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26. DEZEMBER 2019 – zweiter Weihnachtsfeiertag/ Stephanitag

26.12.2019 | Tageskommentar


Auch Jonas Kaufmann wünscht seinen Fans „wonderful holidays“

Peter Schreier gestorben
Mit seiner Kunst hat er Musikliebhaber auf der ganzen Welt begeistert. Nach dem Abschied von der Opernbühne hat sich Peter Schreier ganz dem Lied gewidmet und dem Dirigieren.
https://www.gmx.net/magazine/unterhaltung/kultur/opernsaenger-peter-schreier-gestorben-34299088

SEMPEROPER DRESDEN: BEIDE SILVESTERKONZERTE NOCH NICHT AUSVERKAUFT!
»Dein ist mein ganzes Herz«

»Operette wird erst richtig gut, wenn sie auf einem hohen Niveau musiziert wird«, so Christian Thielemann, der gemeinsam mit der Staatskapelle das Jahr 2019 beschwingt beendet. Franz Lehárs Operettenklassiker »Das Land des Lächelns« ist mit seiner Mischung aus wienerischem Charme und Chinoiserie ein Garant für Schmelz und Witz. Freuen Sie sich auf hochkarätige Solistinnen und Solisten bei diesem festlichen Jahresausklang!

Christian Thielemann Dirigent


Jane Archibald Lisa


Pavol Breslik Prinz Sou-Chong
Erin Morley Mi
Sebastian Kohlhepp Graf Gustav von Pottenstein

30.12. um 19 h  KARTEN

31.12. um 17,15 h KARTEN

Sendetermin: 31. Dezember 2019, ab 17.25 Uhr live im ZDF

https://www.staatskapelle-dresden.de/konzerte/sonderkonzerte/1920/silvesterkonzert-der-staatskapelle-dresden/

Wien/ Staatsoper
Bestellung von Bohuslav: Personalberater soll aus Findungsprozess ausgestiegen sein
Die Bestellung der niederösterreichischen ÖVP-Landesrätin Petra Bohuslav wird weiter kritisiert. Die SPÖ hat nun eine parlamentarische Anfrage eingebracht
Der Standard

Auszug aus dem „Standard“: Die am Freitag via Aussendung von Kulturminister Alexander Schallenberg mitgeteilte Bestellung der niederösterreichischen Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) zur kaufmännischen Geschäftsführerin der Staatsoper stößt auf Kritik: Neos-Kultursprecher Sepp Schellhorn bezweifelte deren Qualifikation ebenso wie der frühere Staatsopern-Direktor Ioan Holender.

Kritisiert wird, dass Frau Bohuslav keine Theatererfahrung hat. Auf die Gefahr hin, dass es fad wird, stelle ich nochmals die Theatererfahrung des künftigen Direktors Roscic in den Raum. Ich gehe davon aus, dass diese in der Intendantenausschreibung auch gefordert wurde.  Als Roscic vom damaligen SPÖ-Minister Drozda designiert wurde, haben sich zwar viele  gewundert, aber heftige Proteste waren nicht vernehmbar. Ich denke, dass die operninteressierte Öffentlichkeit froh war, dass niemand anderer – etwa ein Regietheater-Guru – auf diesen Sessel gesetzt wurde.  Hat man vorausschauend darauf gebaut, dass etwa eine Theaterfachfrau (Frauen wurden in der Ausschreibung ausdrücklich zur Bewerbung ermuntert, was für die sich bewerbenden Männer die Sache sowieso aussichtlos gemacht hat) „den Laden für Roscic schupft“?

Angeblich tummeln sich in der Staatsoper so viele Berater wie nie zuvor, wir scheinen es in der Zukunft mit keinem Direktor sondern mit einer Opernregierung zu tun zu bekommen – mit einer Art „Opernkanzler“ an der Spitze. Auch in einer Regierung ist der Finanzminister der zweitwichtigste Job, ohne den geht gleich gar nichts. Für die Finanzen braucht man richtige Fachleute, im konkreten Fall ist es unerheblich, ob Frau Bohuslav mit den meisten Künstlern verhabert oder Bestandteil der „Seitenblicke“ ist, Opernzitate aus dem Ärmel schüttelt oder den Nachweis erbringt, dreimal in „Die Weiden“ zwecks politischer Läuterung gegangen zu sein.

