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25. OKTOBER 2021- Montag

25.10.2021 | Tageskommentar

HEUTE WORLD OPERA DAY

Das Programm zum World Opera Day am 25. Oktober 2021
10:00 MEZ – New National Theatre Tokyo
12:00 MEZ – Opéra Comique Paris
14:00 MEZ – Royal Opera House Covent Garden
16:00 MEZ – Staatsoper Hannover
18:00 MEZ – Dutch National Opera
20:00 MEZ – Polish National Opera
22:00 MEZ – Teatro dell’Opera di Roma/Festival Verdi Parma
 https://operavision.eu/de/bibliothek/feuilleton/world-opera-day-2021

Ausführlicher in den „Infos des Tages“

Die Operalia-Gewinner

🏆 First Prize

Ivan Ayon-Rivas, tenor, Peru
Victoria Karkacheva, mezzo-soprano, Russia

 

ZU INSTAGRAM

München
Eisig, unerbittlich, konsequent humorfrei: Schostakowitschs „Die Nase“ an der Bayerischen Staatsoper
Mit schwerer Kost hat Serge Dorny seine Intendanz an der Münchner Staatsoper begonnen. Kirill Serebrennikov inszenierte Schostakowitschs „Die Nase“ unerbittlich aus der Ferne, Vladimir Jurowski schaffte unheimliche musikalische Nähe. Ein fordernder, lohnender Abend.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Wiener Staatsoper: Maria José Siri und Saioa Hernández als Abigaille

 

Anstelle von Anna Netrebko, die wegen einer dringend nötigen Schulteroperation ihre geplanten Auftritte absagen musste (Presseaussendung mit Statement vom 19. Oktober hier), werden in der Vorstellungsserie von Nabucco Maria José Siri (1. und 6. November) und Saioa Hernández (9. und 12. November) die Abigaille verkörpern. Maria José Siri war an der Wiener Staatsoper bereits als Tosca, Maddalena (Andrea Chénier), Leonora (Il trovatore) und Cio-Cio-San (Madama Butterfly) zu erleben; Saioa Hernández gibt nun mit Nabucco ihr Hausdebüt bereits vor ihrem geplanten ersten Auftritt in der Noche Española mit Plácido Domingo am 15. November.

Wien/ Staatsoper: Gelungene Wiederaufnahme für „Adriana Lecouvreur“- am 22.10.2021

An der Wiener Staatsoper funkelt wieder die Eifersucht zwischen Mezzo und Sopran, wenn es um die Liebe des schönen Maurizio geht. In der insgesamt erst elften Aufführung von „Adriana Lecouvreur“ im Haus am Ring gab Elina Garanča ihr internationales Rollendebüt als Prinzessin von Bouillon.

Elina Garanča bei ihrem internationales Rollendebüt als Prinzessin von Bouillon.Foto: Michael Pöhn

Die Prinzessin legt am Beginn des zweiten Aktes ihr intensives Gefühlsleben offen, voller Liebeserwartung und -pein. Elina Garanča gelang ein mitreißendes Rollenporträt, sie fegte stürmisch los und hatte gleich den Handlungsfaden in der Hand. Stimmlich schöpfte sie aus dem Vollem, malte mit leuchtkräftigem Mezzo das Schicksal dieser Bühnenfigur

http://www.operinwien.at/werkverz/cilea/alecov3.htm

Wiener Staatsoper: Tödliches Duell bei „Adriana Lecouvreur“
Der Standard.at

„Adriana Lecouvreur“: Liebe, Macht und Leidenschaften sowie ein Rollendebüt nach Maß (Bezahlartikel)
Kurier.at

Giuseppe Verdi: Il trovatore • Opernhaus Zürich • Premiere: 24.10.2021

 The english troubadour

Der Einstand des neuen Zürcher GMD Gianandrea Noseda ist mit einer grossartigen Produktion von Verdis «Il trovatore» bestens gelungen. Die musikalische Umsetzung ist gleichermassen überzeugend wie die szenische Seite gelungen.

