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25. APRIL 2020 (Samstag)

25.04.2020 | Tageskommentar

Heute (Beginn aber erst um etwa 19 h ) „Met-Gala aus dem Home-Office“

Alles (Vieles), das in der Opernwelt Rang und Namen hat. ist dabei. Schaffen es die Amerikaner, etwas Stimmung reinzubringen? Die vorwöchige Wiener „Gala“ war ja von der Stimmung her wie ein Begräbnis (viele Begräbnisse sind aber lustiger, weil es danach meist den „Leichenschmaus“ gibt). Ich bin gespannt, was uns die Amis da vorsetzen.

Ich rate, heute oder morgen www.metopera.org anzuschauen, vermutlich wird die „Show“ den ganzen Sonntag laufen!

How the Met Opera Is Throwing a Gala Concert With Smartphones
Closed by the coronavirus, the company is streaming its biggest stars, performing live across nine time zones.

The New York Times

Zur aktuellen Lage – eine Videobotschaft von Nikolaus Bachler

Das sind Bemerkenswert kluge Sätze, von denen ich sicher viele sofort unterschreiben würde!

ZUM VIDEO (Nikolaus Bachler)

Das Problem, das wir wohl alle haben , ist, dass wir uns jene Passagen „rausklauben“, die uns in den Kram passen. In jedem Fall sagt Bachler in diesem Video mehr, als wir von diversen Dampfplauderern in letzter Zeit gehört haben!

Am Montag beginnt wieder die Serie der „Montagskonzerte“ der Bayerischen Staatsoper – mit Jonas Kaufmann

27. April – Montagskonzert

 

Der Unsicherheitsfaktor „Mensch“

Neulich sah ich in einer deutschen Nachrichtensendung einen deutschen Politiker, ich kenne ihn nicht, ich weiß nicht, wen ich zitiere. Aber er sagte, man müsse die Verantwortung für das weitere Geschehen wieder in die Hand der einzelnen Menschen legen. Hurra, nichts anderes wollten wir hören.

Aber da stock’ ich schon – denn wer garantiert, dass der Mensch ein intelligentes, veranwortungsbewußtes, soziales (also auch auf das Wohl seiner Umwelt orientiertes) Wesen ist, dem man diese „Selbstverwaltung“ seines Schicksals ohne zu zögern anvertrauen kann?

Ich erinnere mich mit Kopfschütteln an das Foto einer amerikanischen Mutter, die mit einem Haufen Kinder eng gedrängt im Gras sitze, umgeben von Transparenten: „My Rights are from God“ und „My Rights are not from the Government“. Zu Deutsch: Ich lasse mir nicht vorschreiben, mich und die meinen zu schützen, und auch nicht, dass ich möglichst niemanden gefährden soll. Ich bin ich und basta…

Die Beispiele, dass Wenige verderben, was viele richtig zu machen suchen (Umfragen sagen, dass in Österreich 90 Prozent der Bevölkerung die Vorgaben der Regierung für sinnvoll halten und mittragen), sind leider zahlreich.

Schweden ist das Musterland für das, was DDr. Christian Fiala predigt (zuletzt in einem langen Interview von „News“, das beleidigt ist, nicht wie Dichands und Fellner angeblich von Kurz „gekauft“ zu sein und folglich aus allen Rohren schießt): Dass Covid-19 ein Virus sei wie alle anderen auch und alle Maßnahmen der Regierung sinnlos und schädlich sind, dass wir am besten täten, „Corona“ zu ignorieren, darüber hinweg zu leben und zu warten, bis es (wie die Grippe) einmal aufhört, was angeblich in der heißen Jahreszeit ohnedies der Fall sein wird. Ja, wenn man dessen sicher sein könnte, wenn irgendjemand irgend etwas so genau wüsste, dass er definitive und richtige Entscheidungen treffen kann!..

Zum Apropos von Renate Wagner

Soweit die Meinung von Renate Wagner. Derzeit werden viele Meinungen an mich herangetragen. Natürlich habe ich meine eigene Meinung, die sich nicht mit der Meinung unserer Autoren decken muss. Das tut sie meist auch nicht, ich war nie obrigkeitshörig, meine Lehrer sind an mir verzweifelt – aber ich habe trotzdem halbwegs meinen Weg gemacht.

Dadurch unterscheidet sich der Online-Merker auch von den Zeitungen, die mit 2 Euro Presseförderung pro gedrucktem (!) Exemplar (das muss man sich erst einmal geben) am Rockzipfel der Regierung hängen. Wir leisten uns den Luxus einer eigenen Meinung, niemand ist an eine Blattlinie gebunden! Mich konnte noch niemand kaufen, so viel Geld gibt es auf der Welt gar nicht!

