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23. MÄRZ 2020 – Montag

23.03.2020 | Tageskommentar

Placido Domingo positiv auf Corona getestet. Ist das von öffentlichem Interesse?. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn – Domingo als Macbeth

Als Fan von Placido Domingo kann ich mich nicht bezeichnen, weil ich mich zum Fan grundsätzlich nicht eigne. In letzter Zeit hatte ich jedoch ein gewisses Mitleid mit ihm, weil ihm sogar „allerbeste Freunde“ unter „Opernmachern“ in den Rücken gefallen sind. Das hat er nicht verdient!

Aber seit gestern beginne ich wieder zu zweifeln, ob er mein „Mitleid“ auch verdient. Auszug aus „Euronews“:

Der spanische Opernstar Plácido Domingo ist nach eigenen Angaben positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. „Ich glaube, dass es meine moralische Pflicht ist Ihnen mitzuteilen, dass ich positiv auf Covid-19 getestet wurde“, schrieb der 79-Jährige am Sonntag auf seiner Facebook-Seite. Er befinde sich zusammen mit seiner Familie in Selbstisolation.

„Wir sind derzeit bei guter Gesundheit, aber ich hatte Symptome wie Fieber und Husten und habe deshalb entschieden, mich testen zu lassen“, sagte Domingo. Der Sänger forderte alle auf, sehr vorsichtig zu sein, den Anweisungen der jeweiligen Regierungen zu folgen und so viel wie möglich zu Hause zu bleiben, «so dass wir hoffentlich bald zu unseren normalen Alltagsleben zurückkehren können».

Sehr geehrter Herr Domingo! Nein, es ist keineswegs Ihre moralische Pflicht, selbst die Öffentlichkeit zu informieren. Sie hatten in letzter Zeit mehr Medienpräsenz, als Ihnen lieb sein konnte. Seien Sie doch froh, etwas in den Hintergrund treten zu können. Aber offenbar halten Sie es nicht aus, medial auf ein Nebengeleise abgeschoben zu sein. Mit Krankheiten brauchen Sie wirklich nicht an die Öffentlichkeit gehen! Ich wünsche Ihnen aber dennoch baldige Genesung!

Opernstar ist infiziert. Plácido Domingo positiv auf Coronavirus getestet
Wegen Husten und Fieber ließ sich Plácido Domingo testen, schreibt er auf seiner Facebook-Seite. Er befinde sich mit seiner Familie in Isolation, so der Opernstar.
Tagesspiegel

Placido Domingo positiv auf Corona getestet
euronews

Placido Domingo am Coronavirus erkrankt
Eigentlich sollte Domingo an diesem Sonntag als Simon Boccanegra in Giuseppe Verdis gleichnamiger Oper in der Staatsoper Hamburg auftreten – sowie an zwei weiteren Abenden. Domingo hatte diesen Auftritt bereits am 10. März 2020 abgesagt. „Die Absage erfolgt auf Grund von medizinischen Empfehlungen bezüglich Alter und Komorbidität, was ein hohes Risiko im Falle einer Infektion mit COVID-19 bedeutet. Die Staatsoper Hamburg versteht und respektiert diese Entscheidung, auch wenn sein Publikum und seine Fans es sehr bedauern werden, ihn nicht in Hamburg erleben zu können“, schrieb Pressesprecher Dr. Michael Bellgardt damals.
Klassik-begeistert

Lieses Klassikwelt 27: Musik heilt
In Krisenzeiten ist der Hunger auf Kultur groß. Manche Ältere unter Ihnen erinnern sich vielleicht noch an die langen Schlangen vor den Kinos oder dem Berliner Titania Palast nach Kriegsende – Bilder, die für mich Geschichte sind, ich kenne sie zum Glück nur aus alten Wochenschauen. In heutigen Zeiten des Ausnahmezustands belegt das große Interesse an den vielfach angebotenen Streaming-Angeboten von Opernhäusern und Konzertveranstaltern nicht minder die Bedeutung von Musik als Seelen- und Nervennahrung. Manchmal entfaltet sie sogar Heilkräfte, die an ein Wunder grenzen. Von solchen Fällen will ich heute anhand dreier außergewöhnlicher Künstler-Persönlichkeiten erzählen.
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-27-musik-heilt-klassik-begeistert-de/

Florenz: Intendant Pereira ortet „furchtbaren Schlag für die Kultur“
Intendant des Florentiner Opernhauses muss mehrere Aufführungen auf Herbst verschieben.

