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26. FEBRUAR 2021 – Freitag

26.02.2021 | Tageskommentar

 

Für mich ist ein „Gschaftlhuber“ ein Wichtigtuer – womit alles gesagt ist.

Das gilt für mich -aber ich will ja nicht ungerecht sein und auch andere Einschätzungen gelten lassen:

Als Hansdampf in allen Gassen wird umgangssprachlich ein aktiver, vielseitiger und umtriebiger Mensch bezeichnet, ein Tausendsassa bzw. ein Generalist.

Im Bairischen wie hochsprachlich bei Beschreibungen Bayerns oder Münchens wird etwas differenzierter der Gschaftlhuber als umtriebiger Manager oder Vereinsmeier und der Adabei für omnipräsente Demimonde, B-Prominenz und Dauergäste bei gesellschaftlichen Veranstaltungen verwendet.

In englischsprachigen Ländern war zunächst der Jack of all trades (nach einem alten umgangssprachlichen Ausdruck Jack für journeymanGeselle„) das Pendant zum Hansdampf in allen Gassen. Eine moderne weibliche Variante dazu ist Jill of all trades (etwa Julia in allen Gassen).Bekannt ist auch die Erweiterung: Jack of all trades – and master of none (dt. etwa: in jedem Beruf Geselle, aber in keinem ein Meister).

Die „Gschaftlhuber“ sind jene, die sich in jene Jurys drängen, die eigens für die Juroren gemacht scheinen.

Mit den „Jack of all trades “ beschäftige ich mich bei nächster Gelegenheit.

Gefährlich wird es, wenn sich die Politik derartiger „Gschaftelhuber“ bedient und danach ihre Subventionsbewertungen vornimmt. So geschieht es derzeit in der Wiener Stadtpolitik.

Opernszene im Schatten der Stagnation
Die Wiener Theaterjury hat einen Generationswechsel angestoßen. Sie wirft etablierten freien Operngruppen einen Mangel an Innovation vor.
https://www.derstandard.at/story/2000124464262/opernszene-im-schatten-der-stagnation

Ich entnehme den Spitzentönen“ der Zeitung „News“ wie folgt: Das fünfköpfige Gremium zugemieteter Gschaftlhuber hat soeben die freie Opernszene ausgelöscht, nachdem eine andere Formation schon dem großen Theatererneuerer Erwin Piplits seit Jahren das Leben zur Hölle macht. Nun dringt man mittels waffenscheinpflichtigen Dramaturgenkauderwelschs auf interessante Gruppen wie Netzzeit oder Neue Oper Wien ein: Mangels „innovativer Ansätze zur künstlerischen Weiterentwicklung und zur Ausdifferenzierung der Kunstform“ wird ihnen die Subvention guillotiniert. Gelobt wird hingegen „die Wiener Tanz- und Performance-Szene“, der ich alles Gute wünsche. Die es sich aber nicht gefallen lassen sollte, von monopolaren Zwangsavantgardisten als Totschläger missbraucht zu werden.

PS: In der Jury entdecke ich neben Könnern auch Musikexperten, die sich vermutlich bis heute an der Frage aufreiben, warum der schwarze Mann mit dem Stock auf die vielen schwarzen Männer mit den Geigen losgeht.

Heißt „La Bohème“ künftig „La B-Wort“?
In dieser Kolumne ist Thomas Gottschalk kein Stammgast. Aber dass er über die Bekömmlichkeit seines Zigeunerschnitzels nicht einmal mehr diskutieren darf – das geht zu weit
https://www.news.at/a/spitzentoene-hei%C3%9Ft-la-boh-la-b-wort-11910336

Ich kenne die Szene zu wenig, bin mit ihr überhaupt nicht verbandelt, helfe wo ich kann, ohne großartig Recherchen anzustellen. Deshalb – und auch, weil ich kein „Gschaftelhuber“ sein will, bewerte ich die Erkenntnisse der „Jack of all trades“ nicht. Die Wiener Kulturstadträtin ist damit auf Widerstand gestoßen, der sie zu einem Umdenken veranlasst hat: Auch die „Ausgebooteten“ werden nicht über Bord geworfen (sind Ausgebotete das nicht bereits?), sondern bekommen eben Subvention aus einem anderen Titel  (siehe Artikel im „Standard“). Das kommt zwar uns Steuerzahlern sicher nicht billiger, aber man hält die Leute abhängig und ideologisch bei der Stange!

