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23. MAI 2021 – Pfingst-Sonntag

23.05.2021 | Tageskommentar

 

Wiener Staatsoper: L‘ INCORONAZIONE DI POPPEA. Premiere vom Publikum gut aufgenommen, Sir Willard White mit der überzeugendsten Gesangsleistung. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner beginnt ihre Premierenkritik wie folgt:

Als man vor gefühlten Ewigkeiten (also gut, es war 1963. man war sehr jung, Karajan dirigierte, also war es ein Pflichtabend) Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ zum ersten Mal an der Staatsoper sah, fand ein Regisseur wie Günther Rennert nichts dabei, eine Geschichte, die ja doch im Alten Rom spielte, bei stilisierter Antiken-Bühne in römischen Gewändern spielen zu lassen. Damals hörte man übrigens eine Fassung von Erich Kraack, die nach heutigen Begriffen alles andere als „korrekt“ war. Das wussten wir damals nicht, das liest man heute im Programmheft nach – und hätten wir es gewusst, es wäre uns egal gewesen. Die unendliche Welt der Barockoper, die in den letzten Jahrzehnten die Bühnen erobert hat, war noch nicht erschlossen…

Dann kam 1978 bei einem Gastspiel aus Zürich das wundersame Spektakel von Ponnelle / Harnononcourt auf uns zu – Letzterem ist übrigens die nunmehrige Staatsopern-Aufführung gewidmet, darf „sein“ Concentus Musicus doch erstmals in den Heiligen Hallen musizieren. Weitere Gastspiele brachten eine ideenlose Inszenierung von Klaus Michael Grüber (von Luc Bondy ins Festwochen-Programm gehievt), eine brillante von Robert Carsen und zuletzt, als Eigenproduktion des Theaters an der Wien, jene von Claus Guth. Die hat man sich vor allem deshalb gemerkt, weil dort Nero am Ende erst Poppea, dann sich selbst erschossen hat. So viel zu einem Happyend bei Guth.

Nun ist „Poppea“ zum zweiten Mal in der Staatsoper gelandet, allerdings auch nicht als „echte“ Premiere, sondern als weiteres Cadeau aus dem großen Einkaufskorb von Bogdan Roscic. Die Aufführung war 2018 bei den Salzburger Festspielen zu sehen, damals mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle, die in Wien einigermaßen abgegangen ist…

Erkenntnis: Das Publikum applaudierte  herzlich, und was sich kurzfristig wie Protest angehört hatte, ging in der Zustimmung unter. Was man sich von dem Abend merken wird? Ein Konzept, das im Ganzen beeindruckt hat.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Kate Lindsey, Slavka Zamecnikova. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Heinrich Schramm-Schiessl ist auch bei jeder Premiere dabei: Die gegenständliche Produktion wurde auch nicht neu für Wien erarbeitet, sondern ist eine Coproduktion mit den Salzburger Festspielen, die dort 2018 Premiere hatte. Im Gegensatz zum sonstigen Einkaufsbummel des Direktors in der Inszenierungsboutique ist das vertretbar, denn die Kooperation zwischen Wien und Salzburg hat eine lange Tradition, die erst von Gérard Mortier mutwillig und ohne sachlichen Grund beendet wurde. Allerdings muss man auch dieser Inszenierung – wenn man so überhaupt dazu sagen kann – die Note ungenügend geben. Jan Lauwers, der auch für die Bühne verantwortlich zeichnet, hat natürlich auch nicht die Geschichte im Sinne des Librettos erzählt, sondern sich selbst irgend etwas einfallen lassen. Allerdings was das war, habe ich nicht erkannt. Dabei ist es mir völlig egal, was er in Interviews erzählt, denn ich möchte ohne „Gebrauchsanweisung“ sehen und verstehen was er meint. Das beginnt diesmal schon bei der Bühne, die praktisch leer ist. Der Boden ist bedeckt mit einer Collage aus Gemälden von menschlichen Leibern, in dessen Zentrum sich ein rundes Podium befindet, auf dem sich den ganzen Abend über Ballettänzer/innen permanent um die eigene Achse drehen. Die Bedeutung dieser Aktrion hat sich mir nicht erschlossen. Gelegentlich wird dann noch ein Luster heruntergelassen oder ein undefinierbares Versatzstück auf die Bühne gebracht. Hauptelement sind Ballettänzer und -tänzerinnen, die fast den ganzen Abend auf der Bühne herumrennen und Freiübungen machen, was mit der Zeit einigermaßen nervt. Die Sänger sind praktisch nicht geführt. Sie treten auf, absolvieren ihre jeweilige Nummer und treten wieder ab. Von dieser an sich wirkliche spannenden Geschichte ist gar nichts übrig geblieben. Die Choreographie (?) war ebenfalls vom Regisseur sowie Paul Blackman, die zum Teil nicht unhübschen Kostüme von Lemm & Barkey….