Auszug aus „Wiener Zeitung: Der Intendant des Florentiner Opernhauses, Alexander Pereira, betrachtet die Sperre der prestigereichsten Theater europaweit als „furchtbaren Schlag“ für die Kultur. „Viele Künstler, die monatelang für eine Aufführung proben, verlieren einen Vertrag nach dem anderen“, meinte der Intendant im Gespräch.

Auch Pereiras Theater, das „Maggio musicale fiorentino“ in Florenz, ist von der Theaterschließung betroffen. Pereira hält es für durchaus unwahrscheinlich, dass das ursprünglich vom 23. April bis zum 23. Juli vorgesehene Festival „Maggio musicale fiorentino“ nach Plan beginnen kann. „Ich halte es für ausgeschlossen, dass die im April und Mai geplanten Aufführungen stattfinden können. Vielleicht ändert sich die Lage später im Juni

Wiener Zeitung

Das ist eine durchaus realistische Einschätzung, auch ich vermute, dass vor Mitte Mai keine Theateraufführungen stattfinden werden. Dann geht es hoffentlich weiter, Existenzen stehen auf dem Spiel! Das gilt aber für alle Berufssparten!

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS: RALF WEIKERT

RALF WEIKERT – einer der letzten großen Opern-Dirigenten seiner Generation. Interview anlässlich seines 80. Geburtstages (im November dieses Jahres)

Ralf Weikert. Copyright: Archiv Ralf Weikert

Er ist einer der letzten großen Opern-Dirigenten seiner Generation. Ein großes Repertoire von 150 Opern und weit mehr mehr als 100 dirigierte Vorstellungen an der Wiener Staatsoper. Gastspiele in der ganzen Welt, ob MET oder Verona, Dirigent Ralf Weikert, hat an nahezu allen bekannten Opernhäusern dirigiert. Ebenso war und ist er gern gesehener Gast bei bedeutenden Orchestern, wie z.B. Berliner Philharmoniker oder die Dresdner Philharmonie.

Anlässlich seines diesjährigen achtzigsten Geburtstages im November sprach Ralf Weikert mit unserem Redakteur Dirk Schauß in mehreren Gesprächen ausführlich über sein Leben. Ralf Weikert und Dirk Schauß verbindet eine lange Freundschaft. Auf dieser Basis ergab sich ein außergewöhnlich aufschlussreicher und persönlicher Rückblick auf ein erfülltes Musikerleben…

ZUM INTERVIEW

Die Metropolitan Opera entschuldigt sich für die Theaterschließung – und zahlt die Musiker nicht aus!

Metropolitan Opera stellt Musiker ohne Bezahlung frei
Die Metropolitan Opera in New York zieht Konsequenzen aus der derzeitigen Coronakrise. Intendant Peter Gelb verkündete gestern das Ende der laufenden Spielzeit. Diese Entscheidung hat auch personelle Folgen: Während die Führungsetage auf einen Teil ihres Lohns verzichtet, werden Chor und Orchestermusiker freigestellt und erhalten ab April keinen Lohn mehr.
BR-Klassik

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Camilla Nylund im Berliner „Rosenkavalier“

Camilla Nylund als „Marschallin“

ZU INSTAGRAM

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Der ganz junge Jonas Kaufmann (in Instagram gestellt von Kaufmann-Freunden)

Jonas Kaufmann

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Hausaufgaben und Spiele bei Familie Michael Volle

 

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Auch Diven kochen – und kommentieren das Geschehen in deutscher Sprache.

Heute Anna N mit Lamm, Zwiebel, Koriander und Reis.

 

ZU INSTAGRAM mit Videos

Bemerkenswert, Anna Netrebko kommentiert ihre Kochkünste teilweise in deutscher Sprache!

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Auch Aleksandra Kurzak kocht – polnisch

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

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Luca Salsi hat jetzt auch Zeit zum Kochen – Lasagne

 

ZU INSTAGRAM

Wenn die Leute in Hausarrest sind, ist ihnen langweilig. Langeweile und Kummer fördern den Drang nach Essen. Nach der Krise wird die Menscheit mehrere Tonnen mehr auf die Waage werfen. Das ist auch nicht gesund!

Um jeden Preis?
Es ist besorgniserregend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Einschränkungen unseres Alltags hingenommen werden. Wird die offene Gesellschaft erwürgt, um sie zu retten? Ein Zwischenruf.
Sueddeutsche Zeitung

Der Artikel ist immerhin aus der Sueddeutschen Zeitung und die Frage ist berechtigt.

Starten Sie gut in die Woche!

A.C.

 

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