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23. MAI 2022 – Montag

23.05.2022 | Tageskommentar

_Bayerische Staatsoper im Cuvilliestheater: Blutrausch“. Musiktheater über das Thema Kindesmissbrauch: Szene mit der herausragenden Vera-Lotte Boecker als Nadja und Bo Skovhus als deren Vater Werner in der Regie von Claus Guth. © Monika Rittershaus

Auszug aus Münchner Merkur: Die „klare, reine Luft“ – „Aer sereno e puro“, so heißt es bei Monteverdi – wird sie nie mehr atmen. Deshalb flüchtet sich die Klagende dieses Madrigals in ihre Höhle, um zu weinen. So wie Nadja, die diese Zeilen singt, doch ihre Tränen sind längst versiegt. Und ihre Höhle ist nicht ihr Haus, das sie loswerden will, sondern viel Dunkleres: ihr Innerstes, dem sie nicht entkommen kann. Durch das die Mutter spukt, vor allem aber der Vater, der ihr Schlimmes angetan hat. Was genau, das wissen und sehen wir nicht…

Bayerische Staatsoper zeigt „Bluthaus“: In der Hölle des Ichs
Zum Auftakt ihres neuen Festivals „Ja, Mai“ bringt die Bayerische Staatsoper mit dem Residenztheater „Bluthaus“ von Georg Friedrich Haas (Musik) und Händl Klaus (Text) heraus. Eine bestürzend stimmige Aufführung und die bislang beste Saison-Premiere.
MünchnerMerkur.de

Oper „Bluthaus“ im Münchner Cuvilliéstheater: Der beste „Tatort“ aus Österreich
Bayerische Staatsoper: Die Aufführung der Oper „Bluthaus“ von Georg Friedrich Haas und Händl Klaus im Cuvilliéstheater
Münchner Abendzeitung

München
Ich bin ein Teil der stürmischen Ovationen für Vera-Lotte Boecker

Es geht nicht mehr.“ Diesen Satz höre ich viele Male von der Hauptfigur der Oper, Nadja, und den Geistern ihrer Eltern Werner und Natascha. Dieser Satz kreist während der Aufführung gefährlich drohend drückend über meinem Kopf. In meinem Kopf. Im Ohr. Im Herz. Im Bauch. Er durchrauscht meinen Körper, meine Seele.
Klassik-begeistert.de

Wien/ Staatsoper
Drei Weltklassesänger zeigen Wotan in Wien, wie Wagner wirklich geht
Drei Weltklasse-Sänger haben einem Wotan in Wien gezeigt, wie Wagner wirklich geht. Auch am zweiten Tag als Wotan, blieb der schwedische Bassbariton John Lundgren in weiten Teilen blass und stellenweise schwach: in einer der packendsten Rollen der Opernweltliteratur – als Wotan in der „Walküre“. Bekam er am Vortag noch etwa 100 Buhrufe, waren es an diesem Abend etwa 20.
https://klassik-begeistert.de/richard-wagner-die-walkuere-wiener-staatsoper-22-mai-2022/

WIEN / Staatsoper: „DAS RHEINGOLD“ – 21.05.2022

Jörg Schneider, Jochen Schmeckenbecher. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

 Am Donnerstag ging mit der „Götterdämmerung“ die erste Gesamtaufführung von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ zu Ende und bereits am Samstag begann nun mit dem „Rheingold“ der zweite Zyklus…

…Von den vier Ring-Opern ist das „Rheingold“ die noch am wenigsten misslungene Inszenierung des Leading Teams Bechtolf/Glittenberg.

Am Ende gab es viel Beifall, aber auch einige Missfallenskundgebungen. Die meisten Buhs kassierte John Lundgren. Ob es eine richtige Entscheidung war, viele bewährte Sänger nicht mehr zu beschäftigen und stattdessen Sänger mit zu kleinen Stimmen zu engagieren oder Sänger in Rollen, in denen sie überfordert sind, einzusetzen? Wir haben doch jetzt einen Casting-Direktor?

Zum Bericht von Walter Nowotny

Wien/ Staatsoper
„I puritani“ an der Staatsoper: Wenn schöne Stimmen über Liebe und Kriege singen (Bezahlartikel)
Kurier.at

STEHENDE OVATIONEN GESTERN BEI BERLINS „LOHENGRIN“

 

Deutsche Oper Berlin: Lohengrin mit Vogt, Nylund, Groissböck
Mit einer ansprechenden Besetzung und GMD Runnicles am Pult überzeugte die sonntägliche Repertoirevorstellung des Lohengrin durchaus. Die Interpretation des Titelhelden durch Klaus Florian Vogt scheint immer noch besser zu werden. Als gelungen sind auch die vitale Ortrud von Anna Smirnowa und der eifernde Telramund von Martin Gantner zu bezeichnen, während Günther Groissbück als bassprägnanter König einmal mehr seine Klasse bewies. Für die Elsa der Camilla Nylund hätte man sich allerdings einen individuellerem Zugang denken können.
http://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2022/05/22/nie-sollst-du-lohengrin-klaus-florian-vogt/

