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26. NOVEMBER 2022 – Samstag

26.11.2022 | Tageskommentar

HEUTE Saisoneröffnung in Neapel mit Don Carlo

u.a.mit Garanca, Perez, Polenzani, Tezier, Pertusi. Insz.: Guth

NEU: DON CARLO-PREMIERE WEGEN DER KATASTROPHE IN ISCHIA ABGESAGT!

Ailyn Perez, die Elisabetta hätte singen sollen, auf Instagram : Wir beten für die Menschen in Ischia

Our hearts and prayers are with the people of Ischia 🙏❤️

BERLIN/ Deusche Oper: Buh-Rufe nach Fidelio-Premiere

Video (6 Minuten vom Berliner „Fidelio“

Buhs nach „Fidelio“-Première an Deut­scher Oper Berlin
Die Deut­sche Oper Berlin hat am Freitag eine Neuin­sze­nie­rung von Ludwig van Beet­ho­vens einziger Oper „Fidelio“ heraus­ge­bracht. Von den Zuschauern gab es weit mehr Buhs als Bravo-Rufe
https://crescendo.de/news-26-11-2022-buhs-nach-fidelio-premiere-an-deutscher-oper-berlin/

Gestern war an dieser Stelle ein Erklärung/Einführung des Regisseurs auch per Video zu hören, wer sich dieses Gestammel angetan hat, kann erahnen, was herausgekommen ist. Es gab viele Unklarheiten, so erschießt Leonore einen Mitgefangenen (?!), das Publikum quittierte diese mit Buh-Rufen. Jubel gab es für einzelne Sänger (Brimberg, Pesendorfer).

Wien/ Volksoper
Lotte de Beer: „Haben uns im September wirklich gefürchtet“
Video
Mit ihrer unbekümmerten Art wirbelt sie die Wiener Opernlandschaft durcheinander. Die Chefin der Volksoper über den Start ihrer Intendanz und die Konkurrenz in der Stadt
DerStandard.at.story
Morgen Premiere der „Dreigroschenoper“ Wir sind dran!

WIEN / Staatsoper: MACBETH. 12. Aufführung in dieser Inszenierung am 24. November 2022

Simon Keenlyside (Macbeth), Anna Pirozzi (Lady Macbeth). Alle Fotos: Wiener Staatsoper / MIchael Pöhn

Worte können fatale Folgen haben. Das gilt nicht nur für die Prophezeiungen der Hexen, die in der Oper Macbeth, basierend auf Shakespeares blutigem Königsdrama, eine verhängnisvolle Mordserie auslösen, sondern auch für Lady Macbeths Aussage „Ich hülle mich in dichtes Dunkel, damit der Dolch nicht sieht, welche Brust er trifft“. Regisseur Barrie Kosky war davon offensichtlich so angetan, dass er beschloss, in seiner Inszenierung gleich die ganz Bühne (Klaus Grünberg) dauerhaft in dichtes Dunkel zu tauchen. Zu sehen sind meist nur Macbeth und seine Frau, die vorne stehen, wo sie von einer Art absenkbarem Salamander, wie er in Großküchen zum Erwärmen von Speisen zum Einsatz kommt, beleuchtet werden. Nur Macduff, Malcolm und Banco, wichtige Personen am Königshof, dürfen hin und wieder nach vorne treten, Interaktionen gibt es kaum. Alle übrigen Personen der Handlung treten kaum in Erscheinung, von der Begrüßung des Königs Duncan hört man nur die Jubelrufe, weil sie im Off stattfindet, und der zentrale Chor der Hexen bleibt überhaupt unsichtbar. Dafür tummeln sich immer wieder rund dreißig nackte Damen und Herren auf der Bühne, wälzen sich auf dem Boden, klüngeln sich zusammen und trennen sich dann wieder. Was das soll, bleibt auch beim zweiten Besuch dieser Inszenierung rätselhaft. Das Ganze nennt sich „Kammerspiel“ und wird von Verfechter des Regietheaters als große Errungenschaft hochgejubelt, gibt aber Opernfans die Möglichkeit, den Blick mit Schaudern abzuwenden und sich einmal ganz auf die Musik zu konzentrieren. Und das lohnt sich diesmal ganz besonders…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

ST. MARGARETHEN: 2023 wird CARMEN gespielt – mit Star-Sopranistin (!) Kristine Opolais in der Titelrolle

In der Saison 2023 verwandelt eine der beliebtesten Opern der Welt den Steinbruch St. Margarethen einmal mehr zum Treffpunkt für Musikliebhaber aus der ganzen Welt: „Carmen“ von Georges Bizet. Mit besonderer Spannung darf das Rollendebüt einer der gefragtesten Sängerinnen der Opernwelt erwartet werden: Kristīne Opolais, gefeierte Sopranistin auf allen großen Bühnen der Welt von New York über London bis Tokio, wird in St. Margarethen ihre erste Carmen interpretieren. Premiere der Inszenierung von Arnaud Bernard ist am 12. Juli 2023. 


