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25. AUGUST 2020 – Mittwoch

25.08.2020 | Tageskommentar

Verboten: Bravo-Rufe in der Oper!

Jetzt wird es schön langsam nur mehr lustig: In der Staatsoper sind Bravorrufe während der Corona-Zeit – also voraussichtlich ewig – verboten! Buh-Rufe waren es de facto schon immer, aber ob sich die Besucher daran halten? Wir wird das kontrolliert/administriert? Ist das wieder ein Anschober-Murks, den der Verfassungsgerichtshof ausbügeln muss? Darf ich in der Oper künftig ausatmen – oder muss ich die Luft anhalten? Oder brauchen wir einen Verfassungsrichter, um das zu klären?

Wegen Corona: Keine „Bravo“-Rufe in der Wiener Staatsoper
„Applaudieren Sie dafür umso lauter“, keine Regelung für Buhrufe. Stehplatz ist bestuhlt.
Kurier

„Christine“ aus unserem Forum stellt eine berechtigte Frage: Wieso darf man in der Oper nicht Bravo rufen, aber in der Kirche singen? In den Kirchen gibt es auch keine bestimmten Sitzplatzregelungen mit Abständen mehr, alles ist wie früher. Entscheidet das in der Kirche der jeweilige Pfarrer und in der Oper der Direktor? Im Gasthaus darf man – was Reden oder Lachen betrifft – alles tun. Entscheidet das der Wirt? Wer entscheidet überhaupt, was in Innenräumen gemacht werden darf? Der Gesundheitsminister oder der Bundeskanzler sind das wohl nicht!? (Zitat Ende)

Es läuft alles völlig aus dem Ruder. Das ist aber ein Thema, das wir im Forum vermeiden sollen. Die Zeit wird das regeln. Ich habe eine klare Meinung zu dem, was geschieht, weiß aber, dass die Zeit im Sinne meiner Meinung arbeitet. Wozu soll ich mich alterieren!

Fußballer lassen nicht so mit sich herumsprigen. Die Rapid-Ultras haben gestern mitgeteilt, dass sie ihr Verhalten auf der Tribüne sicher nicht ändern werden.

Wir können es nicht mit unseren Werten als Ultras vereinbaren, einem derart irrational reglementierten Treiben beizuwohnen. Unter den geplanten Umständen lässt sich ein Leben in der Kurve – so wie wir uns das vorstellen – nicht gestalten. Die 90 Minuten bedeuten für uns Freiheit und Unbekümmertheit, in denen man die Liebe zum Verein als Gruppe und als Kurve zum Ausdruck bringt. Intensive Torjubel werden mit Umarmungen zelebriert, traurige Ereignisse zusammen durchgestanden. 90 Minuten Emotionen pur!

Jetzt soll aber die „neue Normalität“ genau diesen Zusammenhalt im Block West verhindern. Wir wollen, können und werden uns damit nicht abfinden.

Deshalb haben wir uns dazu entschieden, bei allen Spielen die Kurve bzw. das Weststadion bis auf weiteres nicht zu betreten. Wir werden uns bei den Heimspielen in Hütteldorf einfinden und hoffen, dass man in dieser tristen und verrückten Zeit einige Rapidler antrifft, um den Kontakt untereinander wieder zu stärken. (Zitat Ende)

Also kein Besuch! Wie viele Opernfreunde wollen solche „Sanktionen“ auch in Erwägung ziehen? Wahrscheinlich wenige!  Bei den Kickern sind eben nicht die „Muatterl“ und „Vaterl“ daheim, mit denen man alles machen zu können glaubt. Allerdings, es geht auch nicht mit allen!

