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25. APRIL 2022 – Montag

25.04.2022 | Tageskommentar

„Der fliegende Holläner“ in Mannheim: Schlussapplaus: Michael Kupfer- Radetzky (Holländer) und Chor. Foto: Klaus Billand

MANNHEIM/Nationaltheater: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER – Pr. am 24. April 2022
 Phantasievolle Deutung des Schreckens ewiger Verdammnis

 Gestern Abend konnte das Nationaltheater Mannheim endlich mit seiner mehrmals verschobenen Neuinszenierung des „Fliegenden Holländer“ von Richard Wagner herauskommen, und es wurde ein umjubelter Erfolg. Vor knapp 10 Minuten ging fast niemand aus dem Saal. Es war in der Tat erfrischend, einmal wieder an einem großen deutschen Haus eine Wagner-Produktion zu erleben, die mit phantasievoller und stets werkbezogener Optik unter Vermeidung der Langeweile eines Einheitsbühnenbilds wie meist bei durchgehend gespielten Stücken wie diesem auskommt. Und das auch noch bei völliger Unterlassung gehirnakrobatischer Seiltänze regietheatralischer Exzesse, deren zumindest ansatzweises Verständnis nur durch ex-ante Analyse des mittlerweile immer mehr auch online zur Verfügung gestellten Programmhefts zu bewerkstelligen ist – Werkneulinge unerwünscht. Die Spielvogte und alle übrigen vor und hinter dem Vorhang wissen eh, wovon man redet.

Foto: Christian Kleiner

 Roger Vontobel stellt mit Maren Schäfer diesen „Holländer“ im Bühnenbild von Fabian Wendling und den Kostümen von Ellen Hofmann bei starker Choreografie von Zenta Haerter in eine Seemannswelt, in denen Taue zum Sinnbild für alles Seemännische werden, Umgarnung, Ektase und Tod.“Der fliegende Holländer in Mannheim…

Zum Bericht von Klaus Billand

„Holländer in GRAZ:
Beim „Fliegenden Holländer“ wird Richard Wagner selbst zum Regisseur
Reichlich kopflastig, bisweilen interessant und musikalisch solide bis fantastisch: So zeigt sich die Neuproduktion der Grazer Oper, die Richard Wagners dramatischer Ballade „Der fliegende Holländer“ gewidmet ist.

Niemand anderes als der Komponist Richard Wagner höchstselbst führt an diesem Abend Regie. Der von Stephan Offenbacher dargestellte Schöpfer des „Fliegenden Holländer“ sitzt auf der Bühnenbildmauer und zieht die unsichtbaren Fäden: Die Seeleute von Kapitän Daland wälzen sich nach den Vorstellungen des Meisters synchron über den Boden und auch die Hauptfiguren hat Wagner unter Kontrolle. Der Holländer ist ohnehin seine Identifikationsfigur, eine Verkörperung des Unverstandenseins und Außenseitertums des Komponisten. Dass nach dem zweiten Akt der Vorhang fällt, gefällt dem Bühnen-Wagner offenbar nicht (man kann das als Besucher nachvollziehen, die späte Pause zerreißt den Abend), und allmählich entgleitet ihm die Kontrolle. Senta widersetzt sich dem Opfertod, der dem Holländer Erlösung beschert hätte, wobei die Figuren sich am Ende generell gegen ihren Schöpfer zu wenden scheinen. Der hüllt sich aber verzückt in den Brautschleier Sentas.

Tatsächlich gehört es seit geraumer Zeit zu einem der beliebtesten Tricks von Opernregisseurinnen und Opernregisseuren, den Komponisten als Figur auf die Bühne zu bringen. Das ist praktisch, weil die „Komponisten“ dabei oft zu einer Art Gehilfen werden, an denen sich die Themen, Probleme und Subtexte der von ihnen anno dazumal gewählten Stoffe und ihr Umgang damit illustrieren lassen.

