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25. MÄRZ 2022 – Freitag

25.03.2022 | Tageskommentar

HEUTE AUF „OPERA-VISION“: DER VAMPYR von Heinrich Marschner (ab 19,30 h)

Der Vampyr ist eine Große romantische Oper in zwei Akten (vier Bildern) von Heinrich Marschner. Marschner vollendete die Komposition während seines Aufenthaltes 1827/1828 in Leipzig, wo am 29. März 1828 am Stadttheater auch die Uraufführung stattfand. Das Libretto der Oper von Wilhelm August Wohlbrück basiert auf dem Schauspiel Der Vampyr oder die Todten-Braut von Heinrich Ludwig Ritter (1822), das wiederum eine Dramatisierung der Erzählung Der Vampyr von John Polidori ist. Im gleichen Jahr vertonte auch Peter Joseph von Lindpaintner diesen Stoff.

https://operavision.eu/de/bibliothek/auffuehrungen/opern/der-vampyr-staatsoper-hannover#‘

Die Handlung finden Sie in unseren „Infos des Tages“

METROPOLITAN OPERA : HEUTE „EUGEN ONEGIN“ – mit russischem Bariton

ZU INSTAGRAM mit Kurz-Video (3 Minuten)

In yesterday’s final dress rehearsal, the outstanding cast of Eugene Onegin worked to prepare for the opening of Deborah Warner’s riveting production this weekend. Baritone Igor Golovatenko headlines as the title nobleman, alongside soprano @ailynperezsoprano as the innocent Tatiana. Maestro @james.gaffigan conducts Tchaikovsky’s timeless drama.

Ailyn Perez ist „Tatjana“

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

WIENER STAATSBALLETT: HEUTE UMBESETZUNGEN (wegen Corona) BEI SCHWANENSEE

 

Am 25. März 2022 gestaltet Eno Peci die Rolle des Zauberer Rotbart statt Andrey Teterin, Elena Bottaro tanzt statt Aleksandra Liashenko eine Gefährtin des Prinzen. Eszter Ledán und Anita Manolova tanzen die kleinen Schwäne statt Ioanna Avraam und Aleksandra Liashenko. Andrés Garcia Torres übernimmt die Partie des spanischen Tänzers von Godwin Merano. Sonia Dvořák debütiert als polnische Tänzerin statt Ioanna Avraam.

Die Vorstellung ist ausverkauft, es gibt eine Warteliste!

Wiener Staatsoper: RIGOLETTO – mit Vera-Lotte Boecker als Gilda

Vera-Lotte Boecker (Gilda). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

In der zweiten Vorstellung „Rigoletto“ sang Vera-Lotte Boecker die Gilda). In der ersten Vorstellung der Seria war Gilda mit Rosa Feola besetzt.

Das Dilemma von und rund um Teodor Currentzis
Sein Erfolgsensemble Music Aeterna ist in St. Petersburg situiert und so mitten in mannigfachen Problemen
Auszug aus „Der Standard: Wegen des Ukraine-Krieges hat der griechische Dirigent Teodor Currentzis jenes Programm geändert, mit dem sein SWR Symphonieorchester gerade Europa bereist. Auch im Wiener Konzerthaus (4. 4.) wird man statt Brahms ein Werk des Ukrainers Oleksandr Shchetynsky spielen. Andere Aktivitäten des schweigsamen Currentzis jedoch wackeln. Sein Erfolgsensemble Music Aeterna ist in St. Petersburg situiert und so mitten in mannigfachen Problemen. Es wird finanziell von der VTB-Bank unterstützt, die auf der Sanktionsliste steht. Die Salzburger Festspiele grübeln noch, ob das Projekt Herzog Blaubarts Burg / De temporum fine comoedia mit Currentzis und dem Music Aeterna Choir stattfinden kann. Die Bayerische Staatsoper hingegen hat die Premiere der Oper Koma (Georg Friedrich Haas) gleich um zwei Jahre verschoben. Offiziell wegen schwer zu garantierender „anspruchsvoller Probenarbeit“.

DerStandard.at

Wien/ Konzerthaus: Von der „Sehnsucht nach Exzellenz“
Intendant Mathias Naske präsentierte seine Pläne für die kommende Saison im Wiener Konzerthaus.
WienerZeitung.at

Opulente Pläne- Programm 22/23
DerStandard.at

SALZBURGER LANDESTHEATER

 

Spielzeitheft 2022/2023 (PDF):
www.salzburger-landestheater.at >

Salzburg/ Landestheater: Wieviel wiegt die Ameise?
Landestheater / Spielzeit 2022/23
DrehpunktKultur

Opernskandal in München: Dass ein weisser Bariton schwarze Schminke trägt, führt zu wüsten Vorwürfen.
Dabei wird verkannt, worauf angespielt wird (Bezahlartikel)
NeueZürcherZeitung

