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23. JUNI 2021 – Mittwoch

23.06.2021 | Tageskommentar

Ein Höhepunkt im August: TOSCA in Starbesetzung in Graz.


Aber zuvor singt Jonas Kaufmann noch den „Tristan“München/ Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper

„Es passt“: Tenor Jonas Kaufmann riskiert Wagners „Tristan“
Seine Stimme hat in der Pandemie-Zwangspause an Kontur gewonnen, daher kann der Sänger quasi schwindelfrei die Achttausender seines Fachs besteigen. Er sieht sich auf einem „Hochplateau“, den Herzenswunsch von Donna Leon will er aber nicht erfüllen.
BR-Klassik.de

Staatsoper hofft auf mehr Zuschauer bei Opernfestspielen
Nikolaus Bachler, Intendant der Bayerischen Staatsoper, hofft für die Münchner Opernfestspiele auf eine Erhöhung der bislang erlaubten Zuschauerzahlen. Wegen der coronabedingten Abstandsregeln dürfen derzeit 700 Besucher in das Nationaltheater, das eigentlich rund 2000 Plätze hat.
Sueddeutsche Zeitung

Wegen des Begriffs „ausverkauft“ bzw. meiner Beobachtung, dass das Geschäft so ziemlich allerorts nicht so schnell anläuft wie erwartet, gerate ich mit Mitarbeitern in deutschen Landen manchmal in Konflikt. Wenn sich die Karten der Wiener Staatsoper schlecht verkaufen, empfinde ich das nicht als persönliche Schmach, lediglich als Steuerzahler darf es mir nicht egal sein. In Teilen unseres Nachbarlandes hat das ganz einfach anders zu sein, man ist Vorzugsschüler und gedenkt es zu bleiben!

Den Bayerischen „Tristan“ betrifft der „gebremste Vorverkauf nicht nicht, der wäre vermutlich auch bei Vollbesetzung locker „auszuverkaufen“ – aber im „normalen Opernalltag“ spürt man es. Die Veranstalter müssen Optimismus zu Schau stellen (uraltes Kaufmannsgesetz – „nur nicht krankjammern“) und deshalb bekommt man Aukünfte wie „praktisch ausverkauft“, „starke Nachfrage“ etc. , aber keine konkreten Zahlen. Wie viele Karten aufgelegt werden, erfährt man bei manchen deutschen Opernhäusern nicht. Die Stunde der Wahrheit schlägt im Herbst, wenn wirklich alle Schranken gefallen sind. Momentaufnahmen in beide Richtungen sind im Moment unfair!

Heute „Lohengrin“ an der Wiener Staatsoper. Es gibt noch Karten!

Für den heutigen „Lohengrin“ an der Wiener Staatsoper gibt es noch ausreichend Karten – was vor der Pandemie schwer vorstellbar war – selbst in Zeiten einen Fußball-Euro. Das „böse Paar“ Johan Reuter und Tanja Ariane Baumgartner. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner hat mich der „Ortrud“ gesprochen

…Haben Sie die Homoki-Inszenierung gekannt?

Man hat mir ein Video geschickt. Das ist überhaupt üblich geworden, dass man Videoaufzeichnungen von Inszenierungen bekommt, in die man „einsteigt“, ich werde mir auch vom Münchner „Holländer“ ein Video ansehen, bevor ich Anfang Juli dort singe. In Wien  hatten wir ´für den „Lohengrin“ zwei Orchesterproben, wir hatten eine Bühnenprobe, Regieproben, und wir haben das Stück durchgesungen. Das war eine sehr gute Probenzeit, absolut richtig und auch ausreichend.

Die Ortrud ist in meiner Vorstellung eine wirklich majestätische Persönlichkeit. Und die singt man dann mit Dirndl und „Gretelfrisur“, wie wir sagen. Tut man sich da nicht viel schwerer, als wenn man ein spektakuläres Mittelalter-Gewand trüge?

