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24. SEPTEMBER 2018

24.09.2018 | Tageskommentar

„Die Zauberflöte“ in Brüssel – ganz in Weiß. Aber das hilft Romeo Castellucci bei seiner Pleite auch nicht. Foto: La Monnaie/Brüssel

In Salzburg kann man leicht bejubelt werden – dort bejubelt des Publikum seine eigene Anwesenheit. In Brüssel erlebte Salzburgs „Salome“-Regiekünstler hingegen eine Pleite.

2018 ist sichtlich kein gutes Jahr für die meistgespielte aller Opern. In Salzburg überfrachtete Lydia Steier das Werk mit Regieeinfällen heillos und gefiel damit einer Minderheit, der aber der Intendant Hinterhäuser angehörte. In Brüssel gab es nun eine Beerdigung erster Klasse, dafür sorgte „Salzburg-Held“ Romeo Castellucci. 

Aber lesen Sie selbst:

Castellucci-Pleite mit „Die Zauberflöte“
Zauberflöte“ in Brüssel : Er prahlt, die Blindheit zu verkünden. Romeo Castellucci beerdigt in Brüssel Mozarts „Zauberflöte“ unter der musikalischen Leitung von Antonello Manacorda.
Frankfurter Allgemeine
Eupenerin Lorena Dürnholz steht in Brüssel auf der Opern-Bühne
In der Brüsseler Oper „La Monnaie“ fand am Dienstagabend die Premiere von Mozarts „Die Zauberflöte“ statt. Die Produktion steht im Zeichen einer neuen Perspektive. Unter anderem, weil fünf blinde Frauen und fünf Männer mit schweren Verbrennungen sich selbst verkörpern – darunter Lorena Dürnholz aus Eupen.
https://www.grenzecho.net/region/eupener-land/eupen/eupenerin

Die österreichische Zeitung „Kurier“ hat eine Hymne über diese „Zauberflöte geschrieben

https://kurier.at/kultur/dieser-mozart-geht-unter-die-haut/400122884

Und gestern feierte „Die Zauberflöte“ in Krefeld Premiere. Ein Bericht liegt noch nicht vor, „Opernfreund“ Peter Bilsing wurde aber im Foyer des Opernhauses Zauberflöten-gerecht empfangen:

Foto: Bilsing

Kobie van Rensburg hat inszeniert. Eigentlich liefert der Mann von Zeit zu Zeit ganz gute Ideen ab. Wir sind gespannt.

Die Kritiken sind hervorragend. Mehr darüber morgen!

Wiener Staatsoper: Il barbiere di Siviglia  – Besetzungsänderung

Am 1. und 4. Oktober 2018 steht Rossinis Il barbiere di Siviglia auf dem Spielplan des Hauses am Ring. Margarita Gritskova verkörpert anstelle der erkrankten Daniela Fally die Rosina.

Berlin/ Staatsoper: Die Frau ohne Schatten. Wiederaufnahme/zweite Vorstellung (23.9.)

Paul Lorenger (Schwarze Gazelle | Keikobad) und Camilla Nylund (Die Kaiserin). Copyright Hans Jörg Michel

Die in einem Irrenhaus angesiedelte Inszenierung von Claus Guth, die am 9.4.2017 noch im Schillertheater ihre Premiere feierte, ist nun für fünf Vorstellungen in die Staatsoper unter den Linden transferiert worden. Es handelt sich um eine Koproduktion mit dem Teatro alla Scala di Milano und dem Royal Opera House Covent Garden London. Das optisch kühle, in ihren Mitteln minimalistische Bühnenbild  – ein karger holzgetäfelter Raum, eine bewegliche Rückwand mit Drehbühne, ein Laufbang über die Bühne – steht der spätromantischen Musik diametral entgegen. Als einziges poetisches Zugeständnis dürfen drei Tänzerinnen als Schwarze Gazelle (Keikobad), Weiße Gazelle und Falke durchs Geschehen schreiten, flattern, hatschen. Krankenbetten auf der Bühne, in denen die Protagonisten sich ständig tummeln, nerven mich mittlerweile genau so wie Koffergeschwader oder gelackter Hochglanzschick. 

Von der Premierenbesetzung sind nur noch Camilla Nylund als Kaiserin und Michaela Schuster als Amme übrig geblieben, die anderen Hauptrollen fanden in Simon O‘Neill als Kaiser, Michael Volle als Färber und Elena Pankratova als Färberin neue Interpreten.

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

Weimar: Ein Maskenball – Wiederaufnahme (22.9.)

