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24. FEBRUAR 2022 – Donnerstag

24.02.2022 | Tageskommentar

Die Met gibt ihr Saisonprogramm bekannt

Metropolitan Opera On Stage 2022–23

https://www.metopera.org/season/2022-23-season/

Metropolitan Opera 2022-23 Season: Here Is All the Information For This Season’s Live in HD Performances
operawire.com

The Met-Opera New Season
What we want to see
https://www.nytimes.com/2022/02/23/arts/music/met-opera-new-season.html

Gelb rolls out the Met’s 22-23, minus Netrebko
Slippedisc.com

Die Metropolitan Opera gab gestern ihr Saisonprogramm bekannt. Und die Weltpolitik spielt da mit, denn just in diesen ganz kritischen Tagen wird die Kooperation zwischen Bolshoi und der Met betreffs „Lohengrin“ – der heute in Russland Premiere hat, offiziell bekanntgegeben. Hoffen wir, dass die Weltpolitik dies auch zulässt!

Dieses Foto zeigten wir bereits gestern. Met-Chef Peter Gelb reiste in die „Höhle des Löwen und sah sich die Generalprobe an.

Er muss ja wissen, was er seinem Publikum vorzusetzen gedenkt (gekauft hat er die Produktion offenbar bereits und so wird es nicht die sprichwörtliche „Katze im Sack“ gewesen sein).  Schatten über der „Lohengrin-Produktion: Anna Netrebko wird bei der New-York-Premiere nun doch nicht die „Elsa“ singen. Mutig war die Reise von Peter Gelb aber schon – und hoffentlich kann er mit dieser Koproduktion ein positives Zeichen setzen.

Mit dabei der österreichische Bassist Günther Groissböck, der in diesem „Lohengrin“ da wie dort „König Heinrich“ sein wird. G.G. wird weiters den „Philipp“ im italienischen „Don Carlo“ und den „Ochs“ im „Rosenkavalier“ (mit Lise Davidsen als „Marschallin“ ) singen. Es ist dies nach dem nicht zustande gekommenen Bayreuther Wotan“ ein kräftiges Lebenszeichen und der Beweis, dass die Gerüchte über einen Karriereknick (angefeuert aus welchen Gründen immer von einem einflussreichen Journalisten, der wohl nie zum Freundeskreis des Sängers zählen wird) schlicht und einfach der Realität nicht standhalten.

Salzburger Festspiele: Mehr Macht für die neue Präsidentin
Das Kuratorium der Salzburger Festspiele dankte Helga Rabl-Stadler und akzeptiert die neue Geschäftsordnung des Direktoriums
Kurier.at

Und sieben Jedermänner…
Es war der letzte „Act“ der scheidenden Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, für sie die fünfundneunzigste Sitzung des Festspielkuratoriums in ihrer imponierend langen Amtsperiode. Für ihre Nachfolgerin, Kristina Hammer, war’s die erste.
DrehpunktKultur.at

Salzburger Festspiele: Macht und Ohnmacht
„Krone Salzburg“-Chefredakteur Claus Pándi kommentiert die Russland-Verbindung der Salzburger Festspiele und den Start der neuen Präsidentin.
https://www.krone.at/2635117

OSTERFESTSPIELE SALZBURG 2023 – Präsentation

 

Die Präsentation findet am 17. März um 11,30 h im Hotel Bayerischer Hof in München statt (da dies die einzige Möglichkeit war, alle Beteiligten „live“ an einen Tisch zu bekommen.)

Die Präsentation kann auch über Live-Stream auf www.osterfestspiele.at verfolgt werden.

