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26. DEZEMBER 2020 – Samstag/ „Stefanitag“)

26.12.2020 | Tageskommentar

STEFANITAG – 26. Dezember

Das Fest des ersten christlichen Märtyrers Stephanus (Apg 6,1–8,2 EU) am 26. Dezember ist im Osten schon im 4. Jahrhundert bezeugt und verbreitete sich zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert in der Ost- und Westkirche. Das Weihnachtsfest erhielt in der Liturgie erst später, frühestens ab dem 8. Jahrhundert, eine Oktav, in der aber die in diese Zeit fallenden Heiligenfeste, die Comites Christi (lat. „Begleiter Christi“), erhalten blieben: Stephanus, Johannes der Evangelist (27. Dezember) und die Unschuldigen Kinder (28. Dezember)

Zum Nachdenken…  (von Dr. Klaus Billand)

Dr. Klaus Billand

Obwohl schon einiges über die bedenkliche Situation vieler Künstler geschrieben worden ist, die in der Theater- und Opernszene als Freischaffende durch die Pandemie in ernste Schwierigkeiten geraten sind oder noch werden, und ohne die sich kein Festspiel machen ließe – das nur nebenbei – wird in offiziellen und offiziösen Stellungnahmen zu den Auswirkungen von Lockdowns und ähnlichen Restriktionen des öffentlichen Lebens doch beharrlich übersehen, wenn nicht gar verschwiegen, dass es eine Theater- und Opernszene  gibt…

…Die Pandemie hat also schlagend offenbart, wie die Elite hierzulande den Kultursektor politisch einschätzt, bzw. geringschätzt. Ein Signal in dieser Richtung ist wohl auch, dass zu einem Theaterbesuch – man mag es kaum glauben – demnächst ein negativer Corona-Test (s.o.) vorgelegt werden muss, sicher eine viele abschreckende Bedingung. Dabei ist die Fahrt mit der zu genau jener Zeit vollbesetzten U-Bahn zum Theater oder der Oper um ein Vielfaches ansteckungsriskanter als vor und im Theater selbst sowie danach. Man fragt sich, warum man nicht an das Experiment der Salzburger Festspiele 2020 denkt, die bei fast 50-prozentiger Auslastung der Sitze in fast allen Veranstaltungen keinen einzigen Ansteckungsfall hatten, dies zu Recht als großen Erfolg herausstellten und nun in diesem Sinne auch schon ihren Spielplan 2021 vorgelegt haben. Das ist doch Evidenz genug! Oder?! Und dazu noch im eigenen Land. Oder traut man den „normalen“ (Abo)-Theater/Opernbesuchern weniger Disziplin zu als den Festspielgästen? Beide sind das disziplinierteste Publikum überhaupt, das man sich vorstellen und wünschen kann.

Die Gründe für solche Entscheidungen mögen vielfältig sein, nachzuvollziehen sind sie indes nicht, auch kaum zu verstehen und zu vermitteln…

Den gesamten Artikel finden Sie in unserem Feuilleton/ Themen zur Kultur sowie in unseren heutigen „Infos des Tages“…

Spontaner Einwurf aus der Leserschaft (W.B.):

So Recht Herr Billand generell hat, die Klage wird nicht nur schon seit einem dreiviertel Jahr angestimmt, sondern er hat auch ein paar nicht zu vernachlässigende Lapsi im Text:

  • Das Neujahrskonzert derart hoch zu hängen, spricht nicht für den Autor! Dass es gut vermarktet wird, ist eine andere Sache und wohl der entscheidende Grund, dass es – ohne Publikum – dennoch stattfindet.
  • Der Karlsplatz hat eine enorme Dichte an Kultureinrichtungen und architektonischen Highlights zu bieten, da ist die Oper (am Ring) nur ein Teil(chen). In Paris befindet sich im Umfeld der Station nichts von Bedeutung, als die Oper.
  • Nicht nur Bulgarien, auch Spanien und Dänemark sind mutiger als die meisten anderen europäischen Staaten. Ob da Kulturbewusstsein oder „Brot und Spiele“Denken dahintersteht, wage ich nicht zu sagen. (Anm.d.Red.: Dr. Billand hat Bulgarien deshalb eigens erwähnt, weil er mit dem zuständigen Minister ein langes Interview geführt hat)
  • Das sogenannte Beispiel der Salzburger Festspiele ist total veraltet. Danach hat die WSO mit bis zu 1250 Zuschauern gespielt und die Vorschau auf 2021 ist reine PR mit ungewissem Hintergrund (Man erinnere sich an die Haltung bei der Mozartwoche….)

ORF-MEDIATHEK (25.12. ) FEIER ABEND – MEHR ALS EIN KONZERT

Untenstehenden Link anklicken

ZUM ORF-BEITRAG (Mediathek)

Bereits Sonntag (morgen) früh: operklosterneuburg’s Neuproduktion  exklusiv in ORF III (Sonntag um 8,50 h)

Erlebnis Bühne Matinee Sonntag, 27.12.2020, 08.50 Uhr

OHRENSCHMAUS IM OPERNHAUS – TONY MAKKARONI KOCHT DIE SCHÖNSTEN OPERNARIEN

Tenor (Clemens Kerschbaumer), Tony Makkaroni (Andy Hallwaxx), Sopran (Florina Ilie), Mulinexa (Isabella Campestrini), operklosterneuburg 2020. © Roland Ferrigato

Flott, beschwingt, unterhaltsam – in dieser musikalischen Opernkochshow rund um den berühmten Chefkoch Tony Makkaroni und seiner Küchenfee  stehen jede Menge Spaß, Heiterkeit sowie ein Geheimrezept von Tony’s Oma im Mittelpunkt.

