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23. FEBRUAR 2021 – Dienstag

23.02.2021 | Tageskommentar

Budapest/ Erkel-Theater: Don Carlo. Französische Fassung in italienischer Übersetzung. Copyright: Staatsoper Budapest/Valter Berecz

Harald Lacina verfolgte den Stream: Gespielt wurde die ursprünglich fünfaktige französischen Fassung der Oper in der italienischen Übersetzung von Angelo Zanardini (1820-93) und Achille de Lauzières (1818-90), die sogenannte Modena-Fassung von 1886 unter Verzicht auf das Ballett.

Der aus Bremen stammende deutsche Regisseur Frank Hilbrich (1968*), seit dem Wintersemester 2013/14 Professor für szenischen Unttericht an der Universität der Künste in Berlin, verlegte die Handlung in die Zeit des Totalitarismus im Europa des 20. Jhd. Auf einer riesigen, die gesamte Bühne umfassenden weißen Treppe rollt ein Mönch (Karl V.) die in einem Netz eingepackten Bücher, die zur späteren Verbrennung bestimmt sind, schwerfällig die Treppen des Einheitsbühnenbildes von Volker Thiele hinauf. Don Carlo trifft dann auf Rodrigo, Marquis Posa und gesteht ihm seine Liebe zu seiner nunmehrigen Stiefmutter Elisabeth. Die Hofdamen treten danach alle rot gekleidet mit einem Cape über den Schultern und schwarzem Mund-Nasen-Schutz auf und singen. Natürlich lässt es sich da kaum vermeiden, wenn einige Masken unter die Nase rutschen…

Zum Bericht von Harald Lacina

Budapest
A cruel world with no salvation: Don Carlo in Budapest paints a dark picture of humanity
bachtrack

Salzburger Festspiele 2021 ohne Chicago Symphony Orchestra
Wegen Coronapandemie entfällt Europa-Tournee im Sommer, Riccardo Muti dirigiert Beethovens „Missa solemnis“ mit den Wienern. Wegen der Coronapandemie hat die Chicago Symphony Orchestra Association ihre Europa-Tournee im Sommer 2021 abgesagt. Das hat auch Auswirkungen auf das diesjährige Programm der Salzburger Festspiele: Die zwei am 25. und 27. August geplanten Konzerte mit Riccardo Muti und dem Chicago Symphony Orchestra werden ersatzlos gestrichen, wie die Festspiele am Montag informierten. Davon unberührt bleiben die Auftritte von Muti mit den Wiener Philharmonikern am 13., 15. und 16. August.

https://kurier.at/kultur/salzburger-festspiele-2021-ohne-chicago-symphony-orchestra/401196338

MOSKAU / Bolschoi/ Gastspiel Mariinski:  TURANDOT -Rätselszene mit Anna Netrebko (etwa 15 Minuten)

Gergiev; Netrebko; Eyvazov

 

Rätselszene (15 Minuten)

Halbszenisch Gastspiel Marinsky in Moscow

https://www.facebook.com/annanetrebko/videos/3673947629308061/

Wien/ Staatsoper: Weitere „Carmen-Berichte aus dem „journalistischen Freundeskreis“

Opernkritik: „Carmen“ an der Staatsoper: Regietheater der milden Sorte
Calixto Bieitos Inszenierung ist nun auch in Wien angekommen: Ein Sängerfest adelt die mediokre Regie.
Wiener Zeitung

Staatsopern-„Carmen“ in mörderischer Grenzregion
Die mittlerweile klassisch-moderne Regie von Calixto Bieito pendelt im Haus am Ring zwischen plakativen und packend-nüchternen Szenen
Der Standard

„Carmen“ an der Wiener Staatsoper: Mit allen Klischees aufgeräumt Bezahlartikel
Georges Bizets „Carmen“ in einer (nicht ganz so neuen) Neuproduktion von Calixto Bieito.
Kurier

Wiener Staatsoper: Das Programm bis einschließlich 28. Februar 2021: Janacek-Schwerpunkt

HEUTE Dienstag, 23. Februar 2021, 19.00 Uhr

Leoš Janácek
KÁTJA KABANOVÁ (Vorstellung vom 27. April 2017)
Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Tomáš Netopil
Inszenierung: André Engel
Mit u.a.: Angela Denoke, Misha Didyk, Jane Henschel, Dan Paul Dumitrscu

