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26. DEZEMBER 2021 – Sonntag, 2. Weihnachtsfeiertag

26.12.2021 | Tageskommentar

 

 

Der Wiener Bürgermeister auf Ego-Trip: In Wiens Theatern wird die Gültigkeit des negativen PCR-Tests von 72 auf 48 Stunden herabgesetzt

Aussendung der Wiener Staatsoper:

Sehr geehrte Damen und Herren, 
verehrtes Publikum,

es ist uns sehr unangenehm, aber wir müssen unsere Aussendung vom 23.12.2021 nochmals wie folgt korrigieren:

Wie uns die Stadt Wien leider erst heute informierte, werden die neuen COVID19-Zutrittsregelungen in Wien nochmals strenger ausgelegt, als von der Bundesregierung vorgegeben. Für »1G-Booster-Plus« gilt in Wien somit eine kürzere PCR-Test Gültigkeit: Der negative Test darf nur 48 Stunden alt sein (es gilt das Vorstellungsende)

Zitat Ende

Wien/ Staatsoper
Man muss geboostert sein, um in die Staatsoper gehen zu können
Die Kulturmanager hadern mit den komplizierten Auflagen, unter denen wegen Omikron in den Ferien gespielt werden kann
Kurier.at

Ich gestehe, dass ich mich mit meinem bescheidenen Intellekt in diesen Wirrwarr von Verodnungen lange auch nicht ausgekannt habe,  langsam dämmert mir, was gemeint ist. Und dabei dämmert mir auch, dass bei der für die Staatsoper zur Entscheidungsfindung über  „2000 oder bloß 1000 Besucher“ nicht unwesentlichen Frage ein Hoppala passiert sein muss. Denn eine Verordnung wird erlassen und ist wie eine Holschuld –  der Untertan hat sich also selbst schlau zu machen. Es hat ja gewiss einen Grund, dass die anderen Bundestheater einen anderen Weg als die Staatsoper gewählt haben – vermutlich haben sie die Verordnung gelesen und verstanden.

Nun, wir werden sehen, welche Rechnung aufgeht. Im Grunde genommen braucht man mit den Bundestheaters kein Mitleid zu haben, denn deren Existenz ist im Gegensatz zu den Unternehmern in der Gastronomie wie auch in der Hotellerie sowie die zahlreicher Gewerbetriebe und sonstiger Kleinunternehmer gesichert. Dass sie trotzdem um jeden Besucher kämpfen (vor allem die Staatsoper) sei ihnen hoch angerechnet.

Ob es seitens der Regierung (Bund oder Land/ Stadt nicht zumindest rechnerisch vernünftiger gewesen wäre, unter diesen Umständen derartige Veranstaltungen zu untersagen und den Theatern keine Entscheidung abzuverlangen, steht auf einem anderen Blatt.

Gewährleistet ist jedoch, dass wohl nur jene Leute die Theater besuchen werden, für die das eine Lebensnotwendigkeit wie das Essen und das Trinken darstellt. Denen gehört ein Orden umgehängt!

Was nun die Haltung der Theaterleiter angeht, scheint denen klar geworden zu sein, welch kleine Rädchen im Getriebe sie eigentlich sind. Sie sind Abhängige. Es hat natürlich keinen Sinn, wie Rumpelstilzchen umherzuhüpfen, aber gar so devot, wie das vornehmlich der Chef der Holding war, muss man auch nicht sein. Erst schön langsam ändert sich der Ton, bislang mussten ja die Regierenden glauben, dass die Theaterleiter die Maßnahmen nicht bloss mittragen und exekutieren, sondern sogar begrüssen. Da lässt sich leicht noch eine Schippe drauflegen!

So wie der Leiter eines Wiener Privattheaters agiert hat, geht es freilich auch nicht. Zuerst krakeelen und den Starken spielen, um dann um Subventionen für die Abdeckung der Schulden einzukommen, macht erst recht abhängig. Der Mann darf in Zukunft nicht mehr ernstgenommen werden, angeblich hat er aber sowieso ein Ablaufdatum!

