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26. NOVEMBER 2021 – Freitag

26.11.2021 | Tageskommentar

 

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MAILAND: MACBETH UNS SEINE LADY TANZEN BEI DER SCALA-SAISONERÖFFNUNG

Die beiden wichtigsten Opernereignisse der nächsten Zeit sind wohl die „Don Giovanni“-Premiere am 5.12. in Wien (die Premiere wird auf ORF III übertragen) und die Scala-Eröffnung in Mailand am 7.12 (arte überträgt zeitversetzt)

Heute 20 Uhr DG streaming Netrebko, kostenpflichtig

ZUM LINK (der Trailer ist gratis)

An der Scala ist auch sonst etwas los, gestern, heute und morgen dirigiert dort Christian Thielemann. Solisten ist Camilla Nylund, die sich mit unglaublicher Beharrlichkeit durch die Corona-Krise kämpft.

Heute streamt das Royal Opera House London „Macbeth“ mit Pirozzi, Keenlyside und Groissböck. Der Stream ist kostenpflichtig, für etwa 19 Euro sind sie dabei!

Anna Pirozzi, Simon Keenlyside. Foto: Clive Barda

https://stream.roh.org.uk/checkout/macbeth/purchase

Ich habe mich angemeldet und hoffe, dass es klappt (bei solchen Aktionen bin ich meist sehr „patschert“). Wird der bezahlte Stream die Praxis der Zukunft? Für die österreichischen Opernerhalter hat Dir. Roscic Gratisstreams versprochen!

Bogdan Roščić: „Mir ist das zu aufgeregt“
Video

 

In den Artikel eingebettetes Video

Staatsversagen? Der Chef der Wiener Staatsoper empfiehlt angesichts des neuerlichen Lockdowns um Zurückhaltung in der Wortwahl. Er setzt lieber auf Pragmatismus

Video etwa 20 Minuten
https://www.derstandard.at/story/2000131412814/bogdan-roscic-mir-ist-das-zu-aufgeregt

Dr. Roscic geht sehr unaufgeregt an die Sache heran, im Grunde genommen kann er in seiner Position als Leiter eines Theaters, das vom Staats hoch subventioniert wird, nicht gegen die derzeitigen Leiter des Staats wie Rumpelstilzchen toben. Er muss anderseits Optimismus zur Schau stellen, das wird von ihm verlangt.

Schauen/hören Sie sich das interessante Interview an! Interessant ist auch die Forumsdiskussion im Standard. Zur Stunde (9,30 h) sind 87 Postings online, persönlicher Hick-Hack findet trotz unterschiedlicher Meinung nicht statt! Geht der Standard rigoroser mit Löschungen vor? Bei uns wirft man dem Moderator manchmal einen zu schnellen Daumen vor! Wie man es macht, macht man es falsch. „Jedem Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann“! Nicht einmal unser Moderator!

Wien/ Staatsoper
Bogdan Roščić: „Mir ist das zu aufgeregt“
Video
Staatsversagen? Der Chef der Wiener Staatsoper empfiehlt angesichts des neuerlichen Lockdowns um Zurückhaltung in der Wortwahl. Er setzt lieber auf Pragmatismus
Der Standard.at

Berlin: 2G-plus-Regel im Kulturbereich.. Berlin erhöht Sicherheit bei Bühnen
Die Häuser der Hauptstadt haben die Wahl: Tagesaktueller Schnelltest, Maskenpflicht am Platz oder Abstand halten. Härtere Maßnahmen auch in anderen Städten.
Tagesspiegel.de

Salzburger Festspiele: Wie Zeitungen die neue Präsidentin beurteilen
Dass die Ernennung von Kristina Hammer ein Statement gegen provinzielle Engsicht ist, scheint vielen klar.
https://www.diepresse.com/6065936/salzburger-festspiele-wie-zeitungen-die-neue-prasidentin-beurteilen

Salzburger Festspiele: Große Fußstapfen
Mit Hammers Wahl zur Präsidentin wurde die Bedeutung von Marketing und Sponsoring in Zeiten knapperer Kassen unterstrichen
Der Standard.at

Ich freunde mich auch schön langsam mit dieser Lösung an. Wirtschaftskompetenz wird in Zukunft gefragter denn je sein!

 BAYERISCHE STAATSOPER SPIELT WEITER – MIT REDUZIERTEM PLATZANGEBOT UND 2G + REGELUNG

 

Die Bayerische Staatsoper minimiert im Zuge der aktuellen Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung mit sofortiger Gültigkeit die Saalplankapazität bei allen Vorstellungen auf 25 %.

