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23. JUNI 2022 – Donnerstag

23.06.2022 | Tageskommentar

KS Kurt Equiluz, ist im Alter von 93 Jahren verstorben.

Der in Wien geborene Tenor war Mitglied der Wiener Sängerknaben und wurde, nach seinem Studium an der Musikakademie, 1950 zunächst in den Staatsopernchor engagiert. 1957 wurde er schließlich – bis zu seiner Pensionierung 1983 – fixes Ensemblemitglied des Hauses und sang hier in rund 2000 Aufführungen ein breites Repertoire (u.a. Pedrillo in Die Entführung aus dem Serail, Monostatos in Die Zaubnerflöte, Trabuco in La forza del destino, Goro in Madama Butterfly, Spoletta in Tosca, Scaramuccio in Ariadne auf Naxos, Remendado in Carmen). Parallel zu seiner Tätigkeit im Musiktheater war er auch ein international gefragter Konzertsänger und Professor an der Grazer bzw. Wiener Musikhochschule.

Kammersänger Kurt Equiluz mit 93 Jahren verstorben
Oratorien-Tenor und Staatsopern-Solist auch als Lehrer prägend.
Kurier.at

Kurt Equiluz mit 93 Jahren verstorben
Der Oratorien-Tenor und Staatsopernsolist war auch als Lehrer tätig.
WienerZeitung.at

Wien
Ioan Holender: „Die Oper steht auf wackligen Beinen“ (Bezahlartikel)
Der Ex-Staatsopernchef diskutierte mit Wilhelm Sinkovicz über die gefährdete Zukunft der Kunstform Oper – und über die „Diktatur der Regisseure“. „Man ist auf dem besten Weg, die Existenz der Oper schwer zu gefährden.“ Zu dieser Conclusio kam der ehemalige Staatsoperndirektor Ioan Holender, als er auf Einladung der „Presse“ mit Klassik-Kritiker Wilhelm Sinkovicz im Theatermuseum über die Frage „Hat die Oper Zukunft?“ diskutierte.

Die beiden Kenner der Opernwelt zeichneten ein beunruhigendes Bild: Holender nannte einerseits die Abkehr vom Ensemblegedanken „gefährlich“: „Wo sollen junge Sänger sich denn ausprobieren? Wie kann ein Haus ein Charakteristikum entwickeln, wenn man überall die gleichen Sänger hört?“
DiePresse.com

Wien/ Staatsoper
Ein Operndilemma mit betörendem Ende

Michaela Schuster als „Clairon. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Was ist wichtiger in der Oper: Der Text oder die Musik? In Richard Strauss‘ so intellektuellem wie emotionalem Werk „Capriccio“ über diesen Wettstreit siegen die Töne.
DiePresse.com

Wien
Theater an der Wien: Talenteschmiede „Jet“ besingt ihr eigenes Ende
Ein letzter Abend des jungen Ensembles fand jetzt in der Kammeroper statt
DerStandard.at.story

Die Teufel von Loudun“ in München. Exorzismus auf der Bühne
Im Fokus der Oper „Die Teufel von Loudun“ stehen erotische Fantasien einer Nonne und Ausschweifungen eines Priesters. Daraus entsteht eine Gemengelage, die sogar einen Exorzismus nach sich zieht – Teufelsaustreibung. Unter Folter bereut der Pfarrer seinen Lebenswandel, legt aber kein Geständnis im Sinne der Anklage ab und stirbt schließlich auf dem Scheiterhaufen – als Opfer einer politischen Intrige. Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele kommt das Pendereckis radikales Werk nun auf die Bühne der Bayerischen Staatsoper. Premiere ist am 27. Juni. BR-KLASSIK überträgt live.
BR-Klassik.de

Umbesetzung an der Bayerischen Staatsoper

In den Vorstellungen Otello am 2. und 5. Juli 2022 übernimmt Rachel Willis-Sørensen die Partie der Desdemona für Anja Harteros.

