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25. JÄNNER 2020 – Samstag

25.01.2020 | Tageskommentar

Bei der Salzburger Mozartwoche ist vieles neu!

ORF: Bei der Mozartwoche ist seit dem Vorjahr alles neu. Rollando Villazon als künstlerischer Leiter und Johannes Honsig-Erlenburg als Präsident der Stiftung Mozarteum ist es ernst, der Stadt neben den Festspielen im Sommer, zu Pfingsten und Ostern noch ein viertes E-Musik-Highlight zu verpassen.

Nach dem auf Effekt programmierten Einstand mit La Fura dels Baus im Vorjahr ist heuer mit der spektakulären Präsentation von Mozarts wohl berühmtester Bearbeitung alter Musik, Händels 1742 uraufgeführtem „Messias“ (KV 572), so etwas wie eine Großdarstellung von Musikgeschichte gelungen. Denn man bekam natürlich die beinahe erdrückende Last des Wilson’schen Gesamtwerkes – wenn man sich Wilson aus dem Katalog der Starregisseure bestellt. Dabei ist eine szenische Umsetzung des „Messias“ schwer, steht doch das Wort Gottes im Mittelpunkt, ohne dass darum ein stringentes Narrativ gestrickt wäre. Musikalisch führt der „Messias“ aus dem Dunkel ins Licht – und das nahm Wilson gern als Auftrag für ein Hell-dunkel-Spektakel…. (Quelle: ORF.at)

Robert Wilson: Tanz den „Messias“
Ein „Messias“ von Mozart? Was zunächst wie ein Irrtum klingt, kann zum leuchtenden Abend werden. Denn Mozarts Bearbeitung von Händels großem Oratorium hat nicht nur beim „Halleluja!“ mehr Drive als das Original. Robert Wilson wollte der Salzburger Mozartwoche die optische Edelversion eines Werks schenken, das sich eigentlich nicht bebildern lässt. Macht nix, dachte sich Wilson und schüttete in knapp drei Stunden das Füllhorn seines Gesamtwerkes aus. Samt Tanzeinlage.
https://orf.at/stories/3151997/

Opernkritik: „Der Messias“: Kopflos mit rotem Krebs an der Leine
Robert Wilson inszeniert Mozarts Händel-Bearbeitung.
Wiener Zeitung

Mozartwoche in Salzburg: Träumerische Strohtänzer

Robert Wilson inszeniert Mozarts Bearbeitung von Händels „Messiah“ als vieldeutige Bilderrevue. Die Sänger werden von Dirigent Marc Minkowski umsorgt
Der Standard

Das Nationaltheater Mannheim trauert um Opernsänger Franz Mazura
Weltweit gefeierter Bassbariton im Alter von 95 Jahren verstorben

Franz Mazura. Foto: Hans-Jörg Michel

Er war einer der weltweit meist beachteten Sänger aus dem deutschsprachigen Raum. Vor allem als Wagner-Interpret machte sich der 1924 in Salzburg geborene Opern- und Konzertsänger Franz Mazura international einen Namen. Am Nationaltheater Mannheim war er von 1964 bis 1986, aber auch in den Jahren danach und bis zuletzt eine der prägenden Stimmen, einer der prägenden Charaktere des hiesigen Musiktheaters. Am Donnerstag ist Franz Mazura im Alter von 95 Jahren verstorben.

Franz Mazura ist tot
Der Baßbariton starb im Alter von 95 Jahren
Tagesspiegel
Opernsänger Franz Mazura gestorben
Kurier

Zur Wiener „Fidelio“-Premiere: Mit TOMÁS NETOPIL auf einer musikalischen Entdeckungsreise
Unterwegs zu FIDELIO I – Auf den Spuren Ludwig van Beethovens

Tomás Netopil. Foto: Elisa Haberer

Das Gespräch mit dem Dirigenten in den Räumen der Staatsoperndirektion führte Manfred A. Schmid

Die Proben für Fidelio I sind in der Endphase. Wie sieht ein erster Zwischenbericht aus der Sicht des musikalischen Leiters Tomás Netopil aus?

Ich kann nur eines sagen: Es war und ist sehr spannend. Zu Beginn der Proben gab es, wie immer zu dieser Jahreszeit, mehrere krankheitsbedingte Ausfälle. Jetzt scheinen alle topfit zu sein (klopft auf Holz), und wir können uns jetzt in den letzten zwei Wochen voll auf die Premiere am 1. Februar fokussieren. Heute gab es die ersten Bühnenprobe, alles läuft wie gewünscht.

Wie geht man als Dirigent mit dem Umstand um, dass man ein bestens vertrautes, fest im Repertoire verankertes Werk plötzlich in einer Version einzustudieren hat, die von der bekannten abweicht?