Ich verstehe daher die Aufregung der Drozda-Partei überhaupt nicht. Was sagen die „Grünen“ dazu? Im derzeitigen Verhandlungspoker natürlich gar nichts (jedes Wort wäre eines zuviel), dabei erben voraussichtlich die „Grünen“ die Kulturkompetenzen. Ob der Herr Kogler der Wunschkandidat der Künstler und derer, die sich für Künstler halten ist, wage ich zu bezweifeln. Auffällig im Theaterbetrieb wurde Herr Kogler bisher noch nicht, womit das Trio der drei theaterfernen Musketiere perfekt wäre! Dazu wäre auch noch anzumerken, dass auch der mit der vorigen Regierung abgelöste „Kulturkaiser“ Blümel ebenso wie „His Master’s voice“ vor ihrer Regierungszeit um die Oper einen großen Bogen gemacht haben!

Eine Frage zum „Standard“-Artikel: Wer hinterfragt eigentlich die Qualifikation des Herrn Sepp Schellhorn, über die Qualifikation anderer zu urteilen. Wo es im TV ein Thema zu diskutieren gilt, Herr Schellhorn ist zur Stelle!

Aber warten wir ab, enttäuscht können wir nicht werden, nur positiv überrascht. Abgesehen davon können wir ohnedies nichts mehr ändern!

Einwurf von Heinrich Schramm-Schiessl: Noch eine Kleinigkeit dazu: Ich finde es fast drollig, daß ihr der Herr Holender vorwirft keine Erfahrung in der Führung eines Theaters zu haben. Wo war denn seine Erfahrung, als er zuerst Generalsekretär und dann Staatsoperndirektor wurde. Er war Sängeragent, aber in dieser Position muss man nicht zwangsläufig eine Ahnung davon haben, wie ein Theater im Alltagsbetrieb funktioniert.

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 26. DEZEMBER 2019 – 1. JÄNNER 2020

Bildergebnis für radio

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

28.12. WOZZECK (Live aus New York) MET-Stream-1.55 Uhr
LA CENERENTOLA (aus Amsterdam, Aufnahme v. 3.12.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
TOSCA (aus Mailand, Aufnahme v. 7.12.) RNE Classioca Madrid-19 Uhr
DER TEUFEL AUF ERDEN (aus Chemnitz, Aufnahme v. 4.6.) ORF Ö1-19.30 Uhr
DEATH IN VENICE (aus London, Aufnahme v. 3.12.) BBC 3-19.30 Uhr
THE SNOW QUEEN (Live aus München) Bayern 4, Deutschlandradio-19.30 Uhr
PAGLIACCI-NOI,DUE,QUATTRO (aus Florenz,Aufnahme v. 13.9.) RAI 3-20 Uhr
DER TEUFEL AUF ERDEN (aus Chemnitz, Aufnahme v. 4.6.) HR 2-20.04 Uhr
29.12. AMARE E FINGERE (aus Herne, Aufnahme v. 9.11.2018) WDR 3-20.04 Uhr
31.12. DREI MÄNNER IM SCHNEE (aus München, Aufnahme v. 31.1.) Deutschlandradio- 20.10 Uhr
NEUJAHRSGALA MIT ANNA NETREBKO (Live aus New York) MET-Stream, 23.30 Uhr

Bemerkenswert: BR-Klassik übertrug erstmals keine Premiere aus der Bayerischen Staatsoper, sondern unter starker Konkurrenzierung die dritte Aufführung „The Snow-Queen“. Wollte man die Publikumsreaktion bei der Premiere abwarten?

LONDON/ Royal Opera House: LA TRAVIATA


Simon Keenlyside, Liparet Avetisyan. Foto: Catherine Ashmore

London
Royal Opera House 2019-20 Review: La Traviata
https://operawire.com/royal-opera-house-2019-20-review-la-traviata/

Sommereggers Klassikwelt 15 / 2019: Ein Autounfall im Grunewald: Das Ende der großen Sängerin Johanna Gadski
Für die älteste der drei Frauen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Die 59-jährige Johanna Tauscher starb und erst danach wurde klar, um wen es sich handelte. Johanna, 1872 in Anklam geboren, war unter ihrem Mädchennamen Gadski ein Star der Internationalen Opernszene.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
https://klassik-begeistert.de/sommereggers-klassikwelt-15-2019-klassik

