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24. MAI 2020 – Sonntag

24.05.2020 | Tageskommentar

 

 

Am Montag soll die Verordnung zum nächsten Öffnungsschritt am 29. Mai vorgestellt werden, bis 10. Juni dann eine Perspektive für den Sommer und Herbst

Ab 10. Juni sollen wir dann wissen, wie es im Herbst weitergeht. Erst dann gibt es (halbwegs) Planungssicherheit für Theater, Künstler und deren Kundschaft, die Besucher. Derzeit können die Kassenhallen für das Herbstprogramm nicht geöffnet, keine Abos angeboten und verkauft werden. Auch unsere Schreiberlisten harren der Aktualisierung (was wir derzeit machen, sind Blindflüge).

Nach der Verkündung dürfen wir unsere Maskenmänner bejubeln, weil uns erlaubt wird, was uns ohnedies zusteht. Und viel zu viele werden dann noch Danke sagen!

Perspektive für Sommer und Herbst.
Anschober will bis 10. Juni langfristige Corona-Regeln präsentieren
Am Montag soll die Verordnung zum nächsten Öffnungsschritt am 29. Mai vorgestellt werden, bis 10. Juni dann eine Perspektive für den Sommer und Herbst
Der Standard

Damit hat wohl niemand gerechnet: Ab 29. Mai dürfen die Theater wieder aufsperren und vor maximal 100 Zuschauern spielen.

Eine gute Nachricht? Wohl ein Scherz, eine Frotzelei! Welches Theater wird im Juni starten? Praktisch ist das nicht vorstellbar. 

Corona und Kultur
„Theater ist kein Lichtschalter“: Kaum ein Haus kann jetzt aufsperren
Ab 29. Mai können Bühnen wieder aufsperren, die meisten setzen aber auf einen Neustart erst im Herbst.
Wiener Zeitung

Die bereits vor Wochen geöffneten Geschäfte erleben eine Pleitewelle, die Gastronomiebetriebe sind weitgehend leer (außer die paar  „Angesagten“, in die man geht, um dort gesehen zu werden), viele Wirte sperren gar nicht mehr auf oder in Kürze gleich wieder zu. Die „2 Euro-Subventionsbettler“ – darunter der Fette mit dem Dauergrinsen – gaukeln uns zwar ein anderes Bild vor – aber überzeugen Sie sich doch selbst. Bevor den Menschen nicht die Angst genommen wird, geht gar nichts. Fast Jede/Jeder sieht im Mitmenschen eine tödliche Bedrohung, der man nicht zu nahe kommen darf. Es ist eine schreckliche Welt, die da angerichtet wurde.

Neueste Meldung: Sperrstunde missachtet – vom Bundespräsidenten

Heute um 0,18 h wurde die Polizei in die Annagasse in das „Sole“ gerufen, weil dort noch Gäste waren (als Sperrstunde gilt für das gemeine und coronafürchtige Volk 23 h). Überraschung: Dort saß der Bundespräsident mit seiner Ehefrau und gab an, sich eben verplaudert zu haben! Mehr darüber wohl morgen in den Zeitungen (falls sich diese trauen, immerhin werden sie mit 2 Euro pro gedrucktem Exemplar subventioniert!

Händeschütteln wird wohl in Zukunft total verpönt sein. Wir brechen damit mit einem Jahrtausende alten Höflichkeits- Ritus

 

Die Hände umfassen sich beim Händeschütteln  für einige Sekunden und werden oft rhythmisch auf und ab bewegt. Fehlt diese Bewegung, wird mitunter auch vom Händedruck gesprochen. Ein Vorläufer dürfte das Winken sein, welches ursprünglich wohl dazu diente, dem Gegenüber die leere Waffenhand zu präsentieren. Beim Händeschütteln kommt noch der unmittelbare Körperkontakt hinzu. Als noch intimer können – je nach Kultur – die Umarmung und der Wangenkuss gesehen werden.

Winken wird also künftig weiter erlaubt sein. Da weiß mein Gegenüber wenigstens, dass ich keine Waffe in der Hand halte und ihn nicht umbringen möchte. Das Zusammenleben wird in Zukunft der reinste Genuss sein!

Gestern konnten wir die erste „Opernkritik nach Monaten veröffentlichen.

Bezeichnenderweise von keiner ganzen Oper, sondern von einer Art „Tristan-Projekt“ mit Klavierorchester“

Unser Rezensent Gerhard Hoffmann schrieb: „Eindringlich zwischen intellektuellem Kalkül, emotionaler Tiefe, hervorragend-technischer Versiertheit, bestens ausgereizten Kontrasten und pianistischer Virtuosität setzte Alexandra Goloubitskaia höchste Maßstäbe. Vortrefflich verstand es die einfühlsame Pianistin die Sänger zu begleiten, ersetzte spektakulär in charakteristisch-gestaltender Größe aufspielend illusorische Orchesterklänge.“

Frau Prof.Dr. Goloubitskaia war wenige Tage davor bei uns in der Merker-Galerie, wo sie Günther Groissböck bei dessen Liederabend begleitete.

