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25. AUGUST 2021 – Mittwoch

25.08.2021 | Tageskommentar

Bryn Terfel gibt in Graz auf. Wer ersetzt ihn?

Am gestrigen Dienstag ist Jordan Shanahan für Sir Bryn auf der Schloßbergbühne eingesprungen. Der amerikanische Bariton wird am 2. Oktober bei der Saisoneröffnung der Grazer Oper am dortigen Haus debütieren: Als Carlo in Verdis „Die Macht des Schicksals“.

Gestern in Salzburg durfte der „wiederauferstandene Scarpia“ in Finale noch morden, heute in Graz wird er dem Original entsprechend ermordet. Da soll sich einer auskennen. Foto: Instagram

Für die heutige Vorstellung am Mittwoch wird nochmals Ludovic Tézier den Weg von Salzburg nach Graz antreten. Tézier war schon am vergangenen Sonntag für Terfel eingesprungen. Der französische Bariton singt derzeit die „Tosca“-Aufführungen bei den Salzburger Festspielen und hat heute noch einen freien Abend.

Außer Spesen nichts gewesen – für Sir Bryn. Für einen freischaffenden Künstler ist eine Absage eine mittlere Katastrophe.

Großes Rätselraten um die TV-Absage der Tosca.

 

Angeblich soll auch die 2. Vorstellung der Tosca nicht das Gelbe vom Ei gewesen sein. Wenn die Diva das merkt und Ihrerseits von ihrem angeblichen Absage-Recht (das wurde mir mit der Bitte um Diskretion „gesteckt“) Gebrauch gemacht hat, dann ehrt sie das sogar. Netrebko ist eine Weltmarke, die darf nicht mutwillig zerstört werden! Und jede/ jeder kann sich nun aussuchen, wie sie/er diese Absage nach der eigenen Meinung zurechtschnitzt: Die Gegner der heutigen Regisseure werden die Schuld bei der Umdeutung des Schlusses orten (tatsächlich ist Herr Sturminger derzeit in Salzburg mehr beschäftigt, als den Festspielen und ihm selbst gut tut, das ist wie seinerzeit bei Bechtolf in Wien, der hat schon gehörig genervt), die Freunde der Tenor-Konkurrenz des Yusef Eyvazov werden den Absagegrund bei ihm suchen und finden (nicht festspielwürdig, da lediglich angeheiratet) – und die Diva hat auch nicht nur Freunde. Aber launenhaft scheint sie nicht zu sein. Dieser Tage wird sie 50! Für mich war der Fünfziger ein Schockerlebnis – ich kann mir vorstellen, dass das für eine Frau noch viel ärger sein muss. Aber Kopf hoch – zwischen 50 und 60 hatte ich dann in vielerlei Hinsicht meine besten Jahre. Aber dann… schrecklich!

Was mich betrifft, stört mich die Absage überhaupt nicht, die vielen „Toscas“ der letzten Monate hängen mir zum Halse raus. So hat eben Jede/Jeder seine Freude! Ist doch schön! Übrigens, die Wiener Staatsoper startet am 3.9. Mit welcher Oper? Bingo! Mit „Tosca“

Salzburg
Puccinis „Tosca“ mit Anna Netrebko: Alltag als Fest. 2.Vorstellung
Salzburger Festspiele: Giacomo Puccinis „Tosca“ mit dem Ehepaar Netrebko im Großen Festspielhaus.
Münchner Abendzeitung

Salzburg
Buh-Rufe und keine Autogramme von Anna Netrebko
Stundenlang warteten Autogrammjäger auf einen Unterschrift oder gar ein Foto von Opernstar Anna Netrebko – doch sie wurden bitter enttäuscht!
https://www.heute.at/s/buh-rufe-und-keine-autogramme-von-anna-netrebko-100159197

Salzburg
Keine Fernseh-Oper mit der Netrebko. Ein Déjà-vu-Erlebnis (Bezahlartikel)
Die Presse.com

Auszug aus unserem Forum (copy): Sinkovics schreibt in der „Presse“, dass in ihrem Vertrag eine Klausel steht, dass sie bei Indisponiertheit eine mediale Verwertung untersagen kann. Meine Güte, wer gestaltet solchen Verträge? Mediale Verwertungen sind ökonomische Zwänge in Subventionsbetrieben! Und indisponiert ließ sich die Diva auch nicht ansagen, also da wären wohl einige Fragen noch zu klären!  (Zitat Ende)

Wer macht solche Verträge? Wohl einer, der in die Portierloge will!

