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25. AUGUST 2019 – Sonntag

25.08.2019 | Tageskommentar

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Heute bei den Salzburger Festspielen: Luisa Miller – konzertant

„Luisa Miller“ ist keine MeToo-Oper und ich bin davon überzeugt, dass das Salzburger Publikum es genauso sieht. „Hier gilt’s der Kunst“ und nicht der Demonstration, für oder gegen etwas! Placido Domingo ist dabei, Beginn ist um 15 h – damit Nimmersatte noch zur Wiederaufnahme-Premiere der „Salome“ (Beginn 20 h) gehen können. 

Letzte Meldung (20 h): Demonstrativer Jubel bei den Salzburger Festspielen für Plácido Domingo
Das Publikum gab am Sonntag im Großen Festspielhaus sein Votum ab: Beifallsstürme für ein legendäres Idol nach dessen Auftritt in Verdis Oper „Luisa Miller“. Aber sonst?
https://www.sn.at/salzburger-festspiele/demonstrativer-jubel-bei-den-salzburger-festspielen-fuer-placido-domingo-75308923

Salzburg: SALOME: „Wer ist dies Weib, das mich ansieht?­ ­Ich will ihre Augen nicht auf mir haben.“


Asmik Grigorian (Salome), Gabor Breetz (Jochanaan). Foto: Salzburger Festspiele/ Ruth Walz

Vorstellung der Erfolgsproduktion des Vorjahres sind heute (20 h), Mittwoch 28.8. (20 h) und am letzten Tag der Festspiele, am 31.8. (bereits um 16 h, damit die oben erwähnten „Nimmersatten“ noch zur Abschiedsvorstellung der Festspiele, „Luisa Miller“, Beginn 19,30 h) gelangen können.

Objektaufruf für die Salzburger Landesausstellung 2020 „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“

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1921 Hugo von Hofmannsthal Jedermann © Archiv der Salzburger Festspiele/Foto Ernst Maier

(SF, 23. August 2019) „Damit die Salzburger Landesausstellung 2020 ‚Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele‘ ein echtes Erlebnis wird, brauchen wir Ihre Mithilfe! Je mehr Objekte wir finden, die nicht bereits in unserem Archiv liegen, desto interessanter wird die Ausstellung. Ganz besonders würden wir uns über das erste Filmdokument zu den Salzburger Festspielen und zum Jedermann freuen, nach dem wir seit vielen Jahren suchen: Gedreht wurde es von der Salzburger Kunstfilm-Industrie-AG im Jahr 1921. Sollten Sie dieses Filmdokument besitzen oder wissen, wo es lagern könnte, bitten wir Sie dringend darum, sich bei uns zu melden. Es versteht sich von selbst, dass Sie Ihre Schätze nach Ende der Ausstellung wieder zurückbekommen, falls Sie das möchten“, erklärt Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

Gesucht werden Briefe, Korrespondenzen und Souvenirs, die im Zusammenhang mit Festspielbesuchen oder mit Festspielproduktionen stehen. Aufnahmen, Filme, Dokumente oder Pläne, die sich in Nachlässen erhalten haben, sind ebenfalls sehr willkommen. In den 1930er Jahren wurde im Ausland damit geworben, dass die Festspiel-Eintrittskarte gleichfalls als Visumersatz anerkannt wurde. Auch Tagebuchaufzeichnungen von Festspiel-Besuchen könnten sich für die Ausstellung eignen.

Wer ein solches Dokument bei sich zu Hause liegen hat, welches er den Salzburger Festspielen und dem Salzburg Museum als Leihgabe für die Landessausstellung zur Verfügung stellen würde, möge sich bitte unter folgendem Kontakt im Salzburg Museum melden:

E-Mail: salzburg2020@salzburgmuseum.at

Tel: 0662 620808-100  (Mo–Fr: 9:00–12:00 Uhr)

Bitte bringen Sie Ihre Objekte nur nach Voranmeldung. (Zitat Ende)
Das heißt, sprechen Sie sich vorher mit den Initiatoren ab und bringen Sie nicht Klumpert, das Sie loswerden möchten!

Salzburg: OEDIPE – Eindrücke aus der Vorstellung am gestrigen 24.8.

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Christopher Maltman. Foto: Salzburger Festspiele/ Monika Rittershaus

Die Aufführung von George Enescus Oper „Oedipe“ bei den Salzburger Festspielen bot dem Zuseher/Zuhörer – die meisten haben das Werk wohl nie vorher gesehen – Erstaunliches. Ein griechisches Drama (von Sophokles) mit modernen technischen Mitteln und zum Teil packender Musik muss nicht jeden vom Sessel reißen. Aber bei genauem Hinhören entdeckt man, wie treffend Enescu die Handlung mit jeweils passender Musik unterlegt.

