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26. JÄNNER 2022 – Mittwoch

26.01.2022 | Tageskommentar

HEUTE: Wiener Staatsoper: Das „Grimes“-Ensemble wirbt um Kunden!

ZU INSTAGRAM mit Kurzvideo

Gibt es auch einen Stream?

Antwort Wiener Staatsoper auf Anfrage:

Wiener Staatsoper

Es wird am 5. bzw. am 8 Februar einen Mitschnitt geben. Wo und wann dieser ausgestrahlt wird, steht aber noch nicht fest.
Astrid, Team Wiener Staatsoper

BAYERISCHE STAATSOPER: PLATZKAPAZITÄT BEI 50 PROZENT AB 28.1.2022 // „GIUDITTA” LIVESTREAM AUF STAATSOPER.TV AB 26.1.2022

Aufgrund der aktuellen Ankündigungen der Bayerischen Staatsregierung erhöht die Bayerische Staatsoper ab Freitag, 28. Januar 2022 das Platzkontigent auf eine Saalauslastung von 50 Prozent. Die Vorstellung der Giselle am Freitag, 28. Januar 2022, 19.30 Uhr, wird somit bereits bei einer Platzkapazität von knapp 1.000 Plätzen im Nationaltheater stattfinden. Die Premiere von Das schlaue Füchslein am Sonntag, 30. Januar 2022, 19.30 Uhr, findet entsprechend auch unter Einhaltung der neuen Regelungen mit einer erhöhten Auslastung statt.

Auf Basis eines Zusammenschlusses der Bayerischen Staatstheater werden mit sofortiger Gültigkeit Rezensionskarten der Bayerischen Staatsoper, dem Gärtnerplatztheater sowie dem Residenztheater München mit 0,- Euro dotiert.

„Giuditta“, ab heute als Stream. Foto: Wilfried Hösl

Kurz vor der kommenden Premiere am Sonntag, 30. Januar 2022, wird Franz Lehárs Spieloper Giuditta heute, Mittwoch, 26. Januar 2022, 19 Uhr, auf STAATSOPER.TV gezeigt.
Im Anschluss wird für sieben Tage ein kostenfreies Video-on-Demand erhältlich sein.
Am Sonntag, 27. Februar 2022, 22.45 Uhr zeigt ARTE Concert eine Aufzeichnung von Giuditta im TV.

HEUTE IM STREAM: GIUDITTA: Die Bayerische Staatsoper führt mit der Spielzeit 2021/22 ihr bisheriges Livestream-Angebot fort.

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München/ Gärtnerplatztheater
Kunstpfeifer im Gärtnerplatztheater: Pavarotti und Bartoli in einer Person
Nikolaus Habjan als Kunstpfeifer mit seinem Programm „Ich pfeife auf die Oper“ im Gärtnerplatztheater.
Münchner Abendzeitung

München
Geplante Lockerungen in der Kultur: Unmut und Hoffnung bei Kulturveranstaltern
BR-Klassik.de

Baden-Baden: Die Festspielidee wird sich ändern
Seit 2019 ist Benedikt Stampa Intendant des Festspielhauses Baden-Baden. Corona hat ihm den Start verhagelt – deshalb sucht er Wege, das Haus krisenfest zu machen. Ein Gespräch.
Frankfurter Allgemeine

Kultur.Sommer.Semmering geht nicht mehr im Südbahnhotel in Szene
Keine Übereinkunft über Bespielung mit Eigentümer erzielt.
WienerZeitung.at

Offenbar wurde der Kultur.Sommer.Semmering gestern „kalt erwischt“. Ich verstehe allerdings nicht, dass bereits Verträge geschlossen wurden,  der „Hauptvertrag“ mit dem Vermieter jedoch nicht „in trockenen Tüchern“ st. Es bleibt dem Vermieter unbenommen, eigene Initiativen zu verfolgen, selbst als Veranstalter aufzutreten.  Interessant wäre natürlich der bestehende Vertrag, der wie jeder Vertrag eine Kündigungsfrist aufweisen muss. Gibt es etwa keinen Vertrag? Für mich ist sehr vieles an dieser Sache unklar. 