Martin Grubinger bei den Salzburger Festspielen Konzertmarathon und was „Lockeres“ als Zugabe

Bekannt für außergewöhnliche Auftritte ist Multi-Perkussionist Martin Grubinger schon lange. Bei den Salzburger Festspielen präsentierte der gebürtige Salzburger am 22. August 2021 in der Felsenreitschule zusammen mit seinem Percussive Planet Ensemble und Bariton Georg Nigl ein vielseitiges Programm. Mit dabei als Schlusspunkt war auch eine Uraufführung von seinem Vater, Lehrer und Mentor Martin Grubinger senior.
BR-Klassik.de

 SALZBURG/Festspiele: Gustav Mahler Jugendorchester (Honeck; Goerne) am 24. August 2021

Matthias Goerne und Manfred Honeck (samt Orchester) beim Schlussapplaus. Foto: Klaus Billand

Gestern Abend begeisterte das einst von Claudio Abbado ins Leben gerufene Gustav Mahler Jugendorchester unter der musikalischen Leitung von Manfred Honeck das Festspielpublikum in der vollbesetzten Felsenreitschule. Nach der außerordentlich dynamisch, ja zeitweise beschwingt vorgetragenen (natürlich abgesehen vom 2. Satz) Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 von Ludwig van Beethoven sprang ein großer Teil der Zuhörer von den Sitzen und spendete lang anhaltenden begeisterten Applaus, der ein Zugabe zu fordern schien. Aber Honeck ließ es mit den Seinen gut sein, und das war auch verständlich. Das Orchester, welches ohnehin als bestes Jugendorchster der Welt gilt, hat eine große Zahl an exzellenten Musikern, die insbesondere bei den Holz- und Blechbläsern auch besonders hervorgehoben wurden…

Zum Bericht von Klaus Billand

Interview/ Teil 3
Lise Davidsen „Das Publikum in Bayreuth ist sehr enthusiastisch und hingebungsvoll…“
„… aber natürlich gibt es auch Snobismus hier…“

Lise Davidsen im diesjährigen Bayreuther „Tannhäuser“. Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Klassik-begeistert.de-Herausgeber Andreas Schmidt traf die Norwegerin im Restaurant „Bürgerreuth“ in Bayreuth. In diesem dritten Teil spricht Lise über ihre Erfahrungen in Bayreuth und verkündet ein definitives Nein zur Rolle der Isolde in den nächsten Jahren.
Klassik-begeistert.de

Fotosession mit Opernstar Elina Garanca

Neben einer Aufführungen der Festspieloper „Fausts Verdammnis“ fand die lettische Mezzosopranistin heuer auch Zeit für ein Fotoshooting im Festspielbezirk – Auf dem Plateau über dem Neutor, das sonst aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich ist.
https://salzburg.orf.at/stories/3118152/

Im Zeichen der Vielfalt im Südbahnhotel am Semmering!

 

Ob in die fröhlich tanzenden und flüsternd nachdenklichen musikalischen Welten Franz Schuberts, in die Tanzsäle der schwungvollen Varietés der Zwischenkriegszeit oder die stillen Gässchen und verborgenen Plätze der Wiener „Wüdnis“ – einmal mehr lädt der Kultur.Sommer.Semmering in seiner mittlerweile 8. Festivalwoche auf eine Reise durch die Epochen und vielfältigen Genres der österreichischen  Musikwelt ein. Zu musikalischen Granden wie Elisabeth Leonskaja, den Wiener Comedian Harmonists, Ernst Molden und Ursula Strauss gesellen sich am Semmering außerdem literarisch-humoristische Vergnüglichkeiten wie etwa Josef Roths wundersame Fabel über die Odyssee des „Heiligen Trinkers“ oder Loriots amüsanteste Bonmots zur skurrilen Welt der Klassik. Mit dem anschließenden „Menu à la Belle Époque“ im ehemaligen großen Speisesaal entsteht im spektakulären Jahrhundertwende-Ambiente des legendären Grandhotels ein Fest für alle Sinne!