Salzburg
„Irgendeine Art Salzburger Festspiele wird es geben“
Landeshauptmann Haslauer deutet verkleinerte Salzburger Festspiele an, voraussichtlich auch mit „Jedermann“. Aber er versichert: Die endgültige Entscheidung wird Mitte Mai fallen.
Salzburger Nachrichten

Salzburg
Jedermann-Regisseur: „Selbst entscheiden“, ob wir Kultur machen und besuchen
Michael Sturminger plädiert für einen Sommer mit Kultur und persönliche Verantwortung.
Kurier

Das ist einmal eine gute Nachricht, wenngleich diese Festspiele nicht zu meinen Favoriten zählen. Aber es wäre (wenn es der Landeshauptmann mit bestem Draht zur Regierung sagt, wird es wohl stimmen), der erste Stein, den man aus einem Gestemm/ Gewölbe entfernt. Sie wissen, was dann passiert!

Österreich: Epidemiegesetz neu regelt Screenings und Veranstaltungen

ÖVP und Grüne haben im Parlament eine Reform des Epidemiegesetzes eingebracht. Das Gesetz sieht – bis Ende 2021 befristet – „Screeningprogramme“ zur Ermittlung von Regionen, die besonders von Covid-19 betroffen sind, vor. Es erlaubt aber auch den Ausschluss „bestimmter Personengruppen“ von Veranstaltungen. Die SPÖ befürchtet, dass damit Personen gemeint sind, die keine Tracking-Apps installieren.

Eine Begutachtung des Gesetzes ist nicht geplant, auch in ihren Pressekonferenzen hat die Regierung die Novelle nicht vorgestellt. Im ÖVP-Klub heißt es dazu, dass man rasch handeln müsse, damit die im Gesetz fixierte neue „Containment-Strategie“ rechtzeitig zur „Öffnung“ nach der Coronavirus-Krise in Kraft sei. Soweit die Meldung des ORF – nicht einer Oppositionszeitung!

Mittlerweile hat sich der Vizekanzler mit einer Richtigstellung gemeldet. An der Formulierung des Antrags stimmt ewas nicht, diese wird umgehend repariert. Sind wir schon total „verlunacekisiert“, was sind das für Leute?

Gutscheinzwang

Übrigens, wer Konzertkarten (die Bundestheater sind nicht gemeint, von denen gibt es Geld retour ) gekauft und über 70 Euro dafür bezahlt hat, bekommt einen Gutschein für die 70 Euro übersteigende Kaufsumme statt des Geldes in die Hand gedrückt! Diese Info entspricht meinem Wissensstand, ist daher mit Vorbehalt gemeint). Diese Regelung hat die Regierung angeblich abgesegnet, um die Konzertveranstalter nicht in den Ruin zu treiben (mehr darüber morgen).

Neu: Ich glaube, das istvon mir  verkehrt erklärt: Für Tickets soll bis 70 Euro einen Gutschein geben, darüber kann man sich bis zu 180 Euro auszahlen lassen, darüber gibt es wieder einen Gutschein. Etwas kompliziert, finden Sie nicht auch?

Ehrlich, wie kommt man dazu? Wie viele Konzertveranstalter sind schon pleite gegangen? Ich kann doch nicht gezwungen werden, einer Firma mit schlechter Bonität einen noch dazu kostenlosen Kredit auf Weisung der Regierung zu gewähren! Hallo, geht’s noch?

Mag. Eva Blimlinger, Kultursprecherin der „Grünen“ verteidigt und begrüßt diese Regelung/ Verpflichtung

https://www.derstandard.at/story/2000117088753/gutscheinloesung-fuer-abgesagte-veranstaltungen-steht

ELISABETH KULMAN – YOUTUBE-KANAL

Mit ihren nicht uninteressanten Themen.
Wolfgang Ablinger- Sperrhacke soll angeblich schon bei der US Gewerkschaft AGMA mit dem Thema gelandet sein.

