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24. MAI 2021 – Pfingst-Montag

24.05.2021 | Tageskommentar

HEUTE BEI DEN SALZBURGER PFINGSTFESTSPIELEN : TOSCA ab 15 h . Jonas Kaufmann bei der Probe

Dirigent: Zubin Mehta

 

Besetzung

Anna Netrebko Floria Tosca
Jonas Kaufmann Mario Cavaradossi
Luca Salsi Il Barone Scarpia
Alessandro Spina Cesare Angelotti
Alfonso Antoniozzi Sagrestano
Francesco Pittari Spoletta
Giulio Mastrototaro Sciarrone
Adolfo Corrado Carceriere
Cecilia Bartoli Un Pastore

Das Tosca-Ensemble. Foto: Instagram

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: LEAR

Christian Gerhaher, Marc Bodnar. Foto: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

München/ Bayerische Staatsoper
Premiere „Lear“ vor Publikum
Endlich wieder eine Premiere vor Publikum. Opernfans atmeten heute einmal tief durch. In der Bayerischen Staatsoper öffnete sich der Vorhang für „Lear“. Und damit kehrt die Oper von Aribert Reimann an den Ort ihrer Uraufführung zurück.
BR-Mediathek.de

Familienstarrsinn in Perfektion
Die Live-Premiere der Christoph-Marthaler-Inszenierung von Aribert Reimanns „Lear“ bedachte das Staatsopernpublikum am Pfingstsonntagabend mit Ovationen. Zurecht, denn dem gesamten Team ist eine geniale Produktion gelungen.
http://www.musik-heute.de/22404/muenchner-lear-familienirrsinn-in-perfektion/

„Lear-Premiere“

Das  schrieb „tomdirigent“ im Festspiele Forum , 82 Jahre alt, er hat wohl seine Karte gekauft.
tomdirigent
Grad vom Lear zurück. Ist mit fast 82 unter der Maske ganz schön anstrengend. Davon abgesehen: Tolle neue Idee, das Stück in einem Museum spielen zu lassen. Noch nie gesehen ( in den letzten 4 Wochen). Toller Regieeinfall vor Beginn des eigentlichen Librettos: Gerhaher nimmt ein Insekt aus der Ausstellungsvitrine, wahrscheinlichlich eine Biene und sagt: To be(e) or not to be( e). Da ist man gleich froh eingestimmt. Toll auch, den Narren mit dem Marthalerfaktotum Graham Valentine zu besetzen. Zum Glück kann man lesen, was er sagt. Seine Rolle füllt er jedenfalls nicht aus. Mit ihm und der Regie ist die Figur des Narren völlig verschenkt. Lange musste man warten, bis einer umfällt und wieder aufsteht und wieder umfällt und wieder aufsteht… Endlich, kurz vor Ende, machte es Edmund. So muss es sein, wo Marthaler draufsteht, muss auch Marthaler drin sein. Eigentlich hätte ich erwartet, dass Gerhaher vor der Heideszene noch das Heideröslein singt. Im Übrigen weitgehend Steh- und Sitztheater.

Gesungen wurde sehr gut, das Orchester wunderbar, am besten – der herrliche Gerharer verzeih mir – sind doch die Zwischenspiele ohne Gesang. Freundlicher Beifall.

Zitat Ende

Wien/ Staatsoper: L#Incoronazione di Poppea. Premiere am 22.5.
Verdrehte Krönung – Premiere im Stream der Wiener Staatsoper

Slavka Zamecnikova und Ensemble. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

„L’incoronazione di Poppea“ Die erste Staatsopern-Premiere vor Publikum nach dem Ende des Lockdowns galt Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“. Es handelte sich um die Übernahme einer Produktion der Salzburger Festspiele aus dem Jahr 2018. Nachstehende Eindrücke beziehen sich auf den Stream der Aufführung über die Homepage der Wiener Staatsoper.