Wien ist nicht nur anders, sondern Wien bleibt auch Wien! Vorsicht: Gefährliche Drohung!

Niederösterreich/ Weinviertler Festspiele: Gezeter vor großer Oper
Geht Wagners „Ring der Nibelungen“ im Juli in Limberg in Szene?

…2020 wurden die Weinviertler Festspiele über einen Verein ausgerichtet. Peter Svensson war Intendant, Society-Lady Eva Walderdorff war Festspielpräsidentin und Matthias Fletzberger der musikalische Leiter. Laut Walderdorff haben die heuer geplanten Festspiele in der Felsenarena Limberg nichts mit dem Verein zu tun, weil sie mit einer neu gegründeten GmbH organisiert sind.

Maissaus Bürgermeister Josef Klepp ist sehr skeptisch, was die tatsächliche Umsetzung des Festivals in Limberg betrifft. „Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Es gibt bisher keine Betriebsstättengenehmigung. Ein Konzept habe ich ebenfalls noch nicht gesehen.“ Er sei aber freilich kein Fachmann und wisse nicht, was die Künstler noch alles auf die Beine stellen…

Niederösterreichische Nachrichten

Machen mir die Weinviertler Feststspiele in solchen „Dauer-Sauregurkenzeiten“ (wissen Sie, wie schwer es ist, täglich Lesestoff für mehrere Tausend Interessierte aufzutreiben?) etwa noch große Freude? Ich weiß ja nicht, wann wir wieder „in Freiheit entlassen werden“ (diesen Spruch des Gesundheitsministers gibt es tatsächlich und er regt scheinbar niemand auf). Ich schätze private, mutige Initiativen und bin auch bereit, völlig gratis für diese Festspiele, sollten sie überhaupt stattfinden, zu werben. Was mich stutzig macht? Dass man die Vorjahrs-Firmenkonstruktion, die angeblich Schulden angehäuft hat – ganz einfach weglegt und eine neue, jungfräuliche Gesellschaft gegründet hat, die mit der Vergangenheit nichts zu tun haben will, weil sie offiziell gar keine hat. So macht es übrigens die (ehemals) jugoslawische Bau-Mafia , aber in deren Nähe will die Veranstalter doch nicht rücken!

Mehr Sorge macht mir, dass der Bürgermeister – wenn überhaupt – nur mit halben Herzen dabei zu sein scheint. Ohne Bürgermeister geht gar nichts, ich war einige Jahre in der Gemeindepolitik tätig und weiß das. Mit Bürgermeistern ist auch zu reden, freilich nur, wenn man ihnen bzw. ihrer Partei nahesteht. Meine Hoffnung für das Projekt ist nun der Steinbruchbesitzer, der für die Gemeinde nicht unwesentlich zu sein scheint. Hat der einen guten Draht zum Bürgermeister, dann ist vieles möglich. Sollen die Gräfin und ihr „Siegfried“ beim Ortschef überhaupt antanzen? Nicht ohne den „Großgrundbesitzer“ – das ist meine Empfehlung!

Die Konzertstreams der Münchner Philharmoniker im März

Auch in den kommenden Wochen werden die Münchner Philharmoniker ihre Konzerte auf der Webseite mphil.de/stream zur Verfügung stellen. Einige Streams werden hierfür eigens produziert werden, bei anderen Aufnahmen handelt es sich um Video-Produktionen, die seit Beginn der Corona-Pandemie entstanden sind und im vergangenen Jahr bereits für kurze Zeit veröffentlicht worden waren. In den kommenden Wochen werden Video-Produktionen mit Valery Gergiev, Klaus Mäkelä, Lorenzo Viotti und Fabio Luisi veröffentlicht werden.