Buchbesprechung: Walter Obermaier (Hg.): ORPHEUS IN DER UNTERWELT
Text und Aufführung unter Mitwirkung Johann Nestroys
216 Seiten, Lehner Verlag in der Reihe „Quodlibet“, Band 13, 2019


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Es gibt viele berühmte Abbildungen von Johann Nestroy in seinen Bühnenrollen. Eine der letzten, die auch zu den bekanntesten zählt, zeigt ihn „geflügelt“ (Jupiter als Fliege) in Offenbach „Orpheus in der Unterwelt“. Die Operetten des Franzosen haben in seiner späten Lebensphase eine große Rolle für ihn gespielt. Bisher meinte man, dass ihn das nur als Direktor des Carl-Theaters und als Darsteller betraf. Aber Walter Obermaier, der eine gewaltige Rolle bei der Erstellung der Historisch-Kritischen Ausgabe von Nestroys Werken spielte, ist der Sache nun näher nachgegangen….

Mischa Meier: GESCHICHTE DER VÖLKERWANDERUNG
Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus
1536 Seiten, Verlag C.H.Beck, 2019


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Unverkennbar das Paar, das am Titelbild dieses Buches reitet – die blonde Dame und der exotisch-dunkle Krieger, jedermann erkennt Krimhild und Etzel. Etzel, wie das Nibelungenlied Attila nannte, den König der Hunnen. Der Österreicher Egger-Lienz hat sie so eindrucksvoll-kantig gemalt. Und die Hunnenstürme sind es, die man mit dem Begriff „Völkerwanderung“ untrennbar verbindet…

Filme der Woche:


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Wenn alle, wirklich alle übereinstimmen, es mit der filmischen Katastrophe des Jahres zu tun zu haben (keine Gegenstimme, kein gutes Wort) – ja, dann können die Produzenten nur hoffen, dass wenigstens einige Leute ins Kino gehen, weil sie es nicht glauben können: „Das kann doch nicht wahr sein.“

Aber es ist wahr: Die „Cats“ des Andrew Lloyd Webber wurden auf der Kinoleinwand gekillt, durch Unverstand, künstlerische (?) Gefühllosigkeit, durch digitale Machenschaften. Am Ende geht man schaudernd-kopfschüttelnd davon und fragt sich: Was war das? Man weiß, wovon man redet, von dem Erfolgsmusical schlechthin.

Das war damals, 1981, gar nicht so selbstverständlich, schließlich hatte Andrew Lloyd Webber hochwertige Lyrik von T. S. Eliot („Old Possums Katzenbuch“) vertont, das ist ja nicht unbedingt Musical-Futter. Und eigentlich ist es „nur“ eine Nummernrevue – aber die einzelnen Persönlichkeiten kamen so plastisch heraus, die Musik war hochwertig, Gesang und Tanz entwickelte eine solche Kraft, und schließlich war der optische Effekt der singenden, swingenden, turnenden Katzenviecher (der Tänzer/Schauspieler/Sängern in witzigen Fellkostümen alles abverlangte) einfach unwiderstehlich. Eine wilde Show. Eine schöne Sache. Ein Welterfolg. Im Theater an der Wien füllte der damalige Direktor Peter Weck (nicht zuletzt mit Hilfe von Reisebürobussen, aber doch) ab 1983 das Haus neun Jahre lang…

Streiks über Weihnachten: Der Verkehr in Paris steht still
Am 24. Dezember wurde der Nahverkehr von Paris in die Vorstädte komplett eingestellt. Viele Menschen konnten nicht zu ihren Familien fahren. Am Weihnachtstag kam der öffentliche Verkehr fast zur Gänze zum Erliegen.
Die Presse

Christliche Symbolik. Von Thunberg bis Kurz: Der Mythos vom himmlischen Kind
Weihnachten erzählt auf symbolischer Ebene vom Erwachsen bedeutender Kinder. Wie verträgt sich das Privileg der hohen Geburt mit der Demokratie?
Der Standard

Genießen Sie einen schönen Feiertag. Verwandtenbesuche? Müssen wohl auch sein. Restaurantbesuch mit Kleinkindern? Das steht mir heute bevor! Hoffentlich fliegen wir nicht hochkant raus!

A.C.

 

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