Der Werdegang des tragischen Helden von Geburt bis Tod wird ausführlich geschildert und von viel Buntem (Kostüme, Beleuchtung) bebildert. Achim Freyer, in Personalunion wie immer für Regie, Kostüme und Bühne verantwortlich, hat auch hier wieder seine Meisterschaft im Darstellen und Illustrieren komplexer Handlung bewiesen…

Zum Bericht von Johannes Marksteiner

„Der Standard“ legt bereits jetzt „durchwachsene Salzburg-Bilanz“: Im Rausch des Soliden

Durchwachsene Salzburg-Bilanz: Im Rausch des Soliden
Die Festspiele 2019 gehen in die Geschichte als Jahrgang mit respektablem Musikniveau ein. Szenisch bemerkenswert war im Opernbereich wenig. Auch dem Theater fehlte das große Highlight
Der Standard

KENNEN SIE DAS FESTIVAL CASTELL DE PERALADA

Das nahe dem nordkatalanischen Figueres (Geburtsstadt Salvador Dalìs und Standort seines überladenen Teatro-Museo) gelegene Castell de Peralada reicht bis ins Mittelalter zurück, wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, und stand dann – nachdem Tomàs de Rocabertí-Boixadors Dameto i de Verí (bedeutende Adelstitel: 12er Graf von Peralada, 37er Vizegraf von Rocabertí, 11er Graf von Savallà, 10er Marquis d’Anglesola und 10er Marquis von Bellpuig) im Jahre 1898 ohne Nachkommen verstorben war, jahrzehntelang leer.

Daraufhin erwarb es 1923 der katalanische Stahlindustrielle, Bankier, Geschäftsmann und spätere Bürgermeister Barcelonas Miquel Mateu Pia und renovierte es aufwändigst.

Seine wunderschöne Tochter, Carmen Mateu Quintana (1936 – 2018), den schönen Künsten äusserst zugeneigt, begann mit Hilfe ihrer Freundin, der katalanischen Superdiva Montserrat Caballé, die weitläufige Anlage (77 000 Quadratmeter ) für Konzerte zu nutzen. bevor dann 1987 offiziell das FESTIVAL DEL CASTELL DE PERALADA gegründet wurde, das heute zu den angesehensten Spaniens zählt.

Der zum ersten Mal anreisende Besucher ist zunächst ziemlich irritiert, im Castell bei seiner Ankunft ein großes Spielcasino vorzufinden. Viele Musikfreunde rümpfen darüber zunächst einmal die Nase, vergessen dabei aber – etwas unhistorisch denkend – dass z.B. der geniale Impresario Domenico Barbaja alle großen Opern Rossinis inur dadurch finanzieren konnte, dass er das Glücksspielmonopol in Neapel besaß…

Opernfreunde rümpfen über vieles die Nase, ohne nachzudenken. Peralada ist ein Festival der Superreichen – in diesem Punkt vergleichbar mit Salzburg. Unser Berichterstatter meint, dass in Peradala der Reichtum genossen, in Salzburg jedoch zusätzlich noch zur Schau gestellt wird.

Ein wirklich „Feiner“ macht das nicht!

„La Traviata“ in Peralada:


Violetta Valery oder Marlene Dietrich? In jedem Fall aber Ekaterina Bakanova. Foto: Tito Ferrer/ Peralada

Zum Bericht von Robert Quitta

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„Konzertgänger in Berlin“
Wohlkandidelt: Kirill Petrenko inauguriert mit Alban Berg und Beethovens Neunter
Ausnahmezustand? Nun ja, die alte Nachbarin des Konzertgängers und der Späti-Verkäufer am Eck wirken tiefenrelaxt wie immer. Aber das philharmoniker-affine Berlin freut sich, dass Kirill Petrenko inauguriert. Während der Wartezeit auf den neuen Chef der Berliner Philharmoniker wirkte die Stimmung ja teilweise überkandidelt, auch dieses Blog hier kandidelte hoch. Aber fürs offizielle Antrittskonzert hat Petrenko dennoch ein ganz besonderes Werk ausgesucht, etwas Ewiges gleichsam.
https://hundert11.net/wohlkandidelt/


Innsbrucker Festwochen: Pyjamaparty mit Kaiser Otto

Händels „Ottone“: Eine gute junge Besetzung im Hotel „Albergo Fatale“.
Die Presse

OPER FRANKFURT: HEUTE WIEDERAUFNAHME „RADAMISTO“ von G.F.Händel

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Foto: Barbara Aumüller

Am 3. April 2016 feierte Radamisto von Georg Friedrich Händel (1685-1759) in der Inszenierung von Tilmann Köhler im Bockenheimer Depot seine Frankfurter Erstaufführung. Wie bereits 2012/13 bei Köhlers Sicht auf Händels Teseo im Rahmen seines ebenfalls im Depot erfolgten Opern- und Frankfurt-Debüts zu beobachten war, sprang auch hier der Funke sofort aufs Publikum über. Nun wird die Produktion in das Opernhaus übernommen!

