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Die internationale Kulturplattform

24. AUGUST 2020 – Montag

24.08.2020 | Tageskommentar

Bogdan Roscic. Foto: Wiener Staatsoper/ Lalo Jodlbauer

Aus einem Roscic-Interview des „Standard:

STANDARD: So goschert wie Sie war zu Schröder öffentlich lange niemand mehr. War das eine Kampfansage, wer in Zukunft das gewichtigere Wort im Kulturbetrieb haben soll?

Roščić: Nein. Mir ist die Sache viel zu ernst, um sie zu einem Match zwischen Direktoren zu machen. Es ging mir darum, dass Kulturbetriebe, egal welche, nicht schlechter gestellt werden dürfen als alles andere rund um sie herum. Die Staatsoper wird im Vergleich zu anderen Bereichen des Alltags ein Corona-sicherer Ort sein, dafür haben wir alles getan…

Bogdan Rošcic: „Als Bildungsgut war mir die Oper suspekt“
Vor dem Start an der Staatsoper lieferte sich Direktor Bogdan Rošcic bereits einen öffentlichen Schlagabtausch. Ein Gespräch über Platzhirsche und Publikum.
Der Standard

Jetzt warten wir mal ab, wie die Saison anläuft. Die Nerven flattern, wohl bei allen unseren Kulturmachern. „Goschert“ – wie es der Standard ausdrückt – kann man sein, wenn sich die Erfolge einstellen! Sonst wird man leicht zur tragischen Figur.

 Das Schlimmste ist freilich, dass keiner der Kulturmacher das Heft wirklich selbst in der Hand hat, auf die Politik angewiesen ist, deren Vertreter 14-stündige Staus an den Grenzen geradezu provozieren. Damit sind wir nun voll in der internationalen Presse – und keineswes positiv. Jetzt kommt noch diese seltsame „Ampel“, die Situation kann sich also stündlich ändern. Nein, lustig wird das wirklich nicht!

Placido Domingo steht vor den Toren der Wiener Staatsoper – und wärmt unnötigerweise seine „Leidensgeschichte wieder auf

Comeback des Opernstars. Plácido Domingo hält sich für unschuldig
Nach überstandener Covid-19-Erkrankung: Der wegen MeToo-Vorwürfen umstrittene Opernstar Plácido Domingo tritt wieder auf. Und erkennt kein Fehlverhalten.

…Im „El Mundo“-Interview hingegen betonte Domingo, seine öffentliche Entschuldigung im Februar an die mutmaßlichen Opfer sei fälschlicherweise als Schuldeingeständnis interpretiert worden. „Wie ich mehrfach erklärt habe, habe ich niemals Übergriffe begangen.“ Als Person des öffentlichen Lebens habe man „viele Freunde, aber auch viele Feinde, das habe ich zu spät begriffen“….
Tagesspiegel

Nach MeToo-Vorwürfen: Opernstar Domingo feiert Bühnencomeback
Die Presse

Opernstar Domingo feierte Comeback nach MeToo und Covid
Niederösterreichische Nachrichten

Die Wiener Staatsoper – und nicht nur die – ermöglicht ihm einen ehrenvollen Abgang, von seinen Fans wird er bejubelt werden. Das steht ihm zu, doch dann hat Ruhe zu sein!

Bregenz/Festtage
Rund 60 Prozent Auslastung bei Bregenzer “Festtagen”
Die acht Tage währenden “Festtage im Festspielhaus” der Bregenzer Festspiele sind am Samstagabend mit stehenden Ovationen zu Ende gegangen. Das hat das Festival in einer Bilanz am Sonntag berichtet. Von den rund 5.800 aufgelegten Tickets wurden 3.422 verkauft, das entspricht einer Auslastung von etwa 60 Prozent. Das Covid-Hygienekonzept habe sich bestens bewährt, wurde betont.
https://volksblatt.at/rund-60-prozent-auslastung-bei-bregenzer-festtagen/

Dreieinhalbtausend Besucher, das ist bescheiden, von „ausgehungert nach Kultur“ keine Spur. Die Menschen haben Angst, und die muss ihnen genommen werden. Wer aber in diesem Land versucht, den Menschen die Angst zu nehmen, wird zum „Corona-Leugner“ – und das ist ein ganz schweres Verbrechen!