Zum Premierenbericht von Heinrich Schramm-Schiessl

Bevor man mich nun der Außerachtlassung der Sängerleistungen beschuldigt: Sensationelles gibt es von dieser Front nicht zu vermelden, weder Ausreisser nach oben, noch nach unten. Die Rezensenten gehen ihren Berichten darauf ein, bei einer Neuinszenierung darf man aber den Blick schon verstärkt auf die Szenerie richten!

Nicht so bei der 618. TOSCA in der Wallmann-Inszenierung (eigentlich in dem, was davon noch übrig gelassen wurde)

Da sollte man über die Szenerie besser nicht mehr reden, sonst bringt man den Direktor noch auf Gedanken!

Piotr Beczala, Sonya Yoncheva. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Sonya Yoncheva gehört seit ihrem Rollendebüt als Tosca 2018 an der MET zu den gefragtesten Sängerinnen in dieser Partie. Die aus Bulgarien stammende Sopranistin, die ihre Karriere als Schützling William Christies in Barockopern begonnen hat, hat sich seit damals fulminant weiterentwickelt. Ihr leuchtender lyrischer Sopran ist voller geworden und kann mit einem bemerkenswerten Legato aufwarten. Ihr „Vissi d’arte“ ist weniger ein Bekenntnis, sondern sie geht in sich, reflektiert über ihr Leben, ihr Wesen und ihre Bestimmung angesichts der bedrohlichen Situation und seelischen Pein. Ihre fokussierte, silbrig-samtig schimmernde Stimme bleibt in allen Lagen präsent, und so wirkt die Arie bei ihrem ersten Wiener Auftritt in dieser Rolle wie ein berührendes, inniges Gebet. Auch darstellerisch ist die Sängerin seit dem New Yorker Debüt, das hierzulande auch in den Kinos zu sehen war, vorangekommen. Toscas Eifersuchtsausbrüche und ihr Zorn – etwa im herzzerreißenden „Ed io venivo a lui tutta dogliosa“ – sind glaubwürdiger geworden.  Da gibt es aber noch Luft nach oben. Am stärksten ist Yoncheva in den Liebesszenen im ersten Akt, wo ihr Sopran in „Certa son del perdono“ himmlische Höhen erklimmt…

…Als Cavaradossi zeigt sich Piotr Beczala erneut auf dem Gipfel seiner Gesangskunst und gestalterischen Fähigkeit. Schon in „Damni i colori!… Recondita armonia“ erobert er das Publikum im Sturm und beeindruckt im 2. Akt mit einem trotzigen, flammenden Bekenntnis zur „Liberta!“. Dass Beczala dann am Schluss „E lucevam le stelle“ wiederholen muss, ist inzwischen so sicher wie das Amen im Gebet…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Mit dieser „Tosca“ bestätigt die Wiener Staatsoper ihre weltweite Spitzenstellung
Wer diese Ausnahmeerscheinung, diese Primadonna assoluta, am Freitagabend in der Wiener Staatsoper in der Jahrtausendoper „Tosca“ von Giacomo Puccini erleben durfte, wurde Zeitzeuge eines musikalischen Ausnahmeerlebnisses.
https://klassik-begeistert.de/giacomo-puccini-tosca-wiener-staatsoper-21-mai-2021/

Salzburg

Kritik: Händels „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ in Salzburg
Modelcasting zwischen den Spiegeln
BR-Klassik.de

Salzburger Pfingstfestspiele:Salzburg sucht das nächste Topmodel
Sueddeutsche Zeitung

Pfingstfestspiele: Der Pfarrer lacht zuletzt
„Il trionfo del tempo e del disinganno“ in Salzburg – die bisher vielleicht schönste Blüte der Theateröffnungen.
Wiener Zeitung

