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23. NOVEMBER 2020 – Montag

23.11.2020 | Tageskommentar


Lieben Musiker ihre Dirigenten?  Müssen sie?

Lieben Sie Ihren Chef? Na also! Ein korrektes Verhältnis reicht! Gelten für Musiker andere Regeln? Ich weiß es nicht, ich bin keiner.

Oben gezeigtes Foto ist aber untypisch, denn Dirigenten sind nicht zwangsläufig alte Männer. Gerade die junge Generation drängt gewaltig nach. Das Foto ist originell, die Dame isthübsch, deshalb konnte ich der Versuchung nicht widerstehen!

Am Thema selbst ändert das Alter jedoch nichts, wie es auch junge und alte Chefs gibt. Kotzbrocken gibt es in jeder Altersstufe – Vorzeigechefs aber auch!

Die gestellte Frage bezüglich der Dirigenten versucht Dr. Wilhelm Sinkovicz in einem Bezahlartikel in „Die Presse“ zu beantworten:

Im Falle von Christian Thielemann und den Philharmonikern beantworten die Orchestermitglieder diese Frage zumindest musikalisch mit einem unüberhörbaren „Ja“.

Nein, Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Sonst wäre bereits auf den Tag genau vor 33 Jahren an der Wiener Staatsoper – auch der damalige 22. November war ein Sonntag – der Dirigent bei seinem Erscheinen im Orchestergraben mit freundlichen Blicken vonseiten der Musiker begrüßt worden: Er hatte drei Tage zuvor schon einmal dirigiert.

Lieben Musiker ihre Dirigenten? Bezahlartikel
Im Falle von Christian Thielemann und den Philharmonikern beantworten die Orchestermitglieder diese Frage zumindest musikalisch mit einem unüberhörbaren „Ja“.
https://www.diepresse.com/5901049/lieben-musiker-ihre-dirigenten

DEUTSCHLAND: NATIONALER THEATERPREIS „DER FAUST“ VERLIEHEN

Der nationale Theaterpreis „Der Faust“ geht in der Kategorie „Regie Schauspiel“ an Ewelina Marciniak für „Der Boxer“ am Thalia Theater Hamburg. Die Verleihung wurde im Netz gezeigt.

Deutsche Akademie der Darstellenden Künste | Deutscher Theaterpreis DER  FAUST
Theaterpreis „Der Faust“

Die weiteren Gewinnerinnen und Gewinner:

Kategorie „Darstellerin/Darsteller Schauspiel“: Astrid Meyerfeldt als Mary Tyrone in „Eines langen Tages Reise in die Nacht“, Schauspiel Köln
Kategorie „Regie Musiktheater“: Martin G. Berger für „Ariadne auf Naxos“, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
Kategorie „Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater“: Patrick Zielke als Baron Ochs in „Der Rosenkavalier“, Theater Bremen
Kategorie „Choreografie“: Bryan Arias für „29 May 1913“, Hessisches Staatsballett Darmstadt/Wiesbaden. Im Rahmen des Doppeltanzabends „Le sacre du printemps“
Kategorie „Darstellerin/Darsteller Tanz“: Lucy Wilke / Pawel Duduś für „Scores that shaped our friendship“, Tanztendenz München / Schwere Reiter
Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ Antje Pfundtner für „Ich bin nicht Du“, Junges Theater Bremen MOKS

Übertragung online im Netz

Vergeben wird „Der Faust“ an wechselnden Orten, in diesem Jahr übernahm Hannover die Regie. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Denn statt einer prunkvollen Gala wurde auf verschiedenen Internet-Plattformen – unter anderem beim Staatstheater Hannover – ein vorab aufgezeichnetes Preisverleihungs-Video veröffentlicht. An dieser Stelle können Sie es sich noch einmal in voller Länge anschauen.

Hannover
Deutsche Theaterpreise verliehen „Der Faust“ für Regisseur Martin G. Berger und seine „Ariadne“ in Weimar
https://www.mdr.de/kultur/themen/theaterpreis-faust-verleihung-william-forsythe100.html

München/ Gärtnerplatztheater: Heute noch bin Mitternacht: HÄNSEL UND GRETEL als Stream

Eine besonders gute stimmungsvolle Aufführung, Premiere Dezember 1974, wurde am 21. 11.2020 als Stream angeboten, ist noch bis Mitternacht verfügbar. Nur etwas herumscrollen.

https://www.gaertnerplatztheater.de/de/produktionen/haensel.html?

