Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

23. JÄNNER 2020- Donnerstag

23.01.2020 | Tageskommentar

Bildergebnis für absperrungen

Morgen/ Freitag: Absperrungen im 1. Wiener Gemeindebezirk: Zugang zur Wiener Staatsoper am 24. Jänner 2020

Im Zusammenhang mit den angekündigten Protesten rund um den „Akademikerball“ kommt es am Freitag, 24. Jänner 2020, zu Absperrungen im 1. Wiener Gemeindebezirk, wodurch auch der Zugang zur Wiener Staatsoper ab 16.00 Uhr beeinträchtigt sein kann.

Laut aktuellem Stand und Informationen der Landespolizeidirektion Wien muss auf Abschnitten der Ringstraße, der „ehemaligen 2er-Linie“, dem Universitätsring, dem Dr. Karl Renner-Ring, der Bellariastraße, dem Museumsplatz, dem Getreidemarkt und der Operngasse abschnittsweise mit Sperren bzw. massiven Beeinträchtigungen gerechnet werden…

Details inseren heutigen „Infos des Tages“

NEU: Ruzan Matashyan singt nun doch beim Dresdner Opernball.

Näheres morgen

Im Grunde genommen war Valery Gergiev in Wien „pünktlich“ zur Stelle.

Da gibt es ganz andere Anekdoten. Wir bringen morgen eine weitere Folge der „Gergiev-News“

OPER FRANKFURT: DER KURZFILM ZU „TRISTAN UND ISOLDE“ IST FREIGESCHALTET

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Premiere von Richard Wagners Tristan und Isolde (Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Katharina Thoma) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

Bildergebnis für frankfurt tristan und isolde
Vincent Wolfsteiner (Tristan), Christoph Pohl (Kurwenal) und Romain Curt (Englischhorn). Foto: Barbara Aumüller

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=192

„Tristan“ in Frankfurt: Mann sucht Frau fürs Sterben
Frankfurter Allgemeine

WIEN/Theater an der Wien: LES BORÉADES, die letzte Oper des Jean Philippe RAMEAU, konzertante Aufführung


Collegium 1704, Collegium Vocale 1704 mit Vaclav Luks (Mitte). C: Petra Hajska

Über den Instinkt für den Swing dieser Musik

1762 machte sich der knapp 80-jährige  Jean Philippe Rameau (1683 – 1764) daran, für Ludwig XV. ein letztes Mal eine Oper zu komponieren. Und es hat bis heute den Anschein, der Schöpfer dieses Opus summum habe sich nur mehr wenig um die strengen spätbarocken Konventionen, um den Verhaltenskodex am Französischen Königshof, gekümmert…

Zum Bericht von Karl Masek

Sasha Waltz und Johannes Öhman geben bekannt, dass Sie die gemeinsame Intendanz des Staatsballetts Berlin zum Ende des Jahres 2020 beenden

Bildergebnis für staatsballett berlin

Sasha Waltz und Johannes Öhman geben bekannt, dass Sie die gemeinsame Intendanz des Staatsballetts Berlin zum Ende des Jahres 2020 beenden:

„Im September 2016 wurden wir gemeinsam als Doppelspitze zur Leitung an das Staatsballett Berlin berufen. Seitdem arbeiten wir als Ko-Intendanz kontinuierlich in Vorbereitung, Planung und Durchführung an der Entwicklung eines modellhaften Projektes, welches eine Brücke zwischen dem klassischen Ballett und dem zeitgenössischen Tanz spannt und für eines der größten Europäischen Tanzensembles ein ungewöhnlich breites Repertoire pflegt und weiterentwickelt. Es war uns dabei von Anfang an wichtig, über das bisherige Stammpublikum hinaus ein neues Publikum für den Tanz zu begeistern. Entsprechend groß ist unsere Freude über die sehr positiven Auslastungszahlen in unserer Amtszeit, die seit Gründung des Staatsballetts Berlin im Jahre 2004 die höchste Resonanz widerspiegeln. Dies bestätigt auch, dass unser Modell aus klassischem und zeitgenössischem Tanz an allen drei Opernhäusern sehr gut funktio niert. Wir haben den Auftrag als eine historisch wichtige Aufgabe verstanden, das Staatsballett als Institution in das 21. Jahrhundert zu überführen und gleichermaßen Tradition und Innovation als die beiden Stärken des Balletts miteinander zu verbinden. 2019 wurde das Staatsballett durch die Fachjournalist*innen des Tanzes als Ensemble des Jahres ausgezeichnet – eine wichtige Anerkennung für das außergewöhnliche Engagement der hochmotivierten Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts, die jeden einzelnen Ballettabend mit ihrer Spitzenleistung zu einem Ereignis machen.“
Sasha Waltz und Johannes Öhman
Berlin / Stockholm