Foto © Monika Rittershaus

Die junge englische Regisseurin Adele Thomas hat ihre Hausaufgaben gemacht, und, das zeigt die Inszenierung ganz deutlich, nimmt Verdis Dramma lirico ernst. Die Inszenierung spielt zu Beginn des 15. Jahrhunderts; Annemarie Woods (Ausstattung) hat ihr dazu herrliche, von Hieronymus Bosch inspirierte Kostüme geschaffen. Für manchen sind sie, obwohl keinesfalls unästhetisch, wie die Reaktion des Publikums zeigt, gewöhnungsbedürftig. Dass Graf Luna rosa trägt, ist wohl der Herkunft der Regisseurin aus dem englischen Kulturkreis zuzuschreiben. [Man erinnere sich an die Krawatten des abgetretenen Speaker des britischen House of Commons.] Als Einheitsbühnenbild dient Thomas eine hohe sich quer über die Bühne nach hinten erstreckende Treppe, die ihr immer wieder die Bildung von Tableaux vivants (zum Beispiel für Ferrandos Erzählung zu Beginn der Oper) oder spektakuläre Auftritte (mit Speeren bewaffnete, breite Reihe von Choristen, die kommen, um Manrico bei der Befreiung Azucenas zu unterstützen) ermöglicht. Richtig «englisch» wird es dann, wenn Ferrando am Schluss mit dem Kopf des enthaupteten Manrico erscheint. Neben dem Vorhang gibt es noch das sich über die ganze Breite der Bühne erstreckende Maul einer Bestie (Löwe? Wolf?), das den mit «Mi vendica» beschrifteten Rahmen am Portal schliesst…

Zum Premierenbericht von Jan Krobot

10 JAHRE ORF 3 – Am Nationalfeiertag bestimmen Sie einen Teil des Programms

Abstimmung bis heute 12 h möglich

Die Abstimmung läuft ab 15. Oktober zehn Tage lang unter tv.orf.at/orf3. Votingschluss ist Montag, 25. Oktober, 12.00 Uhr.

„ORF III Sternstunde“ – Klassik:
„Aus dem Belvedere: Das große Klassik-Open-Air“
„Elīna Garanča – Klassik unter Sternen 2019“
„André Hellers Hauskonzerte: Günther Groissböck“
Wenn geht, dann bitte kein Dirndlkonzert!

Nachwuchs-Förderprogramm der Oper Leipzig startet zum Weltoperntag am 25. Oktober 2021
„Oper intensiv – Die Booster Edition“ bereitet fünf Studierende auf den Arbeitsmarkt vor

In einem zweiwöchigen Intensivtraining fördert die Oper Leipzig gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig« (HMT) zum ersten Mal fünf Gesangsstudierende der HMT Leipzig: Das Pilotprojekt „Oper intensiv – Die Booster Edition“ unterstützt die jungen Sängerinnen und Sänger auf dem Weg in die Professionalität und soll ermöglichen, den Alltag in einem Opernbetrieb kennenzulernen und sich realistischen Berufsanforderungen zu stellen…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Regensburg
Außenseiter in Lederkluft: Jules Massenets „Werther“ am Theater Regensburg
Neue Musikzeitung/nmz.de

Giovanna d’Arco at Opera di Roma
The Opera di Roma opens its fall season this week with Giuseppe Verdi’s rarely-performed early work, Giovanna d’Arco.
https://operatoday.com/2021/10/giovanna-darco-at-opera-di-roma/

San Francisco: Fidelio in San Francisco
A superb cast, a fine production, inspired conducting, classy orchestra and a classy chorus, a wired audience — it was Fidelio last night at the War Memorial Opera House.
https://operatoday.com/2021/10/fidelio-in-san-francisco/

Los Angeles
Kaufmann thrills Los Angeles
„When Jonas Kaufmann performs in a 500-seat venue in that town, you practically stampede toward the hall. The packed crowd at The Broad Stage in Santa Monica seemed to be in the know, squeezing shoulder-to-shoulder in the intimate venue.“
http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=14764

Johannesburg/ Südafrika: SI OP concert for Mimi Coertse 24.10.2021 review for  DNM

 

Frau Kammersaengerin Mimi Coertse, die dieses Jahr in grosser geistiger wie koerperlicher Frische ihren 89. Geburtstag feierte, wurde von Ihren Freunden und jungen und juengeren suedafrikanischen Saengern mit einem Konzert in Johannesburg geehrt.

