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23. NOVEMBER 2018

23.11.2018 | Tageskommentar

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HEUTE: LA BOHÈME an der Wiener Staatsoper
Marina Rebeka. Copyright: David White

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Benjamin Bernheim. Copyright: Richard Boll

Neu besetzt ist die Vorstellungsserie von Puccinis La Bohème ab Freitag, 23. November 2018 an der Wiener Staatsoper: Erstmals sind im Haus am Ring unter der musikalischen Leitung von Speranza Scappucci Benjamin Bernheim als Rodolfo, Marina Rebeka als Mimì, Clemens Unterreiner als Marcello, Samuel Hasselhorn als Schaunard, Mariam Battistelli als Musetta und KS Hans Peter Kammerer als Benoit/Alcindoro zu erleben. Ryan Speedo Green verkörpert den Colline.

Reprisen: 23. und 29. November

Die Vorstellung am 29. November 2018 wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com.

Die Vorstellungen sind restlos ausverkauft, La bohème ist nach wie vor die „meistverkaufte“ Oper

Dazu passend eine Meldung über Marina Rebeka, die „Mimi“ der Serie. Sie emanzipiert sich von den großen Plattenfirmen. 95 % (eine von mir geschätzte Zahl) wären froh, wenn die Plattenfirmen eine Auge auf sie werfen würden, egal zu welchen Bedingungen.

„Künstler nicht wie Gefangene halten“
Die Opernsängerin Marina Rebeka hat den großen Plattenlabels den Rücken gekehrt – und ihr eigenes gegründet. Ein Gespräch über die Missstände der Branche und Zukunftshoffnungen.
Wiener Zeitung

Wiener Staatsoper: Heldentenor als Liedsänger

Andreas SCHAGER Solo in der Wiener Staatsoper mit Lydia BAICH, Violine und Klaus Sallmann am Klavier. Foto Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

„Nimm sie hin denn, diese Lieder, “ singt Andreas Schager in Ludwig van Beethovens Zyklus An die ferne Geliebte. Nein, dieser Aufforderung will man nicht so ohne Weiteres Folge leisten. Diese Lieder können nicht einfach hingenommen werden. Dazu ist die Performance an diesem Abend zu unbefriedigend. Nun weiß man ja: Heldentenöre gelten allgemein nicht gerade als die geeignetsten Liedsänger, ein paar Ausnahmen gibt es jedoch. Hat nicht Klaus Florian Vogt unlängst Die schöne Müllerin von Schubert gesungen? Aber ist der überhaupt ein richtiger Wagner-Sänger? Allzu viele fallen einem jedenfalls nicht ein…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Wiener Staatsoper
Lohengrin trifft Julia
Andreas Schager und Lidia Baich an der Staatsoper.
Wiener Zeitung

Österreich: Heimat großer Hungerkünstler

In einer Umfrage wurde erhoben, worauf die Österreicher „besonders stolz“ sind. Das Ergebnis: Jeder Zweite ist stolz auf Österreichs Künstler. Die Kultur kommt gleich hinter der Natur (83 Prozent) sowie der heimischen Küche (55 Prozent) und schlägt sogar Österreichs Sportler, die nur jeden Dritten mit Stolz erfüllen. – derstandard.at/2000091944334/Heimat-grosser-Hungerkuenstler
In der prekären Lage von Kulturschaffenden haben alle Akteure eine Bringschuld –
Der Standard

Im „Standard“-Artikel wird den Politikern angeraten, Spitzengagen in der Chefetage (teils mehr als der Bundeskanzler) zu drosseln und dem sogenannten „Unterbau“ bessere Bezahlung zuzugestehen. Private Mäzene orientieren sich auch oft an Namen. Aber an den Künstlern liegt es auch. Die „Ich beschloss, Künstler zu werden-Typen“ gibt es auch in viel zu großer Zahl. Als Hobby mag das angehen, aber ein Recht auf staatliche Versorgung von Künstlern aller Art kann es nicht geben. In der Wirtschaft orientiert man sich am Markt, wer am Markt vorbeiproduziert, wird scheitern und kann nicht die Schuld auf die bösen Politiker schieben.