Donnerstag, 26. August 2021 I 19.30 Uhr I Südbahnhotel Semmering
Die Legende vom heiligen Trinker – Erwin Steinhauer, Philippine Duchateau

»Gebe Gott uns allen, uns Trinkern, einen so leichten und so schönen Tod!«

In Josef Roths berühmter Fabel, der »Legende vom heiligen Trinker«, verdichten sich soziale Realität, Zeitgeschehen, persönliches Schicksal und metaphysische Erfahrung in den Gassen von Paris zu einer Erzählung mit einzigartigem Charme. Die Wiener Schauspiellegende Erwin Steinhauer begeistert im geschichtsträchtigen Südbahnhotel Semmering mit Josef Roths unorthodoxer Heiligenlegende, die dieser als sein Testament bezeichnete.

Freitag, 27. August 2021 I 15:30 Uhr I Südbahnhotel Semmering
Samstag, 28. August 2021 I 15.30 Uhr I Südbahnhotel Semmering
Loriot & die Welt der Musik – Joseph Lorenz, Daniel Keberle, Cécile Restier

 

Ausführlicher (das Gesamtprogramm) in unseren heutigen Infos des Tages!

Heute: Die Mezzosopranistin Justyna Ołów gibt ihren ersten Liederabend nahe Wien.

Olow Justyna. © Karpati & Zarewicz.jpg

Auf dem Programm ausgewählte Lieder von Aron, Paderewski, Wagner
Piano: Lech Napierała

Zisterzienserkloster Neukloster, Wiener Neustadt, 25. August 2021

www.migrart.at/singfest-wiener-neustadt/

Don Giovanni/ Musikverein Graz/in der  ORF III TV THEK

https://tvthek.orf.at/profile/Erlebnis-Buehne/13890354/Erlebnis-Buehne-mit-Barbara-Rett-Ewig-junger-Don-Giovanni-Mozarts-Meisterwerk-neu-interpretiert/14102893

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210817_OTS0025/sommerakademie-der-wiener-philharmoniker-in-kooperation-mit-der-muk

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  27. August 2ß21
THE GREEN KNIGHT / USA  /  2021 
Drehbuch und Regie: David Lowery
Mit: Dev Patel, Alicia Vikander,  Joel Edgerton u.a.

Es gibt seltsame Filme (man denke an „Malmkrog“, derzeit in den Kinos, und dergleichen), aber nicht übertrieben viele. Einer der seltsamsten, an die man sich seit langem erinnert, ist „The Green Knight“ von Regisseur David Lowery (der auch das Drehbuch schrieb und sich den Schnitt vorbehielt, was in diesem Fall sehr wichtig war).

Erzählt wird die an sich bekannte Geschichte aus dem Artus-Kreis, überliefert aus dem 14. Jahrhundert , wo Ritter Gawain (ein Neffe von König Artus, Sohn von dessen Hexen-Schwester Morgan Le Fay) die Herausforderung des geheimnisvollen Grünen Ritters zum tödlichen Duell annimmt. Aber es ist mit Sicherheit kein Film aus der Artus- Welt wie alle anderen, wo strahlende Ritter in glänzenden Rüstungen ausreiten, um mit Blick auf die schönen Damen, die ihnen zuwinken, für das Gute, Wahre und Schöne zu kämpfen. Wäre auch nicht eben zeitgemäß.

David Lowery spielt erst einmal mit dem Formalen – vieles, was man sieht, ist absichtsvoll zwielichtig, nicht genau zu erkennen. Neben düsteren Innenszenen gibt es (oft nicht weniger düster) Bäume, Wald, Landschaftsbilder  – die Stimmung ist unheimlich. Eine große Rolle spielt die raffiniert eingesetzte Musik, die irgendwie zwischen Glass und Orff und mittelalterlichen Chorälen liegt, ohne die Ritter-Welt zu beschwören, die hier nicht geboten wird.