Mimi Coertse war besonders mit Wien verbunden und brillierte in – wenn ich richtig zaehlte – 57 grossen Rollen der Oper, Operette und Oratorien und feierte gerade in Wien Ihre groessten Triumphe. Nach Ihrer jahrzehntelangen, legendaeren Karriere   war Sie besonders im Rahmen des “Black Tie ‘ensemble  bemueht, junge suedafrikanische Saenger zu entdecken und zu foerdern. Die Vielfalt junger Talente in Suedafrika ist auch Ihr zu verdanken.

Heute im ORF/ KulturmontagDanach in memoriam: „Bernard Haitink: Der geheimnisvolle Maestro“

Wien (OTS) – Von Rekorden und Morden in Oslos Fjorden: Aus Norwegens Hauptstadt meldet sich eine von Clarissa Stadler präsentierte Spezialausgabe des „kulturMontag“ am 25. Oktober 2021 um 23.10 Uhr in ORF 2. Die Sendung begibt sich anlässlich der Eröffnung des imposanten neuen Munch-Museums – das weltweit größte Museum, das einem einzigen Künstler gewidmet ist – auf Lokalaugenschein im hohen Norden. Im Land der Fjorde, Elche, Trolle und Dichter wird mit Kulturbauten wie diesem oder auch umweltbewussten Stadterneuerungsprojekten, die die gesamte Küstenlinie Oslos verändern, nicht gespart. Mitten in dieser mythenumrankten Synthese zwischen Natur und Kultur entstehen die Bestseller-Krimis von Jo Nesbø. Ihn hat Clarissa Stadler zum Interview im privaten Rahmen getroffen. Anschließend an das Magazin erinnert der ORF mit dem Porträt „Bernard Haitink: Der geheimnisvolle Maestro“ an den am 21. Oktober verstorbenen Dirigenten.

Stuttgart/ Ballett: ONEGIN – Wiederaufnahme

Sympathisches Paar: Jessica Fyfe (Olga) und Adhonay Soares Da Silva (Lenski). Foto: Stuttgarter Ballett

Endlich wieder ein Handlungsballett – nach eindreiviertel Jahren Pandemie bedingter Pause konnte mit der soundsovielten Neueinstudierung von Crankos genialem Puschkin-Klassiker uneingeschränkte Normalität auf der Bühne und im Orchestergraben einkehren…

Zum Bericht von Udo Klebes

Hamburg: Ein Freude und Lebenslust hinterlassendes Ereignis: John Neumeiers Bernstein Dances beim Hamburg Ballett
ber nicht nur die Protagonisten glänzen in dieser vor Tanz überquellenden Ballettrevue, auch aus der zweiten Reihe kommt Beeindruckendes.
Klassik-begeistert.de

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT – RIDERS OF JUSTICE
Retfærdighedens ryttere  /  Dänemark  /  2020 
Drehbuch und Regie: Anders Thomas Jensen
Mit:  Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Andrea Heick Gadeberg, Lars Brygmann, Nicolas Bro u.a.

Eben erst hat eine Männergruppe mit Mads Mikkelsen im Zentrum in „Durst“ versucht, sich aus der Verzweiflung des Alltags wegzusaufen. Und schon ist da wieder ein dänischer Film, der weltweit Aufsehen erregt – wieder mit Mikkelsen und drei Männern rund um ihn. Das Thema ist anders, nicht minder verzweifelt, aber was Regisseur Anders Thomas Jensen als sein eigener Autor hier liefert, ist ein heikles Balancestück, ein Mix aus Rachefilm und Nerd-Komödie. Tragisch und immer wieder wirklich lustig.