Alessandro Camera, Carla Ricotti, Arnaud Bernard, Kristina OPolais, Daniel Serafin. Foto: Andreas Tischler

Starsopranistin Kristīne Opolais unternimmt einen Ausflug ins Mezzofach
Obwohl die Carmen heute meist von Mezzosopranistinnen interpretiert wird, gibt es doch eine lange Reihe berühmter Sopranistinnen, die sich den Herausforderungen von Bizets Meisterrolle stellen wollten und sie ganz individuell geprägt haben: Schon die legendäre Geraldine Farrar sang Carmen neben Enrico Caruso, auch Maria Callas widmete sich der Rolle vor Publikum und auf der Schallplatte, Anja Silja stand in Bizets Oper auf der Bühne der Wiener Staatsoper, Régine Crespin und Jessye Norman haben Carmen im Plattenstudio gesungen … und nun also Kristīne Opolais! Auf allen großen Bühnen der Welt zu Hause, wird „La Opolais“ immer wieder auch für ihre besonders intensiven Darstellungen gerühmt. Man darf gespannt sein, welche der vielen Facetten der unergründlich-mythischen Carmen-Figur sie in den Mittelpunkt ihres Portraits stellen wird, in enger Zusammenarbeit mit Regisseur Arnaud Bernard.

Renommiertes Regieteam mit viel Open-Air-Erfahrung
Für den Franzosen Arnaud Bernard wird es nicht die erste „Carmen“-Inszenierung sein. Schon zuvor hatte er sich mit Bizets Dauerbrenner in Regiearbeiten in Helsinki, Lausanne, Tokio und St. Petersburg auseinandergesetzt. Gemeinsam mit Bühnenbildner Alessandro Camera und Kostümbildnerin Carla Ricotti wird er für die „Oper im Steinbruch St. Margarethen“ aber einen völlig neuen Erzählansatz für „Carmen“ wählen. Das Team wird den Steinbruch in Anlehnung an die großen Filmstudios der Vergangenheit in eine ganz besondere Traumfabrik verwandeln…

TERMINE & INFORMATIONEN                    
Premiere: 12. Juli 2023
Weitere Termine:
13., 14., 15., 20., 21., 22., 23., 27., 28., 29. und 30. Juli 2023
3., 4., 5., 6., 10., 11., 12., 13., 17., 18., 19. und 20. August 2023 
   
Beginn Juli: 20.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr 
Beginn August: 20.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr     
Dauer: ca. 2, 45 Std.    
Preise: € 49 bis € 168

KARTENBESTELLUNGEN
Ticketbüro pan.event
T: +43 2682 65065
E: tickets@panevent.at
www.operimsteinbruch.at

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Wien Modern: Beklemmender Stillstand in kreisender Bewegung
Mit Werken von Georg Friedrich Haas, Olga Neuwirth und Helmut Lachenmann stellt sich das Festival Wien Modern der Komplexität Neuer Musik.
FrankfurterAllgemeine.net

MusikTheater an der Wien: Mörderstück „Il Venceslao“ im MQ
Im Ausweichraum Museumsquartier bietet das Theater an der Wien auch regiefrei Qualität
DerStandard.de.story

Donizetti-Festival in Bergamo: Gesungene Schauerromane
Die norditalienische Stadt Bergamo feiert ihren großen Sohn, den Belcanto-Komponisten Gaetano Donizetti, mit einem Opernfestival.
Tagesspiegel.de

Deutsche Oper am Rhein/ Düsseldorf: Premiere für „Die Jungfrau von Orléans“ von Peter Tschaikowsky (3. Dezember)

Probenfoto. Copyright: Daniel Senzek

Elisabeth Stöppler inszeniert die monumentale russische Oper über eine Frau zwischen Kampf, Liebe und Haltung in Zeiten des Krieges. Péter Halász hat die musikalische Leitung.