Interview Matthias Goerne

https://www.youtube.com/channel/UCcS6jR6tVE8Z64GwLIgeaxw

HEUTE/ Berlin: Überleben der freien Theater: rbbkultur – das Magazin am 25. April aus dem Tipi am Kanzleramt

"Tipi am Kanzleramt"; © Michael Haddenhorst
Tipi am Kanzleramt. Foto: Michael Haddenhorst

still ruht das TIPI AM KANZLERAMT und die BAR JEDER VERNUNFT – bis Ende Juli mindestens sind unsere Zelte geschlossen. Dieser Zeitraum ist zu lange, um ihn ohne Unterstützung zu überstehen, unsere Existenz steht wie die der meisten Berliner Theater auf dem Spiel. Wir hoffen, dass die spielfreie Zeit bald zu Ende geht, aber auch die Frage, wie ein kontaktfreier Theaterbesuch danach aussehen wird, beschäftigt uns.

rbbkultur – das Magazin thematisiert in seiner neuen Ausgabe diese Problematik, die Sendung wurde im TIPI am Kanzleramt aufgezeichnet.

„Freie Theater im Überlebensmodus“: https://www.rbb-online.de/rbbkultur-magazin/index.htm/doc=%21content%21rbb%21rbb%21fernsehen%21programm%2125_04_2020%212943175134.html

Hier gewinnen Sie einen Eindruck, wie die Künstler und Theaterleute den Stillstand durch die Corona-Krise erleben.

Buchbesprechung: Ulrich Pfisterer – RAFFAEL. Glaube Liebe Ruhm
384 Seiten, 235 Farbabbildungen, Großformat, Verlag C.H. Beck, 2019

Eigentlich war das Jubiläum bereits zu Ostern, aber natürlich vergisst Renate Wagner nicht auf Raffael – und so gibt es den Hinweis eben jetzt!


Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Unter den ganz großen Künstler-Jubiläen des Jahres 2020 kommt ihm an Gewicht wohl nur Ludwig van Beethoven mit seinem 250. Geburtstag gleich: Für Raffael, den großen Maler und Graphiker, ist es der 500. Todestag. Der Künstler, der irgendwann im März oder April 1483 (möglicherweise am Karfreitag) in Urbino geboren wurde, hatte neben seinem Geburtstort zwei große Stationen in seiner Karriere – Florenz, wo er damals gleichzeitig mit Leonardo und Michelangelo lebte, mit denen er heute ein ideales Trias („drei Kronen“, sagten die Italiener) bildet, und Rom, wo er am Karfreitag, dem 6. April 1520, gestorben ist, gerade 37 Jahre jung und doch ein Mann, der Unsterbliches geschaffen hat.

Rom hat ihm ein halbes Jahrtausend nach seinem Tod eine Ausstellung gewidmet, wie es sie noch nie gegeben hat, die bis in den Juni laufen sollte und vermutlich Hunderttausende Besucher angezogen hätte. Wenige Tage nach ihrer Eröffnung wurde sie gesperrt: Corona brachte die Welt zum Stillstand. Man würde nun nicht wagen, Kunstfreunden zu sagen, dass ein großformatiger Bildband sie für die Betrachtung der Originale „entschädigen“ kann, das wäre lächerlich. Aber für stundenlange, intensivste Beschäftigung mit Raffael ist das 384 Seiten schwere, dicke, große Buch, für das man sich an einen Tisch setzen muss, hochgradig geeignet…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Günther Groissböck probt für die Met-Gala im Home-Office


Foto: Groissböck

INSTAG( K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Anna Netrebko räumt! Fotos und Videos

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Hilft Nikotin gegen Corona? Wie gefährdet sind Raucher?
Eine Studie untersucht die schützende Wirkung von Nikotin auf eine Coronavirus-Erkrankung. Dass sich diese Annahme bestätigt, ist unwahrscheinlich. Trotzdem gibt es Gründe, erst nach der Krise mit dem Rauchen aufzuhören.
https://www.diepresse.com/5804416/coronavirus-wie-gefahrdet-sind-raucher

Es genügt nicht, sich eine Brille aufzusetzen und den Professor zu spielen, wenn man von der Materie keine Ahnung hat. Rauchen kann tödlich sein, Nichtrauchen offenbar auch!

Unter den Rauchern gibt es bemerkenswert wenige Corona-Erkrankte. Haben wir das Mittel gegen den Virus womöglich bereits gefunden und brauchen wir zum Erwerb weder Rezept noch Apotheke?  Tut es eine Trafik auch?

Wenn nun die Wirtshäuser Mitte Mai aufsperren, wird dann Rauchen zur Verpflichtung erhoben! Ich bin schon auf die nächste Pressekonferenz der „Vierergruppe“ gespannt! Was bietet sie an neuen lustigen Einlagen?

Verbringen Sie ein schönes und gesundes Wochenende

A.C

 

 

 

 

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