MÜNCHEN: Verdis „Otello“ an der Bayerischen Staatsoper – das Opernereignis des Tages: Mount Everest unter den Tenor-Partien
Es braucht nicht vielmehr als ein Taschentuch, um den Feldherrn Otello vor Eifersucht rasend zu machen. Und es braucht einen fiesen, bösartigen Intriganten wie Jago, der dem Feind das Gift portionsweise verabreicht. Verdis Musikdrama „Otello“ ist schwierig zu besetzen, vor allem was die Titelpartie angeht – eine echte Heldentenor-Rolle. Otello ist die erste Neuproduktion der laufenden Saison an der Bayerischen Staatsoper, mit Kirill Petrenko am Pult des Staatsorchesters, mit Anja Harteros als Desdemona und Jonas Kaufmann als Otello. Regie führt Amélie Niermeyer. Premiere ist am 23. November.
BR-Klassik
Warum Jonas Kaufmann als Otello diesmal weiß bleibt
Hamburger Abendzeitung
Gerald Finley: Auf Augenhöhe mit Otello
Als König Lear war er eine Zentralgestalt der vergangenen Salzburger Festspiele, in München ist Ausnahme-Bariton Gerald Finley nun als Jago zu erleben.
Münchner Merkur
Sturm im Inneren
Für Amélie Niermeyers Neuinszenierung von Verdis „Otello“ an der Bayerischen Staatsoper hat Christian Schmidt das Bühnenbild geschaffen
https://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-sturm-im-inneren-1.4222302

Die „Auguren“ sagen einen Sensationserfolg voraus. Da diese „Auguren“ auch die Kritiken schreiben, wird es wohl auch einer werden!

Alles neu in St. Margarethen: „Die Zauberflöte wird von Cornelius Obonya inszeniert, Max Simonischek spielt den „Pagageno“


LR. Mag. Hans Peter Doskoczil, Karl Wessely (Geschäftsführer Arenaria), Landesrat MMag. Alexander Petschnig, Daniel Serafin (Esterhahy Kulturmanagement). Copyright: Arenaria

In der Saison 2019 steht mit Mozarts „Die Zauberflöte“ eine der bekanntesten und beliebtesten Opern überhaupt auf dem Spielplan. Die einzigartige Felslandschaft des Steinbruchs St. Margarethen bietet nicht nur eine spektakuläre und zugleich märchenhafte Kulisse für Mozarts Parabel auf die Liebe und die Vernunft, im Bühnenentwurf von Raimund Bauer spielt die gewachsene Landschaft selbst eine Hauptrolle. Die Premiere der Inszenierung von Carolin Pienkos und Cornelius Obonya, die das erste Mal auf Europas eindrucksvollster Freilichtbühne Regie führen, ist am 10. Juli 2019.

Ganz im Sinne eines Volkstheaters steht der Papageno im Zentrum jeder „Zauberflöten“-Aufführung: ein Genussmensch, der in jedem Moment den Wein der Weisheit und das Hier und Jetzt einer fernen Ewigkeit vorzieht. Mozarts Textdichter Emanuel Schikaneder hat ihn selbst in der Uraufführung verkörpert. Als publikumsnaher Schauspieler, als „Nicht-Sänger“, traf er genau den richtigen Tonfall und den Nerv seiner Zuschauer. Ganz in dieser Tradition stehend, wird bei der Oper im Steinbruch kein Opernsänger, sondern ein Schauspieler den Papageno verkörpern.

Die Oper im Steinbruch konnte mit Max Simonischek einen überaus bekannten und beliebten Schauspieler für die Rolle des Papageno gewinnen. Neben seiner intensiven Theaterarbeit ist Max Simonischek einem breiten Publikum vor allem aus zahlreichen preisgekrönten Kino- und Fernsehproduktionen bekannt und wurde 2017 mit dem Wiener Theaterpreis „Nestroy“ geehrt.

Mit dem Dirigenten Karsten Januschke kehrt ein „alter Bekannter“ in den Steinbruch St. Margarethen zurück. Nach Donizettis „Liebestrank“ 2016 wird er „Die Zauberflöte“ mit einem Ensemble junger SpitzensängerInnen dirigieren, die ihre Rollen auf vielen Bühnen der Welt bereits glaubhaft verkörpert haben. Mit Ana Maria Labin und Kateryna Kasper stehen zwei ausgewiesene Mozart-Spezialistinnen als Pamina auf der Bühne, ihnen zur Seite zwei international gefragte Taminos: Attilio Glaser und Martin Piskorski begeisterten bereits u. a. das Berliner bzw. Mailänder Publikum mit ihrer Interpretation des jungen Prinzen. Die virtuosen Koloraturarien der Königin der Nacht, absolute Höhepunkte klassischer Gesangskunst, liegen bei Danae Kontora und Maria Kublashvili in bewährten Händen.
Ihrem Gegenspieler Sarastro werden Luke Stoker (der schon als Sparafucile in „Rigoletto“ 2017 im Steinbruch einen großen Erfolg feierte) und Bogdan Talo die nötige Bassestiefe verleihen

TERMINE & INFORMATIONEN

*   Termine: 10. Juli bis 17. August 2019*   Beginn: 20.30 Uhr,

Einlass ab 18.30 Uhr*   Dauer: ca. 3,5 Std. inklusive Pause* 

Preise: € 33,00 bis € 45,00

*   Ticketbüro pan.event (tickets@panevent.at)

St. Margarethen geht es also ganz  professionell an. Daniel Serafin mischt im Esterhazy-Kulturmanagement mit, er wird wissen, warum er besser Kulturmanager und nicht Sänger geworden ist.  Die Presseaussendung suggeriert, wer wem sympathisch zu sein hat. Ich war nur einmal in St. Margarethen, für dieses Leben ist mein Bedarf gedeckt. Deshalb muss ich auch den Herrn Obonya nicht sympathisch finden!