HEUTE IN DER WIENER STAATSOPER: PARSIFAL zum letzten Mal in dieser Saison

Georg Zeppenfeld. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Richard Wagner
Philippe Jordan, Wolfgang Koch, Georg Zeppenfeld, Brandon Jovanovich, Anja Kampe, Nikolay Sidorenko
WIENER STAATSOPER

KARTEN KAUFEN

WIEN/ Staatsoper: DON CARLO am 22.12.221

Tag zehn von Philippe Jordans Dirigiermarathon, oder: Wenn künstlerisches Tun zur täglichen Routine wird. Abwechslung schaffen die Werke: am Vortag Parsifal, an diesem Abend Don Carlo. Daß die Übung überzeugend gelingt, verdankt das Haus einmal mehr seinem Orchester und dem Chor. Nicht so sehr seinem Leiter…

Rene Pape als Filippo II. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

http://dermerker.com/index.cfm?objectid=6E4FBE7B-A304-FE84-8AE4B09A09192979

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

München/ Bayerische Staatsoper
Operette? Wer hat hier etwas von Operette gesagt?
An diesem Abend wird in der Bayerischen Staatsoper in München die „musikalische Komödie“ Giuditta aufgeführt, so zumindest beschreibt Komponist Franz Lehár sein Werk. Nein, dieses Werk wird heute nicht aufgeführt! Denn das Regieteam um Christoph Marthaler mischt Dialoge aus Ödön von Horváths Sladek oder Die Schwarze Armee und Lieder von Zeitgenossen mit Lehárs Komposition.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

OPER LEIPZIG: Radio Play »Hänsel und Gretel« from the Children’s Chorus

 

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Weihnachtshörspiele des Kinderchores

Neue Angebote im Podcast »Fermate«

Zur Weihnachtszeit läuft der Kinder- und Jugendchor der Oper Leipzig unter der Leitung von Sophie Bauer zur Hochform auf und ist wie mit Zeitumdreher von Harry Potters Freundin Hermine in vielen Produktionen gleichzeitig zu erleben. Wenn ihre erlebnisreichen Vorstellungen im Opernhaus und in der Musikalischen Komödie pandemiebedingt ausfallen müssen, bremst das die jungen Sängerinnen und Sänger schmerzhaft aus, auch wenn das zu ihrem eigenen Schutz geschieht.  Advent und Weihnachten bedeutet für sie vor allem, auf der Bühne zu spielen oder im Orchestergraben mit dem Gewandhausorchester zu musizieren. Einen kleinen Trost und große Freude bringt ihnen in diesem Winter eine neue Hörspielproduktion der bekannten Märchenoper »Hänsel und Gretel« und der Nussknacker-Geschichte. 16 Kinder aus dem Chor haben – nach einem Zoom-Coaching mit der Schauspielerin Verena Noll – die einzelnen Textpassagen eingesprochen, die anschließend mit musikalischen Tonaufnahmen aus den früheren Inszenierungen umrahmt wurden…

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 22. Letzte Ausgabe für das heurige Jahr. Wenn alles gutgeht, dann wieder im Advent 2022.
zusammengestellt von TTT

Silent Night“ by Joseph Mohr, Franz Gruber
Leontyne Price, Nicolai Gedda, Wiener Sängerknaben, Firestone Orchestra and Chorus, 1968

Price * 1927, US-amerikanischer Sopran, Gedda * 1925 † 2017, schwedischer Tenor

 

ZUM YOUTUBE-VIDEO

„The Little Drummer Boy“, Johnny Cash, 1959
*1932 † 2003, US-amerikanischer Country-Sänger, Songschreiber, US-amerikanisches Weihnachtslied, Musik/Text 1941 Katherine K. Davis

 