Wer kannte noch vor wenigen Tagen Ronja Maltzahn? Was mich betrifft, habe ich noch nie von ihr gehört

Ronja Maltzahn. Foto: Maltzahn

Fridays for Future Hannover. Musikerin Ronja Maltzahn wegen Dreadlocks von Kundgebung ausgeladen

Ronja Maltzahn wollte bei einer Kundgebung der Fridays for Future-Ortsgruppe Hannover auftreten. Doch die Klimaaktivisten sagten der Musikerin drei Tage vor dem Auftritt wegen ihrer Frisur ab.
KleineZeitung.at

Fridays for Future lud weiße Sängerin mit Dreadlocks aus
Die Hannoveraner Ortsgruppe der Klimaschutzbewegung sagte den Auftritt von Ronja Maltzahn auf einer Demonstration ab, weil der Auftritt einer weißen Person mit Dreadlocks für die Gruppe nicht vertretbar ist
DerStandard.at

TTT: „Gutmenschen“, agitieren gegen Dreadlocks, Blackfacing, russische Identitäten
Statt selbstverständlichem Nebeneinander aller Individuen, allemal auch divergenter Herkunft, wird Inklusion und Föderalismus (verbindet Vielheit zur Einheit) durch „Positiven Rassismus“ niedergeworfen.
Onlinemerker.com

Auszug aus TTTs Bemerkungen: Nach Meinung der Klimaschützer sollten „weiße Menschen keine Dreadlocks tragen“. Maltzahn würde sich die Frisur „kulturell aneignen“ ohne dabei die systematische Unterdrückung von schwarzen Menschen zu erleben …“

Natürlich darf man die Meinung haben und hier (Online-Merker“) sogar publiziert wissen. Aber man darf sich – wie zum Beispiel ich, über die Sorgen der Menschen wundern. Der Tageskommentar ist eine Kolumne, die durchaus auch überspitzt sein darf, auch manchmal provozieren soll. Ich habe nie für mich den Besitz besonderer Weisheit beansprucht, gerade einen „gesunden Menschenverstand“ bringe ich aber zustande. Das schätzen viele Leser, andere auch nicht. In Krisenzeiten wie diesen sollte man nicht provozieren, beim Ukraine-Krieg schon gar nicht! Deshalb vermissen manche Leser – wie ich Zuschriften an meine leicht eruierbare Mailadresse entnehmen kann –  in dieser Zeit die Provokation mit dem „gesunden Menschenverstand. Viele denken manches, getrauen es sich aber nicht zu sagen. Das ist ein ernstes Problem unserer Zeit.

Die Sache mit dieser „Rasta-Frisur“ (heißt sie nicht so, ich habe immer diesen Ausdruck verwendet) ist aber eigentlich an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. In meine „wilden Jahren (also praktisch in der „Steinzeit“) hatte ich eine Freundin, die mit so einer Frisur herumlief. Mich hat das aus pragmatischen, keineswegs aus weltanschaulichen Gründen genervt. Mit der musste ich nämlich oft zu einem Afro-Shop in die Fasangasse fahren, weil viele dieser „Locken“ zugekauft werden müssen. Nun dürfen Sie raten, wer die Locken bezahlt hat!

WIEN / Oberes Belvedere: LEBENSNAH
Realistische Malerei von 1850 bis 1950
Vom 18. März 2022 bis zum 1. November 2022

 

Aus der Düsternis zur Wahrheit

Das Belvedere hat in seinen „unteren“ Gebäuden mit der „Venedig“-Ausstellung und der Schau, die Salvador Dali mit Sigmund Freud verlinkt, zwei wahre „Schlager“ zu bieten. Allerdings will man sich nicht damit begnügen, dass das Publikum „ohnedies“ ins Obere Belvedere kommt, um mit Klimts „Kuss“ eines der berühmtesten Gemälde der Welt zu betrachten. Es geht dem Haus auch darum, die eigenen Bestände unter immer neuen Blickwinkeln zusammen zu stellen. Mit „Lebensnah“ füllt man nun acht Räume im zweiten Stock zu einer großen Präsentation dessen, was zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert neben vielen anderen Strömungen als „realistisch“ zu betrachten ist.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Filme der Woche

Filmstart: 24. März 2022
AMBULANCE/ USA  / 2022
Regie: Michael Bay
Mit: Jake Gyllenhaal, Yahya Abdul-Mateen II, Eiza González u.a.

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Man sperre Menschen in einen mobilen Raum, aus dem sie aus welchen Gründen auch immer nicht herauskommen, ob Flugzeug, Bahn, U-Bahn, Bus oder, in diesem Fall eine Ambulanz, einen Krankenwagen, und schon kann man die schönsten Hetzjagden veranstalten. So geschehen 2005 in dem dänischen Film „Ambulancen“, der allerdings Action stark mit komödiantischen Elementen verband. Das amerikanische Remake nun läuft auf einer anderen Ebene. Es beginnt wie ein Sozialdrama, schaltet dann ziemlich schnell auf besagte Action um (und liefert bei einer Spielzeit von zweieinviertel Stunden mit rund eineinhalb Stunden eine der längsten Flucht-Storys, an die man sich erinnert) – und am Ende weiß man, dass man eigentlich eine Geschichte über Brüder gesehen hat.

