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26. FEBRUAR 2020 – Mittwoch

26.02.2020 | Tageskommentar

Spruch des Tages

Was der Spruch mit Placido Domingo zu tun hat? Er ist wie ein Orakel, Sie können ihn ganz verschieden und nach Belieben auslegen!

Was ich so als „völlig neue Erkenntnisse“ lese, gleicht den „neuesten Entwicklungen“ bei den Eurofightern. Da ist nichts Neues dran, nur Aufgewärmtes. Bei jenen Frauen, die sich durch ihn bedrängt gefühlt haben, hat sich PD schon vor Monaten entschuldigt. Was hat sich an der Situation geändert? Allerdings gibt es nun auch in Europa Absetzbewegungen (Valencia). Dann aber wieder eine neue Rolle für PD:  „Belisario“ in Bergamo.

Domingo gibt sexuelle Übergriffe zu
Nach den Vorwürfen sexueller Übergriffe hat der spanische Opernstar Placido Domingo Fehlverhalten eingestanden und sich dafür bei den betroffenen Frauen entschuldigt. „Ich möchte, dass sie wissen, dass mir der Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, ehrlich leidtut“, so Domingo am Dienstag mit Blick auf die Frauen, die ihm Übergriffe wie aufgezwungene Küsse und Begrapschen vorgeworfen hatten.
https://orf.at/stories/3155565/

Die späte Reue des Plácido Domingo
Bisher hat er jede Schuld von sich gewiesen. Nun ändert der Opernweltstar die Tonart gegenüber seinen Anklägerinnen. „Ich möchte, dass sie wissen, dass mir der Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, ehrlich leidtut“, erklärte Plácido Domingo am Dienstag. Und: „Ich erkenne die volle Verantwortung für meine Taten an.“
Wiener Zeitung

Bericht stützt Vorwürfe gegen Plácido Domingo
Ein Untersuchungsbericht der amerikanischen Operngewerkschaft untermauert nun die Anschuldigungen. Domingo entschuldigt sich bei den Frauen, die ihm Vorwürfe machen.
Sueddeutsche Zeitung

Domingo: Überraschende Wende im Skandal
Damit hatte kaum jemand gerechnet: Der Opernstar Plácido Domingo hat in einem Statement gegenüber der Presse die Vorwürfe der sexuellen Übergriffe eingeräumt und sich bei den Frauen entschuldigt.
Die Bunte

In Valencia will man plötzlich das PD-Perfektionszentrum nicht mehr und erwägt eine Änderung
https://www.lavanguardia.com/local/valencia/20200225/473780743958/compromis-plantea

Bergamo
Placido Domingo is Belisario for the inauguration of the Donizetti Opera 2020
https://www.donizetti.org/en/news/placido-domingo-is-belisario-for-the-inauguration

Gut, in Bergamo hat Domingo einen starken Rückhalt durch andere Beteiligte an der Produktion. Ich kenne die Zusammenhänge, aber ich gieße nicht Öl in das Feuer. Deshalb fühle ich mich auch nicht Journalist und habe Vorbehalte gegen diesen Berufsstand!

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Ailyn PEREZ auf einen Kaffee in der Aida (Konditorei) vor der Manon

 

ZU INSTAGRAM

Wiener Staatsoper: MANON (25.2.). Starkes Wiener Rollendebüt von Ailyn Perez

 Ailyn Perez und Jean-Francois Borras. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht von Manfred A. Schmidt

Mailand: Das Personal „SALOME“ an der Scala ist freigestellt

 

ZU FACEBOOK

WIEN: FreudeNOW Festival gibt Verschiebung auf Sommer 2021 bekannt.  Grüne Bezirkspolitik verhindert neues Klassik- und Musikfestival

 

Das für Sommer 2020 in der Wiener Freudenau geplante Festival scheitert am unerwarteten Widerstand des 2. Wiener Gemeindebezirks. Obwohl die Veranstaltung als nachhaltiges und umweltfreundliches „Green Event“ konzipiert ist, verhindert die Bezirksvorsteherin (Grüne) die größte Festivalinnovation der letzten Jahre in der Bundeshauptstadt. Das Festival FreudeNOW wird zur Gänze von internationalen Investoren finanziert und arbeitet ohne öffentliche Subventionen von Bund oder Land.