„Ein Maskenball“ – Wiederaufnahme in Weimar

Es war der Abend des Alik Abdukayumov, der Renato in einer Qualität sang, wie man sie nur selten hören kann. Seine große, dunkel strömende Stimme setzte der Sänger mit größter Kunstfertigkeit ein. Die Phrasierung und das Legato sind makellos. „O dolcezze perdute“ aus seiner großen Arie  war ergreifend, nur um zumindest eine unvergessliche Phrase ins Gedächtnis zu rufen…

…Ja, und dann der kleine Junge. Wieder wurde ein kleiner Junge als Figur in die Handlung eingeführt (wie ja auch schon im Weimarer Don Govanni). Diesmal, so scheint es, als Sohn Renatos. Also das mit den kleinen Jungen ist derzeit offenbar Mode, zumindest in Weimar.

Zum Bericht von Christoph Karner

Vielleicht hat man in Weimar einen besonders begabten Knabendarsteller – oder einen mit einer starken Lobby hinter sich.

Opernhaus Covent Garden : Wie ein Ozeandampfer des Art déco
Das Londoner Opernhaus Covent Garden bemüht sich schon lange das Etikett „elitär“ abzustreifen. Durch einen umfangreichen Umbau soll nun ein neues Publikum angelockt werden.
Frankfurter Allgemeine

New York: Metropolitan Opera 2018-19 Season Preview
Nicole Car, Vittorio Grigolo, Michael Fabiano & Ailyn Pérez Headline “La Bohème’ Casts
http://operawire.com/metropolitan-opera-2018-19-season-preview-nicole-car

Erl/Tiroler Festspiele: Wird das Publikum auch kommen, wenn Kuhn nicht den Ton angibt?

In Erl ist man bemüht, Ersatz für den „Erlkönig“ zu finden – doch wird auch das Publikum weiterhin kommen? Für nicht wenige war eben Gustav Kuhn der Grund, dieses nicht eben billige, aber weitgehend mit No-Names operierende Musikfestival zu besuchen. (Quelle: „Die Welt“)

Die Frage ist nicht unberechtigt. „Die Welt“ glaubt aber auch zu wissen, wer künftig in Erl das Sagen haben wird:

Inzwischen ist Kuhns Stelle als Leiter der Festspiele neu ausgeschrieben worden, da er sich 2020, im Jahr seines 75. Geburtstags, zurückziehen wollte. Doch wie es heißt, soll er den Wunsch gehabt haben, auch danach weiterhin zu dirigieren und seine Produktionen selbst zu besetzen. Das dürfte nun erst einmal fraglich sein. Insofern hätte die aussichtsreichste Bewerberin dort größere Machtfülle: Es handelt sich um die Deutsche Christina Scheppelmann, die das Opernhaus in Oman aufgebaut hat und gegenwärtig dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona vorsteht. So würde ihr der Abstieg nach Erl wohl leichter fallen.

Gustav Kuhn darf nun auch nicht mehr in Erl dirigieren
Die Welt.de

Stuttgart: Staatstheater Stuttgart starten mit neuen Leitern
Startschuss für einen historischen Umbruch an den Staatstheatern Stuttgart: Neue künstlerische Leiter in allen drei Sparten und am Dirigentenpult haben am Wochenende endgültig das Ruder übernommen. Viktor Schoner (Oper), Tamas Detrich (Ballett) und Burkhard C. Kosminski (Schauspiel) präsentierten am Sonntag den Zuschauern ihre Pläne für die erste Spielzeit.
Musik heute
Umbruch am Staatstheater Stuttgart: Was bringen die Neuen
Sueddeutsche Zeitung

20 JAHRE RADIO STEPHANSDOM

(Heinrich Schramm-Schiessl)

 

Eigentlich heißt der Sender ja seit dem 1. Juni 2015 korrekt „RADIO KLASSIK-STEPHANSDOM“, aber im Sprachgebrauch wird immer noch der Ursprungsname verwendet, wobei ihn manche auch gerne als „Radio Heilig“ bezeichnen. Dies rührt daher, dass der Betreiber niemand geringerer als die Erzdiözese Wien der katholischen Kirche ist. Es war ungewöhnlich, als sich im  Jahr 1998, als die Privatradiofrequenzen vergeben wurden, eine solche Institution darum bewarb. Radio Stephansdom kann man terrestrisch in Wien, Wien Umgebung und in Niederösterreich (südlich bis ca. Wr. Neustadt, westlich bis ca. St. Pölten), in Salzburg und Umgebung sowie in Graz empfangen. Ferner besteht die Möglichkeit des Empfangen über das Wiener und Salzburger Kabelnetz sowie über das Internet (https//radioklassik.at).

Mehr darüber unter
https://onlinemerker.com/20-jahre-radio-stephansdom-heute-am-24-9-2018-besteht-radio-stephansdom-20-jahre/

Künstlergespräch in München

Liebe Münchner Opernfreunde, könnt Ihr nicht das Plakat für Eure Künstlergespräche etwas bunter machen? In dieser Aufmachung glaube ich im ersten Moment, eine Parte zu sehen.