...Wer die Kritiken zur Salzburger Aufführung dieser Produktion überflogen hat, der konnte ohnehin schon erahnen, was die Staatsopern-Bühne erklimmen würde: tanzende, hopsende, hüpfende, springende, rollende, laufende, liegende, schmusende, grapschende, herumwuselnde, sich drehende Halbnackte, die mit erotischen Avancen den Aufstieg Poppeas zur Kaiserin begleiten – ein „Happening“ mit dem großen Fehler, dass das Publikum nicht mitmachen durfte. Das wäre es gewesen: Die Tanzfläche wie beim Opernball, Poppea und Nerone sich liebend, das Tanzensemble und die Besucher dazwischen, weintrinkend, halbnackt, der Operndirektor mit einer feinen Toga und daumenauf- und daumenabgewendeten Segensgrüßen aus der Proszeniumsloge. Schade, dass Stefan Weber von den „Drahdiwaberl“ schon verstorben ist, bei dem hätte man sich „saturnalische“ Tipps holen können…

Dominik Troger /www.operinwien.at

http://www.operinwien.at/werkverz/monteverdi/apoppea3.htm

Barock mit Drehmoment: Lauwers’ „Poppea“ an der Staatsoper
https://volksblatt.at/barock-mit-drehmoment-lauwers-poppea-an-der-staatsoper/

Monteverdis „Poppea“ skrupellos schön
Jan Lauwers‘ Version von „L’Incoronazione di Poppea“ als Tanzporträt des verliebten Despoten Nerone und seiner Gespielin
Der Standard.at

„Poppea“ an der Staatsoper: Neue Netrebko für Wien?
Den Namen Slavka Zamecnikova, das neue Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper, wird man sich merken müssen. Gestern feierte sie das Publikum in ihrer ersten Hauptrolle als neuen Stern am Wiener Opernhimmel. Und es wird schon von einer neuen Netrebko geraunt.
https://orf.at/stories/3214458/

Dresden/ Semperoper: CAPRICCIO von Richard Strauss

Foto: Semperoper Dresden/ Ludwig Olah

 Die Inszenierung von Jens-Daniel Herzog (Bühnenbild: Mathis Neidhardt; Kostüme: Sibylle Gädecke) lässt die Handlung dieses „Konversationsstücks für Musik“ zwischen Rokoko-Zeit und Gegenwart geschickt hin- und herpendeln. Das Rokokoschloss in der Nähe von Paris zur Zeit Glucks bleibt hier spürbar. Trotz kleinerer szenischer Abstriche bleibt das  Gesamtkonzept überzeugend…

...Dieses im Jahre 1942 im Nationaltheater München uraufgeführte Alterswerk hinterlässt tatsächlich viele Fragen. Richard Strauss ist es jedoch gelungen, dem „Rosenkavalier“ hier ein berührendes Nachspiel folgen zu lassen. Dies macht Camilla Nylund als zwischen Gefühlen hin- und hergerissene Gräfin zuletzt sehr gut deutlich.  

Zum Bericht von Alexander Walther

Capriccio“ unter Christian Thielemann in Dresden: Unterm Grauschleier der Pandemie
Thielemann gilt zu Recht als „der“ Strauss-Dirigent unserer Zeit, aber in dieser Aufführung kann er nicht wirklich überzeugen. Seine Tempi sind eher schleppend, ein Spannungsaufbau will nicht recht gelingen. Insgesamt lastet über der Produktion die Hypothek der misslichen aktuellen Zustände. Schade!
Von Peter Sommeregger
Klassik.de

Deutschland
Aufstehen für die Kunst“ scheitert vor Bundesverfassungsgericht
Verfassungsbeschwerde abgelehnt. Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof den Eilantrag der Initiative „Aufstehen für die Kunst“ abgelehnt hat, zog die Gruppe vor das Bundesverfassungsgericht. Nun wurde die Beschwerde gegen die gesetzlichen Beschränkungen von Kulturveranstaltungen in Karlsruhe abgelehnt.
BR.Klassik.de

HEUTE IM STREAMPROGRAMM DER METROPOLITAN OPERA (ganztägig – bis 24 h)

 

Sunday, May 23 (durch die Zeitdifferenz Montag bis 24 h)
Tchaikovsky’s The Queen of Spades
Starring Galina Gorchakova, Elisabeth Söderström, Plácido Domingo, Dmitri Hvorostovsky, and Nikolai Putilin, conducted by Valery Gergiev. Production by Elijah Moshinsky. From April 15, 1999.