Video-Produktion mit Klaus Mäkelä (Aufnahme vom 27.06.2020)
Veröffentlichung: 6.3. (19 Uhr) – 11.3. (24 Uhr)
Programm:
Maurice Ravel: »Ma Mère I´Oye«
Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 »Schottische«
Klaus Mäkelä, Dirigent

Die erste Ausstahlung erfolgt bereits morgen, das weitere Programm sehen Sie in unseren Infos des Tages.

HEUTE: Omer Meir Wellber bringt Verdis ERNANI zurück nach Palermo, nachdem die Oper 22 Jahre nicht auf dem Spielplan des Teatro Massimo stand.

Freitag, 26. Februar 2021 um 20 Uhr (MEZ) als Livestream auf Teatro Massimos WebTv und danach als Video-on-demand auch auf YouTube

Giorgio Berruggi. Foto: Alessandro Moggi

1844 wurde ERNANI am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt und brachte Verdi so seinen ersten internationalen Erfolg im Alter von 31 Jahren. Die Oper basiert auf Victor Hugos Drama Hernani, einem Meilenstein der französischen Theater- und Literaturromantik aus dem Jahr 1830, und markiert den Beginn von Verdis fruchtbarer Zusammenarbeit mit Francesco Maria Piave, der von da an sein Lieblingslibrettist wurde.

Die hochkarätige Besetzung setzt sich aus dem Tenor Giorgio Berrugi in der Titelrolle, der Sopranistin Eleonora Buratto (Elvira), dem Bariton Simone Piazzola (Don Carlos, König von Spanien) und dem Bass Michele Pertusi (Don Ruy Gomez de Silva, Großer von Spanien) zusammen.

Wenn ich mich richtig erinnere, steht „Ernani heute den ganzen Tag über als Stream der Metropolitan Opera zur kostenlosen Verfügung!

Sich digital neben Mahler und Schönberg einreihen
Das Self-publishing hat sich im Literaturbereich schon seit geraumer Zeit etabliert. Nun hält der Trend zum Selbstverlag auch unter Komponisten und Komponistinnen Einzug. Der renommierte Wiener Musikverlag Universal Edition hat unter dem Markenlogo „Scodo“ ein neues Internetinstrument geschaffen, mit dem Tonsetzerinnen und -setzer ihre Noten digital unters kundige Volk bringen können – wenn sie zuvor die Prüfung durch das „Scodo Artistic Commitee“ überstehen.
Salzburger Nachrichten

Nicole Braunger bleibt Operndirektorin am STAATSTHEATER KARLSRUHE

Nicole Braunger bleibt Operndirektorin am BADISCHEN STAATSTHEATER. Dies berichtete die Theaterleitung am Vorabend in Karlsruhe: „Wir freuen uns hiermit mitzuteilen, dass Nicole Braunger als Operndirektorin dem BADISCHEN STAATSTHEATER bis Sommer 2024 erhalten bleibt. Dies ist ein positives Zeichen – im Sinne der Kontinuität, der weiteren Profilbildung und künstlerischen Entwicklung der Opernsparte des Hauses“, so der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber und Uta-Christine Deppermann, Künstlerische Betriebsdirektorin am STAATSTHEATER.

Nicole Braunger. Foto: Felix Grünschloss

Sie erinnern sich, der Karlsruhe-Intendant Spuhler ist mit seinem „Vielmäderlhaus“ grandios gescheitert und tritt demnächst ab. Angesichts dieser Tatsache glaube ich nicht, dass es großes Verhandlungsgeschicks bedurft hat, die Operndirektorin zum Bleiben zu bewegen. Wohin soll sie denn in so unsicheren Zeiten wie diesen gehen?

