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25. FEBRUAR 2020 – Dienstag

25.02.2020 | Tageskommentar

Ailyn Perez debütiert heute an der Wiener Staatsoper als „Manon“. Foto: Staatsoper

Massenets Manon sowie Puccinis Madama Butterfly und Turandot werden in den nächsten Tagen an der Wiener Staatsoper wiederaufgenommen:

In Manon ab heute, Dienstag, 25. Februar 2020 (Reprisen: 28. Februar, 3. und 7. März) geben Ailyn Pérez in der Titelpartie, Jongmin Park als Graf Des Grieux, Orhan Yildiz als Lescaut und Szilvia Vörös als Rosette ihre Rollendebüts am Haus. Den Des Grieux singt Jean-François Borras. Am Dirigentenpult: Frédéric Chaslin.

In der anstehenden Vorstellungsserie von Madama Butterfly ab Mittwoch, 26. Februar 2020 (Reprisen am 29. Februar und 2. März) singt Fabio Sartori erstmals an der Wiener Staatsoper den Pinkerton. Sae Kyung Rim ist als Cio-Cio-San zu erleben, Gabriel Bermúdez als Sharpless und Bongiwe Nakani als Suzuki. Graeme Jenkins dirigiert erstmals Madama Butterfly im Haus am Ring.

Turandot am Donnerstag, 27. Februar 2020 (Reprisen am 1., 5. und 9. März) bringt das Staatsopern-Rollendebüt von Golda Schultz als Liù. Elena Pankratova ist wieder in der Titelpartie zu erleben und KS Roberto Alagna als Calaf. Ramón Tebar leitet erstmals Turandot im Haus am Ring.

Nachtrag zum Wiener Opernball 2020

Meine Haltung zum Ball habe ich schon dargelegt und ich habe das Thema bereits als abgeschlossen betrachtet. Die Ballettchefin des Merker-Hefts hat aber einen Bericht verfasst, den ich online gestellt habe.

Daraus entspann sich in unserem Forum eine Diskussion. Thomas Prochazka, der auch eine private Beziehung zu Tanz und Ballett hat, eröffnet uns nun seine Sicht auf den diesjährigen Ball:

Wiener Opernball 2020: Le Roi danse

Der Opernball 2020 markierte das Ende der Direktionszeit Dominique Meyers; selbst wenn er dem Haus vertraglich noch bis zum Ende der Spielzeit zu 50 % zur Verfügung stehen wird. Außerdem gab er den Blick frei auf manches, das besser im Dunkel geblieben wäre.

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=4FC84280-573C-11EA-8A38005056A64872

LONDON/ Royal Opera House: Inside Fidelio, die bei der Royal Opera übliche Vorbereitungsveranstaltung

ZUM YOUTUBE-VIDEO

New York: Met Opera Orchestra Plans First Tour in Nearly 20 Years
Yannick Nézet-Séguin, the company’s music director, will travel with the ensemble to Britain, France and Germany in 2021.

In Paris and Baden-Baden, the orchestra will also offer a program of Strauss’s tone poem “Don Juan” and Act I from Wagner’s “Die Walküre,” sung by Christine Goerke (Sieglinde), Brandon Jovanovich (Siegmund) and Günther Groissböck (Hunding). It will also include “Sinfonia (for Orbiting Spheres),” a brief work by Missy Mazzoli — the contemporary composer who has quickly become a darling of the Met, with a commission in progress and the house’s orchestra performing in her opera “Breaking the Waves” at the Brooklyn Academy of Music in June as part of BAM’s spring season.
The New York Times

Berlin: Die Kosten der Komischen Oper: 227 Millionen sind eine Luftnummer
Nichts als eine „Vermutung“ ist die Summe von 227 Millionen Euro, die derzeit genannt wird, wenn es um die Sanierung der Komischen Oper geht. Das hat Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Montag bei einer Anhörung im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses gesagt. „Wir sollen sehr früh Aussagen zu den Kosten machen, obwohl wir es gar nicht können“, beschreibt Lüscher das Dilemma der Berliner Stadtentwicklungsverwaltung
Tagesspiegel

Deutsche Oper Berlin: Meyerbeers Le Prophète
An der Deutschen Oper gehen die Meyerbeer-Wochen mit einer alles in allem beeindruckenden Aufführung von Le Prophète weiter. Neben den Solisten Gregory Kunde (als ein Jean mit Autorität und Gefühl), Clémentine Margaine (als streitbare Fidès) und Elena Tsallagowa (als anrührende Berthe) überzeugt vor allem der engagierte Meyerbeer-Kenner Enrique Mazzola am Pult. Die Inszenierung von Olivier Py indes hat Stärken und Schwächen.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2020/02/24

MÜNCHEN/ Gärtnerplatztheater  „Opern auf Bayrisch“:

„Gott ist halt immer noch, das glaubst, barmherziger als wie der Papst“ Kleinod tiefen Humors, hintersinnigen Sprachwitzes, schillernd witzig, lakonisch präzise!

