Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

25. JÄNNER 2022 – Dienstag

25.01.2022 | Allgemein, Tageskommentar

 

HEUTE in der Wiener Staatsoper: Zum letzten Mal in dieser Saison: MACBETH

Verfügbare Karten

Der Dirigent Giampolo Bisanti wurde soeben zum „Musikchef“ in Lüttich gekürt. Der Posten wurde frei, weil Speranza Scappucci nach Bologna berufen wurde
AachenerZeitung.de

WIEN/ Staatsoper: Wiederaufnahme PETER GRIMES am 26.1.

Wir freuen uns auf die Wiederaufnahme am Mittwoch, 26. Jänner und auf das internationale Rollendebüt von @tenorkaufmann als Peter Grimes. An seiner Seite singt Sir Bryn Terfel den Balstrode und @lisedavidsen die Ellen Orford. Am Pult steht Simone Young.

 

ZU INSTAGRAM mit drei Fotos

„Peter Grimes! Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Verfügbarte Karten

WIEN/ Staatsoper: PIQUE DAME am 23.1.2022


Olga Borodina (Gräfin). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Wiener Staatsoper hat ihre Produktion der „Pique Dame“ nach sieben Jahren wieder auf den Spielplan gesetzt. Für die Wiederaufnahme wurde ein Ensemble mit starker russischer Beteiligung engagiert. Nachstehende Anmerkungen beziehen sich auf die zweite Aufführung der laufenden Serie…

Bei der Gräfin stellt sich mir immer die Frage, wie groß der Kompromiss zwischen Alter und Stimme sein darf. Wenn die Sängerin zu jung wirkt, kauft man ihr die alte Frau nicht ab, wenn die Stimme altersbedingt zu stark gelitten hat, ist es für das Publikum kein Vergnügen mehr ihr zuzuhören. Olga Borodina ist altersmäßig noch zu weit vom 80er entfernt, um in dieser Rolle einigermaßen „naturalistisch“ zu wirken. Aber so wie an diesem Abend mit bordeauxweinrotem Samt ausgeschlagen hat man die Gräfin noch selten von den guten alten Zeiten schwärmen gehört. Borodina bot wortdeutlichen Wohlklang und einiges an erotischer Spannung, die sich mit dem Niederlassen auf einem Stahlrohrbett jedoch rasch verflüchtigte. Szenisch ist von der ursprünglichen Beinahe-Vergewaltigung durch Hermann nach über 30 Aufführungen ohnehin nicht mehr übrig geblieben als eine schläfrige Einladung zum Koitus…

Das Haus war wieder weit davon entfernt, gut besucht zu sein. Auf der Galerie zählte ich knapp über 100 Besucher. Das Parterre war im vorderen Teil sehr gut gefüllt, erst die paar Reihen vor dem Stehplatz dünnten stark aus. In den Logenreihen der rechten Seite, die ich von meinem Platz aus einsehen konnte, war zwar fast in jeder Loge die erste Reihe besetzt, für die hinteren Logenplätze hatten sich aber kaum Besucher erwärmen können.

Zum Bericht von Dominik Troger

Wien/ Staatsoper
Der Gräfin sei Dank
Wiederaufnahme von „Pique Dame“ an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung.at

Wien/ Theater an der Wien: Ein „Orfeo“ für Farinelli – konzertant – am 22.1.2022

Samstagabend lud das Theater an der Wien zu einer konzertanten Aufführung des „Orfeo“ von Nicola Antonio Porpora. Das Werk ist 1736 in London uraufgeführt worden. Die Titelpartie hat einst der berühmte Kastrat Farinelli verkörpert.

Orfeo“ erzählt die Geschichte von Orpheus und Euridike ein bisschen anders. Dem bekannten Paar ist ein weiteres gegenübergestellt – Autonoe und Aristeo – wodurch im Finale mit Happy end eine Doppelhochzeit zum Ruhme Amors möglich wird. Euridice wird im ersten Akt von Orfeo und Aristeo umworben, sie entscheidet sich für Orfeo. Im zweiten Akt möchte Aristeo Euridice entführen, aber sie wird von einer Schlange gebissen und stirbt. Im dritten Akt erfolgen die Unterweltsfahrt des Orfeo und die glücklichen Rückkehr des Paares.

http://www.operinwien.at/werkverz/porpora/aorfeop.htm

Kommentar
Viele alte Männer – und trotzdem: Hoffnung!
Willkommen in der neuen KlassikWoche, heute öffnen wir die Türen zum Klassik-Knast, streiten uns mit einem Kollegen und freuen uns, dass wenigstens in einigen Opernhäusern wieder Tumult ist!