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 41
Letzte Woche fragten wir nach dem für Menschen nicht hörbaren Frequenzbereich zwischen 20 kHz und 1,6 GHz. Nun, dieser oberhalb unseres Hörvermögens liegende Bereich ist der Ultraschall. Das wusste auch Kristina Pielmeier aus Deggendorf – wir gratulieren zur Überraschungs-CD der Woche!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-41/

Wie sich die Stimme mit der Zeit verändert
Altersbedingte Veränderungen und Überbelastung sorgen nicht nur bei Lehrpersonal und Freizeitsängern für „verstimmte“ Stimmlippen und andere Probleme
Der Standard.at

SOMMERFESTIVAL KITTSEE 2021: OPERETTENGALA

 

Copyright: Sommerfestival Kittsee/Agentur Buchmann

Das Sommerfestival Kittsee bringt im Jahr 2021 ein Operetten-Sonderprogramm. Die Highlights der schönsten Operetten werden Sie begeistern. Unser Solistenensemble singt an den festlichen Abenden unter Sternen begleitet vom Orchester auf der Bühne und eingerahmt vom Ballett die berührenden und wunderbaren Meisterwerke aus der Operettenwelt. Mit diesem Konzept sollte es uns auch heuer wieder möglich sein, für Sie zu spielen. Den traditionellen Kittseer Humor wollen wir dabei auch nicht zu kurz kommen lassen!

WIEN / Akademietheater des Burgtheaters: : BUNBURY von Oscar Wilde
Premiere: 23. Mai 2021

Foto: : Burgtheater / Susanne-Hassler-Smith

Kennen Sie „Bunbury“ von Oscar Wilde? Hoffentlich. Denn das, was Sie sehen, wenn Sie Karten für „Bunbury“ im Akademietheater kaufen, hat mit dem Stück nichts zu tun. Selten ist ein Regisseur so weit am Original vorbeigesegelt wie der Italiener Antonio Latella. Er hat einen guten Ruf hierzulande, bekam er doch im Vorjahr den „Nestroy“ für die beste Regie – aber was er damals im Schauspielhaus inszeniert hat, war ein Holocaust-Stück. Diesmal ginge es um eine gewiss vitriol-getränkte Komödie – aber immer noch ein Stück, das von Menschen handelt. Bei Latella hopsen nur wild gewordene Schauspieler im Veitstanz über die Bühne und zeigen darstellerische Stilübungen, die nicht einmal als Selbstzweck annehmbar sind.

Sicher, neben seinen fast „braven“ Gesellschaftskomödien ist „Bunbury“ Wildes ausgelassenstes Stück. Aber das ist nicht nur Pointen- und Slapstick-Lachen. Er nimmt sich seine britische Oberschicht schon vor – die nutzlosen Dandys, die sich schamlos durch ihre Liebesabenteuer lügen; die angeblich so sittsamen jungen Damen, die eigentlich tückische Zicken sind (und am Ende nur so viel wert wie das Geld, das sie erben); den Adel, so aufgeblasen, dass sie nicht wissen, wie sie gehen und stehen und näseln sollen. Und dazu das Personal – geplagte Diener, unglückselige Gouvernanten, und ein Pastor ist auch dabei…

…Am Ende regelrecht johlender Beifall – da hat man offenbar die richtigen Leute in die Premiere gesetzt, Die, die gerne Buh geschrien hätten, waren schon in der Pause gegangen oder in Katatonie erstarrt. Man sollte wirklich warnen, dass nur diejenigen in diese Aufführung gehen, die ehrlich bereit sind, die Auswüchse eines überdrehten Regie-Gehirns über sich ergehen zu lassen.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