Die Premiere am Samstag, 3. Dezember 2022, im Opernhaus Düsseldorf ist eine ganz besondere: Zum ersten Mal in der langen Aufführungsgeschichte der Deutschen Oper am Rhein steht „Die Jungfrau von Orléans“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky auf dem Programm. Klanggewaltig und im Stil der französi­schen Grand Opéra folgt die russische Oper dem gleichnamigen Drama von Friedrich Schiller. 

Für ihre Inszenierung hat FAUST-Preisträgerin Elisabeth Stöppler die Figur der legendären Jungfrau von Orléans befragt: Wer ist die junge Frau, die gottberufen in die Schlacht gegen die feindliche Belagerung zieht und zur Ikone wird? Was bewegt diese Kämpferin, sich inmitten des blutigen Krieges am Ende radikal dem Frieden zu verschreiben? In einer Kirche – sakraler Ort, Schutzraum und gemeinschaft­liches Zen­trum gleicher­maßen – entfaltet sich ihre Geschichte. Hier wird Johanna zum Idol der kriegerischen Fatali­tät und Beharrlich­keit und dann, durch die Liebe zu Lionel, zum Beispiel für etwas ganz anderes: für Mitmensch­lich­keit und Empathie, auch gegenüber dem Feind. „Damit stellt sie sich gegen ihren König und entwickelt sich zu einer Art Schutzpatronin für die Menschen, denen gegenüber sie Verantwortung spürt. Dabei spaltet Johanna – genau wie die historische Jeanne d’Arc – die kleine beispielhafte Gesellschaft, die wir in unserer Inszenierung zeigen“, so Elisabeth Stöppler. Annika Haller hat das Bühnenbild dazu entworfen, Su Sigmund die Kostüme. 
Mehr in den „Infos des Tages“

Staatstheater KARLSRUHE: Der fliegende Holländer. Premiere am 10.12 2022
Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner
Dichtung vom Komponisten

PREMIERE
10.12.2022 GROSSES HAUS
19:30 – 22:00

Konstantin Gorny. Foto: Arno Kohlem

Interview Joanna Freszel: „Als Kind habe ich es genossen den Sängern hinter dem Vorhang zuzuhören“, Teil 1
Exklusivinterview mit der polnischen Sopranistin Joanna Freszel – Teil 1 Joanna Freszel, polnische Sopranistin, hat sich auf die Aufführung zeitgenössischer Musik spezialisiert. Sie tritt am 18. und 19. Dezember 2022 auf der großen Bühne der Elbphilharmonie in Hamburg auf. Die Sängerin absolvierte ein Gesangsstudium der Frédérick-Chopin-Musikhochschule (UMFC) in Warschau bei Jadwiga Rappé sowie das Postgraduiertenstudium für Liedgesang. Neben Kompositionen aus dem 20. und 21. Jahrhundert umfasst ihr Repertoire die Werke von Bach, Rameau, Donizetti, Mozart, Puccini und polnischen Komponisten wie Grażyna Bacewicz, Stanisław Moniuszko, Ludomir Różycki und Witold Lutosławski.
von Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert.de

WIEN / Burgtheater:  DÄMONEN
Nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewskij,
Fassung: Sebastian Huber
Premiere: 25. November 2022  

Foto: Burgtheater/Horn

Über Sinn und Unsinn von Roman-Dramatisierungen muss man nicht mehr diskutieren, längst haben die Theater so viele davon auf die Bühne gebracht, dass man vor einem fait accompli steht  – gegen Tatsachen kann man sich nicht wehren. Was macht man also mit einem dreiteiligen Riesenwerk (zwischen Buchdeckeln immer gut 1000 Seiten lang) wie den „Dämonen“ von Fjodor M. Dostojewskij (die ja schon Albert Camus zur Dramatisierung gereizt haben?).

Nun, das was uns an dem Buch vordringlich interessiert, ist der ideologische Überbau. Dostojewskij hat gerne diskutiert (bzw. ließ es seine Personen tun) – über Religion und Gott, über Lebensentwürfe und Weltanschauungen, über politische Systeme und revolutionäre Konzepte. Erstaunlich, wie vieles davon aus der Distanz von 150 Jahren (sein Roman erschien 1873) davon noch anrührt und interessiert. Und wenn Einzelnes überholt ist – nun, wir haben keine Leibeigenen mehr, aber andere Formen von gnadenloser Ausbeutung.

