Laura und Paco sind ein wenig betreten. Schade, dass Lauras Mann nicht mitkommen konnte, heißt es allgemein. Im übrigen hat der iranische Regisseur das Milieu Spaniens so stimmig ausgepinselt, wie man es sich nur wünschen kann…

Die Verlugnerung der SPÖ-Vorsitzenden!

Gestern saß ich rein zufällig neben einer Gesprächsrunde mit der SPÖ nahestehenden Personen. Das heiße Thema war – no na – die neue Chefin der Oppositionspartei, Dr. Joyce Pamela Rendi-Wagner. In der Runde saßen wohl Menschen, die Frau Dr. Rendi Wagner in ihrem Leben noch keine 500 Meter nahegekommen sind. Trotzdem redeten sie nur von der „Pam“.

Bereits Sonntag habe ich mich über den steirischen SPÖ-Chef gewundert, der ebenfalls nur von der „Päm“ redete, einmal setzte er noch einen drauf und nannte sie „Pämeli“. Auch die Juso-Chefin Julia Herr redete er mit „July“ an!

Wo sind wir denn, meine Damen und Herren! Beim Lugner, wo jede Frau auf „Mausi“ und „Spatzi“ verniedlicht wird? Hat sich je  jemand getraut, den Ex-Kanzler Christian Kern als „Chris“ oder „Chrisi“ öffentlich zu bennen? Na eben! Warum ist das dann bei einer Frau sozusagen der Trend! Sind wir wirklich „auf den Lugner gekommen“?

Ich bin überzeugt, dass diese „Pam-Sager“ zum Frauenvolksbegehren laufen und unterzeichnen werden. Irgendwie passt das überhaupt nicht zusammen, da geht es mir wie beim völlig unglaubwürdigen Minister im Fidelio (wie zuvor beschrieben)

Gedankt wurde dem „Päm-Sager“ aus der grünen Steiermark übrigens nicht. Gestern ließ ihn die neue Chefin eiskalt mit seiner Präferenz für den Bundesgeschäftsführer abblitzen!

Ein Hoffungsschimmer? Wie ich das meine, behalte ich für mich!

„Im Zentrum“: Was man über „die Pam“ so sagt
TV-Notiz Im ORF wurde am Sonntagabend über „die Pam“ diskutiert, auch „die July“ war da. Das Thema: „Ist die SPÖ noch zu retten“?
Die Presse

Wien/ Festwochen: Festwochen-Leitung: Fünf Bewerber und keine Frau
Auch Interimschef Slagmuylder hofft. Nur ein Österreicher bewarb sich.
Die Presse

Dieser Titel in der Presse passt übrigens mehr in diese neue Situation, als man im ersten Moment vermuten könnte. Frauen geben sich offenbar weniger für abgekartete Spiele her! (Berufung auf unseren Herrn Bundespräsident: „Jede Einschränkung der Pressefreiheit ist inakzeptabel“)

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

 

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