Ziemlich zu Beginn sieht man die  Tragödie, eine Bombe in der U-Bahn von Kopenhagen, eine Frau stirbt, ihre Tochter überlebt gerade noch mit Schock, und der arbeitslos gewordene Mathematiker Otto, der der Frau seinen Platz angeboten hat, fühlt sich schuldig, dass sie deshalb tot ist und nicht er. Nun blättert Jensen zwei Welten auf. Die eine ist jene von Markus, dem Ehemann der Toten, der aus dem Afghanistan-Krieg heimkehrt. Mads Mikkelsen sieht mit weißem Vollbart und leerem, harten Gesicht ganz seltsam und anders aus, als man ihn kennt. Er soll nun, wozu er von seiner Mentalität her nicht wirklich geboren ist, seine Tochter (Andrea Heick Gadeberg) trösten, was er zumindest gelegentlich versucht, und im übrigen greift er zum Alkohol. Trauerarbeit der eigenen Art (oder die Vermeidung einer solchen)…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Mindestens 16 Tote nach Gefechten in Afghanistan: Gefechte zwischen Taliban-Sicherheitskräften und einer Gruppe Bewaffneter haben mindestens 16 Menschenleben gefordert. Die Leichen von sieben Kindern, drei Frauen und sechs Männern wurden am Sonntag in der westafghanischen Stadt Herat in ein Spital gebracht.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Guatemala ruft Ausnahmezustand für Konfliktregion aus: Präsident Alejandro Giammattei hat nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei wegen eines Minenprojekts den Ausnahmezustand in dem Department Izabal ausgerufen. Die Massnahme gilt für 30 Tage und beinhaltet unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre sowie ein Versammlungsverbot. Zum Bericht
  • Burundi beginnt als eines der letzten Länder mit Covid-19-Impfungen: Damit verbleiben weltweit nur zwei Länder, in denen die Regierung weiterhin gänzlich auf ein Covid-19-Impfprogramm für die Bevölkerung verzichten: Eritrea und Nordkorea. Wie in Burundi liegt das nicht an der Knappheit der verfügbaren Impfstoffe, sondern primär am politischen Willen.
    Zum Bericht
  • Real Madrid siegt dank David Alaba im Clásico: Der neu verpflichtete Real-Innenverteidiger Alaba krönt sich zum Matchwinner im Duell mit dem FC Barcelona. Das Camp Nou ist nach anderthalb Pandemiejahren zum ersten Mal wieder voll: 86 422 Menschen kamen ins Stadion in Barcelona.
    Zum Bericht
  • Max Verstappen gewinnt in den USA vor Lewis Hamilton: Der Niederländer siegte im Red Bull vor Lewis Hamilton im Mercedes. Es war sein erster Sieg beim Grand Prix der USA. Dank seiner Premiere in Austin verdoppelte Verstappen den Vorsprung als Führender in der WM-Wertung auf den zweitplatzierten Briten auf zwölf Punkte.
    Zu den wichtigsten Sportmeldungen

Der türkische Präsident Erdogan provoziert eine neue Krise mit dem Westen

Das ist passiert: Nach Monaten der Wiederannäherung an den Westen hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan unvermittelt eine neue Krise ausgelöst. Am Samstag kündigte er an, die Botschafter der USA, Deutschlands, Frankreichs und sieben weiterer westlicher Länder ausweisen zu lassen. Diese hatten zuvor die fortdauernde Inhaftierung des türkischen Philanthropen Osman Kavala kritisiert. Zwar ist noch unklar, ob die Diplomaten tatsächlich ausgewiesen werden. Aber allein mit der Drohung brüskiert die Türkei einige ihrer wichtigsten Partner.
Zum Bericht

Österreich/Inseratenpolitik/Helmut Brandstätter
„Was werfts ihr ein?“ Oder: „Waßt eh,wie des is“
Die Inseratenkorruption ist keine türkise Erfindung. Aber Sebastian Kurz’ Methoden zielten darauf ab, die Kontrolle der Macht zu delegitimieren
Der Standard.at

Wiener Silvesterpfad erneut abgesagt + Über 3.600 Neuinfektionen in Ö
Lesen Sie nationale wie internationale Entwicklungen zur Corona-Pandemie in unserem Live-Ticker.
Kurier.at

Vom Opernball habe ich noch nichts gehört oder womöglich etwas überhört, aber spätestens im November müsste auch diesbezüglich eine Festlegung erfolgen. Die Absage des Silvesterpfades tut der Wiener Wirtschaft/Hotellerie sicher mehr weh als eine eventuelle Absage des Opernballs. Mir persönlich ist es egal, ich wäre weder da noch dort gewesen!

Von meiner Beobachtungswarte „Einflugschneise West“ (das Fenster, das mir das Licht für meinen Wohnungs-PC spendet) ist heute starker Flugverkehr zu vermelden. Alles scheint wie in Vor-Corona-Zeiten – aber der Schein trügt!

Ich wünsche einen schönen Tag, für die Österreicher ist es ein Fenstertag (Dienstag ist Nationalfeiertag).

A.C.

 

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