KleineZeitung.at

Hamburg
Ein wahres Sängerfest mit Orchester in Höchstform: Tannhäuser in Hamburg
Eine verzaubernde Venus, die aus ihrem Tannhäuser die letzten Höhen seiner Stahlkraft rausholt: Das war ein wahres Sängerfest in Hamburg. Zum ersten Mal seit Jahren konnten auch Kent Nagano und das Staatsorchester mithalten! Weiter so, Herr Delnon.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Tannhäuser steigt aus dem Palmenhain
Im Gegensatz zum Lohengrin, Parsifal oder Siegmund ist Tannhäuser kein unbefleckter Held, Vogts knabenhelles Timbre irritiert daher vor allem im Zusammenklang mit dem üppigen, sinnlichen und expansiven Mezzo von Tanja Ariane Baumgartner. Seine Stimme liegt aber immer sicher über dem Orchester, und nach dem seelischen Zusammenbruch gegen Ende des zweiten Aufzugs passt der helle Klang auch besser zum kindlich-reuigen Sünder.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Wiener Staatsoper: „Don Pasquale“ – Junge neue Stimmen und ein bewährter Erzkomödiant im Zentrum

Sergey Kaydarov (Malatesta), Cyrille Dubois (Ernesto), Ruth Iniesta (Norina), Ambrogio Maestri (Don Pasquale). Alle Fotos: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Direktor Bogdan Roscic setzt auf die Jugend. Die von ihm angekündigte Verjüngung des Publikums war wohl der entscheidende Grund, weshalb er berufen wurde. Wegen der Corona-Blockaden während seiner ersten beiden Saisonen wäre es zu früh, diesbezüglich eine Bilanz zu ziehen. Außer bei den Generalproben, zu denen gezielt vor allem Jugendliche eingeladen werden, deutet bis jetzt – trotz einiger Neuproduktionen mit deutlich mehr Einsatz von, auf ein jugendliches Publikum abzielenden sozialen Medien, wie z.B. in Simon Stones La Traviata – wenig darauf hin, dass der Anteil an jungen Opernbesuchern merklich zugenommen hätte. Es kommen zuletzt zwar wieder etwas mehr junge Leute ins Haus, aber das sind in erster Linie ausländische Touristen, auf deren Programm traditionellerweise eben auch ein Besuch in der Oper steht. Ob dafür im Gegenzug eine spürbare Abwanderung des älteren Stammpublikums zu verzeichnen wäre? Freie Plätze bei Premieren wie auch bei Repertoireaufführungen – weisen in diese Richtung, es wäre aber auch hier verfrüht, daraus einen konstanten Trend abzuleiten.

Gelungen ist die Verjüngung allerdings – mit überwiegend positivem Feedback – bei der Besetzung vieler Aufführungen, deutlich zu sehen und zu hören ist dieser Anspruch auch bei der eben anlaufenden Aufführungsserie von Donizettis Don Pasquale. An der Seite des in dieser Rolle schon so gut wie zu einer Legende gewordenen Erzkomödianten Ambrogio Maestri, der auch diesmal – mit seiner bühnenfüllenden Erscheinung, mit buffonesker Spielfreude und einem wendigen Bariton –  in der Titelpartie umwerfend agiert und singt, werden diesmal ausschließlich junge Kräfte aufgeboten. Darunter gleich zwei Hausdebüts: Cyrille Dubois und Ruth Iniesta.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

MusikTheater an der Wien (im MuseumsQuartier) und Kammeroper

 

Premieren der Spielzeit 2022 / 23
Intendant Stefan Herheim

Detaillierter Spielplan, zusammengefasst von Dr. Renate Wagner

Renate Wagner hat die Programmvorhaben von Stefan Herheim bis ins Detail zusammengefasst.

Betreff „Junge Sänger“: Herheim wird das Operstudio für junge Sänger aufgeben, weil er nicht die drittte Institution dieser Art in Wien sein will (nachdem die Volksoper nun auch ein Studio hat). Ich halte das für eine vernünftige Entscheidung. Wenn Opernsänger in Zukunft immer jünger sein sollen, müsste man auch darauf hinweisen, dass Opernsänger kein Beruf fürs ganzr Leben sein wird.

Falsche Töne gegen Teodor Currentzis
In einem Leserbrief repliziert der ehemalige Staatsopernchef Ioan Holender auf Axel Brüggemann. Axel Brüggemann möge es zustehen, gegen alles, was russisch ist, eine Tabula rasa auszurufen. Teodor Currentzis ist Grieche und nicht russischer Grieche. Er hat in Moskau studiert, so wie viele andere Musiker.