Mit dem Inkrafttreten der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt zudem die 2G+ Regelung (geimpft oder genesen plus der verpflichtenden Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests) sowie die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske bei allen Vorstellungen der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts.

Für Vorstellungen bis einschließlich 15. Dezember 2021 können ab sofort wieder Tickets gekauft werden. Bei einem weiterhin ansteigenden Inzidenzwert der Stadt München auf 1000, müssen Veranstaltungen des Hauses komplett eingestellt werden.
VORSTELLUNGEN AB DEM 16. DEZEMBER 2021: Für Vorstellungen ab dem 16. Dezember 2021 können vorerst weiterhin Karten gebucht werden. Ob die Veranstaltungen stattfinden können, hängt von den weiteren Entwicklungen der Pandemie und den daraus resultierenden Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung ab.

Tickets für Vorstellungen können weiterhin unter www.staatsoper.de, an der Tageskasse am Marstallplatz und per Telefon unter +49.(0)89.21 85 19 20 gebucht werden. Am Eingang zu den Theatern werden die entsprechenden Maßnahmen, wie bisher, geprüft. Das eigens eingerichtete Theater-Testzentrum am Marstallplatz ist weiterhin von 9 bis 20.30 Uhr geöffnet.
München
Lockdown für die Kultur? Die Angst vor dem endgültigen Aus
Die Landtags-SPD fürchtet um kleinere Kultureinrichtungen, „Aufstehen für die Kunst“ protestiert gegen die geringe Zahl zugelassener Besucher.
Münchner Abendzeitung

Online-Stream-Konzertreihe für Kinder aus Grazer Musikverein

Der Grazer Musikverein startet am Freitag (26.11.) eine Online-Stream Reihe für Kinder. Alle zwei Wochen wird ein neuer Planet aus Gustav Holsts Suite „Die Planeten“ vorgestellt. Die Musikstücke werden für das junge Publikum von Marko Simsa erzählerisch aufbereitet, Thomas Platzgummer dirigiert das Landesjugendsinfonieorchester Steiermark. Zu sehen sind die Konzertfilme kostenlos in der Mediathek des Musikvereins unter www.musikverein-graz.at.

https://www.sn.at/kultur/allgemein/online-stream-konzertreihe-fuer-kinder-aus-grazer-musikverein-113048206
https://www.vol.at/online-stream-konzertreihe-fuer-kinder-aus-grazer-musikverein/7206976/amp
https://www.puls24.at/news/entertainment/online-stream-konzertreihe-fuer-kinder-aus-grazer-musikverein/250002

Online-Stream-Konzertreihe für Kinder aus Grazer Musikverein
Der Grazer Musikverein startet am Freitag (26.11.) eine Online-Stream Reihe für Kinder. Alle zwei Wochen wird ein neuer Planet aus Gustav Holsts Suite „Die Planeten“ vorgestellt. Die Musikstücke werden für das junge Publikum von Marko Simsa erzählerisch aufbereitet, Thomas Platzgummer dirigiert das Landesjugendsinfonieorchester Steiermark. Zu sehen sind die Konzertfilme kostenlos in der Mediathek des Musikvereins unter www.musikverein-graz.at.
Salzburger Nachrichten

Tadel für das Theater an der Wien
Der Stadtrechnungshof kritisiert das Opernhaus für dessen Finanzbedarf.
WienerZeitung.at

Nicht gut kommt das Theater an der Wien und sein scheidender Direktor beim Stadtrechnungshof weg. War er zu lange Direktor dieses Theaters, hätte er den ihm angebotenen Tapetenwechsel vor einigen Jahren (Bregenz) doch annehmen sollen? Rückblickend betrachtet wird er klüger sein. Den „Wunderwuzzi“ hat er nun weg! Besonders die „adoptierte“ Spielstätte Kammeroper wird arg in Frage gestellt. Indirekt steigt der Druck auf die neue Direktion, dieses Projekt gründlich zu überdenken!

Kostenwahrheit: Das Theater an der Wien ist ein teures Vergnügen
Kurier.at

Slippedisk meldet: JUST IN: DOMINGO FALLS SICK AT THE BOLSHOI
Norman Lebrecht, November 25, 2021

We hear that Placido Domingo withdrew at the last minute from singing Germont in Moscow’s La traviata. The audience were told he is ‘indisposed’.
His replacement is the Polish baritone Stanislav Kuflyuk.
Domingo failed to complete his last Nabucco in Vienna this month.