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

100 Jahre Historisches Archiv des Kölner Erzbistums

Im Unterschied zum Historischen Archiv der Stadt Köln, das unglücklicherweise im Jahre 2009 in der Folge von unterirdischen Arbeiten an einer neuen U-Bahn-Linie in sich zusammenfiel, wobei wertvollste historische Quellen vernichtet worden waren, und das demnächst einen Neubau bezieht, enthält das vor 100 Jahren auf Initiative von Kardinal Schulte gegründete Historische Archiv des Erzbistums Quellenmaterial ab dem Jahr 942.

Ahnenforscher aus aller Herren Länder kommen nach Köln und studieren die Kirchenbücher, in denen Taufen, Hochzeiten und Sterbefälle verzeichnet sind. Sie machen einen recht großen Teil der jährlich fast 1000 Besucher des Archivs aus. Auch um die originalen Manuskripte zu schützen, bemüht man sich, möglichst viele Dokumente des Archivs zu digitalisieren…

 

Schutzpocken-Impfschein aus 1821. Foto: Andrea Matzker

Bericht über die Ausstellung (Matzker/ Schlesinger)

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Die Schweizer Evakuierungsaktion aus Afghanistan ist fast abgeschlossen. Die Schweiz hat ihre afghanischen Angestellten und deren Angehörige in Sicherheit gebracht. Ein Sonderflug mit mehr als 200 Passagieren landete in der Nacht in Zürich. Dies gelang vor allem dank einer bemerkenswerten Zusammenarbeit mit Deutschland, das Personen mit Schweiz-Bezug von Kabul nach Taschkent gebracht hatte. Ein weiterer Evakuierungsflug ist gegenwärtig nicht geplant.
Zum Bericht
Samsung plant teure Chip-Expansion: Der koreanische Elektronikkonzern investiert im grossen Stil und will mit rund 190 Milliarden Franken vor allem das Halbleitergeschäft ausbauen. Es winken grosse Gewinnchancen. Bei den erforderlichen Investitionssummen können aber schon wenige Fehlentscheide Kopf und Kragen kosten.
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Die Swiss führt eine Impfpflicht für das Flugpersonal ein: Auslöser war offenbar Hongkong, wo Flugzeuge nur noch landen dürfen, wenn die Crew geimpft ist. Andere Destinationen dürften folgen. Als erste europäische Airline verpflichtet deshalb die Swiss Piloten und Kabinenpersonal zur Impfung. Für Passagiere ändert sich nichts.
Zum Bericht
Schlagzeuger Charlie Watts von den Rolling Stones ist tot: Sänger Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards mögen die Gesichter der Stones gewesen sein, doch das musikalische Rückgrat war der Drummer. Nun starb Charlie Watts mit 80 Jahren in London.
Zum Nachruf
Der Philosoph Jean-Luc Nancy ist im Alter von 81 Jahren gestorben:
Der Franzose hatte zusammen mit Künstlern ein Werk geschaffen, das sich jeder Gattung entzieht. Seit 1991 lebte er mit einem fremden Herz und war damit einer der ältesten lebenden Transplantationspatienten.
Zum Nachruf

Wiener Grüne unterstützen Afghanistan-Demo, bei der Nehammer-Absetzung gefordert wurde
In Wien fand Dienstagabend eine Demonstration für sichere Fluchtrouten und gegen die Regierungsposition zu Afghanistan statt. Die Wiener Grünen reihten sich in die Reihen der Regierungsgegner ein
Der Standard.at

Szenen einer Polit-Ehe. Dennoch ist Scheidung unwahrscheinlich, weil sie zu teuer käme! Das ist weniger monetär gemeint, sondern politisch!

Sehr viele Ehen im privaten Bereich werden nur durch Geld zusammengehalten. Berechnung da wie dort. Wer redet noch von Liebe?

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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