ERFURT/ WEIMAR – Auftaktveranstaltung für neue Koproduktion mit dem DNT Weimar: „Lanzelot im Visier“ am Montag, 26.11., 19 Uhr, Studiobühne Theater Erfurt

LANZELOT: Oper von Paul Dessau und Heiner Müller

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In einer gemeinsamen Veranstaltung stellen das Deutsche Nationaltheater Weimar und das Theater Erfurt am kommenden Montag, 26. November, 19 Uhr, auf der Erfurter Studiobühne ihre nächste Koproduktion Lanzelot vor. Die Oper von Paul Dessau und Heiner Müller (Libretto) hat am 23. November 2019 am DNT Weimar Premiere, am Theater Erfurt am 16. Mai 2020. Regie führt Peter Konwitschny. Basierend auf der bekannten Märchenkomödie „Der Drache“ von Jewgeni Schwarz kann das 1969 uraufgeführte Werk zu einer der aufregendsten Wiederentdeckungen für das Musiktheater der Gegenwart werden.

Ballett: Der „Wuppertal-Krimi“

Für Journalisten ist der Informantenschutz so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz. Man gibt seine Quellen nicht preis, basta! Denn genau von diesem Vertrauen in uns leben wir. Und nur dank solcher internen Informationen sind wir oft in der Lage, Sachverhalte aufzuklären.

Dass wir uns in diesem Fall entschlossen haben, den Informanten mit Namen offen zu nennen, hat einen besonderen Grund. Je mehr Details uns zu den Hintergründen des Fall Binders bekannt wurden und je mehr sich herauskristallisierte, dass einige Vorwürfe des zugespielten Aktenvermerks konstruiert waren, um so deutlicher wurde, dass man uns zum Teil mit „falschen Fakten“ gefüttert hat, um einen ganz eigenen Plan umzusetzen – und Stimmung in der Öffentlichkeit zu machen.

Die nachfolgende Schilderung der Zustände in Wuppertal liest sich wie ein Kriminalroman:

Affäre Binder: Redeverbot und viel verbrannte Erde
Vergangene Woche hat die Stadt die neue Leitung des Tanztheaters vorgestellt. Der Blick nach vorne sei nun wichtig. Doch was liegt hinter uns?
Wuppertaler Rundschau

So nebenbei bemerkt:  Auch wir vom Online-Merker müssen darauf achten, auf welche Informationen wir reagieren – und auf welche besser nicht.  Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür!

Tirol: Sexismus (?) nun auch in der SPÖ

Eigentlich war alles bereits in der Landtagssitzung am vergangenen Donnerstag geklärt. Eine unglückliche Formulierung des neuen SPÖ-Chefs Georg Dornauer im Zusammenhang mit der krank im Bett liegenden Grün-Landesrätin Gabriele Fischer („Ich will mir die Frau Landesrätin gar nicht in der Horizontalen vorstellen“) sorgte für Irritationen.

Wegen seines umstrittenen Sagers im Landtag schoss sich zuerst die Tiroler ÖVP am Donnerstag auf den neuen Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer ein. Auch von der eigenen Bundespartei kommt nun scharfe Kritik. Klubchefin Elisabeth Blanik stellt sich hinter Dornauer.

Tiroler Tageszeitung

Erinnern wir uns: Der ÖVP-Abgeordnete Dönmez wurde wegen eines umstrittenen Sagers (man hätte den auch durchaus anders auslegen können) aus dem Parlamentsclub geschmissen. Besonders die SPÖ war damals ob des sexistischen geistigen Aussetzers empört.

Was nun? Bezeichnend ist für mich, was ich heute im Frühstücksfernsehen (ich schreibe am Kommentar, im Hintergrund verfolge ich die Nachrichten, mein Tag hat leider nur 24 Stunden) gesehen habe: Besonders die Frauen in den Abgeordnetenbänken haben über die Bemerkung herzhaft gelacht, beobachten Sie die Reaktion der Frauen. Jetzt spielt man auf Empörung!

Der Tiroler SPÖ-Chef ist bei der Bundes-Chefin in Ungnade gefallen. Tiroler Chef darf er angeblich bleiben, aber mit dem Bundesvorstand wird es vorerst nichts. Die neue Chefin kommt und demonstriert ihre Durchschlagskraft an einem weitgehend Unbekannten. Ganz super, immens mutig!

Wer weiss, wieviele Bundesvorsitzende der Herr Tiroler noch erlebt?

Hier haben Sie das Video, ich lüge Sie nicht an!

https://www.krone.at/1813428

Ich wünsche einen schönen Tag!

 

A.C.

 

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