HEUTE: ANNA NETREBKO IN SALZBURG –

Soll am 27.8. um 20,30 bei ARTE Concert zu sehen sein.

https://www.arte.tv/de/videos/098935-000-A/arienabend-mit-anna-netrebko-und-yusif-eyvazov/
Das Konzert beginnt in Sbg um 21 uhr

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

Programm:

Peter Iljitsch Tschaikowski
Introduktion aus der Oper Pique Dame op. 68
Szene und Duett Lisa und Hermann „Ostanowites, umoljaju was“ (Bleiben Sie stehen, ich flehe Sie an!) aus dem ersten Akt der Oper Pique Dame op. 68
„Rosen-Adagio“ aus dem ersten Akt des Balletts Dornröschen op. 66
Briefszene der Tatjana aus dem ersten Akt der Oper Eugen Onegin op. 24
Arie des Lenski „Kuda, kuda wy udalilis“ (Wohin, wohin seid ihr entschwunden) aus dem zweiten Akt der Oper Eugen Onegin op. 24
Polonaise aus dem dritten Akt der Oper Eugen Onegin op. 24
Duett Iolanta und Vaudémont „Twojo moltschanje neponjatno“ (Ich verstehe dein Schweigen nicht) aus der Oper Iolanta op. 69

Placido Domingo vor dem Schloss in Caserta

Nemico della patria –Andrea Chenier

https://youtu.be/bo1kIwf9VIg

Ildar Abdrazdakov ist in Moskau – mit Kollegin Hibla Gerzmava, die in Wien in „Simon B.“ singen wird

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

JONAS KAUFMANN IM WIENER „THEATER IM PARK“. Er war an Corona erkrankt, ohne es zu wissen, ohne etwas zu spüren

 

ZUM VIDEO

Im Interview verrät Jonas Kaufmann, dass er eine Wohnung „auf der Wieden“ besitzt, das ist jene Gegend, in der „Faninal“ im Rosenkavalier seine Häuser besessen hat – auf die der „Ochs“ gespitzt hat. Weiters verrät er, dass nachträglich bei ihm eine Corona-Erkrankung festgestellt wurde.

Das Konzert war natürlich ausverkauft! Insgesamt hat „Theater in Park 75 000 Karten verkauft – das ist in etwa die Zahl, die die Salzburger Festspiele heuer (hoffentlich) erreichen.

1.250 Besucher fasst das „Theater im Park“. Die Wiener Staatsoper kann nur hoffen, dass diese Besucheranzahl allabendlich den Musentempel ansteuert.

Diese „erlaubten 1.250 Besucher waren auch in Waidhofen/ Ybbs bei „Groissböck und die Blasmusik“

…Die größtenteils aus dem Mostviertel kommenden Besucher bezeugten einmal mehr ihr großes kulturelles Interesse. Was man diversen Gesprächen vor und nach dem Konzert entnehmen konnte, waren da nicht nur Zufallsbesucher zugegen, sondern Wissende aller Generationen, die sich über kulturelle Themen unterhielten. Und wieder einmal war es das Land Niederösterreich, das einen kräftigen finanziellen Zuschuss leistete.

Selbstverständlich erhöhte die sensationelle Mitwirkung des aus Waidhofen gebürtigen Opernweltstars und eines lokalen Blasorchesters das Interesse von Angehörigen und Freunden. Und ich glaube kaum, dass da jemand zuhause geblieben ist, weil er meinte, Wagner sei zu schwer verständlich. „Leuten die Angst nehmen“ wollte der Sänger, aber ich meine, die gab es gar nicht.

Zum Bericht von Sieglinde Pfabigan

König, Schuster, Göttervater
1200 Besucher bei Groissböcks Auftritt mit der Trachtenmusikkapelle
https://radioklassik.at/koenig-schuster-goettervater/

Sowohl im „Theater im Park“ als auch in Waidhofen durfte man „Bravo“ rufen. Gut, die Veranstaltungen fanden im Freien statt – aber erzählen Sie das mal dem Virus!  Das waren auch private Initiativen, deren Betreiber sich vor der Staatsgewalt nicht in die Hose machen müssen!

Etwas anders war die Situation in Bayreuth! Nur 400 Besucher waren in Söderland in der Wilhelminenaue zugelassen!

Eine schwärmerische Annette Dasch hoff auf ein baldiges Ende des Spuks

…Es war denn auch der Sachs der umjubelten Kosky-Inszenierung der Meistersinger, also Michael Volle, der den Abend mit dem Holländer-Monolog eröffnete.