Ich habe das fantastische Orchester, das ich ja schon seit einigen Jahren in einigen gemeinsamen Produktionen gut kennenlernen durfte, gleich am Anfang darauf hingewiesen, dass das ein Vorteil ist, aber auch ein Nachteil sein kann. Ein Vorteil, weil die Mitglieder des Staatsopernorchesters Beethovens Fidelio so gut wie auswendig kennen und ihn vermutlich fast im Schlaf auch noch spielen könnten. Ein Nachteil, weil man von vielen vertrauten Wendungen und liebgewonnenen Stellen Abschied nehmen muss. Ein Großteil kommt einem bekannt vor, und doch gibt es an wichtigen Stellen mehr oder weniger große Abänderungen, die man nicht übersehen darf. Und je kleiner und beinahe unmerklich diese Änderungen sind, umso mehr muss man da aufpassen. Sobald man sich aber darauf einlässt, lernt man viel neue, wunderschöne Musik kennen. Das Ganze ist also auch eine spannende Entdeckungsreise…

ZUM INTERVIEW

Wiener Staatsoper: FIDELIO. Leonore bekommt en „Anhängsel“ (Double, Schatten)

Konkret ist es eher ein „Vorhängsel, denn Leonore (Jennifer Davies) hängt sich an „Vorhängsel“ Katrin Röver an. Foto: Wiener Staatsoper/Pöhn

Zu Instagram mit drei weiteren Fotos. Der Link auf dem Foto ist inaktiv, bitte nebenstehenden Link anklicken!

BARCELONA: Giuseppe Verdi: Aida, Gran Teatre del Liceu

Foto: A. Bofill

Aus Anlasse der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedereröffnung des Liceu nach dem schweren Brand vom 31. Januar 1994 leistet sich das Opernhaus von Barcelona «An Aida for all times, in a classical production». Dazu wurde die hyperrealistischen Bühnenbilder des katalanischen Malers Josep Mestres Cabanes (1989-1990) aus dem Jahre 1945 restauriert. Seine gemalten Kulissen überzeugen durch ihren enormen Detailreichtum, grossartige Farben und perfekte dreidimensionale Wirkung. Als einen Grund diese Produktion nicht zu verpassen («Reasons not to miss «Aida») argumentiert das Liceu: «This emblematic Liceu show transports us from the 21st century back to the 1940s». Die Kulissen sind der einzige historische Bestandteil der Produktion…

Zum Bericht von Jan Krobot

ANNA NETREBKO BEGUTACHTET IN MÜNCHEN IHRE „TURANDOT-PERÜCKE

Hello, München! Passt diese Pelzhaube?

 

ZU FACEBOOK

Ballett/ Tanz

Berlin: Vorwürfe nun auch gegen Staatliche Ballettschule Berlin
Auch in Berlin wird untersucht, ob das seelische und körperliche Wohl von Schülerinnen und Schülern ausreichend geschützt wurde
Kurier

WIEN / Vestibül des Burgtheaters: KRIEGERIN
Nach dem Film von David Wnendt . Für die Bühne bearbeitet von Tina Müller
Premiere: 24. Jänner 2020

Foto: Burgtheater / Cruz

Das Burgtheater zeigt diesen im Vestibül angesiedelten Abend in seiner Jugendtheater-Schiene – Tina Müller hat den viel gepriesenen und preisgekrönten Film „Kriegerin“ von David Wnendt aus dem Jahre 2011 dramatisiert, ziemlich nahe am Original, dennoch einige Handlungselemente stark verwischt, schon weil die ursprünglich im Osten Deutschlands angesiedelte Geschichte hier doch „irgendwie“ in Österreich spielen soll.

Ein „Lehrstück“ ist es auf jeden Fall, entsprechend geradlinig sind Figuren und Handlung angelegt, vieles folgt eher der Kinodramaturgie als vermutlich der Realität…

Ob das für ein Publikum ab 14 Jahren, das sich hoffentlich nur im geringsten Teil in solchen Welten bewegt, genug Ausgleich bietet? Ob überhaupt ein geradliniges Lehrstück wie dieses den richtigen Weg weist? Nun, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

GB: Fantastischer Moment, Premier Johnson unterzeichnet Brexit-Abkommen
Großbritannien wird die Staatengemeinschaft am 31. Jänner um 24 Uhr verlassen. „Unsere Freundschaft bleibt“, versichert EU-Ratspräsident Michel.
Die Presse

Österreich/ Fußball
Alfred Körner, bis zum letzten Atemzug grün-weiß

Binnen zwei Tagen starben beide: Turl Wagner (Wacker) und Alfred Körner (Rapid). Foto: Rapid-Legendenclub
Rapid-Ikone starb zwei Tage nach seinem Freund „Turl“ Wagner.
Oberösterreichische Nachrichten

Das kommt auch nicht oft vor: Die beiden Fußballer, die 1954 bei der Fußball-WM in der Schweiz für Österreich den dritten Platz holten  und bis vor wenigen Tagen noch lebten, sind binnen weniger Stunden gestorben. Turl Wagner und Alfred Körner, beide Offensivspieler, die beim 7:5 gegen die Schweiz gemeinsam für fünf Treffer sorgten. Es lebt vom gesamten Kader nur noch Alfred Teinitzer (LASK), der aber Ersatzspieler war.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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