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25.MAI 2020 – Montag

25.05.2020 | Tageskommentar

Das eigentliche Problem für mich: Wo war der „First Dog“

Also, der Herr Bundespräsident und seine  Angetraute haben die Sperrstunde im „Sole“ – trotz behördlich verordneter „Corona-Sondersperrstunde“ 23 h) missachtet und haben sich dabei von der Polizei erwischen lassen.

Das ist für mich kein Skandal, sondern eigentlich beruhigend. Während wir Normalbürger  in Angst und Schrecken versetzt werden und so unseren Beschützern willigst aus der Hand fressen, wissen diese offenbar weit mehr über die tatsächliche Bedrohung und demonstrieren das auch im Kleinen Walsertal und gestern eben im „Sole“ in der Annagasse. Soll sein, auch so ein Spitzenpolitiker hat sein Privatleben, das uns nichts angehen sollte. Allerdings haben auch wir ein Privatleben, das den Politikern wurscht sein müsste – das ist es aber nicht. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen!

Liebe Leser unseres Forums, dort schlagen wir uns (zum Glück nur sinnbildlich) die Schädel ein, rücken „Corona-Beruhiger“ (jawohl, „Beruhiger“, denn keiner hat dort Corona geleugnet) in die Nähe von verantwortungslosen Massenmördern und Volksschädlingen. Diese revanchieren sich wiederum, in dem sie „Corona-Fürchter“ (ja, „Fürchter“, denn weder ich noch mein doch sehr umfangreicher Bekanntenkreis kennt ein Corona-Opfer) als Hysteriker abtun und am liebsten gleich ohne Verhör in Zwangsjacke in die Psychiatrie einweisen wollen.

Und dann das glänzende Beispiel unserer Staatsspitzen! Schaltet sich jetzt bei Ihnen etwas ein?

Für den „Italiener“ (die Bezeichnung trifft nur auf das Lokal selbst zu, denn der „Padrone“ ist ein überaus tüchtiger und angesehener Albaner) ist die Werbung unbezahlbar. Sogar Zeitungen in den USA berichten schon darüber. Der Werbewert für das „Sole“ beträgt mehrere hundertausend Euro – die Höchststrafe, die natürlich bei „Ersttätern“ nicht verhängt werden kann und darf, beträgt 30 000 Euro. Das nenne ich einen Coup.

Dabei ist gar nicht sicher, dass der Wirt überhaupt belangt werden kann, denn der Bundespräsident bestätigt, dass der Padrone die Sperrstunde eingehalten hat. Er sei eben sitzengeblieben – und wer wirft schon das Staatsoberhaupt aus dem Lokal. Tatsächlich wird die Sperrstunde so ausgelegt, dass die Gäste im Lokal bleiben dürfen: Von mir eingeholte Auskunft: Lokale können Gästen erlauben, auch nach der Sperrstunde sitzen zu bleiben, ohne Getränke oder Speisen zu servieren. Das sei dann eine „Privatfeier“. Die Polizei hat den Sachverhalt an das Wiener Magisrat weitergeleitet, das nun über eine mögliche Strafe für den Wirten entscheiden muss – bis zu 30.000 Euro sind möglich. Der Bundespräsident und seine Frau müssen keine Konsequenzen fürchten.

Wussten Sie das? Der Online-Merker bildet! Sperrstund-Schönheitsfehler: Auf dem „Präsidententisch befanden sich Getränke. Wer aber sagt, dass diese Getränke nicht bereits vor 23 h serviert wurden. Es gibt kein wohlschmeckenderes Getränk als ein warmes Bier.

Österreich
Van der Bellen nach Corona-Sperrstunde bei Italiener erwischt
Eine Polizeistreife stieß in Gastgarten auf den Bundespräsidenten und seine Frau. „Wir haben leider die Zeit übersehen“, entschuldigte er sich.
Die Presse

Liebe Forumianer, schlagt Euch also nicht den Schädel ein, es steht nicht dafür! Wir werden alle „veräppelt“.