Rachel Willis-Sørensen studierte an der Brigham Young University und war Mitglied des Houston Grand Opera Studios. 2014 gewann sie den 1. Preis beim Operalia Gesangswettbewerb. Sie war drei Jahre lang Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Gastengagements führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Wiener Staatsoper und die San Francisco Opera. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Donna Anna (Don Giovanni), Gräfin Almaviva (Le nozze di Figaro), Marschallin (Der Rosenkavalier), Leonora (Il trovatore), Marguerite (Faust), Elsa (Lohengrin) und Eva (Die Meistersinger von Nürnberg) sowie die Titelpartie in Rusalka. Als Hélène (Les Vêpres siciliennes) gab sie 2018 ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper. Weitere Partien an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2021/22 neben ihrem Rollendebüt als Ellen Orford sind Mimì (La bohème) und Desdemona (Otello).

ZU DEN VORSTELLUNGEN

Anja Harteros sagt in letzter Zeit viel ab!

Startschuss für die Proben zur Eröffnungspremiere der Direktion Lotte de Beer an der Volksoper Wien

 Am Montag nahmen Leading-Team und Solist:innen die Probenarbeit für die Premiere (3. September 2022) von Carl Millöckers und Theo Mackebens Operette Die Dubarry auf. Regisseur Jan Philipp Gloger beleuchtet die Entwicklung der charismatischen Titelheldin in Form einer Zeitreise, die im Heute beginnt und zurückführt in die Zeit Louis XV. Kai Tietje dirigiert und Starsopranistin Annette Dasch kehrt als Mätresse des Königs an unser Haus zurück. Als Seine Majestät Ludwig XV. gibt niemand geringerer als Comedy- und Talkshow-Legende Harald Schmidt sein Volksoperndebüt.

Vom Arbeitermädchen zur Mätresse des Königs

Die Dubarry erzählt in biografischen Stationen den sozialen Aufstieg des Arbeitermädchens Jeanne Beçu zur wohlhabenden Mätresse Ludwigs XV. und wirft dabei noch immer aktuelle Fragen auf: Welche Verluste erlebt sie auf „dem Weg nach oben“ und wie weit korrumpiert sie sich? Als Jeanne vor die Wahl gestellt wird zwischen der romantischen Liebesbeziehung zu dem Künstler René und der Möglichkeit, die Geliebte des Königs zu werden, ist das nicht nur die Entscheidung für den einen oder anderen Mann, sondern auch für ein jeweils vollkommen anderes Leben…

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“

WIEN/ NUREJEW-GALA: FRIEDEMANN VOGEL ZU GAST BEIM WIENER STAATSBALLETT

 

vogel

Spielplan Wiener Staatsballett 2022/23: Klassisch trifft modern
Das Wiener Staatsballett zeigt in der kommenden Saison vier Premieren und die „Plattform Choreografie“.
vom 22.06.2022, 14:00 Uhr | Update: 22.06.2022, 15:18 Uhr
WienerZeitung.at

Wiener Staatsballett geht mit fünf Premieren in die neue Saison
V
olksopern-Intendantin Lotte de Beer schickt zum Start im Herbst eine Neudeutung von „Jolanthe und der Nussknacker“ in die „Matrix“
DerStandard.at

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

TURANDOT BERLIN: GLÜHLAMPE  STATT GONG (mit Video

 

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Brixen/ Hofburg
Genius Weber: Bei den Brixen Classics schöpft man aus dem Vollen
m die Wette singen mit der Amsel. Wer bei den Brixen Classics eine Opernvorstellung besucht, dem präsentiert man zwar nicht die vollständige Oper, dafür aber Sänger von Weltklasseformat und ein einzigartiges Naturschauspiel vor atemberaubender Kulisse. Der Ort: Der Innenhof der Hofburg in Brixen.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Der, der Wien überall hinbringt

Daniel Serafin. Foto: ORF Burgenland

Kulturmanager Daniel Serafin erzählt im Interview, warum der New Yorker den Wiener Opernball überholt hat.
WienerZeitung.at