…Der offensichtliche Hass des Journalisten Brüggemann gegen den erfolgreichen Konzerthaus-Leiter Matthias Naske besteht nur dadurch, dass dieser als Erster Currentzis und sein Spitzenorchester regelmäßig nach Wien engagiert, wo es mehrfach ausverkaufte Säle vor einem jubelnden, vor allem auch jugendlichen Publikum gibt. Der Direktor der Metropolitan Opera in New York hat Currentzis nie ausgeladen, denn er war dort auch nie tätig gewesen.
DerStandard.at

Holender feht, auch wenn er immer noch sehr umtriebig ist. Er hatte wirklich immer etwas zu sagen – und wenn er sich heute meldet, trifft er meist den Nagel auf den Kopf. In einer Welt der Dampfplauderer ist er eine einsame Erscheinung.

Das Theaterrecht auf den Buhruf: Pfeifen, Stampfen, Aushusten!
Buhrufe erzürnen aus verständlichen Gründen manche Leitungsperson am Theater. Dabei sind sie nur das höfliche Überbleibsel einer langen Geschichte von Unmutsbekundungen

Der Buhruf gehört zum guten Ton verglichen mit dem, was früher üblich war: In der Antike wurden Akteure verprügelt, bis ins 19. Jahrhundert wurde bei Missfallen der Vorstellung mit Obst geworfen…

Heute drücke sich Missfallen vor allem durch Gelangweiltsein aus. Und da sind schleppender Applaus oder frühes Aufstehen und Gehen schmerzlicher als Buhs, die immerhin eine „emotionale Entladung“ bedeuten, die zeigen, dass die Kommunikation zwischen Bühne und Zuschauerraum funktioniert.
DerStandard.at

Noch nie ist es in den Theatern so gesittet zugegangen wie in der Gegenwart. Uns gefällt heute bald etwas! Oder sind wir nur zu feige, unser Missfallen zu äußern! Ich habe noch nie im Theater „gebuht“, ich bin schweigend gegangen, wenn mir etwas nicht gefallen hat. Für Heuchelei bin ich mir wirklich zu schade!

Linz: „CAINO ET ABEL1 – THE BROTHERS2 – Premiere am Musiktheater des Landestheaters, Black Box, 24. 04.2022

  1. Oratorium von Bernardo Pasquini, Text von Giovanni Filippo Apolloni; in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  2. Oper mit Text und Musik von George Antheil; in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Eine Produktion des Oberösterreichischen Opernstudios in Kooperation mit dem Institut für Alte Musik der Anton Bruckner Privatuniversität

Tina Josephine Jaeger, Grégoire Delamare, Michael Daub. Foto: Petra Moser

Zwei Werke, die den „ersten Mord der Geschichte“ zum Inhalt haben. Einmal als Oratorium des 1637 geborenen Pasquini, der den Großteil seines Lebens in Rom, als Bediensteter der Familie Borghese, verbrachte; es wurde 1671 uraufgeführt. Die zweite Version ist eine einaktige Oper in drei Szenen, die 1954 zum ersten Mal erklang und das Thema in die zeitgenössischen USA versetzt…

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber

Bonn: Meyerbeers Glanz und Preußens Gloria
Giacomo Meyerbeers Singspiel „Ein Feldlager in Schlesien“ an der Oper Bonn
NeueMusikzeitung/nmz.de

Berlin/ Neuköllner Oper
Das kurze Leben der Lili Boulanger
Die Neuköllner Oper erzählt vom Leben, Lieben und Leiden der französischen Komponistin Lili Boulanger
Tagesspiegel.de

VIP-Tickets gewinnen: Mit der „Krone“ zu den großen Stimmen Wagners
Andreas Schager und Günther Groissböck kommen im Zuge der „Great Voices“-Reihe ins Konzerthaus. Wir haben VIP-Tickets für Sie!
https://www.krone.at/2687534

Oper Leipzig versetzt Nielsens „Maskerade“ in die Spaßgesellschaft des 20. Jahrhunderts
MDR.de.Kultur