Cecilia Bartoli als Showbusinesslady
Robert Carsen inszeniert Händels Oratorium „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ als Verzicht auf Ruhm und Starglanz: Mélissa Petit entsagt dem von Cecilia Bartoli verkörperten Vergnügen – das Orchester lässt die Funken sprühen.
https://www.diepresse.com/5983612/cecilia-bartoli-als-showbusinesslady

HEUTE PREMIERE AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER: LEAR von Aribert Reimann

 

ZUM VIDEO (etwa 7 Minuten)

Vorbericht: „Lear“ an der Bayerischen Staatsoper: Premiere mit mehreren Debüts
Vor 43 Jahren gab es eine ganze besondere Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper: „Lear“ von Aribert Reimann. Die Oper war ein Riesenerfolg und wurde seitdem in vielen Opernhäusern inszeniert. Nun hat sie erneut Premiere in München – mit Christoph Marthaler als Regisseur und Christian Gerhaher im Rollendebüt als König Lear.
http://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/vorbericht-reimann-oper-lear-bayerische-staatsoper-premiere-100.html

München
Christian Gerhaher im Interview: „Musik wie Körperverletzung“
Christian Gerhaher über Aribert Reimanns „Lear“, Shakespeares Humor und die Initiative „Aufstehen für die Kunst“.
Münchner Abendzeitung

Linz: „I CAPULETI E I MONTECCHI (ROMEO UND JULIA)“ – Premiere am Musiktheater des Landestheaters, Großer Saal, 22. 05.2021
Das ist nun eigentlich der zweite Premierenbericht, im Stream wurde die Produktion bereits gezeigt und hier besprochen. Aber vor Publikum – das ist doch ein anderes Gefühl

Michael Wagner, Anna Alàs i Jové. Foto: Reinhard Winkler/Landestheater

Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.“ Verlangte Vincenzo Bellini selbst. Gerade das – leider ewige – Sujet der unglücklich, ja unheilvoll Liebenden, die aus gegnerischen Kriegsparteien stammen, müßte sich zur Erfüllung dieses Postulats eignen.

Die 1830 in Venedig (La Fenice) uraufgeführte Oper erklang im Jänner 1834 erstmals in Linz. Romanis Libretto ist nicht am im damaligen Italien kaum bekannten Shakespeare orientiert, sondern an älteren italienischen Novellen, etwa von Matteo Bandello. Die Besetzung des Romeo mit einer Frau mag den Ensemblebedingungen 1830 in Venedig geschuldet sein, wurde von Bellini aber musikdramaturgisch zum Vorteil gewendet: es sang die auch in Wien bekannte Giuditta Grisi (Inspiration für Bertès „Dreimäderlhaus“??)..

…Nach dem traurigen Schluß geht es nach solch tollen Leistungen natürlich definitiv nicht ohne Applaus, der lautstark und reichlich gespendet wird.

Zum Bericht von Petra und Helmut Huber

Noch bis heute 24 h kostenlos im Stream-Programm der Metropolitan Opera

Saturday, May 22 (durch die Zeitdifferenz zu sehen heute Sonntag 23 bis 24 h
Donizetti’s Lucia di Lammermoor
Starring Joan Sutherland, Alfredo Kraus, Pablo Elvira, and Paul Plishka, conducted by Richard Bonynge. Production by Margherita Wallmann. From November 13, 1982.

Wien/ Krypta der Peterskirche: DON GIOVANNI

Magdalena Renwart-Kahry sang die Rollen der Donna Anna und der Donna Elvira und inszenierte die Neuproduktion des „Don Giovanni“ (Foto: Agentur In höchsten Tönen!)

Die aus Tirol gebürtige Sopranistin Magdalena Renwart-Kahry, die unter anderem auch Stipendiatin des Wiener Wagner-Verbandes war, entwickelte für diese Produktion ein eigenes Konzept und übernahm auch die Inszenierung. Für das Programmheft verfasste sie einen Beitrag, in dem sie auf den Ursprung des Mythos Don Giovanni und auf die Entstehung der Inszenierung ausführlich einging…

Zum Bericht von Udo Pacolt

KOMISCHE OPER BERLIN: »Wir sind elektrisiert!« – Hoffnung auf Rückkehr zum Spielbetrieb, Saisonausblick 2021/22 verschoben

Nach der Ankündigung von Kultursenator Dr. Klaus Lederer, dass möglicherweise auch Kulturveranstaltungen in Innenräumen ab 4. Juni unter Auflagen wieder regulär stattfinden könnten, hofft die Komische Oper Berlin darauf, ihren Spielbetrieb voraussichtlich ab 6. Juni wieder aufnehmen und einen angepassten Spielplan bis einschließlich 1. Juli präsentieren zu können. Dieser eröffnet nach aktuellem Stand mit der Premiere Der »Zigeuner«baron am 6. Juni, in einer Neufassung und Inszenierung von Tobias Kratzer – gefolgt von der Premiere des Chorprojekts Mondnacht am 13. Juni.