Wien
Theater, Museen, Kinos sind zu: Bundesweit Streamingzeit
Lockdown heißt, sich noch mehr als sonst vor die Endgeräte zu setzen. Was es in den Bereichen Literatur, Kunst, Musik oder Theater zu sehen gibt
Der Standard.at

Graz
Grazer Oper plant vier Premieren an vier Tagen vor Weihnachten
Kleine Zeitung

Köln: Wenn die Ambosse rattern
Wagners „Rheingold“ auf historischen Instrumenten gespielt: Kent Nagano und Concerto Köln räumen mit ein paar Hörklischees auf.
Die Zeit.de

Wien/ Theater im Park
Theater im Park startet Mitte Mai 2022 in die dritte Saison
Das aus der Corona-Not heraus im Sommer 2020 gegründete Theater im Park ist gekommen um zu bleiben. Nach zwei erfolgreichen Sommern kündigten Eigentümer Michael Niavarani und Georg Hoanzl am Donnerstag die dritte Saison für die Freiluftbühne nahe dem Belvedere an. Geboten werden erneut Theater, Kabarett, Musik und Literatur. Eröffnet wird am 19. Mai mit Niavaranis neuem Stück „Die Geschichte der Komödie“, das er gemeinsam mit dem Simpl-Ensemble auf die Bühne bringt.
Salzburger Nachrichten

Josef Hader bekommt Deutschen Kleinkunstpreis
Dem Kabarettisten sei es im aktuellen Programm „Hader on Ice“ gelungen, „einen ebenso verkommenen wie verlorenen Charakter auf die Bühne zu stellen“.
https://www.diepresse.com/6064742/josef-hader-bekommt-deutschen-kleinkunstpreis

Dresden: Erinnerungen an eine Ära
Solch ein musikalisches Jubiläum gibt es nicht alle Tage: Am 23. November vor 175 Jahren wurde der Dirigent und einstige Dresdner Hofkapellmeister Ernst von Schuch geboren.
https://www.musik-in-dresden.de/2021/11/25/ernst-von-schuch/

Schauspielchefin Bettina Hering verlässt Salzburger Festspiele im Herbst 2023
Bettina Hering will sich danach anderen Aufgaben zuwenden.
WienerZeitung.at

Corona-Lockdown: Ist 2021 für die Theater gelaufen?
Das kleine Theater Center Forum in Wien-Alsergrund teilt auf seiner Homepage mit, dass „aufgrund der Covid Verordnungen der Österreichischen Bundesregierung“ bis 17. Jänner 2022 keine Vorstellungen stattfinden. „In Theaterkreisen wird kolportiert, dass wahrscheinlich die Theater heuer nicht mehr öffnen werden“, begründet Direktor Stefan Mras seine Entscheidung gegenüber der APA.
https://www.vienna.at/corona-lockdown-ist-2021-fuer-die-theater-gelaufen/7205784

Buchbesprechung

 

Sarah Biasini
DIE SCHÖNHEIT DES HIMMELS
192 Seiten, Paul Zsolnay Verlag, 2021

Nicht alle Kinder berühmter Eltern sind stolz und glücklich über diese Tatsache. Für manche bedeutet sie auch schlechtweg eine Last. Wenn man Sarah Biasini fragte, „Sind Sie nicht…?“. hat sie oft geleugnet, die Tochter von Romy Schneider zu sein. Tatsächlich hat sie sich lange so gegen ihr Erbe gewehrt, dass selbst jetzt noch, in ihrem Buch „Die Schönheit des Himmels“, der Name „Romy“ vielleicht zwei-, dreimal vorkommt. Sie schreibt über „meine Mutter“.

Und doch ist es nicht wirklich ein Buch über Romy Schneider, bzw. wie man erwartet hätte, eine Auseinandersetzung von Tochter Sarah, die noch keine fünf Jahre alt war, als ihre Mutter starb, mit dieser Mutter, die sie kaum gekannt hat.