Einlassungen vom Tim Theo Tinn zur Vorstellung am 23. Febr. 2020

Ensemble © Matthias Reithmeier

In den „Opern auf Bayrisch“ hat Paul Schallweg Opern in originelle bayrische Mundartverse transformiert. Sprachakrobatik, 12 köpfiges Komik- Orchester, Percussion-„Klangkörper-Kramerladen“ bilden eine wundervolle Synthese klassischer Musiktheater-Inhalte und humorvoller satirischer Adaption in bayrische Welten, mündend in einer einzigartigen Bühnenadaption…

Zum Bericht von Tim Theo Tinn

Salzburger Landestheater: Neufassung einer Opera buffa in Salzburg: „Viva la Diva“ von Gaetano Donizetti (Vorstellung: 23. 2. 2020)

Komische Szenen wie diese gab es einige zu sehen (Foto: Tobias Witzgall)

Am Salzburger Landestheater wird zurzeit unter dem Namen „Viva la Diva“ eine Neufassung der zweiaktigen Opera buffa Viva la Mamma von Gaetano Donizetti gespielt, deren Uraufführung im Jahr 1831 in Mailand stattfand. Sie wiederum fußt auf der einaktigen  Farsa Le convenienze ed inconvenienze teatrali, die erstmals 1827 in Neapel nach einem Text von Antonio Simeone Sografi aufgeführt und am Opernhaus Zürich 2012 in einer vielbeachteten Inszenierung von Martin Kušej, des jetzigen Burgtheater-Direktors, gespielt wurde…

Zum Bericht von Udo Pacolt

KARLSRUHE / Badisches Staatstheater: TOLOMEO, vierte Vorstellung der Premierenserie im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele 2020, 22.2.

Louise Kemény, Jakub Jósef Orlinski. Foto: Falk von Traubenberg

Das Motto der diesjährigen Händel-Festspiele lautet Einsamkeit. Es ist auch das Grundgefühl unserer Zeit, übertüncht vom ständigen Lärm rastloser geschäftiger Umtriebigkeit und dem Höllentempo der am digitalen Tropfen hängenden Menschheit als Zwangsinfusion multipler sich ständig überschlagender Eindrücke. Ruhm und Druck, Karrieregipfel und Nichtverstanden Werden sind da gar enge „Saufkumpane“, wo der Kater in Blitzeseile auf den Rausch folgt…

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

Zum Bericht von Jan Krobot

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Tosca Dresden Sprung 3.Akt in der Aufführung (vorige Woche war es die Probe) – mit Angela Gheorgiu

Zum Start bitte unteren Link anklicken)

ZUM VIDEO/ Instagram

WIEN/ MuTh im Augarten: Konzert anlässlich des 20. Todestages von Friedrich Gulda und H. C. Artmann: UANSCHLIAFFA mit Karl Markovics / 4. März 2020

Es spielt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien, musikalischer Leiter ist Herbert Pichler. Solist ist Matthias Bartolomey.

Diese musikalische Lesung zu Ehren von zwei Urwienern und Weltbürgern ist „wos bsundas“, wie H. C. Artmann sagen würde.
Seine einzigartigen Texte werden von Karl Markovics vorgetragen. Ihnen gegenüber stehen Guldas frühe Kompositionen für Big Band aus den 1950er- und 60er-Jahren sowie sein berühmtes Konzert für Violoncello und Blasorchester. Interpretiert werden Guldas Werke vom Orchester der Vereinigten Bühnen Wien unter der Leitung von Herbert Pichler und dem Solisten Matthias Bartolomey.