Erfurt
Samt-und-Brokat-Partitur: Peter Leipolds Oper „Mio, mein Mio“ in Erfurt
NeueMusikzeitung/nmz.de

Houston
Tamara Wilson brings resplendent vocalism to HGO’s static “Turandot”
texasclassical.review

In memoriam Willi Resetarits ändert der ORF sein Programm

Willi Resetarits. Foto: ORF

Wien (OTS) – In Gedenken an Willi Resetarits, der am Sonntag, dem 24. April 2022, im Alter von 73 Jahren verunglückt ist, ändert der ORF sein TV- und Radioprogramm.

ORF-Generaldirektor Mag. Roland Weißmann: „Mit Willi Resetarits verliert Österreich einen Ausnahmekünstler, der die österreichische Kultur- und Musiklandschaft nicht nur mit seiner Musik geprägt hat, sondern vor allem auch mit sozialem Engagement, Solidarität und Menschlichkeit. Mit ‚Trost und Rat‘ stand er unserem Publikum über viele Jahre in regelmäßigen Sendungen von Landesstudio Wien und Ö1 zur Seite. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.“

In memoriam Willi Resetarits in ORF 2 und ORF III

Neben der aktuellen Berichterstattung sowie der ORF-2-Daytime mit u. a. „Guten Morgen Österreich“ und „Studio 2“ bringt der „kulturMontag“, am 25. April, um 22.30 Uhr einen Nachruf.

Auch ORF III ändert anlässlich des Todes von Willi Resetarits sein Programm: Am Montag, dem 25. April, ist in einem „Kultur Heute Spezial“ (20.15 Uhr) u. a. Freundin und Wegbegleiterin Birgit Denk zu Gast. Anschließend folgt die Dokumentation „Losst’s eich nix gfoin“ (21.05 Uhr): Was Willi Resetarits als engagiertem Zeitgenossen am Herzen lag und was er gerne damit erreichen wollte, darüber berichtet Günther Löffelmann. Um 21.55 Uhr folgt ein Dacapo von „Orte der Kindheit“ mit Willi Resetarits. In „DENK mit KULTUR“ (22.30 Uhr) ist Willi Resetarits gemeinsam mit Ruth Brauer-Kvam zu Gast bei Birgit Denk. Um 23.25 Uhr folgt die ORF-III-Neuproduktion „Die lange Nacht des Willi Resetarits“ mit den legendärsten Konzerten und den denkwürdigsten Auftritten. Den Abend in memoriam Willi Resetarits beschließt der Spielfilm „Blutrausch“ (1.30 Uhr), in dem die Kunstfigur Dr. Kurt Ostbahn in eine skurrile Kriminalgeschichte gerät.

Ostbahn-Kurti“ Willi Resetarits ist tödlich verunglückt
Der Musiker galt als einer der einflussreichsten und originellsten heimischen Acts, der Schmäh und sozialen Gerechtigkeitssinn gleichermaßen besaß
DerStandard.at.story

Wien/ Burgtheater
Sex auf der Bühne: Schutz für mediale Sensationslust (Bezahlartikel)
Das Redaktionsgeheimnis bewahrt vor Pflicht zu Auskunft, wer im Theater verbotene Aufnahmen machte.
Der „Tag des Zorns“, den Regisseur Kay Voges und Komponist Paul Walfisch im Winter 2019/20 als „Endzeit-Oper“ im Wiener Burgtheater aufführten, wurde zu einem Tag des Ärgers.
DiePresse.com

Theaterpremiere in Zürich: Aufruhr auf der Rütliwiese
Der Regisseur Milo Rau erfindet am Zürcher Schauspielhaus das Freiheitsdrama »Wilhelm Tell« neu – und lässt unter anderem einen afrikanischen Geflüchteten von seinem Leben als Illegaler berichten, der von der Polizei gejagt wird. Angekündigt war ein Revolutionsdrama, das zugleich ein Befreiungsschlag fürs schweizerische Nationalbewusstsein hätte werden sollen. Zu sehen und zu hören bekommt das Publikum eine Jamsession mit Gitarre, Bass und vielen Laieninterpreten an den Saalmikrofonen. Der Regisseur Milo Rau präsentiert am Samstagabend »nach Friedrich Schiller« einen »Wilhelm Tell« auf der Bühne des Zürcher Schauspielhauses. Und formuliert gleich mehrere Anklagen gegen das, was in der Schweizer Politik und Gesellschaft heutzutage schiefläuft.
DerSpiegel.de