Staatsballett Berlin: Sasha Waltz und Johannes Öhman geben Intendanz auf
Von Beginn an gab es Streit um die Intendanz von Sasha Waltz und Johannes Öhman am Staatsballett. Zum Jahresende nun soll Schluss sein. Öhman übernimmt einen neuen Posten in Stockholm.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/staatsballett-berlin-sasha-waltz-und-johannes-oehman-beenden-intendanz-vorzeitig/25459778.html

Mit Ballett kenne ich mich wirklich nicht aus, was in Berlin abgelaufen ist, kenne ich daher nur aus meiner Arbeit an unserer Presseschau. Ich habe dabei mitbekommen, dass der Vorgänger des Duos, Nacho Duato, nach Ansicht der Journalisten eine echte Flasche gewesen sein muss und entsprechend „niedergeschrieben“ wurde. Gleichermaßen wurden Johannes Oehman und ganz besonders Sasha Waltz in einer Art und Weise hochgejubelt, die fast schon peinlich war. Der Dank dafür ist nun abzulesen!

Nun hört das Wunder-Duo plötzlich auf. Ich weiß nicht, ob der Abschied mit dem Auslaufen des Vertrages verbunden ist – oder ob es ein „fliegender Ausstieg“ ist. Letzteres wäre natürlich letztklassig, darum glaube ich es auch nicht. Sehr glücklich agieren die Berliner Kulturverantwortlichen bei Personalentscheidungen also nicht, es gab/gibt praktisch überall „Brösel“. 

Zürich: FIDELIO Wiederaufnahme 21.1.2020 . Anja Kampe als glaubhafte Leonore    


Anja Kampe, Andreas Schager. Foto: Herwig Prammer

Die Inszenierung von Operndirektor Andreas Homoki war schon 2013 nicht unumstritten. So wurde der ganze 1. Akt dramaturgisch total umgebaut: Die einzelnen Nummern wurden an anderer Stelle gesungen und vor allem mochte es stören, dass das höchst dramatische Quartett „Er sterbe!“ aus dem Kerkerakt, gipfelnd im „Töt`erst sein Weib!“ an den Anfang gestellt wurde, quasi als „Rahmen-Handlung“. Schade, denn so wurde die dramatische Zuspitzung auf diese Szene hin total verschenkt. Aber abgesehen davon war die Kerkerszene unglaublich gut gelungen, da dort jeder Eingriff vermieden wurde (ausser, es wurde keine Prosa gesprochen, was ja nicht schadet) und man so „Beethoven pur“ erleben konnte. Es war dann auch wieder Anja Kampe als Leonore, die 2013 schon dabei war, die dieses Konzept voll trägt…

Zum Bericht von John H. Mueller

Wien/ Volksoper: Carmen an der Volksoper Wien: feuriges Liebesdrama? Fehlanzeige!….
Die Sänger stolpern in deutscher Sprache über die vielen, kantigen Silben hinweg. Hinzu kommt eine lieblos wirkende Carmen, der man ihre verführerische Wirkung auf die Männerwelt nicht abkauft. Und ein Orchester, das durch die schnellen, rhythmisch grazilen Stellen der Komposition schrammt. Leider eher ein Schlag ins Wasser als ein feuriges Liebesdrama.
Von Julia Lenart aus der Volksoper Wien.
https://klassik-begeistert.de/george-bizet-carmen-volksoper-wien/