Ich gebe zu, dass ich Daniel Serafin total unterschätzt habe. Als sein Vater Harald die Seefestspiele Mörbisch mehr oder weniger gedrängt aufgeben musste und den Sohn nicht mehr als Nachfolger „installieren“ konnte, habe ich für den Sohn tiefschwarz gesehen. Seine Singversuche waren eher kläglich, er tingelte bei kleineren Festivals umher. Doch dann hat er sein wahres Talent erkannt und die richtigen Weichen gestellt, wurde auch von richtigen wie wichtigen Partnern ernstgenommen bzw. wusste er diese von sich zu überzeugen und ist in dieser Branche einer der Topmanager unseres Landes. Ob der New Yorker Opernball den Wiener Opernball mittlerweile überholt hat, vermag ich nicht sagen. Allerdings hat das Original gegenüber der Kopie meist einen unaufholbaren Vorteil!

Egal, das ändert nichts daran, dass ich Daniel Serafin als „Macher“ sehr hoch einschätze (Pressekarte nach St. Margarethen will ich persönlich trotzdem keine)

Vereinigte Bühnen Wien in der Österreichischen Mediathek
Start der Digitalisierung von historischen Aufnahmen der VBW
OTS.at.presseaussendung

München
Was das Publikum bei den Klassik-Festivals in diesem Sommer erwartet
Keine Impfausweise und Tests mehr, die Masken sind auch gefallen, und die Häuser fahren auf 100 Prozent. Alles wieder wie vor Corona? Eine Übersicht.
SueddeutscheZeitung.de

Berlin
„Meistersinger“ in Berlin: Es muss nicht immer zum Schlimmsten kommen
FrankfurterRundschau.de

Amsterdam
Moby Dick als bezaubernd-verwirrendes Märchen beim Holland Festival
bachtrack.com

New York
Anna Netrebko will 350.000 Dollar von der Metropolitan Opera
Nach abgesagten Auftritten wegen Konflikt um Netrebkos Position zu Putin.
Kurier.at

Das scheint mir nicht nur eine berechtigte, sondern sogar eine sehr humane Forderung zu ein. In den USA wird meist in Millionenhöhe geklagt. Das hat Anna Netrebko bzw ihr Anwalt nicht mitbekommen und bescheiden sich mit dieser Lapalie. Jeder Ersatzbank-Drücker der österreichischen Fußballbundesliga (eine „Hirschenliga“) lacht sie wegen dieser Forderung aus! Die Herren sind andere Summen gewöhnt. Aber gut, Netrebkos Forderung müsste vom Steuerzahler beglichen werden, die Kicker bekommen wenigstens kein Steuergeld!

Auszug aus dem Forum des „Kurier“:.. Herr Gelb nimmt sich etwas zu wichtig – er möchte wohl in die Fußstapfen seines Vorgängers Bing treten, der schließlich auch bedauern musste, mit der Callas unangemessen umgegangen zu sein… (Zitat Ende)

Ein Bing wird der Herr Gelb nie werden, gegen den ist er klitzeklein!

Harald Schmidt: Mich interessieren am Theater keine „Projekte“
Die Bühnen könnten sich mit Projekten oder Laien kein neues Publikum erschließen, sagt der Schauspieler und Entertainer. „Das alte bleibt bloß weg“.
DiePresse,com

Regisseurin stößt österreichische MeToo–Debatte an
Katharina Mückstein sammelt auf Instagram Berichte über sexistische Übergriffe in der Film- und Theaterbranche. Täter werden dabei keine genannt.
DiePresse.com

Wenn Sie keine Namen nennen will, soll sie sich ihre „Gschichteln“ behalten. Solange Sie nichts beweisen kann, sind es nämlich bloß „Gschichteln“

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  23. Juni 2022 
A E I O U – DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE
Drehbuch und Regie: Nicolette Krebitz
Mit: Sophie Rois, Milan Herms, Udo Kier u.a.

