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26. NOVEMBER 2020 – Donnerstag

26.11.2020 | Tageskommentar

 

PARIS: Die Meldung des Tages: Öffnet die Pariser Oper noch vor Wien?

Am 15.Dez.geht‘s wieder richtig los👍👍👍 In Paris? Wann geht es in Wien los? An den 7.12. glauben immer weniger „gelernte Österreicher“, wahrscheinlicher ist da schon der 20. 12. , also der Tag, an dem man sich vermutlich wieder in Ski-Gondeln drängen darf. Das scheint vorrangig zu sein, die Landeshauptleute in den Skigebieten rasseln kräftig mit den Säbeln und scheinen sich durchzusetzen!

https://www.operadeparis.fr/

PARIS: Konzertante „WALKÜRE“ am 24.11. (Fotos)

Stuart Skelton. Foto: Elisa Haberer/ Onp

Lise Davidsen. Foto: Elisa Haberer/ OnP

Günther Groissböck. Foto: Elisa Haberer/OnP

https://www.olyrix.com/articles/production/4479/walkyrie-richard-wagner-ring-tetralogie-opera-paris-bastille-annulation-captation-diffusion-france-musique-philippe-jordan-jonas-kaufmann-stuart-skelton-lise-davidsen-gunther-groissbock-martina-serafin-iain-paterson-ekaterina-gubanova-ricarda-merbeth-avis

Paris
„Die Walküre“/ konzertant
La Walkyrie chevauche de la Bastille au Walhalla
https://www.olyrix.com/articles/production/4479/walkyrie-richard-wagner-ring-tetralogie

Pressekonferenz der Mailänder Scala (gestern, Mittwoch)

 

Am 7.12.2020 wird also ein Marathon Konzert geplant unter der „Regie“ von Davide Livermore der zuletzt den Attila und Tosca an der Scala inszenierte: Die üblichen verdächtigen Sängernamen in der Reihenfolge ab der 13. Minute abzuhören sind:

Oropesa, Rebeka, Rosa Feola, Yontcheva, Nylund, Kurzak, Buratto, Opolais, Crebassa, Garanca, Florez, Meli, Kaufmann, Beczala, Grigolo, Bernheim, Schager, Domingo, Tezier, Salsi, Petean, Abradzakov, Charlos Alvarez.

https://www.facebook.com/teatro.alla.scala/videos/218634672983437

https://www.facebook.com/18928728164/posts/10158116522843165/?d=n

Meyer verwendete in der Anmoderation das Flair der großen MET Gala Abende.

Chailly  erklärt Teile des musikalischen Programms, das Konzept.

Logischerweise ohne Publikum!

Scala: Gala statt Oper zum Saisonstart
Das Star-Konzert ersetzt die geplante Premiere von Donizettis „Lucia di Lammermoor“.Die Mailänder Scala reagiert auf den Kultur-Lockdown in Italien mit einem Galaabend am 7. Dezember, an dem 24 Starsänger, darunter Jonas Kaufmann, Plácido Domingo, Roberto Alagna, Aleksandra Kurzak und Vittorio Grigolo teilnehmen werden. Österreich ist durch Tenor Andreas Schager vertreten.
Wiener Zeitung

Schaffen sich die Theater selbst ab? Das fragt sich TTT
Nach meiner Ansicht  schaffen sich die Theater selbst ab – dieses Überangebot  an Streams schafft sicher keine Nachfrage- sonder übersättigt- -hab ich schon im April etc. in meinen Ausführungen so gesehen,. alte Verkäuferregel: mach dich rar!
„Was ist natürlich, gewachsen, konstruiert, verwachsen, degeneriert? (z. B. ist die deutsche Theater-Dichte noch tragbar, ist das Virus Ursache und somit auslösend oder nur verstärkend für absehbaren Verfall, für Neuordnung von Theatern und weiten Teilen der Wirtschaft?)“…
https://onlinemerker.com/schaffen-sich-die-theater-selbst-ab/

In meiner Brust schlagen diesbezüglich zwei Herzen: Erstens bin ich ein Fan der Streams und den Theatern dafür unendlich dankbar. Gratis sind die meisten Streams noch dazu – aber das wird sich voraussichtlich ändern. Vielleicht nicht in Österreich für Österreicher, wo der Operndirektor erkannt hat, dass sein Theater von allen Landsleuten, ob sie nun in die Oper gehen oder nicht, finanziert wird und es das gute Recht der Financiers ist, zu kontrollieren, was mit ihrem Geld geschieht!