 

AUCH ZÜRICH OFFERIERT JETZT EINE „LUCIA“

Lisette Oropesa, Benjamin Bernheim.  Foto: Instagram

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Und hier noch ein Kurz-Video

 

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OPERA AUSTRALIA: LOHENGRIN (3 Instagram-Fotos)

 

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Richard Wagner-Verband Bamberg: Die neue Biografie über COSIMA WAGNER

„Auf ihr lag immer noch ein sehr unbarmherziger Blick“

Sabine Zurmühl vor dem im Wahnfried-Saal aufgestellten Porträt Cosima Wagners von Paul von Joukowsky – Foto: Stephan Herbert Fuchs

Sabine Zurmühl hat sich intensiv mit dem widersprüchlichem Leben von Cosima Wagner beschäftigt. Hier ein erstes Interview zur neuen Biografie.
http://rwv-bamberg.de/2022/05/auf-ihr-lag-immer-noch-ein-sehr-unbarmherziger-blick/

Buchinfo und Termine
Sabine Zurmühl: „Cosima Wagner. Ein widersprüchliches Leben“, Böhlau Verlag Wien 2022, 360 S., 39 Farb-Abb., 40 Euro. Buchvorstellung und Lesung beim Richard-Wagner-Verband (RWV) Bamberg am 1. Juni um 19.30 Uhr im KUFA-Saal (Ohmstraße 3); offizielle Buchpräsentation in Bayreuth am 2. August um 14 Uhr im Kammermusiksaal der Klavierfabrik Steingraeber (Friedrichstraße 3), Vorstellung und Lesung in Bayreuth am 9. August in der Buchhandlung Breuer & Sohn (Luitpoldplatz 9) sowie am 5. November um 15 Uhr beim RWV Nürnberg.

 

Die Akustik des Bayreuther Festpielhauses: Der legendäre Wagnerklang – zufällig genial
Weltweit schwärmen Fans und Musikschaffende vom legendären Mischklang auf dem Grünen Hügel. Tatsache ist: Hinter dem Klangwunder steckt kein genialer Akustiker, sondern der Zufall. Allerdings einer mit Symbolwert: Die spezielle Akustik ist nämlich ein Nebenprodukt von Wagners ästhetischer Vision der perfekten Illusion und eines demokratischen Theaters.
BR-Klassik.de

Wien/ Musikverein
Musikverein: Standing Ovations für Muti
Die Residenz des Maestros im Musikverein begann mit Debussy und Berlioz. Auch die Philharmoniker erhielten rasenden Applaus
DerStandard.at.story

Einblick in den Terminkalender von Anna Netrebko (sicher nicht vollständig)

Fritz Krammer: Jetzt habe ich den Anna Netrebko Kalender gecheckt,  ich habe mich bis November durchgearbeitet und was entdecke ich in Buenos Aires?  Tosca dirigiert von Keri-Lynn Wilson, Frau von Peter Gelb!

https://www.google.com/search?q=Keri-Lynn+Wilson&sourceid=chrome&ie=UTF-8

Zu den Netrebko-Terminen braucht es nur einen Link: https://annanetrebko.com/

Innsbruck: „DIE PASSAGIERIN“ – 21.5. 2022. Pr. – Ein Mahnmal gegen das Vergessen


Nadja Stefanoff (Marta) © Birgit Gufler

Es ist erstaunlich, leider aber auch kennzeichnend für die Mentalität unserer europäischen Gesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg, dass diese packende Oper über die NS-Massenvernichtung und Gräuel in Auschwitz des jüdisch-polnischen Komponisten Mieczysław Weinberg (1919–1996) zwar schon 1968 vollendet worden war, aber erst 2006 in Moskau konzertant und 2010 in Bregenz szenisch uraufgeführt wurde. Schuld daran war auch das sowjetische System, dessen Kulturzensoren dem Komponisten, der auf der Flucht vor den Deutschen schließlich in Moskau eine Heimat gefunden hatte, einen bloß „abstrakten“ und zu wenig „sowjetischen“ Humanismus vorwarfen. Das System fürchtete in Wahrheit, dass „Die Passagierin“ zu sehr an den Gulag – das System der Straf- und Arbeitslager in der Sowjetunion – erinnerte und Weinberg wurde schließlich auch in der UdSSR verfolgt und geächtet…

Zum Premierenbericht von Thomas Nußbaumer

BERLIN / Komische Oper „Falstaff“ – 22.5.2022
Quietschbunter prolliger Klamauk – der „Sir“ muss zu Hause bleiben