Man hätte auch gedacht, eine Frau, die denselben Beruf wählt wie ihre Mutter, fände sich in einer kreativen Auseinandersetzung mit der Künstlerin Romy Schneider. All das wird es nicht. Tatsächlich ist das Buch, das in seinem impressionistisch-schwärmerischen Ton einem Roman gleicht, eine Art Brief an ihre eigene Tochter Anna. Fakten wird man mühevoll aus dem Geschriebenen klauben, das wild zwischen den Zeitebenen hin und her springt, Gefühle bekommt man in Fülle…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Mehr als 50 Tote bei Grubenunglück in Russland: Bei dem schwersten Grubenunglück in Russland seit Jahren sind im Westen Sibiriens 52 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch sechs Rettungskräfte, die bei Sucharbeiten in dem Bergwerk starben. In dem Bergwerk hatte sich am Morgen aus zunächst unbekannter Ursache in 250 Metern Tiefe eine Explosion ereignet. Nach Angaben der Ermittler wurden der 47-jährige Bergwerksdirektor, sein Stellvertreter und ein Abteilungsleiter festgenommen. Sie müssten sich wegen Verletzung von Arbeitsvorschriften verantworten.
    Zum Bericht
  • Ein Mann sass 43 Jahre unschuldig im Gefängnis – nun haben Tausende von Menschen Geld gespendet: Der 62-jährige Kevin Strickland ist am Dienstag nach rund 43 Jahren Gefängnis im Gliedstaat Missouri entlassen worden. Er war 1979 wegen einer Gewalttat mit drei Toten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Auf eine Entschädigung hat der Mann jedoch rechtlich keinen Anspruch, da das Urteil nicht aufgrund eines DNA-Beweises aufgehoben wurde. Tausende von Menschen haben nun mit mehr als 900 000 US-Dollar ausgeholfen. Strickland, der das Gefängnis im Rollstuhl verlassen hatte, kündigte an, nun endlich einmal das Meer sehen zu wollen.
    Zum Bericht
  • Rom und Paris feiern ihre wiederentdeckte Freundschaft: Nach Jahren der kühlen Nachbarschaft verankern Italien und Frankreich ihre wiedergefundene Nähe mit einem Vertrag. Man will ein Gegengewicht zu den «frugalen» Nordländern in der EU bilden. Die Intention ist vor allem auch, ein Gegengewicht zum Schwergewicht Deutschland zu bilden.
    Zum Bericht
  • China suspendiert Updates von WeChat und kontrolliert alle neuen Apps vorab: Peking greift nun noch härter gegen die grossen Internetplattformen durch. Das geschieht im Namen des Datenschutzes. Doch schaut man genauer hin, geht es auch um Ideologie.
    Zum Bericht

Warum wir glauben, was wir glauben wollen. Die andere Seite zum gestrigen Thema mit staunenswerten Folgerungen und Abbildungen
Meinungen werden oft nicht aus Fakten, Analyse und Intelligenz geboren, sondern aus Inkompetenz, Selbstüberschätzung und Opportunismus.

Gefunden von TTT
https://www.nzz.ch/folio/warum-sie-nie-recht-haben-ld.1612968

Österreich
Dritter Stich: Warum man auf 120 Tage Mindestabstand achten muss
Ein Tag weniger, und der Booster scheint im Impfzertifikat als neue Zweit-, aber nicht als Drittimpfung auf. Neue Daten bestätigen hohe Wirksamkeit der Auffrischungsimpfung.
Kurier.at

Die Angst des Politikers vor dem Wähler freut das Virus
Die Presse.com

In Israel droht bereits die fünfte Corona-Welle
https://www.oe24.at/coronavirus/in-israel-droht-schon-die-fuenfte-corona-welle/500469631

Unter „Nachruf“ geführte Meldung der „Wiener Zeitung“
Der wohl kurioseste „Nachruf“ aller Zeiten: „Matti Salminen doch nicht tot“

Der finnische Bassist Matti Salminen ist nicht gestorben. Die Meldung über seinen angeblichen Tod korrigiert der Sänger selbst auf seiner Facebook-Seite: Er postet ein Foto und schreibt, dass er die Adventszeit in Helsinki genießt. Die Meldung über den Tod Salminens hat sich schnell im Internet verbreitet und auch ihren Weg auf die sonst zuverlässige Internet-Klassiknews-Seite Slipped Disc gefunden, der auch die „Wiener Zeitung“ kurzzeitig aufgesessen ist. Wir bedauern

Wiener Zeitung.at

So etwas kann passieren, ich kritisiere in erster Linie die Überschrift: „Nachruf: Matti Salminen doch nicht tot“. Die Zeitung hätte schreiben können „Wir freuen uns über eine Richtigstellung: Matti Salminen dementiert sein eigenes Ableben“

Auch mir ist das vor vielen Jahren einmal passiert, allerdings bei einem Künstler, dessen schlechter Gesundheitszustand kein Geheimnis war (zwischenzeitlich ist er leider wirklich gestorben, es war Serge Larin).  Seither bin ich bei solchen Meldungen vorsichtig. Ich bekomme solche Infos oft aus dem Freundeskreis der Künstler binnen weniger Minuten, da man aber bei solchen Infos genau recherchieren muss, mache ich das. Und das braucht eben seine Zeit! Genießen Sie die Adventszeit in Helsinki, lieber Matti Salminen!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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