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 23. –29. JÄNNER 2020

Bildergebnis für radio

23.1. PORIN (aus Zagreb, Aufnahme v. 18.3.2019) BBC 3-15 Uhr
I CAPULETI E I MONTECCHI (Live aus Rom) RAI 3-20 Uhr
24.1. TRISTAN UND ISOLDE (Live aus Bologna) RAI 3-18 Uhr
25.1. DER KÖNIG UND DER KOHLENBRENNER (aus Prag, Aufnahme v. 19.9.2019 Radio 4Hilversum-19 Uhr
MOSE (aus Leipzig, Aufnahme v. 9.11.2019) Deutschlandradio-19.05 Uhr
LA DORI (aus Innsbruck, Aufnahme v. 26.8.2019) ORF Ö1-19.30 Uhr
LA BOHEME (Live zeitvers. aus New York) BBC 3-19.30 Uhr
DON CARLO (aus Paris, Aufnahme v. 7.11.2019) France Musique-20 Uhr
DORILLA IN TEMPE (aus Wexford, Aufnahme v. 2.11.2019) HR 2-20.04 Uhr
26.1. PARSIFAL (Live aus Palermo) RAI 3-17.30 Uhr
LE’ILE DU REVE (Live aus München) Bayern 4-19 Uhr
L’ACADEMIA DI MUSICA (aus Bad Wildbad, Aufnahme v. 26.7.2019) SWR 2-20.03 Uhr
WERTHER (aus London, Aufnahme v. 17.9.2019) WDR 3-20.04 Uhr
30.1. LA DAMNATION DE FAUST (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr

INSTAGRAMEREIEN: BERLIN / LETZTE VORSTELLUNG ANDREA CHENIER MIT HARTEROS & MÜHLE – Fotos vom Schlussvorhang


Martin Mühle, Anja Harteros. Die Pfeile zu den weiteren Fotos sind inaktiv, bitte untenstehenden Link benützen)

ZU INSTAGRAM und weiteren Fotos

In unseren „Infos des Tages“ finden Sie noch weitere Instagram-Beiträge, die mir Fritz Krammer (derzeit in Brasilien) liefert.

WIEN: NEUJAHRSKONZERT DER  GARDEMUSIK  IM FESTSAAL AMTSHAUS HIETZING (22.1.2020)

Harfe bei der Militärmusik? Warum nicht? Felix Hawranek spielt Baroque – Solostück für Harfe


Felix Hawranek mit seiner Harfe. Foto: Renate Cupak

Wir berichten in den nächsten Tagen vom Neujahrskonzert der Garde etwa ausführlicher – wenn die Fotos bearbeitet sind.

Filme der Woche


Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Natürlich haben wir es mit den Satiren über das Dritte Reich nicht so einfach, wir sind die Nachfahren der „anderen“ Betroffenen, wir tragen die Last ihrer Verantwortung. „Hitler“-Parodien fallen nicht immer so brillant aus wie bei Chaplin, manches mochte berühmt und dann doch für unser Gefühl spekulativ peinlich sein wie Roberto Benignis „Das Leben ist schön“. Aber was tun mit „JoJo Rabbit“, auch angesichts des Jubels, der wie ein Tsunami über diesen Film des Neuseeländers Taika Waititi hereinbrach?

Die „Golden Globe“-Nominierungen zogen zwar (glücklicherweise) keinen Preis nach sich, aber sechs (!) Oscar-Nominierungen, darunter für den Besten Film (!), das macht ziemlich fassungslos. Auch das, was Hollywood als „Komödie“ empfindet, wenn in einer Szene immerhin der kleine Held des Films die Beine seiner Mutter umklammert, die am Hauptplatz von den Nazis gehenkt am Galgen baumelt… wahnsinnig lustig.

Taika Waititi – halb Maori, halb europäisch-jüdischer Abstammung – ist der Regisseur, den man aus Neuseeland holte, wo er erfolgreiche Filme gemacht hatte, um dem Marvel „Thor“ ein neues Gesicht zu verpassen. Das tat er, und wie. Sein Talent für Komik ist unleugbar, endlich war der nordische Held einmal anzusehen…

Monty-Python-Legende Terry Jones ist tot: Meister des gepflegten Chaos
Die Presse

Ode an die Gaumenfreude: Beethoven stand auf Makkaroni mit Käse
Der Komponist liebte gutes und teures Essen: Es konnte schon mal vorkommen, dass er mit einem Ei nach einer Haushälterin warf.
Kurier

Beethoven wird uns das ganze Jahr verfolgen. Wie gut, dass es Gedenkjahre gibt. Was Beethoven mit Vorliebe gegessen hat, wollte ich immer schon wissen.

Inszenierungs-Politik im Brüssel-Nachtzug: Heimreise nicht so klimafreundlich wie Hinfahrt
Die EU-Abgeordneten der SPÖ kehren mit dem Zug zurück, jene der ÖVP und der Grünen mit dem Flugzeug.
Kurier

Wie sagte doch ein früherer Kanzler? 95 %  der Politik ist Inszenierung! Der Mann hat untertrieben!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

Diese Seite drucken