Scott Hendricks. Copyright: Iko Freese/ drama-berlin.de

Barrie Kosky, Hansdampf in allen Inszenierungsgassen, ließ den Ballon seiner Regiearbeit zu Verdis letzter Oper „Falstaff“ anlässlich des Festivals von Aix-en-Provence 2021 erstmals  steigen. Die optisch mediterran wirkende Bühne (Katrin Lea Tag) changiert zwischen einem miesen, hellgrün gefliesten Beisl und dem plüschig schrillen Sahnetorten-Schlafgemach des Ehepaars Ford. Vorstadtweiber schaut oba. Am 30. April 2022 war dann Berlin-Premiere. Wer sich feinen Humor erwartete, musste passen. Denn Kosky lieferte Klamauk statt Posse, Schrilles statt bürgerliches Qui pro quo, Grellheit statt einer vielschichtigen Studie über das Altern in Würde und mit Augenzwinkern.  Dabei hatte er eine in Wesentlichen stimmlich gute Besetzung zur Verfügung…

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

Salzburg
Salzburger Landestheater: Carmen verlässt den sicheren Boden (Bezahlartikel)
Es ist ein bewegender Opernabend. Wenn Carmen und Don José das Zirkusrund verlassen und sich zwischen Logen und hinteren Rängen zanken, dann wackelt es unter dem Sitz richtig rustikal. Man befindet sich also nur bedingt auf sicherem Boden, wenn sich die Tragik eines der populärsten Werke der Operngeschichte entfaltet.
SalzburgerNachrichten.at.Kultur

WIEN / Wien Museum MUSA: AUGENBLICK!
STRAßENFOTOGRAFIE IN WIEN
Vom 19. Mai 2022 bis zum 23. Oktober 2022

 

Die Stadt und ihre Menschen

„Augenblick!“ denkt der Fotograf und drückt ab. Kein gestelltes Bild, vielmehr eine Sekunde Alltag, schnell festgehalten. Und doch sagt man zu diesem Augenblick im Goethe’schen Sinn: „Verweile doch!“ Nicht, weil er so schön, sondern weil er so wahr ist. Eine Ausstellung, die das Wien Museum (das Haupthaus am Karlsplatz noch immer im Umbau begriffen) in seiner Nebenstelle im MUSA (neben dem Wiener Rathaus) ausrichtet, setzt sich auf die Spuren der Wiener Straßenfotografie. Ein reichhaltiges Schau- und Erkenntnis-Erlebnis.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Aktuelles aus  „Neue Zürcher Zeitung“

Die Lage im Donbass verschärft sich – der Stadt Sewerodonezk droht die Einkesselung: Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich am Wochenende besorgt über die jüngsten militärischen Entwicklungen geäussert. Die Situation in der Region Donbass sei äusserst schwierig, sagte er in einer Videobotschaft. Kritisch ist die Lage vor allem in und um die Stadt Sewerodonezk. Befürchtet wird eine ähnliche Katastrophe wie zuvor in Mariupol. Die Ukraine hofft nun auf weitere Waffenlieferungen aus dem Westen.
Zum Bericht*
Ungarn verweigert der Ukraine offen die Solidarität – was steckt hinter dem ungarischen Sonderweg? Gemäss jüngeren Umfragen ist Ungarn das einzige EU-Land, in dem Putin mehr Popularität geniesst als die Präsidenten der Ukraine und der USA zusammen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban und der russische Präsident Wladimir Putin pflegen ein Nahverhältnis, dessen ideologische Wurzeln evident sind, das sonst aber undurchschaubar bleibt.
Zum Bericht
Die Ufo-Frage ist in der amerikanischen Politik angekommen: Die Beschäftigung mit rätselhaften Flugobjekten hat in den USA seit einigen Jahren nichts Anrüchiges mehr. Nun fand sogar eine Anhörung im Kongress darüber statt. Aber die politische Polarisierung macht nicht einmal vor den Aliens halt.
Zum Bericht
Verstappen übernimmt mit seinem vierten Saisonsieg die Führung im WM-Klassement: Max Verstappen ist der grosse Sieger des Grand Prix von Spanien. Am Ende des Hitzedramas gewinnt der Niederländer im Red Bull zum zweiten Mal das Rennen in Montmeló. Schub erhält auch das zuletzt in die Krise geschlitterte Mercedes-Team mit dem runderneuerten Silberpfeil.
Zum Bericht

„Neue Zürcher Zeitung“ – Zitat Ende

Österreichs ehemaliges Tennis-As Dominik Thiem hat nun sein siebentes Spiel in Serie verloren und ist längst aus den Top 100 gefallen – obwohl er einmal die Nummer 2 der Weltrangliste war.

Was tun, der arme Tennisstar tut mir leid? Ich habe meine Tennislaufbahn am 2.5.1999  plötzlich beendet (Unfalltod meines Bruders, ich musste mich allein um die Firma kümmern), wäre aber bereit, als Aufbaugegner einzuspringen. Ohne vorheriges Training – versteht sich. Wetten auf Dominik Thiem würden in diesem Fall nicht angenommen!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

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