Wenn also der „Dämonen“-Abend, den Regisseur Johan Simons auf die Bühne des Burgtheaters stellt (in der Fassung des Dramaturgen des Abends, Sebastian Huber), mit einer dieser Grundsatzdiskussionen beginnt, ist das ein überzeugender Einstieg…

...Was hat man nun an einem sehr langen Abend gesehen? Gewiß, die eine oder andere Diskussion ließ aufhorchen, aber dieses Element blieb doch am Rande. Im übrigen rudimentäre Anklänge an den Roman, jede Klarheit vermeidend, eine Inszenierung, deren Formalismen dem Werk nicht helfen, Stückwerk, das sich nie zum Ganzen fügt.

Wie immer in Wien gab es vom – absolut nicht ausverkauften – Haus viel Beifall.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Deutscher Autor Hans Magnus Enzensberger gestorben
Der Publizist prägte als Dichter und Aufklärer die intellektuelle Landschaft der Bundesrepublik auf entscheidende Weise
DerStandard.at.story

Zum Tod von Hans Magnus Enzensberger: Ein Leben als Kunstwerk
MuenchnerMerkur.de

Nachruf
Hans Magnus Enzensberger: So leicht und elegant wie niemand in Deutschland
Mit dem großen Dichter, Essayisten und Herausgeber Hans Magnus Enzensberger geht eine der literarischen Gründungsfiguren der Bundesrepublik. Sein Witz und sein Esprit blieben unübertroffen. Ein Nachruf.
FrankfurterAllgemeine.net

Filme der Woche

Filmstart: 24. November 2022
ZEITEN DES UMBRUCHS
Armageddon Time  /  USA  /  2022 
Drehbuch und Regie: James Grey
Mit: Banks Repeta, Anthony Hopkins, Anne Hathaway, Jeremy Strong u.a.
Österreichisches Prädikat: Wertvoll


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Renate Wagners FILMSEITE

Wenn ein Film im Original den Begriff „Armageddon“ im Titel trägt, erwartet man, dass Bruce Willis um die Ecke kommt und die Welt rettet. Gut, man weiß, dass er mittlerweile zu alt dafür ist, aber ein besserer wurde noch nicht gefunden. Glücklicherweise braucht man ihn in dem Film, der auf Deutsch eigentlich viel treffender „Zeiten des Umbruchs“ heißt, nicht. Da kann sich ein jüdischer Teenager selbst retten, indem er sich auf die Werte besinnt, die sein Großvater ihm mitgegeben hat…

Zuerst muss von Regisseur James Grey die Rede sein, Jahrgang 1969, Sohn eingewanderter ukrainischer Juden, der bisher einen bunten Mix von Filmen, teils populär, teils anspruchsvoll, vorgelegt hat. Was diesen Streifen so bemerkenswert macht, ist die spürbare Authentizität, denn er erzählt – mit einigen Variationen –  seine eigene Geschichte. Damals, als er Anfang der achtziger Jahre ein Teenager in New York war, Sohn einer geradezu brodelnden jüdischen Familie, in seiner Normalschule befreundet mit einem Schwarzen, dem klassischen Underdog der Gesellschaft.
Da wird viel Zeit  des Films für die wirbelnde Familie aufgewendet. Anne Hathaway hat ihren jugendlichen Zauber zurück gelassen und spielt Esther, die geplagte Mutter zweier Söhne. Der halbwüchsige Ted (Ryan Sell) ist ein aggressiver Grobian, der es in seiner Elite-Schule und dann im Leben wohl weit bringen wird. Dass Esther „nur“ einen Klempner geheiratet hat, wird von Großmutter und Tante, die wie alte Nornen am Familientisch sitzen und nörgeln, wohl lebenslang mit Naserümpfen bedacht. Nur Großvater Aaron (eine ganz, ganz großartige Rolle für Anthony Hopkins) bringt dem Schwiegersohn Irving (Jeremy Strong) schlechtweg anständiges Verhalten und Sympathie entgegen. Sein  Liebling ist der  jüngere Sohn Paul (eine Idealbesetzung: Banks Repeta), um den es in dem Film geht…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“