Weiterhin finden schon ab 1. Juni wieder Konzerte in Berliner Hinterhöfen im Rahmen von »Selam Opera!« statt. Zusätzlich präsentiert das Projekt mit »Selam Tango« ein weiteres, neues Hinterhof-Programm. Weitere Details zu Spielplan und Hofkonzerten werden wir in den nächsten Tagen veröffentlichen…

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“

Dr. Ulrich Peters wird für drei Spielzeiten Intendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe

Kunstministerin Theresia Bauer: „Mit seiner enormen Erfahrung als Theaterleiter und Regisseur ist Ulrich Peters ein wichtiger Baustein im Zukunftsprozess des Badischen Staatstheaters“
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: „Dass Ulrich Peters jetzt seine Expertise für eine Interimsintendanz zur Verfügung stellt, spricht für seine große Sympathie für unsere Stadt und seine Leidenschaft für unser BST“

Bei einer Sondersitzung hat der Verwaltungsrat des Badisches Staatstheaters am Donnerstag (20. Mai) in Karlsruhe den langjährigen Theaterleiter und Musiktheater-Regisseur Dr. Ulrich Peters einstimmig zum Intendanten für die Zeit vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2024 bestimmt. Ulrich Peters ist noch Generalintendant am Theater Münster. Er folgt in Karlsruhe auf Peter Spuhler.

WIEN / Kunsthistorisches Museum: HÖHERE MÄCHTE
Vom 18. Mai 2021 bis zum 15. August 2021


Foto: Kunsthistorisches Museum

Drittabschlagen der Häuser

Dass Not erfinderisch macht, ist nicht nur ein Sprichwort, sondern eine Notwendigkeit und folglich auch eine Realität. Die Museen haben in der Pandemie einiges an Kreativität erzeugt, die abseits vom Mainstream üblicher Überlegungen angesiedelt sind. So war angeblich die Pestsäule am Wiener Graben, nach einer anderen Pandemie (wobei man sich die Pest wohl noch schrecklicher vorzustellen hat) errichtet, Auslöser für die Idee, sich an das Publikum zu wenden: Welche Amulette verwendet man noch heutzutage, um Schlimmes abzuwenden – Aberglaube oder nicht (der ja unter dem Motto: „Wenn’s nichts nützt, schadet’s nichts“ figuriert). Das Ergebnis: Eine Ausstellung namens „Höhere Mächte“ in drei Teilen, bestückt aus drei Museen…

Häuser-übergreifend denken     Das Kunsthistorische Museum hat schon seit längerer Zeit zwei sehr wichtige Häuser in seine „Schirmherrschaft“ unternommen. Das frühere „Museum für Völkerkunde“, heute „Weltmuseum“ genannt und noch immer ein bisschen auf der Suche nach seiner Konzeption. Und das Theatermuseum im Palais Lobkowitz, das über kurz oder lang einer Neupositionierung bedarf. Beide Dependancen sind reich an Objekten (und wohl auch Ideen), sie können das Thema der Höheren Mächte vom Künstlerischen ins Völkerkundliche und Theaterhistorische erweitern. So sind es an die 100 Ausstellungsstücke aus (dank dem Weltmuseum) fünf Kontinenten geworden…

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Italien gewinnt den Eurovision Song Contest
Publikumsvoting stellte Jury-Wertung beim 65. Eurovision Song Contest in Rotterdam auf den Kopf.

Bei der Jury hatte nämlich der Beitrag aus der Schweiz klar die besseren Karten, das Publikum hievte hingegen die Italiener auf Stufe 1 des Siegerpodestes. So kann es gehen! Das sollte sich auch zur Oper durchsprechen: Entscheidend ist die Meinung des Publikums! Wenn ein Italiener mit nacktem Oberkörper durch die Szenerie stolziert, ist das anscheinend schon mehr als bloß die halbe Miete.