Mittwoch, 24. Februar 2021, 19.00 Uhr
Leoš Janácek
VEC MAKROPULOS (Vorstellung vom 20. Dezember 2015)
Opern in drei Akten
Musikalische Leitung: Jakub Hruša
Inszenierung: Peter Stein
Mit u.a.: Laura Aikin, Ludovit Ludha, Thomas Ebenstein, Margarita Gritskova

Donnerstag, 25. Februar 2021, 19.00 Uhr
Leoš Janácek
DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN (Vorstellung vom 11. April 2016)
Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Tomáš Netopil
Inszenierung: Otto Schenk
Mit u.a.: Chen Reiss, Roman Trekel, Hyuna Ko, Joseph Dennis, Paolo Rumetz, Marcus Pelz

Zarzuela-Begeisterung im weichen Lockdown von Madrid
Beste Unterhaltung mit „Luisa Fernanda“
Von Klaus Billand)

„Luisa Fernanda“. Foto: Javier del Real

…Die Zarzuela, die man bis zu einem gewissen Grad als spanische Operette bezeichnen könnte, verbindet auf unterhaltsame Weise folkloristische Elemente mit klassischer, oft durchaus opernhafter Musik sowie Tanz und Dialog.

„Luisa Fernanda“, die bisher über zehntausendmal aufgeführt worden sein soll, bringt all das aufs Schönste heraus. Das Stück artikuliert zudem die Gegensätze zwischen der feinen Gesellschaft in Madrid und dem Landleben zur Zeit der spanischen Revolution im September 1868, im Spanischen auch „La Gloriosa“ genannt…

Orpeus- Oper und mehr

Teilweise Öffnung: Deutsche Kulturszene hofft mit neuem Konzept auf Zuschauer-Comeback
Die deutsche Kulturszene macht sich Hoffnung auf die Rückkehr von Zuschauern. Ein umfassendes Konzept will Möglichkeiten von Besuchern auch in der Corona-Pandemie aufzeigen.
Kleine Zeitung

Deutschland
Experten plädieren für kontrollierte Rückkehr von Zuschauern
Sport- und Kulturveranstaltungen liegen brach. Ein Gremium hat nun Vorschläge erarbeitet, wie der Betrieb trotz Pandemie wieder laufen kann: mit viel Abstand und Maske.
Die Zeit.de

Ist Streaming die Zukunft für Oper und Theater?
Im Lockdown bleiben Opernhäuser und Theater zu, Aufführungen sind nur noch digital zu erleben. Das Angebot ist groß. Ob damit auch eine neue Kunstform entsteht?

…Aber bleiben diese Formen auch interessant, wenn man wieder selbst ins Theater, in die Oper oder zu einem Konzert gehen kann? Reden nicht viele Menschen davon, wie sehr sie sich danach sehnen, mit anderen in einem Raum zu sitzen und zusammen etwas zu erleben?…

Intendant Schulz (Staatsoper Berlin) weist auf ein interessantes Phänomen hin: Online erreiche die Staatsoper ein jüngeres Publikum als im Saal. Die zweitgrößte Zuschauergruppe war bisher zwischen 25 und 34 Jahre alt.
https://www.cio.de/a/ist-streaming-die-zukunft-fuer-oper-und-theater,3654678

GERNOT KRANNER MÖCHTE IHNEN SEIN NEUES PROJEKT VORSTELLEN

Ich will etwas für andere Künstler*innen tun. Aus diesem Grund habe ich eine Plattform gegründet. Sie heißt

DIALOG DER KREATIVITÄT

Das soll eine Möglichkeit der Kommunikation werden zwischen Künstler*innen.  Darüberhinaus sollen auch Politiker*innen und die Medien eingebunden werden.

Es geht darum, dass wir Künstler*innen aus der Angststarre herauskommen müssen, wieder Konzepte und kreative Ideen entwickeln müssen.
Und wie wir trotz Corona weiter existieren und arbeiten können.

Ich beginne heute, am DIENSTAG, 23. Februar um 21 Uhr mit einer gemeinsamen ZOOM-Konferenz aller Interessierten.