 

Weiter in der Rezension: Blickt ich umher in diesem kleinen Kreise weniger Besucher (ich brachte es nicht übers Herz für einen Presse-Platz zu bitten und kaufte meine Eintrittskarte) beengte schon eine gewisse Beklemmnis meine Brust. Jedoch das Feuer, der Hunger, die Gier nach ungewöhnlicher Musikerwartung siegte, maskiert alle Regeln wider jede Vernunft in den hintersten Winkel meines musikalischen Schopfes verbannend, ließ mich in dieses Abenteuer stürzen um jene lodernd-wallenden Brände zu löschen…

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

MÜNCHEN: Die Staatsoper bittet zu STREIFZÜGEN AM MITTWOCH

Copyright: Bayerische Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper nimmt die Wiedereröffnung von Museen und Kirchen zum Vorbild und lädt mit den Streifzügen am Mittwoch zu einer Kammermusikreihe mit stark reduziertem Publikum.

Den Beginn macht am Mittwoch, 27. Mai, ein kammermusikalisches Programm auf der Unterbühne der Bayerischen Staatsoper. Der Vorverkauf der maximal 20 Karten startet jeweils montags um 10.00 Uhr über die Website der Bayerischen Staatsoper.

Mit den STREIFZÜGEN ab 27. Mai endlich wieder Publikum in der Staatsoper

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Sonya Yoncheva versteht die Welt nicht mehr! Ich auch nicht!

 

ZU INSTAGRAM

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soon we will start working again, and this three months of strange spring will become a memory…

Halten die Salzburger die „TOSCA“ vielleicht doch noch, eventuell konzertant?

 

ZU INSTAGRAM

Vorstellen kann ich mir Tosca in diesem Salzburger Festspieljahr zwar nicht, aber vielleicht /hoffentlich irre ich mich!

Interview online: Martin Schläpfer über sein Programm für die 1. Spielzeit an der Wiener Staatsoper:

„Ich will mit Qualität auf allen Ebenen das Publikum ansprechen und überzeugen.“

Martin Schläpfer bei der Probe. Foto: Gert Weigelt

Für seine erste Saison als Direktor des Wiener Staatsballetts hat Martin Schläpfer eine interessante Auswahl an Werken und Choreografen getroffen. Wie im Saisonbuch nachzulesen ist, möchte er „neugierig machen auf einen künstlerischen Weg, der die Wiener Ballett-Tradition pflegt, gleichzeitig aber auch nach vorne geht“. Denn: „kann die Tanzkunst doch nur blühen und auf Augenhöhe neben den anderen Künsten stehen, wenn wir die Vergangenheit mit dem Heute verbinden.“ Er will Zeitgenössisches noch mehr und konsequenter integrieren als das bisher der Fall war. Deshalb fiel auch in seinem Bestreben choreografische Qualität und musikalischen Anspruch zu paaren, seine Wahl auf Stücke von Paul Taylor, Mark Morris und Alexei Ratmansky, um in seiner ersten Spielzeit Piecen dieser hochkarätigen Choreografen erstmals nach Wien zu holen. Während durch die beiden ersteren Zeitgenössisches integriert wird, ist Ratmansky d e r neoklassische Choreograf…

…Martin Schläpfer ist es auch ein besonders Anliegen, auf das Publikum zuzugehen mit Veranstaltungen wie der neu geschaffenen Veranstaltungsschiene Tanzpodium, weiters wird es eine Einführungsmatinee zu „Mahler, live“ geben (22. November) und eine Ballettwerkstatt für „Das Deutsche Requiem“ (27. Jänner). „Ich will nach außen treten. Die Tanzkunst hat ein großes Spektrum, sie ist etwas Wunderbares, sie ist reichhaltig. Ich will nicht trennen, es gehört alles dazu für die Compagnie und den Kosmos Wien.“ Die Jugend anzusprechen ist ihm ebenso wichtig: „Es ist wichtig, Programm für Kinder zu machen wie Peter Pan, aber Kinder können auch für schwierige komplexe Stücke begeistert werden. Daher plane ich jetzt nicht explizit für junges Publikum; ich hoffe aber, dass mein angebotenes Spektrum Menschen aller Altersstufen anspricht.“

ZUM INTERVIEW (Ira Werbowsky)

Ballettchef Martin Schläpfer: Ein gewisses Repertoire ertrage ich nicht
Was hat Martin Schläpfer vor? Eine Mischung aus Tradition und Zeitgenössischem
Die Presse

Corona trifft Tanz hart: Es geht gar nichts mehr
Betroffene Tanzschaffende und Veranstalter äußern sich zu den Folgen der Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr
Der Standard

Fidelio“ in Wien 2000-2020. Eine umfangreiche Zusammenschau in zwölf Kapiteln 8von Dominik Troger www.operinwien.at

 

Die Wiener Opernhäuser, die Theater, die Konzertsäle haben Mitte März 2020 geschlossen – um, wie sich inzwischen herausgestellt hat, in dieser Saison nicht mehr zu öffnen. Was liegt also näher, als ein bisschen die jüngere Wiener Operngeschichte Revue passieren zu lassen und mit dem Jahresregenten Ludwig
van Beethoven zu beginnen?