ZUM YOUTUBE-VIDEO

RUSE/Bulgarien: Buchpräsentation „My Wagner“

 Klassische Festspielstadt Ruse an der Donau

Universität Ruse. Foto: Klaus Billand

Für seine Verdienste für die bulgarische Kulturszene erhielt Klaus Billand ein Diplom

Empfang beim Bürgermeister. Der Rektor der Universität, Prof. Hristo Beloev, in der Mitte Dr. Klaus Billand.  Foto: Evgeni Stanimirov

Mehr darüber

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 23. Dezember 2021 
MONTE VERITÀ – DER RAUSCH DER FREIHEIT
Schweiz, Deutschland, Österreich  / 2021 
Regie: Stefan Jäger
Mit: Maresi Riegner, Max Hubacher, Philipp Hauß; Julia Jentsch u.a.

„Monte Verita“ war ein soziales und psychologisches Experiment rund um das Fin de Siècle, und da sich unter den damals ebenso mutigen wie übermütigen „Aussteigern“ auch später berühmte Namen fanden (etwa Hermann Hesse), ist das ganze Projekt im Gedächtnis geblieben. Dass die Befreiung aus einer stirkt genormten Welt damals noch nicht gelingen konnte, versteht sich. Es ist eine Station in der Geschichte der verschiedenen Kommunen-Experimente.

Der Schweizer Regisseur Stefan Jäger versucht nun ein Thema, das eigentlich nach einer ordentlichen, analytischen Dokumentation ruft, als Spielfilm plastisch zu machen, an Hand eines erfundenen Frauenschicksals. Dazu bemüht er prächtiges Jugendstilambiente und rauschende Musik, ein korrekter Historienfilm, der nicht chronologisch erzählt wird, sondern oft die Zeitebenen wechselt.

Die Stimme von Hanna Leitner (Maresi Riegner) klingt aus dem Off, sie erzählt ihren Töchtern ihr Schicksal. Als alles beginnt, ist sie 1906 eine 29jährige, großbürgerliche Ehefrau in Wien, die durchaus Interesse am Beruf ihres Gatten (Philipp Hauß), eines erfolreichen Fotografen, hätte. Das kann er allerdings nur lächerlich finden und fordert sie schroff auf, mit ihrem Leben gefälligst zufrieden zu sein. Das einzige, was er von der Frau, die bisher zwei Töchter geboren hat, noch erwartet, ist ein Sohn – dafür schickt er sie zu allen möglichen Ärzten und dubiosen Therapien…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant :
Kann mir bitte jemand das Wasser reichen? Eine kurze Geschichte der Arroganz
Arrogant ist jemand, der ohne Fragen ist, a-rogare. Jemand, der alles weiß – beziehungsweise der von sich denkt, alles zu wissen. Siegeskrankheit – wer von ihr befallen ist, bewältigt den Erfolg psychisch nicht, sondern ordnet ihn falsch ein. Erfolg steigt zu Kopf.
rundfunk.evangelisch.de

Sebastian Kurz geht als Manager in die USA
Im Februar soll es für Österreichs Ex-Kanzler losgehen: Er tritt laut Berichten einen neuen Posten im Silicon Valley an und wird ein „klassisches Managerleben“ führen. Und offenbar will er auch heiraten.
Frankfurter Allgemeine

Die Reisen nach Silicon Valley häuften sich bereits in Zeiten, in denen Für Sebastian Kurz innenpolitisch noch alles bestens war. Ob er sich damals schon einen Job gesichert hat?

Auf jeden Fall braucht man sich um ihn weiterhin keine Sorgen mehr zu machen. Auch da war der Kanzler klüger als sein Ibiza-Vize, der heute schnorren muss! Versorgen müssen wir Herrn Kurz auch nicht, also auch nicht mit vier Sekretärinnen und zwei Chauffeuren zur Bewältigung der „Rückschau-Arbeit und Publizierung des Lebenswerks, wie sich das ein Nachbarland gerade leistet.

Glückliche Fügung also! Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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