Kultur.Sommer.Semmering hat gestern sofort mit einer Presseaussendung reagiert:

KULTUR.SOMMER.SEMMERING 2022 – IRRITATIONEN UND VERWIRRUNGEN

Aussendung des Kultursommers: Zeitgleich mit der Presseaussendung des Südbahnhotels, trotz bereits weit fortgeschrittener Programmierung und angekündigter Vertragsverhandlung, und insofern völlig unerwartet ließ uns der neue Eigentümer des Südbahnhotels, Mag. Christian Zeller, heute ausrichten, dass er den Kultur.Sommer.Semmering schon 2022 nicht mehr beherbergen will. Eine Begründung wurde uns bisher leider nicht bekannt gegeben. Wir sind über diese Nachricht ebenso bestürzt wie verwundert. Unzählige hochkarätige KünstlerInnen des Landes haben bereits Programme zugesagt, darunter Karl Markovics, Maria Bill, Friedrich von Thun, Elisabeth Leonskaja, Erwin Steinhauer, Birgit Minichmayr, Günther Groissböck, Angelika Kirchschlager, Alfred Dorfer, Gerti Drassl, Michael Schade, Maria Köstlinger, Nicholas Ofczarek, Tini Kainrath, Jürgen Maurer, Michael Dangl, Michael Maertens und viele mehr. Für die Region, die Kulturschaffenden, sowie unsere 15.000 Besucher arbeiten wir derzeit an einer Alternativ-Lösung für diesen Sommer. Auch lebt in uns noch die Hoffnung, dass Christian Zeller für die Zukunft im Sinne des Aufbaus der gesamten Region seine ablehnende Haltung noch revidiert.

Ich glaube nicht, dass die sehr Corona-kritische Haltung des Intendanten Florian Krumpöck für diesen Rauswurf verantwortlich ist, denn ein Investor, der sich das Südbahnhotel leisten kann, lässt sich nicht von dritter Seite zu einer Vendetta hinreissen. Leute dieses Zuschnitts wissen, was sie wollen!

Für mich stellt sich die Sache einfach dar: Wie lautet der nun offenbar auslaufende Vertrag? Ein derartiges Projekt ohne „wasserdichten“ Vertrag durchzuführen, wäre höchst fahrlässig.

Das Festival Ultraschall Berlin geht spektakulär zu Ende
Ein sehr gutes Konzert des Deutschen Symphonie-Orchesters beschließt das fünftägige Neue-Musik-Festival Ultraschall Berlin. Von den vier Werken des Abends überzeugte vor allem Enno Poppes kraftvolles Orchesterwerk Fett. Zuvor haben Konzerte der Ensembles LUX:NM, Mixture, Recherche und Adapter auf unterschiedliche Spielarten der zeitgenössischen Musik aufmerksam gemacht. Besonders heraus stach dabei das Porträtkonzert der jungen Chinesin Yiran Zhao.
konzertkritikopernkritikberlin/a.schlatz

Wien
Resonanzen-Festival: „Duchgeknallte“ Normalität der Alten Musik
Das Ensemble Le Poème Harmonique unter der Leitung von Vincent Dumestre im Wiener Konzerthaus
DerStandard.at

Giuseppe Verdi: Macbeth • Luzerner Theater • Premiere: 22.01.2022

Plumpe Provokation

Corona hat auch in Luzern gestört, konnte aber die Premiere von Verdis «Macbeth» zum Glück nicht verhindern. Musikalisch top vermag die Produktion szenisch nicht in gleichem Masse zu überzeugen.

Foto © Ingo Hoehn

Die musikalische Leitung des Abends hat der junge, im Iran geborene Hossein Pishkar. Seiner Einstudierung sind die bei Riccardo Muti besuchten Meisterkurse (2017 «Aida» im Rahmen der Italian Opera Academy in Ravenna, 2018 die musikalische Leitung von «Rigoletto» beim Ravenna Festival) anzuhören. Dem Luzerner Sinfonieorchester entlockt einen wunderbar transparenten, glutvoll musizierten und kraftvoll-zündenden Verdi. Der Chor- und Extrachor des Luzerner Theaters und die Luzerner Kantorei (Choreinstudierung: Mark Daver) vermögen trotz coronabedingt gelichteten Reihen und Masken mit rhythmisch präzisem, satten Klang zu überzeugen…

Zum Premierenbericht von Jan Krobot

Anita Rachvelishvili  ist nach der Baby-Pause in Paris für Marfa in Chowantschtschina

Anita R.: 7 weeks after the birth of our little angel!
I wanted so much to start singing again after all this months of no singing at all, in my beloved Paris for my beloved Paris audience ❤️

 