 Seitens der Investoren zeigt man sich von der Verhinderungspolitik verwundert, zumal ein kultureller und touristischer Mehrwert für die Stadt durch privates Engagement ermöglicht worden wäre. Das FreudeNOW Festival führt seit mehreren Wochen positive Gespräche für die Umsetzung des Festivals im Sommer 2021. Gespräche mit Künstlern werden durch die Intendanz laufend geführt. Bereits bezahlte Tickets werden refundiert.

 Die Initiatoren und Investoren werden in den nächsten Wochen über die weiteren Pläne informieren. Sie betonen, sich grundsätzlich weiter zum Standort Wien als Kulturmetropole und Tourismusdestination zu bekennen und begrüßen die fruchtbare Zusammenarbeit mit den öffentlichen Stellen und politischen Vertretern auf Stadt- und Landesebene

So hätte es aussehen sollen. Foto: Leisure communications

Video, als die Welt für das Festival noch in Ordnung war!

https://www.vienna.at/klassikfestival-freudenow-auf-der-wiener-galopprennbahn/6460425

Geplant waren u.a. Aufführungen von „Der fliegende Holländer“ und „Die Zauberflöte“

Natürlich sind wir nur einseitig informiert, die Beweggründe des Bezirksvorsteherin wurden uns nicht genannt. Wir hätten ihnen gerne Raum gewidmet.

Anderseits weiß ich aus eigener Erfahrung, dass private Investoren der Stadt Wien suspekt sind. Man hat sie nicht wirklich „im Griff“ – in Wien will man aber alle Veranstalter auch mit Geld von sich abhängig machen! Der Online-Merker ist übrigens nie auch nur um einen Cent Presseförderung eingekommen – ich will mit diesen Leuten nichts zu tun haben!

Bildung durch unser Forum:

Mit der Genderung habe auch ich meine Probleme, immer wieder werde ich mehr oder weniger heftig darauf angesprochen.
„Amfortas“ gibt mir die Gelegenheit, mich weiterzubilden: sodass….man (warum eigentlich nicht frau?)

Weil sich das „man“ auf das althochdeutsche „Man“ bezieht, was so viel heißt wie „Mensch“. „Frau“, das vom althochdeutschen „Frouwa“ (= „Herrin“) stammt, würde die Männer nicht inkludieren. Das sollte man wissen, bevor man das politisch korrekte Gender-Neusprech übernimmt.

OPER BONN: EIN BRIEF / CHRISTUS AM ÖLBERGE. Zum Gastspiel in Wien am kommenden Samstag


Christus am Ölberge: Kai Kluge (Jesus), Ilse Eerens (Seraph), Tänzerinnen und Tänzer des Folkwang Tanzstudio.
© Thilo Beu

Am 8. Februar 2020 feierte die Uraufführung EIN BRIEF von Manfred Trojahn in einem Doppelabend zusammen mit Ludwig van Beethovens CHRISTUS AM ÖLBERGE Premiere im Bonner Opernhaus und fand positive Resonanz bei Presse und Publikum.

Am Samstag, dem 29. Februar, wird diese Inszenierung auch in Wien am Theater an der Wien zu sehen sein.