HEUTE ORF III: Sonntag, 25. August: „Hoffmanns Erzählungen“ in „Erlebnis Bühne“ und Dakapo für „JedermannJedefrau“

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Hoffmanns Erzählungen“: Daniela Fally, Zurab Zurabishvili. Foto: operklosterneuburg/Beck

Am Sonntag folgt ein weiterer Höhepunkt des ORF-Kultursommers: Mit „Hoffmanns Erzählungen“ (20.15 Uhr) zeigt „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ anlässlich des 200. Geburtstags von Jacques Offenbach erstmals eine Produktion der operklosterneuburg. Es spielt die Beethoven Philharmonie unter der musikalischen Leitung von Christoph Campestrini. In den Hauptrollen agieren Zurab Zurabishvili, Clemens Unterreiner, Thomas Hall und Daniela Fally.

 

HEUTE: BENEFIZKONZERT IN KEZMARKU/ Tschechien (17 h)

Sebastian Kurz löst Twitter-Debatte über Greta Thunberg aus
ÖVP-Obmann und Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz war Freitagnachmittag bei einer Podiumsdiskussion in Linz zu Gast. In einem einstündigen Interview stand er Journalisten und Publikum Rede und Antwort und äußerte sich auch zu Greta Thunberg. Er „tue sich schwer“ mit ihrer „starken medialen Auslage“, gestand er.
https://www.krone.at/1983302

Wenn es nach mir ginge, bräuchten wir uns keine Sorgen über den Flugverkehr und das Kreuzschiff-Theater machen. Ich bin relativ sesshaft, fliege nicht in der Welt herum – und Kreuzfahrtschiffe kämen für mich überhaupt nicht in Frage. Zwei Tage lang mit denselben fremden Menschen auf engem Raum zu verbringen wäre für mich schwer auszuhalten, bei zwei oder drei Wochen „Zwangsgemeinschaft“ würde ich wohl vollends ausflippen.

Ich trenne sogar den Müll – und nicht nur meinen. Die Mieter meines Wohn-Hauses in der Rollingergasse sind angewiesen, den Plastik- und Dosenmüll in einen eigens dafür aufgestellten Müllsack zu werfen, den ich dann zweimal pro Woche sortiere und in die dafür vorgesehen Behälter unweit der Wohnstätte werfe.

Über Greta Thunberg habe ich meine eigene Meinung, um mir diese zu bilden habe ich den Herrn Kurz nicht gebraucht.  Auch ihn nervt aber diese peinliche Medienpräsenz der jungen Dame. In diversen Foren wird ihm vorgeworfen, dass er ihr diese Medienpräsenz neidet, zumal der derzeit unfreiwillig diesbezüglich pausiert.

In ihrer Heimat Schweden ist der Greta-Hype längst nicht so groß wie in Deutschland und Österreich. Wir Ösis und unsere Nachbarn sind sehr „begeisterungsfähig“ – um es positiv auszudrücken. Wer ist Greta, aus welcher Umgebung stammt sie?  Der Vater ist Event-Manager, die Mutter Sängerin. Den Eltern wird vorgeworfen, die Tochter als Geldmaschine zu verwenden. Wie die Zeitung KURIER berichtete, fungierte Greta als Werbefigur für die Aktiengesellschaft „We don’t have time“. Das Unternehmen wurde von dem erfolgreichsten PR-Manager und Börsenspezialisten Schwedens, Ingmar Rentzhog, 2017 gegründet. Der Freund der Familie Thunberg will das „weltweit größte soziale Netzwerk für Klimaaktion“, eine Art Facebook für den Klimawandel schaffen und damit Geld verdienen, schreibt der Kurier.

Ein Nobelpreis für Greta würde sich nicht nur finanziell, sondern medial tausendfach rechnen.

Diese junge Frau spielt ihre Rolle hervorragend, der „Oscar“ in der Kategorie „Beste Selbstdarstellerin“ wäre angebrachter als der Nobelpreis. Hinter ihr stehen Leute, die an ihr verdienen wollen. Sie ist eine lebende geniale Werbestrategie.

Pubertierende mögen ihr „auf den Leim gehen“, die Pragmatiker unter denen nützen die Gelegenheit, der Schule für einige Stunden gleichsam „wegen des wichtigen Anliegens entschuldigt zu entfliehen.

Aber wir, die angeblich „reifere Generation“, wie sehen wir die Heilige Greta?  Nach einer unglaublichen Jubelphase beginnen einige, hoffentlich viele und immer mehr dieses Manöver durchschauen. Ein Kongress für Jugendliche in der sündteuren Schweiz war keine lebensnahe Idee, mit dem Segelboot und mitfliegendem (oder nachfliegendem) Gefolge wurde der Bogen aber nun überspannt. 

Greta, das wars wohl! Gehen Sie wieder zu Schule und halten Sie Ihre Altersgenossen nicht davon ab! Sie haben Ihren Hinterfrauen und Hintermännern schon genug Geld eingespielt!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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