Auch wenn es ein Film bis zur Berlinale schafft, ist das nicht unbedingt ein Qualitäts-Kriterium. Man muss schon – aus welchen Gründen auch immer – äußerst wohlwollend programmiert sein, um diesem Film, den die Schauspielerin Nicolette Krebitz geschrieben und inszeniert hat, auch nur einiges abzugewinnen. „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ erzählt die Geschichte von zwei Außenseitern, die sich (no na) finden, und sie tut es so berechnend und dabei ungeschickt wie möglich.

Die Außenseiterin ist die kaum noch beschäftigte, jenseits ihrer guten Jahre befindliche Schauspielerin Anna, die gerade noch Synchronjobs bekommt. Man kann sich vorrstellen, dass Sophie Rois, deren große Zeiten auch vorbei zu sein scheinen, so entzückt war, wieder eine tragende Hauptrolle angeboten zu bekommen, dass sie gar nicht genau hingesehen hat, was sie da spielen soll.

Das löchrige Drehbuch verschafft ihr den Handtaschenraub durch einen Jugendlichen. Dass sie ausgerechnet diesem wieder begegnet, als ein Arzt, der eine Theatergruppe leitet, sich einbildet, gerade sie müsse gerade diesem Halbwüchsigen Sprechunterricht erteilen… nun gut. Sie tut es mit dem Pathos ihrer Profession, immer wieder am Rande der Lächerlichkeit, und der junge Mann namens Adam (Milan Herms) erweist sich als gar nicht so einsam und gestört, wie dargestellt, sondern ziemlich schnell bereit, sich auf die schräge Dame einzulassen. Was da an verquerer Erotik angedeutet wird, überschreitet die Grenze des Peinlichen. Und schließlich hat sie ihm mit ihrem affektierten Sprechunterricht auch absolut keine deutliche Aussprache beigebracht…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“

Vor den Gipfeltreffen von EU, G-7 und Nato: Bundeskanzler Scholz wirbt um Vertrauen:  Am Donnerstag startet Bundeskanzler Olaf Scholz in einen Gipfelmarathon. Dafür stellt Scholz Deutschland als Führungsmacht dar und versucht den Eindruck der Zögerlichkeit ausräumen. In seiner Regierungserklärung am Mittwoch waren Verlässlichkeit, Entschlossenheit und Zusammenhalt umso mehr bestimmende Worte. Der Krieg in der Ukraine wird auf dem Europäischen Rat am Donnerstag in Brüssel, dem G-7-Treffen, das am Sonntag auf Schloss Elmau beginnt, und dem Nato-Gipfel in Madrid ab Dienstag die überragende Rolle spielen.
Zum Bericht
Antisemitismus auf der Documenta: Die deutsche Kulturstaatsministerin ruft nach Aufklärung: Das umstrittene Werk «People’s Justice» des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi ist am Dienstag von der Kasseler Kunstausstellung Documenta entfernt worden. Nun äussern sich alle empört über die Aufhängung des judenfeindlichen Machwerks und fragen sich, wie es so weit kommen konnte. Die deutsche Kulturstaatsministerin Claudia Roth versucht, sich an die Spitze der Empörten zu setzen und ruft nach Aufklärung. Dabei hatte sie frühzeitige Warnungen, die etwa der Zentralrat der Juden ausgesprochen hatte, leichtfertig beiseitegewischt.
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Bulgarische Reformregierung gestürzt: Ein Misstrauensantrag hat die bulgarische Reformregierung von Kiril Petkow zu Fall gebracht. Nun drängt Bojko Borisow, der das Land mit einer Koalitionsregierung viele Jahre dominierte, wieder an die Macht. Für den Kampf gegen die Korruption und eine Lösung des Streits mit Nordmazedonien verheisst das nichts Gutes.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Deutschland
Trinkwasserqualität „Leitungswasser ist immer Mineralwasser vorzuziehen“

Manche trinken es täglich, andere nie: Leitungswasser. Drei Grafiken zeigen, wo Grundwasser als Quelle fehlt, wo Nitrat ein Problem ist und wie häufig krankmachende Bakterien auftauchen.
wiwo.de.politik

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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