Stiftung Semperoper – Förderstiftung vergibt ihren Förderpreis an Mitglied des Jungen Ensembles der Semperoper, 
Tenor Beomjin Kim 


Curt-Taucher Preisträger 2020 Beomjin Kim Dr. Christian Zwade, Beomjin Kim. Ulrike Lerchl, Peter Theiler
Bilder: ©Semperoper Dresden/ Daniel Koch

Dresden, 22. November 2020. Mit ihrem Förderpreis ehrt in diesem Jahr die Stiftung Semperoper – Förderstiftung das Mitglied des Jungen Ensemble Beomjin Kim »als einen der seltenen Tenöre, die schon in jungen Jahren alles haben, was ein Lyrischer Tenor benötigt: Die warme und dunkle Stimmfarbe, eine strahlende Höhe, Ausgeglichenheit von der tiefsten bis zur höchsten Lage, souveräne Technik, innere Standfestigkeit und Hingabe.«

METROPOLITAN OPERA NEW YORK: DIE STREAMS DER LAUFENDEN WOCHE

Metropolitan Opera | Home
Copyright: Metropolitan Opera

Family Drama

Monday, November 23
Verdi’s Il Trovatore
Starring Sondra Radvanovsky, Dolora Zajick, Marcelo Álvarez, and Dmitri Hvorostovsky, conducted by Marco Armiliato. From April 30, 2011.

Tuesday, November 24
Nico Muhly’s Marnie
Starring Isabel Leonard, Iestyn Davies, and Christopher Maltman, conducted by Roberto Spano. From November 10, 2018.

Wednesday, November 25
Thomas’s Hamlet
Starring Marlis Petersen, Jennifer Larmore, Simon Keenlyside, and James Morris, conducted by Louis Langrée. From March 27, 2010.

Thursday, November 26
Strauss’s Elektra
Starring Nina Stemme, Adrianne Pieczonka, Waltraud Meier, and Eric Owens, conducted by Esa-Pekka Salonen. From April 30, 2016.

Friday, November 27
Donizetti’s Lucia di Lammermoor
Starring Natalie Dessay, Joseph Calleja, Ludovic Tézier, and Kwangchul Youn, conducted by Patrick Summers. From March 19, 2011.

Saturday, November 28
Wagner’s Die Walküre
Starring Christine Goerke, Eva-Maria Westbroek, Jamie Barton, Stuart Skelton, Greer Grimsley, and Günther Groissböck, conducted by Philippe Jordan. From March 30, 2019.

Sunday, November 29
Verdi’s Simon Boccanegra
Starring Kiri Te Kanawa, Plácido Domingo, Vladimir Chernov, and Robert Lloyd, conducted by James Levine. From January 26, 1995.

Auch das Archiv der Metropolitan Opera ist nicht unerschöpflich, Streams werden bereits mehrmals gezeigt. Dennoch sind wir dankbar, immer wieder vollo Opernhäuser zu sehen. Ob wir das in Zukunft auch erleben werden? Zu hoffen ist es, wetten würde ich nicht darauf!

Deutschland: Hamburgs Kultursenator Brosda ist neuer Präsident des Bühnenvereins
Neue Musikzeitung/nmz.de

Berlin
Die „Wagner-Perspektiven“ des DSO: dank Pandemie für den Papierkorb geplant
Bei einem Rest im Livestream zeigten sich Extreme des Düsteren und Glitzernden. Die „Götterdämmerung“ ist kombiniert mit anderen Stücken.
Berliner Zeitung

Was uns verloren geht, wenn uns die Kunst verloren geht
Die Existenz der Veranstaltungsbranche steht auf dem Spiel. Es drohen Verarmung, Verödung, Verblödung. Und noch viel mehr. Ein Kommentar.