Ich habe schon das Gefühl, dass die Inszenierung sie als erste Dame des Dorfes charakterisiert. Das passt zu ihr, sie ist eine Machtfrau, die Frau eines einflussreichen Mannes. Und das Dirndl ist ja eigentlich chic, und wenn ich an einem Abend die innere Emotion einer Figur in den Griff bekomme, kommt es bei mir auf das Äußere nicht so an…

ZUM INTERVIEW geht es HIER

An der Wiener Staatsoper liegt der Kartenverkauf offen, Vokabulare wie „weitgehend ausverkauft“ sind daher sinnlos. Wir können selbst die Verkaufsstatistik lesen!

Deshalb mein Apell an die Opernfreunde: Tut etwas für Eure Oper, geht auch hin! Zum Beispiel heute in den „Lohengrin“. Die Vorstellung endet vor 21,30 h. Sie kommen als noch locker zur zweiten Halbzeit bei Deutschland – gegen Ungarn. In den ersten Spielhälften tut sich erfahrungsgemäß wenig, abtasten ist angesagt!

Glauben Sie mir, die Fußball-Euro beginnt erst mit den K.O.-Spielen – und die starten erst. Was wir bisher erlebt haben, war Vorgeplänkel!

PRETTY YENDES UNANGENEHMES ERLEBNIS MIT DEM FRANZÖSISCHEN ZOLL

Paris
SA Opera Singer Pretty Yende in Shocking Encounter with Paris Police
https://www.sapeople.com/2021/06/22/sa-opera-singer-pretty-yende-suffers-paris-airport-nightmare-with-alleged-police-racism/

 

Zu Instagram

Zu Instagram

Ich weiß nicht, was tatsächlich den Argwohn der Zöllner erregt hat, aber auf einen Promi-Bonus sollten sich Opernsänger nicht berufen – dazu sind sie in der breiten Öffentlichkeit zu wenig bekannt.

München
Opernfestspiele: Der wendende Punkt und ein Abschied
Frankfurter Rundschau

München
Jeder ein König
„Jeder Mensch ein König“, sagt Serge Dorny und präsentiert als neuer Intendant der Bayerischen Staatsoper das Programm der ersten Saison. Das könnte ein richtig guter Start werden!
https://www.musik-in-dresden.de/2021/06/21/jeder-ein-koenig/

Berlin/ Komische Oper
Minimalismus auf Drehscheibe – Schumann-Bearbeitung „Mondnacht“ an der Komischen Oper Berlin
Es wurde Zeit, dass dem Chor der Komischen Oper, dessen dramatische Präsenz so viele Produktionen des Hauses an der Behrenstraße trägt, einmal ein eigener Abend dediziert wurde. Chorleiter und Dirigent David Cavelius schuf hierfür eine Bearbeitung von zwei Klavierlieder-Zyklen Robert Schumanns als orchestrierte Chorwerke.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Graz
styriarte ab Freitag: „Das Publikum hat wieder Lust auf Musik“
https://www.krone.at/2444486

Dachstein
Nicht genehmigt: Oper am Dachstein droht hohe Geldstrafe

Das macht kein gutes Bild: Das Kulturprojekt „Signal am Dachstein“, eine Klanginstallation am Gletscher, wurde am Sonntag mit 250 Teilnehmern, aber ohne Genehmigung durchgezogen. Das stellt nun die Naturschutzbehörde des Landes klar. Am Freitag sei der negative Bescheid zugestellt worden. Die Veranstalter rechtfertigen sich damit, den Bescheid nicht mehr gesehen zu haben und von einer positiven Nachricht ausgegangen zu sein. Nun kommt es zu einem Verwaltungsstrafverfahren, das mit bis zu 35.000 Euro hoher Strafe enden kann. Außerdem können etwaige Förderungen für das Projekt entzogen werden.
https://www.krone.at/2443761

OPER GRAZ: „Der Sturm“ – letzte Gelegenheit!