Damit und in vielen anderen Details weicht Hollywood entscheidend von Dänemark ab, was den meisten Kinobesuchern herzlich egal sein wird, weil sie das Original nicht kennen. Immerhin lässt sich die US-Fassung sehen. Regisseur Michael Bay, der Ende der neunziger Jahre solides Star-Kino mancher Art geliefert hat (The Rock, Armageddon, Pearl Harbor) und sich dann seinen Ruf ruinierte, aber reich geworden ist, indem er in zehn Jahren sechs „Transformers“-Filme drehte, hat die dort gezeigte technische Meisterschaft nun auf eine substanziellere Geschichte verwendet. Ein Bankraub mit allen Hindernissen der Welt – großartig gefilmt mit teils abenteuerlichen Kamerafahrten, rasant geschnitten, dramaturgisch in seinen vielen Spielebenen perfekt verschmolzen…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen-Zürcher Zeitung“

  • Zypern fordert EU-Hilfe für die Unterbringung von Migranten: Bisher seien dieses Jahr via den von der Türkei besetzen Norden der Insel knapp 5000 Menschen im Süden Zyperns angekommen, erklärte Zyperns Innenminister Nikos Nouris. Zum Vergleich: Im ganzen Vorjahr waren es 13 500 Migranten. Zypern könne die Kosten der Unterbringung nicht mehr tragen, erklärte er.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Ursache von Flugzeugabsturz in China weiterhin unklar: Nach dem plötzlichen Absturz einer Passagiermaschine im Süden Chinas haben die Bergungsmannschaften inzwischen über 180 Trümmerteile gefunden. Einige wurden fast zehn Kilometer entfernt von der Absturzstelle entdeckt. Zur Ermittlung der Unglücksursache soll China Vertreter des amerikanischen National Transportation Safety Board (NTSB) eingeladen haben.
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  • Neuer Justiz-Ärger für Spaniens Altkönig Juan Carlos: Corinna zu Sayn-Wittgenstein, die frühere Geliebte von Juan Carlos, hat eine Schadenersatzklage gegen den ehemaligen spanischen König eingereicht. Bei der gerichtlichen Klärung könnten peinliche Details ans Licht kommen und Kritikern der spanischen Monarchie Auftrieb geben.
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  • Uber will weitere Taxiunternehmen in seine App integrieren: Nach jahrelangem Kleinkrieg gegen die Taxibranche gelingt es Uber, die ikonischen New Yorker «Yello Cabs» in seine Organisation aufzunehmen. Weitere Taxiunternehmen sollen folgen. Die Anleger reagierten positiv auf die Ankündigung. Allerdings schreibt Uber mit dem Personentransport noch immer Verluste.
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  • Italien verpasst auch die Fussball-WM in Katar: Der Europameister verpasst zum zweiten Mal in Folge eine WM. Die Italiener unterliegen Nordmazedonien 0:1 – nach einem Tor in der Nachspielzeit. Die Nordmazedonier sind damit weiter im Rennen um die WM-Teilnahme. Ihr nächster Gegner wird Portugal sein. Der Europameister von 2016 setzte sich gegen die Türkei durch, musste dabei aber zittern.
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Österreich ist gestern Wales 1:2 unterlegen – und so können wir nun wieder wie wild auf Katar als Austragungsort schimpfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Mutig waren wir Österreicher ja immer, sogar in unsere Hymne haben wir das reingeschrieben. Katar ist übrigens einer der „Kriegsgewinner“ im Ukraine-Krieg. Bis vor kurzer Zeit war Katar „vollkommen aus der Mode“ – aber heute ist das den Kritikern von damals wurscht, Hauptsache die WM hat nichts mit Russland zu tun.

War die gestrige Niederlage vielleicht sogar höhrere Diplomatie? Wenn sich durch den Ukraine-Krieg nichts geändert hat, spielt der Sieger Wales nun gegen den Sieger aus der Partie Schottland-Ukraine um den direkten Aufstieg zur WM. Aber, Hand aufs Herz: Wer außer Putin will heute schon das Team der Ukraine besiegen? Wir haben uns diplomatisch aus der Affäre gezogen! Chapeau!

Unsterblich blamiert hat sich Italien: 0:1 gegen Nordmazedonien!
Und das ganz ohne politischen Hintergedanken!

Wen diese Ergebnisse stören, dem gratuliere ich zu seinen Sorgen!

Einen schönen Tag wünscht
A.C.

 

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