Die ökonomischen, stadtplanerischen und psychohygienischen Gefahren von Verarmung, Verödung und Verblödung sind offensichtlich. Sie fallen unter das fragwürdige Kriterium der Systemrelevanz. Auch die Sorge um den sozialen Frieden ist nachvollziehbar: Ohne Brot, Toilettenpapier und Spiele hat keine Regierung eine Chance. Die Sorge um die Kunst kann darin aber nicht aufgehen…
Tagesspiegel

INSTAG(K)RAMEREIEN gefunden von Fritz Krammer

Luca Salsi, wieder genesen, probt den Jago in Florenz, Mehta, Sartori – Otello


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Madrid. Pannen bei der Rusalka.Premiere: 11/12/2020. Königliches Theater. Dvorak: Rusalka


Eric Cutler, Asmik Grigorian (auf Spitze!) . Foto: Teatro Real

Asmik Grigorian (Rusalka). Eric Cutler (Der Prinz). Karita Mattila (Die fremde Prinzessin). Maxim Kuzmin-Karavaev (Vodník). Katarian Dalayman (Jezibaba). Sebastià Peris (Der Jäger). Manel Esteve (Der Waldläufer). Juliette Mars (Der Küchenjunge). Julietta Aleksanyan (Erste Nymphe). Rachel Kelly (Zweite Nymphe). Alyona Abramova (Dritte Nymphe). Orchester und Chor des Royal Theatre. Christof Loy, Regisseur. Ivor Bolton, musikalischer Leiter.

Aus dem Spanischen übersetzt:

Rusalkas holprige Premiere gestern Abend im Teatro Real. Und zweimal. Einerseits handelte der Tenor Eric Cutler, Interpret der Rolle des Prinzen, mit Krücken, nachdem er sich bei den letzten Proben an der Achilles-Ferse verletzt hatte und operiert werden musste. Auf der anderen Seite stoppte der Dirigent Ivor Bolton spät im dritten Akt die Aufführung und senkte den Vorhang kurz nach dem Auftritt des Chors angesichts eines vermeintlichen Problems bei der Konzertierung. El Real spricht von „Boltons Unwohlsein“, um den Vorfall zu erklären, der dennoch von einem gewissen Rätsel umgeben ist. Zweifellos ein sehr seltsamer Moment, der die hervorragende Zukunft des Abends mit einem Federstrich abschloss…

Zum Bericht von Alejandro Martinez/ plateamagazine (übersetzt aus dem Spanischen)

Belcanto – Die Tenöre der Schellackzeit – TEIL 2: ORF-Sendung vom 22.11.2020

Die Tenöre der Schellackzeit können es, was ihren Ruhm angeht, ohne weiteres mit den Startenören von heute aufnehmen. Aber was macht die Tenöre jener Ära so besonders? Auch der zweite Teil der Dokumentations-Reihe geht dieser Frage auf den Grund und zeigt die Entwicklung des Belcanto im 20. Jahrhundert mit den besten Ton- und Bildaufnahmen.

ZUM VIDEO

Buchbesprechung


Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Robert-Tarek Fischer
WILHELM I. Vom preußischen König zum ersten Deutschen Kaiser
404 Seiten, Verlag Böhlau, 2020

Wer „Wilhelm“ sagt und einen deutschen Kaiser meint, der denkt an den „Zwoten“, Wilhelm II, der berühmt-berüchtigte Enkel des „Ersten“, von dem man wenig weiß. War das nicht die Marionette, die Bismarck einfach „machen“ ließ? Robert-Tarek Fischer, österreichischer Historiker, der schon das Schicksal von Richard Löwenherz so anschaulich nacherzählt hat, berichtet im Vorwort, was er erlebte, als er in Kollegenkreisen verkündete, er schreibe über Wilhelm I.: „Aber gibt der genug für ein ganzes Buch her?“ Er tut es, und es erweist sich als hoch interessantes und auch durch und durch ungewöhnliches Schicksal.