Eine Wundersuppe, die Tony in seinem italienischen Restaurant kocht, verleiht Opernsänger*innen eine noch schönere Stimme.
Viele Sänger*innen besuchen deshalb sein Restaurant. Wenn da nur nicht die junge ungestüme Küchenfee dazwischenfunken würde…

Freuen Sie sich auf Heiterkeit und Ablenkung in Tagen des Lockdowns. Geniessen Sie diesen Opernspaß gemütlich daheim mit Ihrer Familie.
Ein Best-of der schönsten Opernarien inkludiert!

SONNTAG, 27.12.2020 – 08.50 Uhr – ORF III

Kultur 2020: Das Jahr der Absagen – was kommt 2021?
Frankfurter Rundschau

Baden-Baden
Zu Silvester und Neujahr
Festspielhaus Baden-Baden bleibt trotz Corona-Zwangspause im Fernsehen präsent
https://bnn.de/nachrichten/kultur/festspielhaus-baden

Konzert in Notre-Dame an Heiligabend – zum ersten Mal seit dem Brand 2019

Ein ungewöhnliches Weihnachtskonzert in der beschädigten Kathedrale Notre-Dame. (MSNDP / Musique Sacree à Notre-Da)

Für 20 Sängerinnen und Sänger war es der erste Auftritt in dem Gotteshaus seit dem verheerenden Brand im April 2019. Beteiligt waren auch zwei Solisten und ein Organist. Die Kirche ist weiterhin für Publikum geschlossen. Das Konzert wurde im TV-Sender France 2 ausgestrahlt…

Deutschlandfunk.de

Österreich
Dirigent Danzmayr beim Haydn-Festival 2021
Beim großen Festival mit dem musikalischen Erbe der Brüder Michael und Joseph Haydn wird kommendes Jahr in Niederösterreich auch der Salzburger Komponist, Dirigent, Musikwissenschafter und Journalist Wolfgang Danzmayr beteiligt sein – mit der Salzburger Hofmusik.
https://salzburg.orf.at/stories/3082118/

„Mein Ego ist das Irrelevanteste, was es überhaupt gibt!“
Interview Stefan Vladar (Teil 1)
Der gebürtige Wiener Stefan Vladar ist seit der Spielzeit 2019/20 Generalmusikdirektor, mit der Spielzeit 2020/21 zudem Operndirektor am Theater Lübeck. Eigentlich ist Vladar Pianist; die Liste der Dirigenten, mit denen er zusammengearbeitet hat, liest sich wie ein Who-is-who der großen Orchesterleiter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Klassik-begeistert

Wuppertal
Patrick Hahn: Ganz bestimmt kein Dirigenten-Despot
Wuppertaler Rundschau

GRÜSSE AUS LEIPZIG

ZUM YOUTUBE-LINK (31 Minuten)

Der Link ist zwar aus 2003 (!), beleuchtet aber die Kulturproblematik, wie wir sie heute erkennen

Der jüngste Online.Merker.Fan, Emma Koromilas (3) in Griechenland, feiert Weihnachten im Kreis der Familie

Emma mit Oma Lena und Mutter Liana. Foto: privat

Emma und der Weihnachtsbaum. Foto: privat

WEIHNACHTEN MIT DEN REDAKTEURS-ENKELN IN MAUERBACH (etwas weniger Prinzessin und (schon gar kein) Prinz!

(in einer Wiener Mietwohnung wären wir schon längst rausgeflogen – aber selbst den Mietern in meinem eigenen Haus sind diese Kinder nicht zuzumuten). Also bleibt die „Klause“ im Wienerwald)

Rafael (6) und Leonie-Marie (2) Cupak . Foto: Renate Cupak

Leonie-Marie packt aus! Foto: Renate Cupak


Etwas extravagant: Leonie-Marie Cupak am Christtag

WEIHNACHTEN IN SÜDAFRIKA. Barbara Zeininger schickt Grüße an die Online-Merker

Unsere Fotografin Barbara Zeininger feiert Weihnachten bei Freunden in Südafrika.

Unzählige Weihnachtsbäume stehen zu Verfügung – den Baumschmuck muss man sich halt dazudenken!

Ein Vorteil: In dieser Gegend spielt Corona eine untergeordnete Rolle.

Europäische Union/ GB
Brexit-Deal: Der Lohn der Angst
Großbritannien und die EU einigen sich auf den härtesten aller harten Brexits. Aber ein No-Deal wäre noch teurer gewesen.
Die Presse

Die 10 wichtigsten Fragen zum Brexit-Deal
Personenfreizügigkeit endet. Weiter enge Zusammenarbeit im Bereich Polizei und Justiz.
Kurier

Mit einem Polit-Blog täte ich mich in Zeiten wie diesen viel leichter, da herrscht Hochsaison. Über den Brexit mögen jene Kluges schreiben, die den Vertrag punktgenau kennen (derzeit also wohl niemand). Mein noch halbwegs gesund gebliebener Menschenverstand sagt mir, dass es viele Jahren dauern wird, bis der Profiteur aus dieser Vereinbarung feststeht. Ob ich das noch erlebe, ist mehr als ungewiss!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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