ZU INSTAGRAM mit Kurzvideo

Neue Position am Salzburger Landestheater: Katrin Schweiger wird Hauskomponistin

Katrin Schweiger. Fotocredit: Petra Moda de Aguiar

Ab 1. Februar wird die diplomierte Komponistin und Dirigentin Katrin Schweiger am Salzburger Landestheater als Hauskomponistin tätig sein und die musikalische Leitung von Schauspiel und Musical übernehmen. Sie ist damit für die Produktion und Komposition eigener Werke am Landestheater zuständig sowie für die musikalische Umrahmung vorhandener Produktionen. Als lebendiges Haus, an dem nachdrücklich neue Produktionen entstehen sollen, erschafft das Salzburger Landestheater mit der Position der Hauskomponistin eine Stelle, die es an den meisten deutschsprachigen Theatern nicht gibt…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Wien/ Konzerthaus
Dem Briten Daniel Harding fällt zu Britten nichts ein
Die Dresdner Staatskapelle spielte Englisches im Konzerthaus.
Die Presse.com

Schweitzers Klassikwelt 54: Lieblingssängerinnen
Wie unsere Suche nach geeigneten Begriffen und Ausdrucksweisen wie „sehnsuchtsvolle Stimme“, „Sym-Pathie“ und vor allem „Ausstrahlung (Emanation)“ zeigt, haben wir uns in diesem Feuilleton von der distanziert-kritischen apollinischen Seite der gefühlsbetonten dionysischen Seite zugewandt.
Klassik-begeistert.de

LANDESTHEATER LINZ: MUSICALPREMIERE „TITANIC“
Musical von Maury Yeston und Peter Stone

 

Inszenierung:  Simon Eichenberger,  Musikalische Leitung: Tom Bitterlich

PREMIERE SO 6. FEBRUAR 2022, 19.00 Uhr im Großen Saal des Linzer Musiktheaters
DIE NÄCHSTEN TERMINE 5. (Preview) 19., 26., 27. Februar, 10., 18., 19. März 2022

Bob Dylan verkauft seine Rechte – und geht wieder auf Tour
Nach seinen Songs – an Universal – hat Bob Dylan nun auch seine Aufnahmen verkauft: an Sony. Ab März tourt er durch den Süden der USA.
DiePresse.com

Sprechtheater: Michael Degen wird 90: Vielseitiger Künstler und politischer Kopf
Der deutsche Schauspieler spielte Hamlet und Hitler, ist aber auch als Vice-Questore Patta aus den „Donna Leon“-Filmen bekannt.
WienerZeitung.at

Film der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 27. Jänner 2022 
LICORICE PIZZA
USA  /  2021 
Drehbuch und Regie: Paul Thomas Anderson
Mit: Alana Haim, Cooper Hoffman u.a.

Man muss nicht immer dasselbe machen. Das beweist Regisseur Paul Thomas Anderson, der durch anspruchsvolle und auch aufrührende Filme wie „Magnolia“,  „There will be blood“ oder „The Master“ bekannt geworden ist. Schon sein letzter Film schwenkte eher ins Besinnliche („Der seidene Faden“), und  die „Licorice Pizza“, der jüngste Film des 61jährigen, ist wieder ganz anders. Er spielt im San Fernando Valley, am Außenrand von Los Angeles  und Hollywood, dort, wo der Regisseur auch privat lebt. Und er taucht in die reine Nostalgie ein.

Der Film beginnt Anfang der siebziger Jahre – keine Handys, sondern Telefone mit runden Wahlscheiben, die noch an der Wand hängen, keine Computer, und zum Happyend, das man nach zweieinviertel Stunden erreicht, wird gerade in den Kinos der Bond-Film „Live and Let Die“ gezeigt, der 1973 anlief. Man weiß also, wo und wann man ist. In einer ganz, ganz anderen Welt, die in allen liebevollen Details optisch und akustisch (die Schlager von damals) beschworen wird.