Ja – und wo war der „First Dog“, während sich Frauchen und Herrchen vergnügt oder bloss verplaudert haben? Vermutlich allein in der Wohnung! Wenn Fotografen angesagt sind, darf der Hund natürlich ran!

Wenn ich jemals wiedergeboren werde, werde ich Hund bei mir! „First Dog“ bei van der Bellen kann mir gestohlen bleiben

Bayern: Söders Künstler-Soforthilfe: Murks und Frechheit
Die Künstlersoforthilfe des Freistaats Bayern ist ein Murks und eine Frechheit. Ein Murks, weil das Verfahren zu bürokratisch ist und die verschiedenen Hilfen sich im Weg stehen, und eine Frechheit, weil sich nach vielen warmen Worten die 3.000 Euro als Höchstbetrag herausgestellt haben.
Münchner Abendzeitung

Das kenne ich doch von irgendwo! Richtig, aus meiner Nachbarschaft. In Österreich ist es nicht anders. Almosen statt Hilfe!

Bayreuth: Festspiel-Geschäftsführer gesucht! Wird Holger von Berg nicht verlängert?
Die Bayreuther Festspiele GmbH sucht zum 1. April 2021 „eine erfahrene und engagierte Persönlichkeit als Kaufmännische Geschäftsführung (m/w/d)“.

Der Richard Wagner-Verband Bamberg meldet durch Monika Beer: Als wäre das Jahr 2020 für die Bayreuther Festspiele nicht schon schrecklich genug – Ende März musste die Absage der Festspielsaison 2020 erfolgen, dann die Meldung von der schweren Erkrankung von Festspielleiterin Katharina Wagner Ende April und Wiedereinsetzung von Heinz-Dieter Sense als drittem Geschäftsführer – folgt jetzt der nächste Paukenschlag. Der Posten des kaufmännischen Geschäftsführers soll zum 1. April 2021 neu besetzt werden. „Das kann nur bedeuten: Verwaltungsrat und Gesellschafterversammlung der Festspiel-GmbH bzw. Holger von Berg haben den Fünf-Jahres-Vertrag als Geschäftsführer nicht verlängert.“  Gesellschafter der Festspiel-GmbH sind die Bundesrepublik Deutschland  (29 %), der Freistaat Bayern (29 %), die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth (29 %) sowie die Stadt Bayreuth (13 %)…

http://rwv-bamberg.de/2020/05/festspiel-geschaeftsfuehrer-gesucht/
Was ist mit Christian Thielemann? Wird dessen Vertrag verlängert? Welchen Einfluß hat Katharina Wagner noch auf das Geschehen?
Es sieht nicht gut aus an der Metropolitan-Opera
 
 
New York
The Fall of Autumn: Live Performance Producers Are Giving Up on 2020 – The New York Times
The New York Times

CD-PRÄSENTATION MARGARITA GRITSKOVA AM DONNERSTAG BEI UNS AUSGEBUCHT
Wir können leider keine Anmeldungen mehr entgegennehmen. Margarita Gritskova und Maria Prinz haben jedoch für unsere Leser eine Videobotschaft hinterlassen
 
Margarita Gritskova, Maria Prinz. Foto: Privat
 
Der Link funktioniert, Sie müssen nur das erste Insert wegklicken!
 

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer
Derweil Ehemann Yusef seine Talk-Shows moderiert, führt Anna Netrebko durch das Wiener Ernst-Fuchs-Museum (14. Hüttelbergstraße)
 
 
 
HEUTE: Andrea Bocelli der nächste Gast in der Eyvazov Gespräche Show
 
 

Frankfurter Städtische Bühnen: Schützenswerte Wolken
Das hessische Landesamt für Denkmalpflege findet, dass das Wolkenfoyer der Theaterdoppelanlage geschützt werden sollte. Der Stadt Frankfurt passt das aber so ganz und gar nicht ins Konzept.
Frankfurter Allgemeine

Caroline Peters: „Theater ist das Gegenteil von Virtualität“
In „Womit haben wir das verdient?“ kämpft Caroline Peters mit einer zum Islam übergetretenen Teenagertochter. Ein Gespräch über Religion, ihr Leben als „Adrenalinjunkie“ und die Rolle der Buhlschaft in Zeiten von Abstandsregeln.
Die Presse

Die Frau Peters hat ihre Salzburger „Buhlschaft“ sicher. Sie gilt unter Künstlern demnach als Privilegierte!