ESSEN/ Aalto-Theater: DAS LAND DES LÄCHELNS

Für eine fröhliche Faschingsunterhaltung taugt „Das Land des Lächelns“ sowieso nicht. Aber Sabine Hartmannshenns ehrgeizige Regie-Bearbeitung macht Franz Lehárs Operette in Essen eher zum Land des bösen Grinsens: Während draußen unverdrossene Närrinnen und Narren den Stürmen trotzen, brauen sich drinnen auf der Bühne des Aalto-Theaters vor der Fassade eines Zwanziger-Jahre-Etablissements die braunen Stürme zusammen, die vier Jahre nach der Uraufführung von Franz Lehárs „romantischer Operette“ zahllose Künstler aus Deutschland wegfegen und der abgedreht-ironischen Gattung die kritischen Zähne glattschleifen sollten…

Zum Bericht von Werner Häußner

Darmstadt: „Tschick“ als Oper in Darmstadt: Ein schwarzer Schimmel
Frankfurter Rundschau

Brüssel: Irgendwas mit Unisextoiletten und Homoehe
Ein toller Tag aus drei Perspektiven: Am Théâtre de la Monnaie werden die Opern von Mozart und Da Ponte zu einer verzahnt.
Frankfurter Allgemeine

Ladas Klassikwelt 20: Wie kann ein Dirigent Sänger ermutigen?
… Als wir alle hochkonzentriert und mit ernsten Mienen auf der Bühne der Philharmonie in Katowice standen, trat Peter Shannon ein. Er sah uns an und bemerkte natürlich, dass wir sehr angespannt waren, und plötzlich … streckte er einfach die Zunge raus. Natürlich bemerkte das Publikum das nicht, weil er mit dem Rücken zu ihm stand, aber sicherlich überraschte die Zuschauer der Ausdruck unserer Gesichter. Die meisten von uns machten zuerst fassungslos große Augen, und dann lächelten fast alle.
Klassik-begeistert

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Es wird noch viele Filme geben, die uns zeigen, wie sehr die Schwarzen in der US-amerikanischen Gesellschaft benachteiligt werden – denn offenbar ist das noch nicht genügend erzählt (und wahrscheinlich auch noch lange nicht ausgestanden). Dass sie in den Gefängnissen und unter den zum Tode Verurteilten eine Majorität stellen, zeigen die Fakten. Hier geht es darum, wie leicht und gern die „Beweise“ für solche Todesurteile gestrickt werden…

Es ist ein realer Fall, der hier behandelt wird: Dem schwarzen Anwalt Bryan Stevenson ist es gelungen, den vor seiner Hinrichtung stehenden Afroamerikaner Walter McMillian geradezu im letzten Augenblick zu retten, einfach, indem er nicht locker ließ, obwohl der Druck und die Drohungen der weißen Gesellschaft gewaltig auf ihm lasteten…

Feind – Todfeind – Parteifreund

Hamburg-Wahl 2020: Urlaubsfoto kurz vorm FDP-Desaster – Schwere Vorwürfe an Lindner
Warum sich manche FDP-ler über den auf den ersten Blick harmlosen Schnappschuss ärgern? Lindner knipste das Selfie ausgerechnet am letzten Sonntag vor der Hamburger Bürgerschaftswahl. Dass sich Lindner einen Liebes-Urlaub gönnte, während der Wahlkampf in Hamburg auf Hochtouren lief, fällt dem FDP-Chef nach dem fatalen Wahl-Ergebnis nun auf die Füße. Denn mit nur 4,9 Prozent verpasste die FDP knapp eine Woche später den Einzug in die Bürgerschaft. Im Gegensatz dazu hatten die Freien Liberalen vor fünf Jahren in der Hansestadt immerhin noch 7,4 Prozent geholt.
https://www.merkur.de/politik/wahl-hamburg-2020-ergebnis-lindner

So ist es in der Politik! Was Herr Lindner in Hamburg ändern hätte können weiß ich nicht – auch weil ich die Situation dort überhaupt nicht kenne.

Dass nach den Todfeinden noch die Parteifreunde kommen, weiß ich aber aus erster Hand. Innerhalb einer Partei gibt es – selbst um die untergeordnetsten Positionen – regelrechte Gemetzel. Deshalb habe ich vor wenigen Wochen mit der Politik als Funktionär abgeschlossen. Ein politischer Mensch werde ich aber immer bleiben!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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