 

Villazon zelebrierte (feierte) seinen 50er „bombastisch“ (laut Presseaussendung – mitzuerleben in der ARD-Mediathek). Kurz vorher hat er noch die Mozart-Woche abgesagt

 

Interview: Rolando Villazón: „Das Streben nach einer Karriere ist weggefallen“
Rolando Villazón ist 50. Der Sänger, Schriftsteller und Mozartwochen-Intendant über seine Pläne als Künstler, den Geruch von Salzburg und den Hunger nach Livekonzerten.
Kleine Zeitung

MAGDEBURG: GRETE MINDE von Eugen Engel  – Premiere der Uraufführung

Raffaela Lintl, Zoltan Nyári. Foto: Andreas Lander

Die Geschichte dieser Uraufführung ist so erstaunlich, dass sie selbst als Opernstoff dienen könnte: Da liegt eine fertige Partitur über ein halbes Jahrhundert lang in einem Emigrantenkoffer in San Francisco, bis sie von den Enkeln des Komponisten ans Tageslicht gehoben wird. Eine Kette von Zufällen spielt die völlig unbekannte Oper in die Hände der Dirigentin Anna Skryleva, die sie fast 90 Jahre nach ihrer Entstehung in Magdeburg mit Begeisterung zum Klingen bringt…

Zum Bericht von Werner Häußner

Stardirigent Yannick Nézet-Séguin erinnert an Florence Price
Die afroamerikanische Komponistin Florence Price (1887–1953) verband Romantik mit US-Traditionen zu virtuoser Symphonik. Das Philadelphia Orchestra entdeckt sie neu.
Der Standard.at

Dresden
Thalbach und Thielemann machen „Aida“ mit „MeToo“-Anleihen
Schauspielerin Katharina Thalbach und Chefdirigent Christian Thielemann inszenieren in Dresden erstmals die Verdi-Oper „Aida“. Die sei mehr als nur der Triumphmarsch, sagen die Stars im Interview.
Sächsische Rundschau

Giuseppe Verdi: Don Carlos • Theater Basel • Im Märchenwald von Fontainebleau

„Don Carlo“. Foto: Matthias Baus

Hebt sich der Vorhang nach der kurzen Einleitung mit den Hörnern, so befindet sich der Zuschauer mitten im Märchenwald von Fontainebleau (Bühne: Richard Peduzzi). Und schon nach diesen wenigen Minuten zeigen sich die Qualitäten. Die Aufführung ist in musikalischer Hinsicht ausserordentlich sorgfältig gearbeitet: so kommt der Hörnerklang hier von zwei verschiedenen Seiten der Bühne. Und Huguet inszeniert ausgesprochen sensibel und musikalisch, was im Libretto zu finden ist und nicht, was er dort finden möchte. Der Wald aus reliefartigen, an einen Scherenschnitt erinnernden Bäumen, hat trotz seiner Düsternis etwas Märchenhaftes, Positives.

Zum Bericht von Jan Krobot

Basel: DON CARLO

Verdi hat 17 Jahre seines Lebens damit verbracht, an dieser Oper herumzubasteln. Es ist deshalb fast ein Wunder, dass es von Don Carlos lediglich sieben Versionen in unterschiedlichen Längen und Sprachen gibt. Basel hat sich für die Langversion in fünf Akten in französischer Sprache entschieden, vielleicht die kompletteste (die noch längere Version musste Verdi auf den Pariser Strassenbahnplan zurechtkürzen), aber nicht die einfachste. Die „Grand Opéra“ bedingt eine Mindestgrösse des Theaters, mehrere Chorgruppen und zahlreiche Sänger machen das Event zu einer logistischen Grossleistung, etwa vergleichbar mit Aida. Die 270 Proben bis zur Uraufführung waren da wohl nötig.