STUTTGART/ Hugo Wolf-Akademie: Dienstag, 18. September 2018 bis Sonntag, 23. September 2018
11. Internationaler Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart
Die Jury mit den Preisträgern. Copyright: Reiner Pfisterer

Am Ende einer musikalisch überaus bewegten Woche fielen am Samstag die mit Spannung erwarteten Entscheidungen. 32 Duos aus aller Welt konkurrierten um die begehrten Preise. Trotz der stattlichen Dotierung spielen die Preisgelder in Höhe von insgesamt € 35.000 für die jungen Musikerinnen und Musiker erfahrungsgemäß eine untergeordnete Rolle. Schließlich gilt der Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart in der Klassikszene vor allem als extrem aussagekräftiger Indikator und Sprungbrett für eine große Konzertkarriere.

Dazu Cornelia Weidner, Intendantin der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie: „Die 96 Bewerbungen aus Europa, Asien, Amerika und Australien unterstreichen das Renommee des Wettbewerbs und zeigen die Leidenschaft für das immer wieder abgeschriebene Lied, sowohl bei den jungen Musikern als auch beim Publikum. Diese Begeisterung haben wir ganz unmittelbar gespürt, auf der Bühne und bei den vielen Besuchern der öffentlichen Wettbewerbsrunden. Und das ausverkaufte Preisträgerkonzert ist ebenfalls ein Zeichen dafür.“

Die fein austarierte Verteilung der Preise zeigt, welches Kopf-an-Kopf-Rennen, sich die sieben Finalisten-Duos lieferten. Dazu Brigitte Fassbaender, die Vorsitzende der Jury: „Die Auswahl der Preisträger ist uns nicht leicht gefallen, denn eigentlich hätten alle einen Preis verdient. Wir haben vier wunderbare Tage hier erlebt, die künstlerisch und musikalisch sehr erfüllend waren.“

Ein herzlicher Glückwunsch der Hugo-Wolf-Akademie an die Gewinner 2018!
1. Preis in Höhe von € 15.000:
Mikhail Timoshenko, Bass-Bariton (Russland, geb.1993) und Elitsa Desseva, Klavier (Bulgarien, geb. 1993)

2. Preis in Höhe von € 10.000:
Alex Rosen, Bass (USA, geb. 1992) und Michał Biel, Klavier (Polen, geb. 1990)

3. Preis ex aequo in Höhe von jeweils € 5.000:
Irina Jae-Eun Park, Sopran (Südkorea, geb. 1987) und Dokyung Han, Klavier (Südkorea, geb. *1988)
Klaudia Tandl, Mezzosopran (Österreich, geb. 1986) und Gisela Jöbstl, Klavier (Österreich, geb. 1987)
Nähere Informationen zu den Preisträgern gerne auf Anfrage.

MICHELANGELOS DAVID ZU BESUCH IN WIEN
Eine Renaissance-Ikone im gotischen Rahmen der Votivkirche
Die Ausstellung läuft bis 2.Dezember

Michelangelos DAVID Foto(C)PSkorepa

Schon zum zweiten Mal lädt Prof. Hans Waba in die Wiener Votivkirche ein, eine Schau von Nachbildungen in Originalgröße der wohl berühmtesten Ikonen der Italienischen Renaissance zu besuchen. Waren es im Vorjahr Michelangelos Decken- und Wandfresken aus der Sixtinischen Kapelle in Rom, so tragen heuer unter dem Titel

DIE GROSSEN MEISTER

vier der größten Renaissance-Künstler mit Original-Repliken ihrer Werke zu einem Ausstellungserlebnis bei, das dank ihrer Imaginationskraft südliches Reisefeeling und Sehnsucht nach einer Pilgerfahrt zu den Originalen in Florenz, Rom, Mailand und anderen Städten wach werden lässt.

Leonardo da Vinci 1452 bis 1519
Michelangelo Buonarotti 1475 bis 1564
Raffaello Sanzio da Urbino 1483 bis 1520
Sandro Botticelli 1445 bis 1510

Zum Bericht von Peter Skorepa

HEUTE IM MERKER-KUNSTSALON

 

Fußball Österreich
LASK fügt der Austria die erste Heimpleite zu
https://sport.orf.at/stories/3013602/
Admira/Wacker beendet Sieglos-Serie – 3:1 in Innsbruck
skysport

Sie ahnen bereits, warum ich diesmal wieder auf unsere Fußball (Gurken) Liga zurückkomme – weil Admira/Wacker in Innsbruck gewonnen hat. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Allzu oft wird Admira/Wacker in dieser Saison nicht gewinnen!

Starten Sie gut in die neue Woche!

A.C.

 

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