Karl Markovics. Foto: Till Brönner

Besetzung:
Rezitation: Karl Markovics
Orchester der Vereinigten Bühnen Wien
Violoncello: Matthias Bartolomey
Musikalische Leitung: Herbert Pichler

WIEN/ KÜNSTLERHAUS ERÖFFNET WIEDER NACH RENOVIERUNG AM 6. MÄRZ

Am Freitag 6. März eröffnet das Künstlerhaus um 19 Uhr wieder seinen Stammsitz am Karlsplatz in 1010 Wien nach der dreijährigen Renovierung (eine Woche später eröffnet dann ‚Albertina Modern’).

An der Eröffnungsausstellung wird auch ein Werk von Johannes Deutsch zu sehen sein.

Filme der Woche

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Da ist der amerikanischer Gangster Mickey Pearson (texanisch im Tonfall), der sich nobel gibt, aber es wahrlich nicht ist (Matthew McConaughey). Seine Ehefrau ist cool bis eiskalt (Michelle Dockery, die als Lady in „Downton Abbey“ sicher mehr Sympathien erntet). Mickey möchte sich zur Ruhe setzen und sein „Geschäft“ verkaufen – sprich: Wer zahlt sehr viel Geld für sein Marihuana-Imperium? Die Interessenten sind ihrerseits Gangster, und außerdem wirbeln sehr viele Leute (eigentlich zu viele) durch das Halbwelt-Geschehen, die sich da ihre Scheibe abschneiden wollen. Das alles mit britischem Blödel-Humor.

Kurz gesagt, Regisseur Guy Ritchie (Ex-Mann von Madonna, am erfolgreichsten mit seinen „Sherlock Holmes“-Filmen mit Robert Downey jr. und Jude Law) ist wieder zu jener Art von albernen britischer Komödie zurück gekehrt, mit der er in seinen Anfängen bekannt geworden ist. So einen zynischen Gangster-Spaß zu drehen, dürfte auch lustiger sein, als König Artus oder Aladdin auf die Leinwand zu schicken, womit er sich in den letzten Jahren beschäftigt hat.

Also, Mickey will verkaufen. Ein jüdischer Millionär (Jeremy Strong) guckt unter steifem Hut wirklich blödsinnig drein, ist aber genau so interessiert wie „Dry Eye“ (Henry Golding), der Asiate. Verbrechen ist bekanntlich international. Aber da sind ja noch andere schwer dabei. Mickeys Mann, Ray, mag solide wirken, er ist es nicht (gespielt von dem immer gut aussehenden Charlie Hunnam, den Ritchie schon als King Arthur besetzt hat und der auch schon der neue Papillon war, ohne in Hauptrollen zu überzeugen – hier ist er viel besser).

„Tod in Venedig“ – Karneval abgebrochen
Karneval in Venedig abgebrochen, Corona-Virus, klassik-beistert.de exklusiv
klassik-beigeistert.de-Autor Dr. Charles E. Ritterband besuchte soeben die Oper in Venedig, den Karneval in der Lagunenstadt sowie die Scala in Mailand. Lesen Sie bitte auch seinen zweiten Bericht aus einer Region, die mit einem teuflischen Virus kämpft.
Klassik-begeistert

„Situation in Mailand ist außer Kontrolle“
Die Angst vor dem Coronavirus trägt Züge einer Hysterie. In Mailand sind die Regale und Straßen leer gefegt, Museen und Schulen bleiben geschlossen. Der Karneval ist abgesagt, nicht nur in Venedig.
https://www.diepresse.com/5774211/situation-in-mailand-ist-ausser-kontrolle

Österreich
Coronavirus: Was der Staat darf, und wie sich Bürger wehren können
Wenn es hart auf hart geht, können auch in Österreich Ortschaften und Grenzen abgeriegelt werden. Ebenso dürfen Bürger in Quarantäne genommen werden. Doch es gibt einen Rechtsschutz gegen alle Maßnahmen. Und ein Verdienstentgang wird ebenfalls ersetzt.
Die Presse

Italien: Alle Entwicklungen Coronavirus in Italien: „Patient 0“ soll gefunden worden sein
Elf steirische Spitalsmitarbeiter in Quarantäne +++Karneval in Venedig abgesagt+++Museen in Norditalien geschlossen+++ÖBB am Brenner vier Stunden lahmgelegt+++Zahl der Toten in China stark angestiegen+++Krisenstab für Österreich tagte +++80-jähriger Lombarde ist sechstes Coronavirus-Opfer in Italien+++
Kleine Zeitung

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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