Der nächste Eurovision Song Contest findet in Italien statt: Die italienische Rockformation Måneskin triumphierte am Samstagabend bei der 65. Ausgabe des Musikbewerbs in Rotterdam und holte die ESC-Trophäe zum dritten Mal in der Geschichte nach Italien. Die schon bei den Wettbüros knapp vorn platzierten Måneskin setzten sich in der Ahoy Arena der niederländischen Hafenstadt in einem engen und bis zum Schluss spannenden Rennen mit 524 Punkten gegen 25 Konkurrenten durch.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/2105272-Italien-gewinnt-den-Eurovision-Song-Contest.html

Mückstein erwartet Maskenpflicht auch noch im Winter – Kritik an Kanzler Kurz
Das Vorpreschen von Bundeskanzler Sebastian Kurz bezüglich immer weiterer Öffnungsschritte hat jetzt zu einer Unstimmigkeit in der Koalition geführt. Lockerungen müssten auf Basis von Daten und Fakten vollzogen werden, wandte sich der Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) im Ö1-„Morgenjournal“ gegen das Bauen von Luftschlössern. In der „Kleinen Zeitung“ kündigte er an, dass die Maske noch bis zum Winter bleiben werde. Die ÖVP reagierte verständnislos.
Salzburger Nachrichten

Wie lange soll der Maskenzwang noch bestehen? Ist das die vom Kanzler bereits für diesen Sommer  versprochene Normalität? Der Minister Dr. Mückstein ist ein Anti-Anschober, der Vorgänger war dem Kanzler gegenüber handzahm. Ich bin gespannt, wer sich nun durchsetzt!

USA und China hängen Europa ab
Eine neue Studie für die EU-Finanzminister schlägt Alarm: Europa falle im internationalen Wettbewerb zurück. Die Autoren fordern deshalb neue Ausgabenprogramme – und damit mehr Schulden.
Der Spiegel

Deutschland Fußball: Das ganz große Drama – Werder Bremen abgestiegen:
Trainer, Spieler, Finanzen: Der „große Umbruch“ bei Werder
Erstmals seit 41 Jahren muss sich der SV Werder Bremen auf eine Saison in der 2. Bundesliga vorbereiten. Baustellen gibt es reichlich. Neben der Suche nach einem neuen Trainer wird es darum gehen, einen neuen Kader zusammenzustellen – mit wohlgemerkt noch weniger Mitteln als ohnehin schon. Sportchef Frank Baumann würde sich der Aufgabe annehmen wollen.

Arminia Bielefeld gewinnt in Stuttgart und hat die Klassenzugehörigkeit gerettet! Damit habe ich nicht gerechnet – und wohl auch Werder Bremen nicht. Der Sieg des 1. FC. Köln gegen Schalke 04 war hingegen „papierformgemäß“. Köln muss aber in die Relegation, die auch nicht einfach sein wird. Natürlich möchte ich keinem der beteiligten Vereine etwas unterstellen, denn Werder Bremen hatte es selbst in der Hand!

In dieser Saison steigen nun Schalke und Bremen ab! Die Clubs gehörten zum Inventar der Bundesliga! Deren Abstieg ist auch ein Verlust für den deutschen Fußball. Der frühere Werder-Spieler Andreas Herzog wurde bei uns in Österreich als möglicher Trainer von Bremen  gehandelt. Ich denke, das ist vom Tisch! Wird Herzog nun Trainer von Admira-Wacker in der Südstadt? Er ist Breitenfurter und Vater Anton „Burli“ Herzog war Wacker-Urgestein.  In der Südstadt bleibt nach dem erreichten Klassenerhalt nach einer Horrorsaison nun kein Stein auf den anderen. Neben dem Trainer wurde nun auch Geschäftsführer Franz Wohlfahrt gekündigt, ein Marcel Ketelaer beginnt bereits am Dienstag seine Arbeit! Warten wir ab, wer meinen Lieblingsclub nun in der nächsten Saison zum vorletzten Platz (nur der Letzte steigt ab) führen wird! Viel Spaß hat man als Anhänger des hoffentlich „unabsteigbaren“ Clubs wirklich nicht.

Einen schönen Pfingstsonntag wünscht

A.C.

 

 

 

 

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