TV/ Rock/ Pop

Eurovision Song-Contest: Nach Drogenvorwürfen sagt ESC-Sieger: „Ich nehme kein Kokain“
Fernsehbilder zeigten den italienischen Rocksänger Damiano David von der Band Måneskin bei einer verdächtigen Bewegung.
Kurier.at

Kompliment, wenn er nicht auf Droge war! Ich würde das nicht schaffen. So eine Performance schafft man nur, wenn man total zugedröhnt ist!

U-Boot-Offizier Oskar Kusch Der Aufstand des Kommandanten
Im Sommer 1943 ist »U-154« auf Feindfahrt, als Oskar Kusch deutlich wird: Hitler nennt er einen »Idioten«, vergleicht Nazis mit Bandwürmern. Die Mannschaft schätzt ihren jungen Kommandanten. Doch zwei Offiziere nehmen Rache.
Der Spiegel.de

Eine hochinteressante Schilderung, Spannung inkludiert!

Österreich – „Luftschlösser“-Diskussion: ÖVP-Klubchef Wöginger attackiert Mückstein
In der Diskussion um mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen kündigte Wöginger an, dass die ÖVP bestimmten Regeln nicht zustimmen werde
Der Standard.at

Wegen Öffnungen: Kurz erhöht Druck auf Mückstein
Nächste Woche wird die Entscheidung über ein mögliches Ende der Verpflichtung fallen, Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Am Freitag (28. Mai) tagen diesbezüglich Experten mit den Landeshauptleuten. Das gab Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach einer Expertenrunde zur Corona-Schutzimpfung am Donnerstag bekannt. krone.tv hat sich in der Bevölkerung zum Thema umgehört (siehe Video)
https://www.krone.at/2420842

Am Freitag kommt es zum Showdown: Wird der neue Gesundheitsminister „entzaubert“? Geht er vor dem Kanzler in die Knie? Oder kommt ein fauler Kompromiss?

Schiebung: Laut Wikipedia „Festigkeitslehre“. Im Fußball derzeit unbekannt!

Die Zeiten ändern sich – auch zum Vorteil. In „meiner Zeit“ wurde im Fußball in der letzten Runde geschoben, dass es zum Schämen war. Wirklich geschämt hat sich aber niemand! Was ist heute los? Werder Bremen verliert daheim gegen Gladbach in der deutschen Bundesliga und steigt ab! Noch verwunderlicher ging es gestern in Österreich zu. Wacker Innsbruck hätte daheim in der Zweiten Bundesliga gegen die Oberösterreich-Juniors (also gegen die LASK-Reserve) gewinnen müssen und hätte dann um den Aufstieg in die Bundesliga gegen St. Pölten gerittert. Die „Mander aus dem heiligen Land Tirol“ verloren jedoch überraschend 0:1, Austria Klagenfurt (2:1 bei Rapid -Junioren, garantiert keine Schiebung) ist Nutznießer! Wie kann den Tirolern so etwas passieren? Ist der Fußball plötzlich ehrlich geworden? Oder gibt es sie wirklich, die „ausgleichende Gerechtigkeit“? Im Vorjahr hat nämlich Klagenfurt in der vorletzten Runde duch ein 0:1 in Amstetten mit einem vergebenen Elfer den Aufstieg um einen einzigen Punkt verpasst. Der FAC Wien versprach damals hoch und heilig, beim Klagenfurt-Kontrahenten Ried voll auf Sieg zu spielen, schickte aber vor dem Spiel zwei Drittel der Mannschaft bereits auf Urlaub und unterlag mi 0:8.

Jetzt muss Klagenfurt in der Relegation selbst „den Sack zumachen“ – eine Schiebung ist ausgeschlossen!

Gute Zeiten für den Fußball!

Lassen Sie das Pfingstfest gut ausklingen!

A.C.

 

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