Kehrtwende am Staatstheater Karlsruhe: Operndirektorin Braunger bleibt nun doch
Unerwartete Kontinuität für die Interimszeit am Staatstheater Karlsruhe: Operndirektorin Nicole Braunger hat ihren Vertrag entgegen bisheriger Pläne verlängert.
http://bnn.de/karlsruhe/kehrtwende-am-staatstheater-karlsruhe-operndirektorin

Frankfurt: Mit Chips und Bier in der Oper Frankfurt
Die Frankfurter Sängerin Anna Ryberg schaut fern – und ihr dabei zuzusehen, ist höchst vergnüglich. Seit inzwischen einem Jahr versuchen sich die Kultureinrichtungen allerorten an Alternativen zum klassischen Programm vor Publikum. Das war zu Anfang nicht unbedingt perfekt. Die Bilder ruckelten, die Tonqualität war nicht besonders, und gelegentlich wurden nur alte Stücke recycelt. Aber gleichzeitig war das ein Zeichen: Schaut mal, was wir eigentlich bieten könnten. Die Kultur ist noch da!
Frankfurter Rundschau

Berlin
Joana Mallwitz dirigiert Mozart und Tschaikowsky: ARTE Concert überträgt live aus dem Konzerthaus Berlin
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210225_OTS0198/joana-mallwitz-dirigiert

Meinhard Rüdenauer: Als Komponist von Kinderopern – mit singenden Tieren in eine andere Welt

Wenig Freude hat die Avantgardemusik der 60er, 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts für Freunde des klassischen Schöngesanges gebracht. Nun, viele Jahr später, hat sich nach wie vor in den diversen Stimmführungen der Komponisten neuer Opern kaum etwas oder nur ein kleinwenig geändert. Wohl expressiv und dynamisch, doch austauschbar wirken die Gesangslinien der in den letzten Jahrzehnten geschriebenen Werke für das Musiktheater. Darf man sich erlauben zu sagen: Damals modern, heute immer noch modern ….. oder wohl eher im Duktus abgestanden, abgenutzt?

Als Komponist hineingewachsen in den damaligen Aufbruch der Nachkriegs-Moderne, mit Pierre Boulez, Luigi Nono, Karlheinz Stockhausen als Gallionsfiguren einer für neue Klänge kampfbereiten Musikergarde, ist es schwer gefallen, war es unpassend, sich in den Illusionen von Traummelodien zu wiegen. Romantischen Zauberklang hat es auf den frisch niedergeschriebenen Notenblättern nicht mehr gegeben. Und der Wiener Operette ist längst schon die Luft ausgegangen. In den späteren Jahren dieser in Glaube auf Aufbruchstimmung, Veränderungen hin orientierten Musikszene setzte auch in Österreich langsam der Boom ein, spezielle Konzertprogramme und Musiktheater für ein junges Publikum in das kulturelle Angebot aufzunehmen. Und da war schon klar: Alles sollte stimmig ins Ohr gehen, unbeschwert und freundlich wirken, sollte melodiöses Wohlgefühl bei den Kleinen wie den Großen im Publikum aufblühen…

Weiterlesen im Feuilleton

DEUTSCHE OPER AM RHEIN: Demis Volpi zeigt „A simple piece“ als Film

Mit dem Düsseldorfer Filmemacher Ralph Goertz hat Demis Volpi, Direktor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein, sein Stück „A simple piece“ als Choreographie für Tänzer*innen und Kamera neu entwickelt. Beide Künstler haben sich von der Idee leiten lassen, ein Tanzerlebnis zu schaffen, das es ohne das hinzugezogene Medium Film so nicht gegeben hätte. Ein bloßes Abfilmen des Stücks aus Zuschauerperspektive war deshalb keine Option.

Filmemacher Ralph Goertz bei der Aufzeichnung von Demis Volpis „A simple piece“. Foto: Daniel Senzek

Premiere ist am 5. März als kostenloser Stream auf operavision.eu

ZÜRICH/ Ballett: „WINTERREISE“ 23.2. 2021– Live stream der Wiederaufnahme


Alexander Jones und Inna Bilash in Christian Spucks „Winterreise“. Copyright: Gregory Batardon

Im Oktober 2018 hatte Zürichs Ballettdirektor Christian Spuck den berühmten Liederzyklus choreographisch in Szene gesetzt. Dafür hatte er sich allerdings nicht für das Original von Franz Schubert entschieden, sondern die 1993 vom 2019 verstorbenen Hans Zender für ein 25köpfiges Orchester eingerichtete instrumentale Erweiterung mit dem Untertitel „eine komponierte Interpretation“ gewählt. Unter Hinzuziehung von Geräuschen, die in den musikalischen Rhythmus übergehen, der phasenweisen Verlagerung der Singstimme in die Sprachweise eines Melodrams oder atonaler Einsprengsel sowie vielfältigen instrumentalen Aufsplitterungen entstehen Klangräume, die das Los des einsamen Wanderers in deutlich erweiterter Form über die Spätromantik bis in die Moderne suggestiv greifbar machen.