Copyright: Oper Graz

Als Grazer Erstaufführung ist Jean Sibelius‘ Bühnenmusik „Der Sturm“ zum gleichnamigen Schauspiel von William Shakespeare ein großer Erfolg bei Publikum und Presse.
Die Kronen Zeitung betitelte ihre Kritik mit: „Der Stoff, aus dem Bühnenträume gemacht sind“

Am 24. Juni ist dieses stimmungsvolle Klangtheater mit den Grazer Philharmonikern unter der Leitung des Chefdirigenten Roland Kluttig, dem Chor der Oper Graz, den Solist:innen Mareike Jankowski, Tetiana Miyus, Markus Butter, Albert Memeti, Martin Fournier sowie den drei Schauspiel-Bühnenstars Anne Bennent, Markus Meyer und Sebastian Wendelin zu erleben.

Noch gibt es Karten für diese letzte Vorstellung, Eile ist geboten!
Zum letzten Mal: 24. Jun 2021, 18.30 Uhr
Bühnenmusik zum gleichnamigen Schauspiel von W. Shakespeare
Informationen & Tickets

WIEN/ Bulgarisches Kulturinstitut: Marena Balinova Peter Valentovic – Donizetti: Roberto Devereux – Finale (21.6.2021)

Vorgestern (21.6.) ging es bei einem Konzert im Haus Wittgenstein (Bulgarisches Kulturinstitut) aussergewöhnlich emotional zu – hier der Beweis:

Peter Valentovic, Marena Balinova

Peter Valentovic war übrigens der Klavierbegleiter der „Legende“ Edita Gruberova.

ZUM YOUTUBE-VIDEO

Bachfest Leipzig 2021 – ein weltweites Fest voller Emotionen, 22.06.2021

Gotthold Schwarz dirigiert die Thomaner. Credits: Bachfest-Leipzig Gert Mothes.

Die Vorfreude war groß, waren doch nach der Corona bedingten Absage des Bachfestes 2020 alle Vorbereitungen darauf gerichtet, das Bachfest Leipzig 2021 besonders intensiv zu feiern – mit mehr als 100 Veranstaltungen und einem Messias-Zyklus unter dem Motto „Erlösung“ als Hauptereignis.    

Die dritte Corona-Welle machte jedoch diese Planungen zunichte. Schweren Herzens und so spät wie möglich wurde auch dieses Bachfest abgesagt, stattdessen aber ein reduzierter, Stream tauglicher Ersatz präsentiert: „Bachs Messias“ in 12 Konzerten vom 11.-15. Juni live aufzuführen und direkt weltweit zu streamen. Ein ungewöhnlich umfangreiches Unterfangen…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Die Spielzeit 2021/22 am Landestheater Detmold
Kartenverkauf startet am 10. August

Das Foto (©Landestheater Detmold) zeigt von links nach rechts: Stefan Dörr (Verwaltungsdirektor), Jenni Schnarr (Leitung Junges Theater), Katharina Torwesten (Ballettdirektorin), Philine Korkisch (Musiktheaterpädagogik), Georg Heckel (Intendant), Elisabeth Wirtz (Leitende Dramaturgin Musiktheater), Jan Steinbach (Schauspieldirektor), Sophia Lungwitz (Leitende Dramaturgin Schauspiel)

Nach der langen Zeit der Schließung wartet diese Spielzeit eine ungewöhnlich hohe Zahl an Premieren auf das Publikum: 29 Premieren in den Bereichen Musiktheater, Ballett, Schauspiel und Junges (Musik-) Theater, dazu 13 Wiederaufnahmen, 19 Konzerte und vier Gala-Abende plant das Landestheater Detmold für die kommende Saison, flankiert durch begleitende Veranstaltungen sowie ein umfangreiches theaterpädagogisches Angebot, das nun auch verstärkt im Bereich Musiktheater angeboten wird. Das digitale Theater wird weiterentwickelt u. a. mit einer Uraufführungsreihe in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin und der Folkwang Universität der Künste Essen.