Als ehemaliger Gewerbetreibender und somit Kaufmann sehe ich die Lage grundlegend anders. Was nichts kostet, ist bekanntlich nichts wert – das hat sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Jetzt warten wir einmal ob, wie sich die Situation beim Publikum entwickelt – und da bin ich gar nicht so vorbehaltlos optimistisch. Die Welt wird nach Corona nicht mehr so sein wie vor Corona, die Theaterwelt schon gar nicht. Das ist eine Horrorvorstellung, kein Wunschdenken. Ob dann die Streams einen völlig anderen Stellenwert bekommen, wird sich weisen!

Mach Dich rar! Das ist eine Verkäuferregel, die sich bewährt hat wohl nicht hinterfragt werden muss!

Streamingtipps für den Lockdown: Sehnsucht nach Konzerten oder Theater?
Von HAU bis zur Elbphilharmonie zeigen deutsche Häuser während des Lockdowns Veranstaltungen im Internet. Wir präsentieren eine Auswahl
Tagesspiegel

Dürfen wir alle überhaupt noch ins Theater gehen?

Österreich
Impfpflicht durch die Hintertür?
Ohne Coronaimpfung nicht zur Großveranstaltung:
Für den Obmann der Gesundheitskasse, Andreas Huss, ist das durchaus vorstellbar. Doch geht das rechtlich überhaupt?
Salzburger Nachrichten

Wahrscheinlich ist es nicht möglich, aber in Österreich ist vieles möglich.  Ich finde übrigens die Impfzeugnisse meiner verstorbenen Eltern nicht mehr! Soll ich diese vorsorglich mitnehmen, wenn ich eine Opernkarte kaufe.
Meine Antwort wäre klar.

80. Geburtstag von Heide Rabal: Sie holte die heutigen Stars nach Klagenfurt
Sie holte zahlreiche heutige Stars für Debüts ans Stadttheater: Heide Rabal, bis 2007 Besetzungschefin unter Dietmar Pflegerl, hat kürzlich ihren 80er gefeiert.

Jonas Kaufmann, Günther Groissböck, Sebastian Holecek, Florian Boesch, Eva Liebau oder Markus Werba: Um nur einige einer langen Liste zu nennen, die sich wie das „Who is who“ der heutigen Gesangsstars liest. Blutjung waren die Künstler damals, als sie Heide Rabal, Leiterin des Besetzungsbüros und persönliche Referentin von Intendant Dietmar Pflegerl, bei internationalen Wettbewerben entdeckt hat und am Stadttheater Klagenfurt debütieren ließ.
Kleine Zeitung

Beyond comprehension? Auf den Spuren einer Sphinx des Klavierspiels

Aus dem Gedächtnis der Klassikwelt ist er nie verschwunden; in Italien wird er fast wie ein Heiliger verehrt. Trotz eines eher begrenzten Repertoires ist sein musikhistorischer Fußabdruck riesig. Hört man heute einen seiner Konzertmitschnitte, ist man unmittelbar elektrisiert und weiß, dass er es ist, der da spielt. Wie kann so etwas passieren?
Eine DVD-Besprechung von Dr. Holger Voigt
Klassik-begeistert

Sommereggers Klassikwelt 63: Traian Grosavescu – ein Stern, der früh verglühte
Der spätere Opernsänger Traian Grosavescu wurde am 21. November 1895 im rumänischen Lugoj, damals noch zur Österreichisch-Ungarischen Donau-Monarchie gehörig, geboren. Sein 125. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, sich dieses so tragisch früh verstummten Künstlers zu erinnern.
Von Peter Sommeregger, Berlin
https://klassik-begeistert.de/sommereggers-klassikwelt-63-klassik-begeistert-de/

Buchbesprechung

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Szenen-Macher
Wagner-Regie vom 19. Jahrhundert bis heute
Hg: Katharina Wagner, Holger von Berg, Marie Luise Maintz,
238 Seiten, Verlag Bärenreiter, 2020

Die Bayreuther Festspiele pflegen seit 2017 allsommerlich ihre „theoretische Schiene“, genannt „Diskurs Bayreuth“, jeweils unter einem General-Motto. Im Corona-Jahr 2020 hat man das auf den Videostream verlegt, doch was 2019 noch live geboten und diskutiert wurde, ist nun zwischen Buchdeckeln nachzulesen. Motto: „Szenen Macher“. Also (doppelsinnig und doch eindeutig) eines der Themen, das in Bayreuth (und darüber hinaus) am leidenschaftlichsten diskutiert wird: Wagner-Regie.