Zum Bericht von Udo Klebes

Ausstellungen: Philadelpia bringt Rekordpreis für ein Herzstück der Wiener Moderne
Am Dienstag wurde in einem Auktionshaus in Philadelphia ein Gemälde Carl Molls versteigert – um unglaubliche 4,75 Millionen Dollar. Darauf zu sehen: Berta Zuckerkandl.
https://www.diepresse.com/5942673/rekordpreis-fur-ein-herzstuck-der-wiener-moderne

Gemälde von Van Gogh wird in Paris versteigert
Eines der wenigen noch in Privatbesitz befindlichen Werke von Vincent van Gogh wird versteigert. Das 1887 entstandene Bild „Scène de rue à Montmartre“ stellt vor dem Hintergrund der bekannten Windmühle Moulin de la Galette eine Straßenszene auf dem Pariser Montmartre dar. Der Wert des Gemäldes, das von den Auktionshäusern Sotheby’s und Mirabaud Mercier versteigert wird, wird auf fünf bis acht Millionen Euro geschätzt.
https://www.vol.at/gemaelde-von-van-gogh-wird-in-paris-versteigert/6908506

Kann ein Autobus Akademiker sein?

 

Anlässlich der Aschbacher- Angelegenheit rückte auch die Frage auf, warum sich die Dr. Richard-Busse mit dem akademischen Titel schmücken dürfen. Ist das rechtens? Soll Dr. Weber gegen diese Anmaßung einschreiten?

In Österreich, dem Land der großen Neider, hat man schon gemunkelt, dass der Besitzer eventuell Dragan Richard heißt und demnach die Abkürzung zu Recht benutzen darf. Da könnte ihm sogar der berühmte Plagiatsjäger „den Hobel ausblasen“ bzw. „Da fährt die Eisenbahn drüber“.

Nun, der ORF ist dieser Frage nachgegangen:

Auszug aus dem „Kurier“:

„Ich sitze jetzt zusammen mit dem berühmten Dragan Richard“, sagt Hanno Settele, wohl mit Schmunzeln unter der FFP2-Maske. Unternehmenschef Ludwig Richard schmunzelt ebenfalls, ihm in einem Reisebus gegenübersitzend.

„Das ist eine schöne Urban Legend“, sagt Richard, und fährt in akademischer Sprache fort: „Diese Geschichte stimmt nicht. Danke auch für die Gelegenheit, hier coram publico widersprechen zu dürfen.“ Sein Großvater, Unternehmensgründer Karl Ludwig Richard, habe sein Doktorat an der Hochschule für Welthandel erworben und „sein Unternehmen einfach so benannt“, erklärt er.

Der Name wurde offenbar zur persönlichen Verpflichtung, denn, so wie sein Vater, machte auch Ludwig Richard den Doktor. Er gibt zu: „Ein wesentliches Motiv dabei war, diese dummen Fragen nicht mehr beantworten zu müssen.“

„Sie meinen jetzt meine?“, sagt Settele.

Dr. Richard lacht unter der FFP2-Maske laut auf. Sein echter Doktortitel ist nun auch hochoffiziell, also im Fernsehen, bestätigt.