Ein zweitgeborener Hohenzollern-Prinz, die sind oft nur als „Reserve“ gedacht – und doch, die Geschichte zeigt es, sind solche Zweitgeborene immer wieder ins Zentrum gerückt. Wilhelm, geboren am 22. März 1797 in Berlin, war der Sohn des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. (seinerseits ein Großneffe des legendären Friedrich II.) und jener Königin Luise, die schon zu ihren Lebzeiten als Lichtgestalt erschien, wie erst nach ihrem frühen Tod. Wilhelm war ein schwächliches Kind, das diese Schwäche nicht zuletzt durch seine Vorliebe für das Militärische entschlossen überwand – am Ende war er 1,88 groß und kräftig, ein Soldat bis in die Fingerspitzen, und das lebenslang. Noch als Uralten sah man ihn stets in Uniform, und sein unermüdliches Befassen mit Armee-Belangen hat wohl auch entscheidend zu Preußens Machtaufstieg beigetragen: Es haben, darüber sind sich Historiker einig, die auf Wilhelms Initiative eingeführten Zündnadelgewehre der Preußen entscheidend zum Sieg über die Österreicher 1866 bei Königgrätz beigetragen.

Wilhelms Jugend wurde durch die Napoleonischen Kriege bestimmt, die Preußen schwere Niederlangen eintrugen und ihn in vieler Hinsicht geprägt haben – Russland war für ihn der „Verbündete“ (seine Lieblingsschwester Charlotte heiratete den Großfürsten Nikolaus und wurde an dessen Seite Zarin) , die Franzosen die „Feinde“, die Armee das Element, auf dem das Königtum (das er lange als „absolut“ verstand) bauen musste…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

ORF-Pressestunde. Kogler zur Öffnung nach dem Lockdown: „Fix ist nix“
Die Schulen werden als Erstes geöffnet, beim Handel gehe es um eine Entflechtung der Kundenströme, so Vizekanzler Werner Kogler in der ORF-Pressestunde. Waffen sollen nächste Woche nicht mehr an Private verkauft werden. Dem Buchhandel winkt eine Reduktion der Mehrwertsteuer.
Kleine Zeitung

HEUTE Hochspannung bei Armin Assingers „Millionenshow“ am 23. November in ORF 2
Knackt Christoph Götzendorfer die Millionenfrage?

 Gibt es heute bei der ORF-„Millionenshow“ einen neuen Millionär? Denn dann stellt Armin Assinger bei einer neuen Ausgabe des Erfolgsquiz Christoph Götzendorfer die Millionenfrage. 14 Fragen hat der Exportleiter aus Oberösterreich bereits am 16. November 2020 richtig beantwortet, ob er auch die letzte meistert und das Studio als Millionär verlässt, erfährt das Publikum am Montag, dem 23. November, um 20.15 Uhr in ORF 2. Außerdem zeigt „Thema“ um 21.10 Uhr in ORF 2 einen Beitrag über Kandidatinnen und Kandidaten, die ebenfalls bei der „Millionenshow“ vor der Millionenfrage standen.

Wien
Conny Bischofbergers Corona-Tagebuch: Es geschah in der Terrornacht
https://www.krone.at/2281177

Frau Bischofberger berichtet, wie kompliziert so eine Corona-Begutachtung verläuft! Abenteuerlich!

Österreich
Staatsschulden: Wir nähern uns der Luxus-VerwahrlosungBezahlartikel
Staaten und Notenbanken geben irre Summen zur Rettung der Wirtschaft aus. Das ist notwendig, hat aber natürlich seinen Preis.
Kurier

Anschober nach hohem Sonntagswert: Teil-Lockdown brachte nicht viel
Der Gesundheitsminister ist mit dem leichten Rückgang der Infiziertenzahlen nicht zufrieden. Seit Beginn des harten Lockdowns gab es 1105 Strafen für Verstöße.
Kurier

IHS-Chef sieht „politischen Verteilungskonflikt“ nach Pandemie
Ökonom Martin Kocher fürchtet Deflation mehr als Inflation. Sein Nachkrisen-Rezept: Sparen und „Herauswachsen“ aus den Schulden.
Kurier

Diese Worte klingen nicht so dramatisch (das deckt sich auch mit den Ansichten meiner Tochter, die im Gegensatz zu mir nicht dilettierender Laie ist, sondern ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium hat). Aber alles hat seinen Preis – und der wird trotzdem hoch sein – und geht ins Politische.

Abstand halten, Hände waschen – und zur Normalität zurückkehren


Ein intelligentes Tier! Vielleicht eine Anregung für den Gesundheits- oder/und Innenminister

Ich wünsche eine schönen Start in die Woche

A.C.

 

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