Wissen Sie, wer Heinz Sichrovsky ist? Wenn Sie, wie unsereins, regelmäßig die wichtigen deutschsprachigen Feuilletons durchackern, dann: sicher nicht. Es sei denn, Sie wohnen in Österreich, lesen auch die „Kronen Zeitung“, schauen zu Nachtzeiten ORF oder blättern beim Friseur mal in „News“: Der alte, weiße Boulevard-Hallodri Sichrovsky erinnert ein wenig an das Sprichwort von Gustav Mahler, der sinngemäß erklärte, dass man in Österreich Sichrovsky lesen sollte, denn für den findet selbst der Weltuntergang 30 Jahre später statt. Das war schon so, als er den Wechsel bei den Salzburger Osterfestspielen verpennt hat, und es ist jetzt so wie im „Fall Konwitschny“ in Nürnberg…

https://crescendo.de/klassikwoche04-2022-erina-yashima-martin-grubinger-1000169060/

David Pountney gibt 2024 Comeback bei den Bregenzer Festspielen
Noch zieht der Winterwind durch die nackte Stahlkonstruktion auf der Bregenzer Seebühne, wo ab dem Sommer an hoffentlich lauen Abenden die Bregenzer Festspiele „Madame Butterfly“ zum Besten geben werden. Auch hinter den Kulissen wird munter gearbeitet. So bringt das neue Opernatelier den ehemaligen Festspielintendanten David Pountney an den Bodensee zurück. Die gemeinsam mit Komponistin Ena Brennan entstehende Oper soll 2024 uraufgeführt werden.
Salzburger Nachrichten

Stuttgart: Juditha triumphans  von A.Vivaldi   22.1.2022

Foto: Martin Sigmund

Nicht nur der Pandemie geschuldet: Die Stuttgarter Staatsoper zeigt Juditha Triumphans, Oratorio spirituale e militare, von Antonio Vivaldi, der es mit seinen Opern nach wie vor schwer hat, die Bühnen (zurück) zu erobern…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Berlin/ Komische Oper
„Orfeo“ an der Komischen Oper Liebe, Verfall und kein einziges Buh
n der Staatsoper lief noch im November Glucks Orfeo, allerdings eher traditionell. Jetzt hat der Italiener Damiano Michieletto den Barockhit in die Komische Oper zurück gebracht und rasant neu inszeniert – erstaunlich klug.
rbb24.de

Die Liebe lebt
Damiano Michieletto inszeniert Glucks „Orfeo ed Euridice“ an der Komischen Oper Berlin, im Orchestergraben steht David Bates
Tagesspiegel.de

BITTE VORMERKEN: „AMICI DEL BELCANTO“ als Veranstalter:  STADTHALLE TERNITZ  AM SAMSTAG, 10.09.2022 -19.00 Uhr

 

 Giuseppe  Verdi: „ I   D U E   F O S C A R I „

Tragedia lirica di FRANCESCO MARIA PIAVE

Francesco Foscari…..…………Vittorio VITELLI

Jacopo Foscari………..……………………….N.N.

Lucrezia Contarini…………………..Iano TAMAR

Jacopo Loredano…..…………….Stefan TANZER

Barbarigo, Senator….……….Alexander GALLEE

Pisana, Vertraute Lucrezias……………………N.N.

 Chor und Orchester der Staatsoper Banska Bystrica
Dirigent:  Marian VACH

INFO:     Tel.: 01 -9563758

 

Ich bewundere den Mut von Veranstaltern in diesen Zeiten (obwohl das Ende der Pandemie absehbar ist), wer weiß, was den Politverantwortlichen noch alles einfällt. Die Pandemie ist eine Versicherung für die Regierung, denn mitten im Fluss wechselt man nicht die Pferde! Veranstalter Michael Tanzler ist mit „seinen“ Künstlern befreundet, das minimiert das Risiko etwas. Aber die Fixkosten laufen – so oder so! Unterstützen Sie den unternehmerischen Mut durch ihren Besuch!

Wien/ Raimundtheater: „MISS SAIGON“. Etwas dick aufgetragen!