Die Legende vom Dr. Richard, endlich im Fernsehen geklärt
Hanno Settele ging für ORF 1 der Frage nach, warum und wie wissenschaftliche Plagiate entstehen. Ein TV-Tagebuch mit verbürgten Zitaten.
Kurier

Das erinnert mich an einen leider verstorbenen Geschäftspartner, mit dessen Firma (Tischlerei) ich eng zusammengearbeitet habe, an Dr. Hans Kremer mit Firmensitz Friedmanngasse,  nahe des Wiener Brunnenmarktes. Durch diesen Dr. Kremer hatte ich Gelegenheit, im Haus eines berühmten Tenors in Klosterneuburg zu arbeiten, unter einem Doktor hätte es der Herr Kammersänger wohl nicht gemacht. Nun, die Geschichte des Dr. Kremer ist eigentlich traurig. Er hatte eine Tochter, die – wie meine – Wirtschaftswissenschaft studiert hat und unmittelbar vor dem Doktorat stand, Wochen vorher ist sie bei einer Bergwanderung in der Hohen Wand tödlich verunglückt. Der geschockte Vater hat aus Liebe und im Angedenken an die verunglückte Tochter Judith im fortgeschrittenen Alter dieses Studium absolviert und seinen Doktor gemacht, den er eigentlich nie wirklich gebraucht hat !

Dr. Kremer hat mir kurz vor seinem Tod eine CD- Aufnahme des „Hobelliedes“ geschenkt, das der Bariton Peter Weber (auch einer seiner Kunden) eigens für ihn aufgenommen hat!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Frankreichs Reaktoren dürfen länger am Netz bleiben: Die Atomaufsichtsbehörde hat die Laufzeit der ältesten Atomkraftwerke um zehn Jahre verlängert. Der Betreiber muss dafür mehr in die Sicherheit investieren und Risiken besser Rechnung tragen.
Zum Bericht

Biden entzieht Saudiarabiens Königshaus die schützende Hand: Der US-Geheimdienstbericht zur Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi soll veröffentlicht werden. Er weist die Verantwortung dem saudischen Kronprinzen zu. Donald Trump hatte dieses öffentliche Blossstellen bis zuletzt verhindert.
Zum Bericht

Nach seinem Autounfall hat Tiger Woods ungewisse Heilungschancen: Je mehr Details über die Beinverletzung des Golf-Superstars bekanntwerden, desto ungewisser wirken Prognosen über seine sportliche Zukunft. Er könnte zu den Senioren wechseln.
Zum Bericht

Erneute Debatte um Aus für die „Wiener Zeitung“
EU-Richtlinie sorgt für Handlungsbedarf
https://kurier.at/kultur/medien/erneute-debatte-um-aus-fuer-die-wiener-zeitung/401200267

Um den Kulturteil der „Wiener Zeitung“ täte mir leid, auf den greife ich oft zu. Aber keine Angst, die Wiener Zeitung“ im Besitz der Republik wird ebenso wenig sterben wie die Bundestheater

Apropos „Sterben“

Kann ich mir den Impfstoff aussuchen? Antworten auf Leserfragen zur COVID-19-Impfung
Prinzipiell kann man sich derzeit keinen Impfstoff aussuchen. Die Verbraucherzentrale zitiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Anfang des Jahres sagte, dass das „im Moment und auch absehbar“ auf längere Zeit ausgeschlossen sei. Es gebe keine Wahlfreiheit, welcher von den drei derzeit in Deutschland zugelassenen Impfstoffen verabreicht wird. Der Grund sei vor allem, dass die Dosen so knapp sind. Und so steht es auch in der neuen Impfverordnung.
https://www.gmx.net/magazine/gesundheit/fragen-covid-19-impfung-impfstoff-aussuchen-35470834

Auch in Österreich können wir uns den Impfstoff nicht aussuchen, mittlerweile wird uns AstraZeneca als Wundermittel auch für über 65jährige angepriesen! Warum sich dann Ärzte nicht damit impfen haben lassen, wird uns unser medizinisch hochgeschultes Polit-Personal noch wortreich erklären. Mir ist das eigentlich egal, ich lasse mich nur impfen, damit ich Ruhe habe und womöglich einen grünen Pass bekomme, mit dem ich dann in den Supermarkt gehen darf! 

Nachdenken darf ich schon lange nicht mehr, denn dann kommt mir das Grauen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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