Das Spielzeitheft finden Sie zum Download hier:

https://www.landestheater-detmold.de/media/filer_public/09/03/09034ba9-9aa9-421d-8b1f-4c57b4f34c2d/szh_ltd-21-22_web.pdf

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Amerikanische Navy sucht Konzept gegen die militärische Herausforderung durch China: Die Regierung von Präsident Joe Biden bremst beim traditionellen Schiffbau, wie ihr erstes Verteidigungsbudget zeigt. Die Zweifel daran, dass grosse Schiffe genügend Abschreckung gegenüber China bieten, wachsen.
Zum Bericht
Die Vereinigten Staaten blockieren Websites iranischer Medien: Das Vorgehen der amerikanischen Regierung gegen iranische Radio- und Fernsehsender könnte die Spannungen vor den Atomgesprächen in Wien verstärken, welche im nächsten Monat wieder aufgenommen werden sollen.
Zum Bericht
Deutscher SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Wirecard-Skandal unter Druck: Der Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags hat seinen Abschlussbericht vorgelegt. Die politische Verantwortung liege vor allem bei Olaf Scholz, dem Finanzminister und Kanzlerkandidaten der SPD, erklären sowohl seine Koalitionspartner wie auch die Opposition. Der Wahlkampf lässt grüssen.
Zum Bericht
Putin versucht das Gedenken an den Angriff der Wehrmacht zu instrumentalisieren: Vor 80 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Russlands Präsident Wladimir Putin äussert sich nun in einem Gastbeitrag in der Online-Ausgabe der «Zeit» so, als habe ausser Russland keine der damaligen Sowjetrepubliken unter dem Wüten der Wehrmacht gelitten.
Zum Bericht
Die EU hat keine Eile bei ihrem Plan B für die Schweiz: In Luxemburg haben sich die Europaminister der EU erstmals nach dem Abbruch der Verhandlungen zum Rahmenabkommen über die Beziehungen zur Schweiz unterhalten. Doch das Thema wirft derzeit keine hohen Wellen in dem Staatenbund, andere Dinge sind vorrangig.
Zum Bericht
Die Schweiz führt den weltweiten Anstieg bei privaten Vermögen an: Die Inflation der Vermögenspreise treibt Aktienkurse und Immobilienpreise auf neue Höhen. In der Schweiz stieg das Vermögen pro erwachsener Person um rund 12 Prozent. Weltweit liegt die Schweiz damit an der Spitze, vor den Vereinigten Staaten und Hongkong.
Zum Bericht
Deutschland trifft heute auf Ungarn: Die Gruppe F, die schwerste der EM, wird heute ab 21 Uhr entschieden, wenn Portugal gegen Frankreich spielt und Deutschland in München auf Ungarn trifft. Zudem trifft Schweden um 18 Uhr auf Polen. Zeitgleich spielt die Slowakei gegen Spanien. Gestern siegte England 1:0 gegen Tschechien, Kroatien gewann mit 3:1 gegen Schottland. Damit sind die Schotten ausgeschieden.
Zum Live-Blog

Zitat Ende

Österreich
Wittgenstein-Preis: Monika Henzinger erhält Austro-Nobelpreis 2021
Die Informatikerin von der Uni Wien arbeitet an Algorithmen für ein besseres Internet.
Kurier.at

Schlammschlacht: Mehr als zehn Ex-Angestellte wollen gegen Herzogin Meghan aussagen
Hat Sie in der Zeit im Palast ihre Angestellten schikaniert und diskreditiert? Das will der Buckingham Palast untersuchen. Nun gibt es neue Aussagen.
Wiener Zeitung

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Royals die Blöße geben, Angestellte zu Falschaussagen gegen die wenig geliebte Meghan zu zwingen.

Bemerkenswerte Aussage: Meghan beharre darauf, „dass die Mitarbeiter ihrem Job nicht gewachsen waren und nicht mit dem Druck umgehen konnten, für sie zu arbeiten.„…

Starker Tobak. Dass Adelshäuser großen Wert darauf legen, „unter sich“ zu heiraten, mag zwar auf den ersten Blick nicht sympathisch erscheinen, unvernünftig ist es nicht!

Dazu fällt mir nichts ein, ich bin sprachlos. Für Prinz Harry hätte ich einen gutgemeinten Rat, aber ich denke, dass er mit der Zeit selbst wissen wird, was ihm gut tut!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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