Salzburg: Philharmoniker mit Thielemann und Garanca
Entfachten monumentale Kammermusik: Dirigent Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker zusammen mit Elina Garanca
Der Standard

METROPOLITAN OPERA STREAMS (24. – 30. AUGUST). Die Streams sind garantiert nicht gesundheitsgefährdend, Sie müssen auch keine Maske tragen, wenn Sie sich die Streams in Ihrem Wohnzimmer anschauen!

 

Monday, August 24
Verdi’s Rigoletto
Starring Diana Damrau, Oksana Volkova, Piotr Beczała, Željko Lučić, and Štefan Kocán, conducted by Michele Mariotti. From February 16, 2013.

Tuesday, August 25
Verdi’s Il Trovatore
Starring Anna Netrebko, Dolora Zajick, Yonghoon Lee, Dmitri Hvorostovsky, and Stefan Kocán, conducted by Marco Armiliato. From October 3, 2015.

Weitere Streams in den „Infos des Tages

Waidhofen/ Ybbs: VIDEO VOM GROISSBÖCK KONZERT MIT DER TRACHTENMUSIKKAPELLE WINDHAG (21.8.)

 

Mit Video

https://www.mostropolis.at/Reports/769/günther-groissböck-&-trachtenmusikkapelle-windhag – mit sechsminütigem Video

 

Und Sonntag in Bayreuth/ Wilhelminenaue: Im Söder-Land sind nur 400 Besucher erlaubt

Andreas Schager und Günther Groissböck begrüßen die Vierhundert

GRAZ: Weitere Kritiken zum konzertanten FIDELIO online

Schlossbergbühne Kassematten. Foto: Photowerk

….Es wurde eine der musikalisch schönsten „Fidelio“-Aufführungen, die ich gehört habe. Unglaublich? Ja, vielleicht für Außenstehende. Aber was der junge Dirigent Marcus Merkel da zuwege gebracht hat, konnte nur helle Begeisterung auslösen. Der aus Berlin gebürtige Grazer Opernkapellmeister hatte die Idee geboren, hiemit an historisch bedeutsamer Stelle Beethovens Oper aufzuführen…

Zum Bericht von Sieglinde Pfabigan

…Der spiritus rector dieses mutigen Unterfangens ist der überaus begabte 28-jährige Berliner Marcus Merkel, der nicht nur seit fünf Jahren Kapellmeister an der Oper Graz, sondern auch Gründer der Jungen Philharmonie Berlin und der Jungen Konzerte Graz ist. Eines sei vorweg bescheinigt: das Wagnis hat sich gelohnt – man erlebte nach monatelanger Zwangspause endlich wieder großes Musiktheater, starke Bühnenpersönlichkeiten und eine kompakt-wirkungsvolle Aufführung!…

Zum Bericht von Hermann Becke/www.deropernfreund.de

https://www.deropernfreund.de/graz-sonstiges.html

Vor 120 Jahren geboren: Ernst Krenek


Am Sonntag jährte sich zum 120. Mal der Geburtstag von Ernst Krenek. Der 1991 Verstorbene zählt zu den bedeutendsten österreichischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. An der Donau-Universität Krems bewahrt man sein Werk und künstlerisches Erbe.
https://noe.orf.at/stories/3063349/

Samstag  Stift Klosterneuburg

 

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMRUBRIK

Idealisten, Gutmenschen, „Revoluzzer“. Es gibt sie. Vor allem Menschen in ihren Zwanzigern. Später, wenn das bürgerliche Leben seinen Tribut fordert, verflachen die Ambitionen. Und wenn man dann doch noch das „Richtige“ tun will – der Film „Waren einmal Revoluzzer“ der österreichischen Regisseurin Johanna Moder, die auch das Drehbuch schrieb, packt das Thema humorvoll, aber nicht gehässig an, umkreist es von allen Seiten, verharmlost nicht und macht letztlich ein bitteres Lehrstück daraus.