Der Anstieg der illegalen Grenzübertritte macht die EU nervös: In Europa braut sich eine neue Migrationskrise zusammen. Die Zahl der Migranten, die über das Mittelmeer kommen, ist stark gestiegen. Dagegen sträubt sich vor allem Italien. Ein Aktionsplan der Kommission soll Abhilfe schaffen. Doch von Einigkeit unter den Europäern ist keine Spur.
Zum Bericht
Selenski kritisiert Klitschkos Arbeit in Kiew:  Der ukrainische Präsident ist unzufrieden mit der Stadtverwaltung wegen der Schadensbehebung nach den russischen Angriffen. «Viele Kiewer Bürger waren mehr als 20 oder sogar 30 Stunden ohne Strom», sagte Wolodimir Selenski. Er erwarte Qualitätsarbeit. Auch gebe es für die drei Millionen Einwohner der Hauptstadt zu wenige Wärmestuben. Bürgermeister Witali Klitschko nannte er nicht namentlich.
Zu den neusten Entwicklungen
 Die deutsche Bundesregierung legt Gesetzentwürfe für die Strom- und die Gaspreisbremse vor: Damit will Berlin Haushalte und Unternehmen angesichts steigender Energiekosten entlasten. Neu ist, dass beide Preisbremsen zwar erst zum März 2023 eingeführt werden, aber rückwirkend ab 1. Januar greifen sollen. Wie funktioniert das konkret?
Zu den wichtigsten Fragen und Antworten
Die Gruppe «Letzte Generation» kündigt eine Protest-Pause an: Die radikalen Klimaaktivisten wollen bis Ende kommender Woche keine Aktionen in Berlin und München mehr absolvieren. Man hoffe auf Taten in der letzten Sitzungswoche des Bundestags dieses Jahr. Die Gruppe war heftig in die Kritik geraten, nachdem einige Aktivisten den Flugbetrieb in Berlin lahmgelegt hatten.
Zu den neusten Entwicklungen in der deutschen Politik
USA verbannen Huawei-Geräte vom Markt: Washington verbietet Verkauf und Import von Kommunikationsgeräten der chinesischen Smartphonehersteller und Netzwerkausrüster Huawei und ZTE. Sie stellten ein inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit dar, teilte die Telekommunikationsaufsicht FCC mit. Die Anordnung ist keine Überraschung. Der Ausschluss war vergangenes Jahr per Gesetz besiegelt worden.
Zu den neusten Entwicklungen in der Wirtschaft
Die EU-Handelsminister hoffen auf ein Einlenken der USA im Streit um «grüne» Subventionen: Die rechte Hand von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll Washington Zugeständnisse für europäische Firmen beim Inflation Reduction Act abringen. Gelingt das nicht, droht der nächste transatlantische Handelskrieg.
Zum Bericht
 Die Justiz nimmt Macrons Beziehung zu McKinsey unter die Lupe: Die Vorwürfe, Emmanuel Macron pflege zu viel Nähe zu den Beratern, sind so alt wie seine politischen Ambitionen. Bisher hat Frankreichs Präsident sie stets vom Tisch gewischt. Doch nun beschäftigen sie die Justiz.
Zum Bericht
Fußball: Das DFB-Team verschanzt sich in einer Festung: Wie eine Burg mutet das deutsche WM-Quartier an. In dem Wellness-Resort residiert die Mannschaft einsam im äussersten Norden von Katar. Doch die Debatten, die das Team selber befeuert hat, holen es auch hinter den dicken Quartiermauern ein.
Zur Reportage
Die WM am sechsten Spieltag: Die USA haben gegen England gepunktet. Mit einer starken Leistung hielten die Aussenseiter das 0:0. Die Niederlande verpassten den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale. Sie kamen gegen Ecuador nur zu einem 1:1 (1:0). Das Remis besiegelte zugleich das Vorrunden-Aus des Gastgebers Katar, der zuvor 1:3 gegen Senegal verloren hatte. Der Live-Blog zum Nachlesen
Afrikanische Gastarbeiter in Katar jubeln mit Senegal: Die Niederlage des Gastgebers war auch ein Sieg der Arbeiter über die Arbeitgeber. Tausende Afrikaner schuften an der WM. «Es ist gut, dass die Europäer Druck ausüben», sagten einige vor dem Spiel. Und am Ende waren sie für einmal sogar die Gewinner.
Zur Reportage

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Merkel gesteht: Am Ende machtlos gegenüber Putin
https://www.krone.at/2865443

Katar
Aufregung am Balkan nach Kabinen-Foto der serbischen Kicker
Nach dem verlorenen WM-Match gegen Brasilien hängen die Serben in der Umkleide eine kontroverse Flagge auf.
Kurier.at

„Nie aufgeben“ mag im Fußball eine Tugend sein. Anscheinend meinten sie Serben aber den Kosovo!

Wir leben in keiner guten Zeit.

Ich wünsche trotzdem einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

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