Oedo Kuipers und Vanessa Heinz. Foto: Matt Crocket

Diese „Miss Saigon“, Jahrgang 1989, ist sie auch eine wahre Schönheit? Attraktiv zwar, doch wohl nicht so ganz, wie sie von den Musical-Vermarktern der Vereinigten Bühnen Wien beworben wird. Immerhin, Komponist Claude-Michel Schönberg und Autor Alain Boublil haben ihren erfolgreichen „Les Misérables“ ein knappes Jahrzehnt später ein weiteres Musical folgen lassen, welches sich im (an neuen Stücken verarmten) internationalem Musical-Reigen einen guten Platz zu sichern wußte. Der Musical-Produzent Cameron Mackintosh hat seine Londoner Inszenierung jetzt den Wienern verkauft – und für das Premierenpublikum im renovierten Raimund Theater hat sich „Miss Saigon“ auch als szenischer Hit erwiesen…

Eine Stärke der Story sind auch die nach wie vor, besser gesagt wohl für immer gegebenen Aktualitäten mit Kriegsbedrohungen, Träumen von Glück anderswo, Kinderschicksalen, von nicht zu erfüllenden Lebens- und Liebeshoffnungen. Allerdings, wenn es um solche geht …. bleiben wir lieber doch bei Giacomo Puccini. 

Zum Premierenbericht von Meinhard Rüdenauer

Was meint Meinhard Rüdenauer mit dem Hinweis auf Giacomo Puccini? Nun, für Miss Saigon kann man auch die Inhaltsangabe der „Butterfly“ verwenden.

Wien/ Raimundtheater
„Miss Saigon“ im Raimund-Theater als Invasion des Trivialen
Nach mehreren Covid-Verschiebungen feiert das Musical „Miss Saigon“ im Raimund-Theater Premiere als bombastische Revue mit hohler Musik.
DerStandard.at

Raimund Theater wiedereröffnet. „Miss Saigons“ vierter Landeanflug ist endlich gelungen
Nach dreimaliger Verschiebung wegen Corona feiert das Erfolgsmusical „Miss Saigon“ endlich seine bejubelte Premiere im frisch renovierten Raimund Theater in Wien.
Kleine Zeitung.at

Der ganz große Wurf dürfte Miss Saigon auch nicht werden – aber gerade den bräuchten die Vereinigten Bühnen. Trotzdem ist die Situation halb so schlimm, denn die Bühnen sind bestens subventioniert – von den Melkkühen der Nation! Außerdem ist die Corona-Behinderung ein „Totschlag-Argument“.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • In Burkina Faso ergreift die Armee die Macht: Die Armee hat den Präsidenten Roch Marc Christian Kaboré abgesetzt, die Regierung und das Parlament aufgelöst und die Grenzen des Landes geschlossen. Zuvor hatten am Sonntag Soldaten in mehreren Militärbasen gemeutert. Die Absetzung von Kaboré ist ein weiteres dramatisches Zeichen der Eskalation in der Sahelzone, in der Jihadisten prosperieren. Zum Bericht
  • Türkische Pop-Stars legen sich mit Erdogan an: Konservative Kreise ereifern sich wegen Verletzung religiöser Gefühle über ein altes Lied der berühmtesten türkischen Sängerin Sezen Aksu. Staatspräsident Erdogan sprach in Anspielung auf Aksu sinngemäss davon, dass solchen Ketzern die Zunge herausgerissen gehöre. Nun stellen sich mehr als 200 türkische Kulturschaffende mit einem öffentlichen Aufruf hinter die Sängerin.
    Zum Bericht
  • Lufthansa und Reederei MSC wollen italienische Fluggesellschaft ITA Airways übernehmen: Die staatliche ITA Airways, quasi die Nachfolgerin der konkursiten Alitalia, bietet sich seit Oktober offen für eine Kooperation und mehr an. Nun bestätigt sie Gerüchte über ein Interesse der Lufthansa, die zusammen mit der Container- und Kreuzfahrt-Reederei MSC mit Sitz in Genf eine Übernahme der Mehrheit an der italienischen Fluggesellschaft erwägt.
    Zum Bericht
  • Flüge in Athen und Istanbul wegen Schneefall gestrichen: Starker Schneefall hat in Griechenland und der Türkei zu einem Verkehrschaos geführt. Der Airport Istanbul stellte Flüge am Montag aufgrund des Wetters vorübergehend komplett ein. In Griechenland fielen die meisten Flüge zwischen den Inselflughäfen und Athen aus, auch Auslandsflüge wurden gestrichen.
    Zum Bericht
  • Mehrere Tote nach Massenpanik am Afrika Cup: Die Panik soll im Vorfeld des Achtelfinals zwischen dem Gastgeber Kamerun und den Komoren im Stade d’Olembé in der Hauptstadt Yaoundé ausgelöst worden sein, weil viele Menschen keinen Zugang zum Stadion erhielten. Mindestens sechs Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Es könne weitere Tote gegeben haben. Mindestens 40 Personen seien verletzt worden.
    Zu den wichtigsten Sport-Meldungen
  • Untersuchung ortet eklatante Missstände im Dübendorfer Sozialamt: Seit Jahren gibt es Berichte über schikanöses Verhalten der Dübendorfer Behörden gegenüber Personen, die Sozialhilfe beantragen. Nun ist ein 155-seitiger Bericht veröffentlicht worden. Der zeigt das Bild einer Verwaltungsabteilung, die weitgehend führungslos agieren konnte und sich um Regeln, Richtlinien sowie Vorschriften foutierte. Zum Bericht