Kurzfristig ersonnen hatten das zweistündige Programm allerdings zwei andere Herren: Günther Groissböck und Andreas Schager, die beiden „geistigen Lausbubn“, wie sie sich in ihrer kurzen Anmoderation des mit zwei Stunden langen, doch nicht überlangen Abends, bezeichneten. Sie hatten die glänzende Idee, zusammen mit Hartmut Keil (seit 2003 dient er als Studienleiter, Bearbeiter und Dirigent einiger Kinderopern am Hügel) ein machbares Konzertprogramm auf die Beine zu stellen…

https://deropernfreund.de/pionteks-bayreuth-6.html

Wiener Festwochen
Festwochen-Intendant Slagmuylder: „Schluss mit den Bildschirmen“
Von 26. August bis 26. September finden Festwochen in Wien statt.
Wiener Zeitung

Berlin/ Deutsche Oper: Ein Ensemble will zurück ins Opernhaus – „Das Rheingold“ auf dem Parkdeck
Es ist nur Familie da. Man kennt sich. Alles Menschen, die gemeinsam einen schönen Abend genießen wollen, sowohl auf der Bühne als auch davor. Es ist ein Privileg, bei dieser Veranstaltung dabei sein zu dürfen, das fühlt man. Die wenigen Karten für das Rheingold auf dem Parkdeck der Deutsche Oper Berlin waren in Sekundenschnelle ausverkauft.
Gabriel Pech berichtet vom Parkdeck der Deutschen Oper Berlin
Klassik-begeistert

Wien: Burgtheater führt „dynamischen Saalplan“ ein
Bei jeder Buchung werden automatisch die angrenzenden Plätze gesperrt. Nur personalisierte Karten werden verkauft.
Kurier

Burgtheater: Ohne Kontaktdaten keine Karten
Für das Burgtheater ist der Herbst eine weitere schwierige Phase. Es gibt einen „dynamischen Sitzplan“, die Maske darf nur am Sitzplatz abgenommen werden.
Die Presse

Sean Connery: Der unwiderstehliche Bond, wird heute 90

Sean Connery ist 90.

Heute wird Sean Connery 90 Jahre alt. Ein langes Leben, von dem nicht einmal ein Drittel bestimmt, wie der Schotte wohl für immer wahrgenommen werden wird. 21 Jahre lang spielte der 2000 zum Ritter geschlagene Sohn einer Putzfrau und eines Fabrikarbeiters aus Edinburgh den legendärsten aller Film-Spione: James Bond. Für viele, wie kürzlich in einer Studie erhoben, war er der beste. Das sagt auch Roger Moore.
Oberösterreichische Nachrichten

James Bond – Sexsymbol, Sir und Spion: Sean Connery wird 90
Sein ewiger Filmname ist Bond, James Bond. Am 25. August feiert Sean Connery seinen 90. Geburtstag.
Kleine Zeitung

Österreich
Quergeschrieben. Wir dürfen eine „rechtmäßige“ Freiheitsberaubung nicht tolerieren
Ohne großes Aufsehen und eine Debatte soll das Covid-19-Gesetz geändert werden, damit wir alle künftig legal unter Hausarrest gestellt werden können.
Die Presse

Das ist ein Beitrag von Gundula Walterskirchen. Die Presse beeilt sich zu betonen: Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Eine Blattlinie widerspricht dem Recht der freien Meinungsäußerung.

Die oben veröffentlichte Meinung ist wert, dass darüber nachgedacht wird.

Wien: Birgit Hebeins Pop-up-Vernarrtheit nervt

…Es nervt, wenn die grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein mit Aktionen Bürger und selbst den Koalitions-„Partner“ überrascht, zuletzt mit dem Ansinnen Pop-up-Radwege bis weit in den Herbst hinein zu verlängern. Wobei es ja durchaus einiges an Unterhaltungswert zumindest für Politik-Afiniciados bieten könnte, wenn die übermächtige SPÖ vom grünen Anhängsel in der Koalition geärgert wird…

Die Presse

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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