Es haben sich schon wirklich viele Künstler*innen bei mir gemeldet und haben ihr Interesse bekundet (zu sehen auch auf meinem Facebook-Acount)

Liebe Grüße
Gernot Kranner

Mail:    gernot.kranner@aon.at
Mobil:   0676 32 69 289

Musiktheater in der DDR: VEB Belcanto
Der Musikwissenschaftler Eckart Kröplin blickt zurück auf das Operntheater in der DDR. Mehr Klassik als hier gab es nirgendwo – doch die Kunst war nicht frei
https://www.tagesspiegel.de/kultur/musiktheater-in-der-ddr-veb-belcanto/26935704.html

Genf
Kunstgeschwätz zwecks Machterhalt
Von wegen milder Herrscher! Der Polittheater-Regisseur Milo Rau gibt mit Mozarts „La Clemenza di Tito“ in Genf sein Operndebüt und blickt erwartungsgemäß düster auf den Stoff. Dabei vergisst er, auf die Musik zu hören.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-mozart-milo-rau-1.5213030

München/ Gärtnerplatztheater
Liebe, Freude, Luftballon: Ein hinreißendes Streaming-Konzert
Das Staatstheater am Gärtnerplatz streamt ein hinreißendes Konzert seines Ensembles mit Ausschnitten aus Opern und Operetten.
Münchner Abendzeitung

Andris Nelsons brings the Bayreuth Festival Orchestra to the Riga Jurmala Music Festival for a rare appearance outside of Bayreuth
https://riga-jurmala.com/news-press/andris-nelsons-brings-the-bayreuth-festival-orchestra-to-riga/

Classical And Opera Streams You Absolutely Need To See This Week: February 22 – 28
https://www.ludwig-van.com/toronto/2021/02/22/critics-picks-classical-opera-streams-absolutely

Dmitri Hvorostovsky, Emily Magee, Renée Fleming, Janinah Burnett, Javier Camarena Headline Top 10 Operas to Stream This Week
https://operawire.com/dmitri-hvorostovsky-emily-magee-renee-fleming-janinah

Genf
A hi-gloss Pelléas et Mélisande falls flat in Geneva
bachtrack

Ausstellungen/ Kunst
DER SCHREI: Kritzelei stammt von Edvard Munch persönlich

Die Herkunft eines Schriftzugs auf dem weltberühmten Ölgemälde blieb jahrelang ein Rätsel.
Wiener Zeitung

Ars Electronica Home Delivery:
Hannes Leopoldseder, Künstliche Intelligenz und Emotionen und Musik von Ludwig van Beethoven

(23.2.2021) Freude, Trauer, Überraschung, Wut, Furcht oder Verachtung – wir Menschen können am Gesichtsausdruck viel über die Gemütslage unseres Gegenübers ablesen. Ob Künstliche Intelligenz ebenfalls imstande ist Gefühlsregungen zu deuten verrät Ars Electronica Home Delivery in dieser Woche. Am Donnerstag widmet sich Deep Space LIVE dann dem Wirken und den Visionen von Ars-Electronica-Mitbegründer Hannes Leopoldseder, der am 12. Februar 80-jährig verstorben ist. Klassikbegeistere erwartet am Freitag wieder ein beeindruckendes Konzert mit Maki Namekawa und Dennis Russell Davies, die Ludwig van Beethovens Coriolan-Ouvertüre und Drei Märsche am Klavier zu vier Händen zum Besten geben werden. Ars Electronica Home Delivery bietet diese Woche wieder eine Reihe neuer Programme und liefert auch sonst noch jede Menge faszinierende Clips – von A wie Astronomie bis Z wie Zukunft – zum Nachsehen direkt ins Wohnzimmer, die Küche, das Büro, Kinder- oder Klassenzimmer.

Alle Streams rund um Ars Electronica Home Delivery finden Sie hier.

Manuskript: Schützt Biontech-Vakzin vor Infektion?
https://www.diepresse.com/5940607/manuskript-schutzt-biontech-vakzin-vor-infektion

Brillenträger stecken sich laut indischer Studie seltener mit Covid-19 an
Das Risiko für eine Infektion sei bei den Brillenträgern zwei- bis dreimal geringer gewesen.
Kurier

Die Erklärung ist so einfach wie logisch: Im Durchschnitt berühren wir unser Gesicht nämlich 23-mal, die Augen immerhin 3-mal pro Stunde. Und genau das ist der Grund, weshalb Brillenträger weniger gefährdet sind, an Corona zu erkranken.