Mit entsprechend gemischten Gefühlen und einer gehörigen Portion Koffein intus wappnet sich der Zuschauer also gegen die Müdigkeit, völlig unnötig, wie sich herausstellt…

Zum Bericht von Alice Matheson

Theater Freiburg: Madama Butterfly, Pr. 26.1.2022

Irina Jae Eun Park, Jin Seok Lee, Opernchor des Theater Freiburg, Foto: Laura Nickel

Die Oper, die Giacomo Puccini seiner langjährigen Geliebten, der Sopranistin Rosina Storchio auf den Leib schrieb, erfreut sich in den Opernhäusern dieser Welt anhaltender Beliebtheit. Vergessen ist das Drama der Uraufführung und Puccinis darauffolgende nicht endend wollende Revisionen. Leicht zu besetzen und zu inszenieren, mit wundervoller Musik und dem ewigen Thema einseitiger Liebe, ist Butterfly ein Dauerbrenner. Wer allerdings im Kopfe Inszenierungen in London, Paris und New York mit sich herumträgt, wird in Freiburg wieder einmal darüber belehrt, dass grösser nicht immer besser ist..

Zum Bericht von Alice Matheson

OPER GRAZ: Trailer zu „Morgen und Abend“

Nach einer umjubelten Premiere und reichlich Lob durch die Presse gibt es nun auch einen Trailer zur Produktion „Morgen und Abend“ –  mit szenischen und musikalischen Einblicken ins Stück und Intervew mit Regisseur Immo Karaman.

Sehen und hören Sie selbst:

 
Bitte untenstehenden Link anklicken
ZUM TRAILER (6 Minuten)
 
OPER FRANKFURT: DER TRAILER ZU BIANCA E FALLIERO (Rossini) IST FREIGESCHALTET

der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Premiere von Gioachino Rossinis Bianca e Falliero (Musikalische Leitung: Giuliano Carella; Regie: Tilmann Köhler) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:

 

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=321

Premiere der Oper Halle mit »Manru« am 19.3.2022 und Ankündigung des Symposiums

 

»Manru« setzt dort ein, wo Johann Strauß‘ »Z*baron« aufhört: Saffi und Barinkay heiraten. Ignacy Jan Paderewskis einzige Oper erzählt die Geschichte von Ulana und Manru. Sie zeigt zwei Liebende aus verfeindeten Gesellschaften Jahre nach der Hochzeit. Die Beiden haben sich idealistisch über den Hass ihrer Ethnien hinweggesetzt und sind geflohen. Ihre Liebe überwindet Vorurteile. Doch ihr Aussteigerleben fordert seinen Tribut. Manru findet in der Ausgrenzung weder Glück noch innere Ruhe, Ulana zermürben die Labilität ihres Mannes, die ständigen Anfeindungen des Dorfes und die Härte ihrer Mutter…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Bemerkenswert: Heute heißt der Met-Manager/ Direktor Peter Gelb, 1902 hieß er Maurice Grau. Also wenn das keine Steigerung zumindest an Farbenfrohheit ist?

Gutenstein
Raimundspiele Gutenstein im Achim-Freyer-Fieber
Intendant Johannes Krisch gewann Gesamtkunstwerker für Regie, Bühnen- und Kostümbild bei „Die gefesselte Phantasie“.
WienerZeitung.at

Buch/ Literatur: „Lügenbaron“ Münchhausen war überhaupt kein Lügner
Vor 225 Jahren, im Februar 1797, starb Baron von Münchhausen. Wider seinen Ruf war der Mann weder ein Lügner noch stammen die meisten der bekannten Abenteuergeschichten aus seiner Feder.
SalzburgerNachrichtenat

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 24. Februar 2022 
BELFAST –
GB  /  2021
Drehbuch und Regie: Kenneth Branagh
Mit: Jude Hill, Judy Dench, Ciarán Hinds u.a.

Heutzutage lebt man auch im „englischen“ Norden Irlands einigermaßen friedlich, wenn die katholischen Iren und die protestantischen Engländer einander auch nach wie vor misstrauisch beäugen. Aber Jahrzehnte ununterbrochener, blutiger, wütender, gnadenloser Kämpfe haben ein Ende gefunden.