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Macron schafft die Wiederwahl: Es ist kein überragender Triumph, aber immerhin ein eindeutiger Sieg, den Emmanuel Macron am Sonntag errungen hat. Mit über 58 Prozent der Wählerstimmen wird er zum ersten Präsident seit Jacques Chirac vor zwanzig Jahren, der eine zweite Amtszeit zugesprochen erhält. Seine Konkurrentin Marine Le Pen ist zwar geschlagen, doch mit etwas über 41 Prozent schafft sie das beste Ergebnis in der Geschichte der rechtsextremen Partei «Rassemblement National».
Zum Bericht
Selenski trifft sich mit US-Ministern in Kiew: Eine ranghohe amerikanische Delegation mit Aussenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin ist nach ukrainischen Angaben wie angekündigt in Kiew eingetroffen. Die beiden Minister träfen sich in der Hauptstadt mit Präsident Wolodimir Selenski, sagte sein Berater Olexi Arestowitsch am Sonntagabend in einem Videointerview. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.
Zu den neusten Entwicklungen
Nicaragua wirft Organisation Amerikanischer Staaten aus dem Land: Die autoritäre Regierung Nicaraguas hat das Büro der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in der Hauptstadt Managua geschlossen. Zugleich zog sie die Akkreditierung ihrer Vertreter bei der OAS in Washington zurück, wie die Regierung des mittelamerikanischen Landes am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. «Wir werden in keiner Instanz dieses teuflischen Instruments des Bösen mehr vertreten sein», hiess es in der Mitteilung.
Zum Bericht
Max Verstappen demütigt den Ferrari-Rennstall in dessen Heimrennen in Imola: Der Niederländer und sein mexikanischer Kollege Sergio Perez feierten einen Doppelerfolg, derweil der WM-Spitzenreiter Charles Leclerc mit einem Fahrfehler in der Schlussphase die Chance auf den zweiten Platz wegwarf und nur Sechster wurde. In der Gesamtwertung behält er aber einen komfortablen Vorsprung von 27 Punkten vor Verstappen.
Zum Bericht

Österreich: Das sind die Gewinner der ROMY 2022
Wer bei der ersten Gala seit 2019 in der Hofburg ausgezeichnet wurde.
Kurier.at

Christian Wehrschütz: „Journalisten haben nicht Richter zu sein“
Der Ukraine-Korrespondent wurde mit dem Sonderpreis der Jury prämiert. Wehrschütz im Gespräch über seinen Einsatz in der Ukraine, gefährliche Situationen und seine Pläne, zum Mars zu fliegen.

…Korrespondenten, die in „ihrem“ Land leben und die Sprache nicht beherrschen, hält er für „nicht seriös“: Ohne Ukrainisch- und Russischkenntnisse wäre er von 90 Prozent der Informationsquellen abgeschnitten, die er nutzt.

Immer mehr entwickle sich der Krieg zu einer „Propagandaschlacht“. Ehe es kein rechtmäßiges Urteil gibt, sei es korrekt, von „mutmaßlichen“ Kriegsverbrechern zu sprechen. Das hätten viele etwa bei Butscha außer Acht gelassen. „Wir haben nicht Richter zu sein als Journalisten“, so Wehrschütz. Seine Aufgabe sei es, den Österreicherinnen und Österreichern „ein Bild zu bieten, mit dem sie selbst in der Lage sind, sich ihre Meinung zu bilden. Und ich habe nicht durch die Wortwahl Dinge bereits vorzugeben.“

Kurier.at

Christian Wehrschütz ist für mich sowieso der „Journalist des Jahres“ – und nicht nur dieses Jahres. Er spricht fließend die Sprache des Landes, aus dem er gerade berichtet und hält das auch für eine Bedingung. Und er berichtet nicht tendenziös!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C

 

 

 

 

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