Gleich zu Beginn geht Anderson mit seiner von ihm auch selbst geschriebenen Geschichte in Medias Res: Da baggert der 15jährige Gary Valentine, aufstrebender Jungschauspieler, die um zehn Jahre ältere Alana Kane an. Sie sieht in ihm einen halben Buben, betont ihr Alter, aber das ist ihm egal. Er plaudert sich entschlossen in ihr Interesse. Und er schafft es, dass ihre Schicksale parallel laufen, dass sie sogar ein gemeinsames Unternehmen gründen. Wasserbetten (man erinnert sich, die waren einmal sehr „in“) kann man auch der Schickeria verkaufen…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Die EU einigt sich auf einen Genesenenstatus von sechs Monaten:
Die EU-Länder haben sich am Dienstag darauf geeinigt, dass Corona-Erkrankte künftig doch sechs Monate lang als genesen gelten sollen – und sich in der EU frei bewegen und herumreisen dürfen. Der Impfstatus ist neun Monate gültig.
Zu den neusten Entwicklungen weltweit

  • Russland liebäugelt mit der Anerkennung der «Volksrepubliken» im Donbass: Angesichts der rasant zunehmenden Spannungen im Ukraine-Konflikt erscheint ein offener Krieg immer realistischer. Nun hat die Kommunistische Partei Russlands einen Antrag eingereicht, der Wladimir Putin darum bittet, die Separatistengebiete von Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten anzuerkennen. Der Vorstoss erscheint möglicherweise als ein Szenario zur Abwendung eines Krieges.
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  • Das Enfant terrible Mario Balotelli soll der italienischen Fussball-Nationalmannschaft neues Leben einhauchen: Der Nationaltrainer Roberto Mancini überrascht mit der Nominierung des unterdessen 31-Jährigen, der an den meisten Orten vor allem durch seine Eskapaden aufgefallen ist. Doch in seinem türkischen Klub hat er jüngst auch mit seinem Fleiss überzeugt.
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  • Die Kinder des Kalifats sitzen im umkämpften syrischen Gefängnis fest: Hunderte von Minderjährigen werden in Hasaka gefangen gehalten. Viele stammen aus dem Ausland. Die Uno und Menschenrechtsorganisationen fordern die Rücknahme durch ihre Herkunftsländer.
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  • Nun ermittelt Scotland Yard wegen Lockdown-Partys an der Downing Street: Premierminister Boris Johnson sieht sich wegen mutmasslich illegaler Partys an seinem Amtssitz nun auch mit polizeilichen Ermittlungen konfrontiert. Dadurch nimmt seine Autorität vor der Publikation einer verwaltungsinternen Untersuchung weiter Schaden.
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  • Die Swatch Group ist profitabler als vor der Corona-Krise: Das Schweizer Unternehmen hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Beim Umsatz wurde das Vorkrisenniveau zwar noch nicht ganz erreicht, aber der Gewinn liegt bereits wieder über jenem von 2019.
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    WWF entdeckt mehr als 220 neue Arten am Mekong:
    In seinem Bericht über die Mekong Region in Südostasien hat der WWF innerhalb eines Jahres neben 155 Pflanzen auch 35 Reptilien, 17 Amphibien, 16 Fische und ein Säugetier dokumentiert, die bisher nicht bekannt waren. Die Mekong-Region gilt wegen ihrer Artenvielfalt als biologischer Hotspot.
    Zum Bericht

 

Deutsche Sportgeschichte
Die Fußballklubs, die um Hitlers Gunst buhlten
Die Vereine der Fußballbundesliga waren einst willige Handlanger der NS-Ideologie. Lange haben die Klubs ihre Vergangenheit ignoriert. Das hat sich inzwischen geändert.

Die Zeit des Nationalsozialismus ist wohl das unrühmlichste Kapitel des deutschen Fußballs. In vorauseilendem Gehorsam setzten Funktionäre und Verbandsspitzen die Rassenpolitik der neuen Machthaber um. Das war auch in Nürnberg, das von Hitler zur Stadt der Reichsparteitage gekürt wurde, nicht anders: »Der 1. FC Nürnberg war einer der ersten und konsequentesten Klubs beim Ausschluss seiner jüdischen Mitglieder. Wie die meisten Vereine in Deutschland hat auch er um die Gunst der neuen Machthaber gebuhlt«, sagt Siegler. Bereits am 9. April 1933, keine drei Monate nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, veröffentlichten 14 Klubs aus Süddeutschland eine gemeinsame Erklärung: Sie würden sich der nationalen Regierung »freudig und entschieden« zur Verfügung stellen und »insbesondere in der Frage der Entfernung der Juden aus den Sportvereinen« die »nötigen Folgerungen« ziehen. Soll heißen: sie rauswerfen…
spektrum.de

Skisport/ Schladming
Der Deutsche Straßer gewinnt Schladming-Nachtslalom, Feller sensationell Dritter
Feller stürmt aus der Quarantäne und von Platz 28 auf das Podest und verhinderte so ein drohendes Debakel – Halbzeitführender Jakobsen fädelte ein
DerStandard.de

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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