In diese Zeit blendet Kenneth Branagh mit seinem Film „Belfast“ zurück, und der kleine Junge, um den es geht, ist er selbst. Was der 1960 in Belfast Geborene als Kind erlebt hat, bevor seine Eltern 1969 nach England zogen, aus dem einzigen Grund, ihm eine hoffnungsvollere Zukunft zu bieten, erzählt der über 60jährige nun in einem berührenden, nur wenig sentimentalen und auch politisch höchst aufschlussreichen Film. Den er in Schwarz-Weiß hält, was sich als goldrichtige Entscheidung herausstellt.

Branagh verarbeitet die Erinnerungen an eine Zeit ununterbrochener Unruhe, von Straßenschlachten und ungezügelter Radikalität auf beiden Seiten, Bomben, Feuer, splitternde Glasscheiben, Autos in Flammen, Verletzten. „Holy God“! Von Wut und Haß bebende Kämpfer sind überall –  und eine Bevölkerung dazwischen, die sich aus den Auseinandersetzungen nicht heraus halten kann. Und Kinder, die mit dieser Gewalt als Selbstverständlichkeit aufwuchsen, sich an die Situation anpassten und sie auch noch in die eigene Phantasie einfügten…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Die Ukraine-Krise trifft auch den Fussball: Seit 2012 ist das russische Energieunternehmen Gazprom einer der wichtigsten Partner des europäischen Fussballverbands Uefa. In Europa werden die politischen Stimmen lauter, wonach der Final der Champions League Ende Mai nicht in der Gazprom-Arena von St. Petersburg stattfinden darf. Der europäische Fussballverband wiegelt ab und bemüht Floskeln – er behalte die Lage im Auge. Zum Bericht
  • Zwischen Alltag und Artilleriebeschuss: Die Korrespondenten der NZZ erzählen in kurzen Interviews, wie sie die Situation vor Ort erleben – von der ukrainischen und russischen Seite. Am Mittwochnachmittag berichtet Ulrich Schmid, wie er an der Front im Donbass einen Artilleriebeschuss miterlebt hat.
    Zum Bericht
  • Donbass, Krim, Georgien – wie Putin das Völkerrecht missbraucht: Die Anerkennung der beiden «Volksrepubliken» im Donbass und die Behauptung, Kiew begehe dort Menschenrechtsverletzungen, dienen Putin als Vorwand für eine Invasion. Das Vorgehen erinnert an den Krieg in Georgien 2008.
    Zum Bericht

Das ist der ukrainische Präsident: Wolodimir Selenski ist die Antithese zum Zerrbild des Kremls von der Ukraine. Der gelernte Jurist, zunächst als Komiker berühmt geworden, hat nach seiner Amtsübernahme lange Mühe damit bekundet, in der akuten Krise seines Landes den richtigen Ton zu treffen. Seine Ambivalenz spiegelt sich in der Stimmungslage der Bevölkerung.
Zum Porträt

GERNOT KRANNER SPAZIERT HEUTE ZUR RUSSISCHEN BOTSCHAFT IN WIEN. WER GEHT MIT?

Liebe Freunde, ich werde HEUTE UM 16 UHR zur RUSSISCHEN BOTSCHAFT gehen und den Botschafter um FRIEDEN bitten. WER GEHT MIT?

TREFFPUNKT um 16 Uhr: Johann-Strauss-Denkmal im Stadtpark

Neuzugang im Schwarzenegger-Zoo. Arnie hat einen neuen Hund – und er heißt „Schnitzel“
Auf seinen Social-Media-Kanälen stellte Arnold Schwarzenegger seinen neuesten Hund vor – er hat die Hündin nach seinem Lieblingsessen benannt.
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/6102980/Neuzugang-im-SchwarzeneggerZoo_Arnie-hat-einen-neuen-Hund-und-er

Trotz der schwierigen weltpolitischen Situation hoffe und glaube ich noch immer an die Vernunft. Am Spätabend meines Lebens möchte ich meine Ruhe haben

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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