Berlin/ Berliner Ensemble
Kultur-Neustart: Umbau ermöglicht Aufführungen
Das Berliner Ensemble hat möglicherweise das Ei des Columbus für den Spielbetrieb in der Corona-Krise gefunden.
Wiener Zeitung

Der Intendant glaubt den Stein der Weisen gefunden haben und baut den Besucherraum von 700 Sitzen auf 200 zurück.

Bravo! Was soll das? Soll das die neue Normalität sein? Das funktioniert vielleicht in seinem Theater, damit steigert er die Auslastungszahl in Prozenten (wohlgemerkt, nicht die Auslastung) gewaltig. Den Trick kennt man bereits (Sperre ganzer Ränge, der Kartenverkauf verteilt sich auf die verbleibenden und die Prozentzahl steigt). Das ist keine Lösung, ganz sicher nicht für Wien!

Wiesbaden
Mit Abstand im Theater: „Sie können die Maske jetzt abnehmen“
In Wiesbaden wollten 30 Zuschauer nach dem monatelangen Lockdown wieder Theater sehen: Wie die Bühnen unter Coronabedingungen wieder öffnen und welche Fragen sich jetzt stellen.
Frankfurter Allgemeine

Eine Krone für die Helden der Arbeit: Corona anno 1670
Weil ein Coronavirus wie eine gezackte Krone aussieht, trägt es die lateinische Bezeichnung für die Kopfbedeckung von Monarchen. Ein seltsamer Zufall will es, dass der Begriff Corona genau 350 Jahre vor dem Auftreten von Sars-CoV-2 in anderem Zusammenhang in Salzburg im wahrsten Sinn des Wortes seine Bühne hatte: Am 5. September 1670 wurde an der damaligen Universität ein Theaterstück mit dem Titel „Corona laboriosae heroum virtuti imposita“ aufgeführt.
Über ein vor 350 Jahren in Salzburg aufgeführtes lateinisches Drama – und das katholische Ordenstheater der Barockzeit.
Wiener Zeitung

ORF HEUTE: Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 25. Mai 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich zunächst den Plänen der neuen Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. Zudem ist der Direktor des Burgtheaters Martin Kušej live zu Gast im Studio und spricht über den neuen Spielplan für die nächste Saison, die neue Normalität, die Hürden und die unbändige Lust am Spielen.

Der Preis des Lockdowns – „In vier Wochen Suizide wie in einem ganzen Jahr“
Im US-TV Sender ABC warnten Mediziner vor den Folgen des Lockdowns. Ärzte und Krankenschwestern des John Muir Medical Center in Kalifornien sagten, sie hätten innerhalb von nur vier Wochen so viele Suizidversuche wie sonst in einem ganzen Jahr erlebt.
Der Stern

Lockdowns failed to alter the course of pandemic and are now destroying millions of livelihoods worldwide, JP Morgan study claims
https://www.dailymail.co.uk/news/article-8347635/Lockdowns-failed-alter-course-pandemic

Lockdown kostet viel und bringt wenig
Der Stern

Japanische Wrestlerin Hana Kimura stirbt mit 22

Die japanische Wrestlerin Hana Kimura ist tot. Das gab die japanische Wrestling-Frauenliga „World Wonder Ring Stardom“ am Samstag auf Twitter bekannt. „Es tut uns leid, euch mitzuteilen, dass unsere Hana Kimura verstorben ist“, hieß es in einer Botschaft an die Fans, die um Respekt und Geduld gebeten wurden.
Der Stern

Starten Sie gut in die Woche – und bleiben Sie gesund.

Schützen Sie sich, indem Sie in die Armbeuge niesen und husten, auch wenn der Besitzer dieser Armbeuge das gar nicht schätzt. Bleiben Sie aber konsequent!

A.C.

 

 

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