 

TTT meint : Vor wenigen Tagen schrieb ich in „Pseudologia phantastica in theatrum musicum“: … permanent entlarvt, fehlt noch eine Besetzung aus dem kinderschändenden Klerus.
Lügen gehört zum Instrumentarium …. Schon holt uns die Wirklichkeit ein !
Missbrauchsskandal der Katholischen Kirche. Ex-Papst Benedikt XVI. gibt Lüge zu
RTL.de

Aufregung um Falschaussage des Papstes: „Verstrickt in Lügengebilde“
Benedikt XVI. gab im Zusammenhang der Missbrauchsaffäre zu, aus „Versehen“ eine falsche Aussage getätigt zu haben.
Kurier.at

Das hat Papst Benedikt auf seine wohl bald letzten Tage notwendig gehabt! Ob er als amtierender Papst auch dermaßen angegriffen worden wäre?

Mit ähnlichen Problemen war ich als Chef eines Fußballclubs mit einer großen Nachwuchsabteilung auch konfrontiert. Diesbezüglich war ich anfangs völlig naiv und habe den Trainern/Betreuern voll vertraut – bis mir die Augen geöffnet wurden. Natürlich habe auch ich versucht, einen Skandal  „unter der Decke zu halten“. Den Nachwuchsbetreuer habe ich aber sofort vom Verein entfernt – was der Papst bei seinem „Verein“ eben nicht getan hat.
Im Grunde genommen hat der Rauswurf aber das Problen nur verlagert, nicht gelöst. Der Trainer fand anderswo ein Betätigungsfeld – außerhalb meines Enflussbereiches. Was hätte ich tun sollen? Für eine Anzeige wären wohl die Eltern des Jugendlichen zuständig gewesen. Als ich denen die Möglichkeit nahelegte, habe ich mein „Wunder erlebt“: Der Missbrauchtstäter hatte zwischenzeitlich „Tätige Reue“ gezeigt und die gesamte Familie neu eingekleidet. Hätte ich angezeigt, hätte der hoffnungsvolle Knabe plötzlich von nichts gewusst.

Deutschland
Marinechef entlassen: Wie ein festgefahrener Eisbrecher

…Es war die Fragerunde in aufgelockerter Atmosphäre, in der sich der Vizeadmiral zu den Äußerungen über den Ukraine-Konflikt und den russischen Präsidenten Putin hinreißen ließ, die über den Weg eines kurzen Twitter-Videos schließlich auch in den sozialen Medien Verbreitung fanden. Darin bezeichnete er unter anderem die russische Annexion der ukrainischen Krim als irreversibles Faktum, („Die Krim ist weg, sie wird nicht zurückkommen“) und mahnte „Respekt“ für den russischen Präsidenten Putin an. Es dauerte nicht lange, bis die Äußerungen weite Kreise gezogen hatten. Das ukrainische Außenministerium bestellte die deutsche Botschafterin ein und erklärte dies mit der „Unannehmbarkeit der Äußerungen“…

Frankfurter Allgemeine

USA
Präsident Biden bezeichnet Fox-Reporter als Sch…Kerl
Mikro war noch eingeschaltet

Als Ex-US-Präsident Donald Trump Journalisten verbal attackierte, war die Aufregung groß. Nun schlägt sein Nachfolger Joe Biden in eine ähnliche Kerbe. Er bezeichnete Peter Doocy vom konservativen Nachrichtensender Fox News als „Stupid son of a bitch (sinngemäß etwa „dummer Sch…kerl“) – offenbar nicht wissend, dass sein Mikrofon noch angeschalten war.
https://www.krone.at/2611145

Vom Regen in die Traufe – das Schicksal der USA!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C. !

 

Diese Seite drucken