Der Film, dessen Arbeitstitel einst „Russenstory“ lautete, hat schon vorigen Herbst beim Filmfest Zürich reüssiert und beim Max-Ophüls-Festival 2020 den Regiepreis errungen. Nun kommt er schwer corona-verspätet auch in die österreichischen Kinos und behandelt ein Problem, das derzeit in den Hintergrund gerückt ist, weil psychologische Seuchenbedrohung , reale gesundheitliche Gefährdung und mehr als virulente Wirtschaftskatastrophe aktuell wenig Platz für andere Themen lassen. Aber die Regisseurin hat die Geschichte so (oder ähnlich) in ihrem Bekanntenkreis erlebt, und die Authentizität der Problematik ist spürbar.

Man lernt also zwei österreichische Paare kennen, irgendwo in ihren Dreißigern. Jakob, der Musiker, und Gattin Helene, die Richterin, außerdem Volker, der Psychiater, und Tina, die nicht sonderlich erfolgreiche Künstlerin. Trotzdem – arm sind sie nicht. Kinder haben sie auch. Und ein mehr oder minder normales Leben. Bis dato offenbar störungsfrei…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Österreich: Corona-Gesetze und Staus. Es hagelt Kritik am Gesundheitsminister
Die Kritik der Rechtsanwälte an der geplanten Novelle zum Corona-Gesetz und die aktuellen Corona-Staus in Kärnten sorgt für heftige Reaktionen der Opposition. „Minister Rudolf Anschober kann es offenbar einfach nicht“
Kleine Zeitung

Kärnten
Grenz-Chaos: Landeschef ordnet Durchwinken an
Urlauber berichten von bis zu zehn Stunden Wartezeit.
https://m.oe24.at/oesterreich/chronik/grenz-chaos-landeschef-ordnet-durchwinken-an/443222253

Verordnung sorgte für bis zu zwölf Stunden Wartezeit bei Einreise aus Slowenien
Eine neue Verordnung hat vergangene Nacht zum Chaos bei den Grenzkontrollen geführt. Demnach sollten alle Fahrzeuge angehalten werden. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt
Der Standard

Ich habe gestern, also Sonntag, mit dem Mauerbacher Bürgermeister in einer vergleichsweise nichtigen Angelegenheit telefoniert. Das war keineswegs ein Privileg, weil der Bürgermeister für berechtigt erscheinende Anliegen rund um die Uhr für jeden Gemeindebürger telefonisch erreichbar ist. Nicht erreichbar war gestern trotz 14 stündigem Stau  der österreichische Gesundsminister – und zwar für Landeshauptleute (nicht für mich, von Größenwahn bin ich nicht befallen).

Der Schlauberger 14: Der Ort für Denker hat jetzt einen Föhn – Delikatessen vom Klo
„Ich geh’ mal eben aufs Klo“! Tschüss, liebe Freunde, das war das letzte Mal, dass ich diesen Satz gesagt habe. Deshalb widme ich ihm meine Kolumne und verabschiede mich gleichzeitig von einer Institution, die uns Jahrzehnte, ach was, jahrhundertelang wohltuende Erleichterung verschafft hat. Ich verabschiede mich in tiefer Demut vor dem Ort des Schweigens und des Denkens, von jenem Ort, an dem die Einkehr am intimsten ist.
Reinhard Berger präsentiert Skurrilitäten der Deutschen Sprache
Klassik-begeistert

Verbringen Sie einen schönen Tag

A.C.

 

 

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