Studien zeigen, dass der Nasenspray eines Wiener Pharmabetriebs gegen eine Corona-Infektion schützt. Seitdem boomt die Aktie von „Marinomed“.
Der Nasenspray „Coldamaris pro“ wirkt gegen Erkältungen, kostet 10 Euro in der Apotheke und ist seit 2008 am Markt. Doch der Spray der Wiener Biotech-Firma Marinomed dürfte noch eine Eigenschaft haben: Er soll „signifikanten Schutz“ gegen eine Corona-Infektion bieten. Das belege eine neue klinische Studie an Spitalspersonal, das Corona-Patienten versorgte.

Mit Bekanntwerden der Studie setzte umgehend ein Run auf Aktien des Pharma-Betriebs ein, der Kurs schnalzte um 20 Prozent auf bis zu 147 Euro in die Höhe. Der Spray mit Carragelose, einem Rotalgen-Wirkstoff, „hält das Virus ab, weitere Zellen zu infizieren“, heißt es auch in einer anderen Studie der Uni Erlangen. „Dauer und Schwere“ der Symptome würden verringert. Sogar die deutsche „Gesellschaft für Krankenhaushygiene“ empfiehlt den Spray.

Das Gründerehepaar Eva und Andreas Grassauer plant nun den nächsten Streich: Lutschpastillen, die im Rachen gegen das Coronavirus wirken.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Zürich stimmt über die umstrittene Nennung von Nationalitäten in Polizeimeldungen ab

Das ist passiert: Am 7. März stimmt der Kanton Zürich darüber ab, ob in Polizeimeldungen die Nationalität der mutmasslichen Täter genannt werden soll. Die von der SVP eingereichte Initiative fordert, dass bei Schweizerinnen und Schweizern, die in den vergangenen zehn Jahren eingebürgert worden sind, zudem der Migrationshintergrund angegeben wird. Das sagen Zürcherinnen und Zürcher mit ausländischen Wurzeln dazu.
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Muhammad Alis Gegner: »Viele waren leider verprügelte, alte Kämpfer«


Ein Mörder, ein Obdachloser, ein Taxifahrer: Was sie eint? Sie boxten alle einmal gegen Muhammad Ali
. Der preisgekrönte Fotograf Michael Brennan spricht hier über seine Suche nach den Gegners des „Größten“.

Herr Brennan, in Hamburg gab es bis vor ein paar Jahren eine Kneipe am Hauptbahnhof. Der Besitzer und Barkeeper hieß Jürgen Blin, er hatte 1971 gegen Ali geboxt. Kannten Sie ihn?

Brennan: Ich habe Jürgen nicht persönlich gesehen, aber mit Kollegen über ihn gesprochen. Aber ich habe den anderen Deutschen getroffen, der gegen Ali gekämpft hat. Wie war noch sein Name? Es war in Kaiserslautern. Ich komme jetzt nicht drauf.  (Anm.d.Red. Das war Karl Mildenberger)

Viele waren leider verprügelte, alte Kämpfer. Einige waren im Gefängnis, wegen tätlicher Angriffe, einer war ein Mafia-Typ geworden, der für Mord lebenslänglich einsaß. Aber da waren auch andere, wie zum Beispiel Buster Mathis, von dem Ali sagte, dass er ein guter Boxer gewesen sei. Buster hatte Gewichtsprobleme und Diabetes. Er belud Trucks, ein guter Typ, der um vier Uhr morgens anfing zu arbeiten…
Der Spiegel.de

Damals waren gigantische Gagen im Spiel, auch für Alis „Fallobst“. Wem was tatsächlich geblieben ist, verschweigt die Chronik. Übereinstimmend sagten Alis Gegner aus, dass Alis Punch eher mittelmäßig war. George Foreman hatte einen weitaus härteren Schlag. Aber Ali war flink wie keiner seiner Gegner, eben als „Gesamtpaket“ der beste Schwergewichtlicher seiner Zeit! Und er ließ sich gut vermarkten, er war eben auch ein interessanter Typ! !

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

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