Bearbeitungsstand Mai 2020
http://www.operinwien.at/werkverz/beethov/afidelio_00_20_1.htm

ORF ERLEBNIS BÜHNE HEUTE

Nach dem großen Erfolg unserer neuen Reihe „Wir spielen für Österreich“ freuen wir uns, Sie am Sonntag, 24. Mai um 20.15 Uhr aus Salzburg begrüßen zu dürfen! Dort hat Mozartwochen-Intendant Rolando Villazón musikalische Freunde und Weggefährten eingeladen, mit ihm gemeinsam Mozart und die Mozart-Stadt Salzburg zu feiern.

Alle Details des Programms sowie weitere Informationen finden Sie im digitalen Programmheft unter https://tv.orf.at/orf3/stories/mozart

Mozart@Home: Eine Fernsehbühne für viele Salzburger Künstler
https://www.krone.at/2159258

10 Fragen an Helen Kwon: Jede Bühne, auf der man steht, sollte jedem Sänger der Olymp sein“…
Interview: Andreas Schmidt
Heseon Hellen Kwon (* 11. Januar 1961 in Seoul) ist eine südkoreanische Opernsängerin. Die Koloratursopranistin ist seit 1987 Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper.
https://klassik-begeistert.de/10-fragen-an-hellen-kwon-staatsoper-hamburg/

Auch Niederösterreichisches Landestheater St. Pölten bietet Streams an 

Da es wohl noch dauern wird bis wir wieder spielen können bleiben wir unter #theatertagebuch, wie seit Beginn der Corona-Maßnahmen, digital mit unserem Publikum, in zahlreichen Formaten verbunden. Unter playathome gibt es zusätzlich ein Programm speziell für Kinder und Jugendliche.

Hier nun unser neuer digitaler Spielplan bis inklusive 14. Juni, zu verfolgen über unsere Website www.landestheater.net, Facebook, Instagram und You Tube.

Besonders freuen wir uns am Fr 05. und So 07.06. ab 18 Uhr Árpád Schillings von Publikum und Presse gefeierte und hochgelobte „Erleichterung“ im Stream zeigen können.

WIEN: Ende Mai sperrt in Wien der Jazz wieder auf
90 – 100 Personen werden eingelassen
https://www.diepresse.com/5817341/ende-mai-sperrt-in-wien-der-jazz-wieder-auf

Österreich
Coronavirus: Bank Austria misst Kunden ab Montag Körpertemperatur
Falls Kunde mehr als 37,5 Grad Körpertemperatur hat oder die Messung verweigert, wird er nicht vorgelassen.
Kurier

Unmut wächst: Aufstand gegen die Maskenpflicht

Fünf – so niedrig war die Zahl der Corona-Infizierten Freitag in Kärnten. Im Burgenland sind nur elf Fälle zu vermelden. Zumindest diese beiden Länder sind also de facto corona­frei.

Vorstoß. Grund genug für Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, die Corona-Maßnahmen auf den Prüfstand zu stellen. Am Montag will er in einer Videokonferenz mit dem Gesundheitsministerium darauf drängen, dass coronafreie Länder Ausnahmen von der Maskenpflicht machen dürfen. Kaiser zu ­Österreich: „Es ist aber ein Unterschied, ob man in Wien in einer dicht gedrängten U-Bahn sitzt oder in einen Autobus in Kärnten…
Oe24.at

ORF HEUTE: „IM ZENTRUM“: Sommer, Sonne, Sorgenlast – Urlaubszeit im Schatten von Corona

Am 24. Mai um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Der heurige Sommer wird anders als alle Sommer zuvor. Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele Grenzen geschlossen, die Bundesregierung empfiehlt überhaupt Urlaub zu Hause. Schließen Ferienstimmung und Corona-Schutzmaßnahmen einander aus? Wie gefährlich kann Reisen sein? Was passiert, wenn ein Ferienort wieder zum Corona-Hotspot wird? Und gibt es Reisefreiheit in Zukunft vielleicht nur mehr mit Impfpflicht und Immunitätsausweis?

Verbringen Sie einen schönen Sonntag!

A.C.

 

 

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