Was täte die Nachwelt, hätte Wagner nicht einst am 8. September 1852 das „Kinder! Macht Neues!“ an Franz Liszt geschrieben. Doch man kann in dem Artikel von Rebecca Grotjahn über Wilhelmine Schröder-Devrient nachlesen (Seite 89), dass Wagner das keinesfalls auf die Regie bezogen hat (wie es heute gerne hingedreht wird), sondern einzig und allein für künftige Musik angedacht hat. Sich also in den „neuen Interpretation“ auf Wagner selbst zu berufen, ist nicht zulässig – auch wenn er selbst am Ende mit dem Gerümpel auf der Bayreuther Bühne nicht mehr glücklich war. Cosima war aber nicht die einzige Witwe, die ein „Modell“ aus dem Gatten machen wollte – man kennt eine andere Witwe, Helene Weigel, die auf die Brecht’schen Modell-Inszenierungen bestand…

Das Thema Wagner-Regie wird in thematischen Beiträgen und Diskussionen / Gesprächen in Hinblick auf einst und heute umkreist, wobei man mit einer „Legende“ beginnt: dem „Jahrhundert-Ring“ von Boulez / Chereau 1976. Und hier erfährt man aufgrund des dokumentarischen Materials, das hervor geholt wurde (Autor: Stephan Mösch), faktische Hintergrund-Information – es war ein langer, langer Weg zum letztendlichen Triumph. Man liest etwa, dass der später auf den Händen der Erinnerung getragene Patrice Chereau durchaus nicht die erste Wahl war. Als Ingmar Bergman und Peter Brook Wolfgang Wagner abgesagt hatten, blieben noch Peter Stein und Chereau, wobei mit Stein lange verhandelt wurde und dieser auf die Absage von Bayreuth wutschnaubend reagierte. Aber Wolfgang Wagner hatte sich für den „jugendlichen Elan“ Chereaus entschieden. Und WW, der eigentlich stets nur den abstrahierenden Weg Tietjens nachgegangen war, war fortschrittlich genug, um etwas zu dulden, das „abweichend“ vom sonst praktizierten „Stilschema“ verfahren sollte… Man geht Schritt für Schritt bis zur Inszenierung, die im ersten Jahr geradezu wütend abgelehnt und fünf Jahre später mit eineinhalbstündigem Schlußapplaus gefeiert wurde…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer
THANKSGIVING IN KRASNODAR

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos und drei Videos

Aserbaidschan zerstört armenische Kultur: Abschied vom Kloster Dadiwank
Der Krieg in Bergkarabach ist kein religiöser Konflikt. Kulturgüter der Armenier werden zerstört, um den aserbaidschanischen Anspruch zu festigen.
https://taz.de/Aserbaidschan-zerstoert-armenische-Kultur/!5730239/

Diego Maradona ist tot
Die Sportwelt trauert um Diego Armando Maradona. Die argentinische Fußballlegende verstarb am Mittwoch rund einen Monat nach seinem 60. Geburtstag in seinem Haus in Tigre nördlich von Buenos Aires an einem Herzinfarkt, wie sein Anwalt und Argentiniens Fußballverband (AFA) mitteilten. Maradona war erst vor Kurzem aus dem Spital entlassen worden, nachdem ihm ein Blutgerinnsel aus dem Gehirn hatte entfernt werden müssen.
https://sport.orf.at/stories/3069764

Ein unglaubliches Tor gegen England, da verblassen die Fußballkünste von Messi und Ronaldo. Solo von Maradona aus der eigenen Hälfte heraus, Englands Peter Shilton am Boden.

ZUM VIDEO – unglaublich . Bitte ansehen, auch wenn Sie kein Fußballfan sind

In diesem Spiel, wohl dem „Spiel seines Lebens“, erzielte Mardona noch eines der berühmtesten Tore der Fußballgeschichte – mit der Hand! Der Schiedsrichter sah es nicht und anerkannte den Treffer.

Diego Maradona wurde unmittelbar nach dem Spiel gefragt, ob er die Hand zu Hilfe genommen hat. Seine in die Fußballgeschichte eingegangene Antwort: „Das war die Hand Gottes“
Auch dieses Tor sehen Sie im kurzen Video.


Die Welt weint um den Größten: Diego Maradona ist tot

Diego Armando Maradona führte ein Leben auf der Überholspur: Auf dem Rasen spielte er seine Gegner schwindelig, neben dem Platz stürzte er sich ins Delirium. Mehr als einmal sprang er dem Tod von der Schippe. Jetzt ist der Ausnahmespieler an einem Herzstillstand gestorben.
http://www.sportnews.bz/artikel/fussball/die-welt-weint-um

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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