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23. FEBRUAR 2020 – Sonntag

23.02.2020 | Tageskommentar

London: Lise Davidsen und Jonas Kaufmann in Fidelio. Am 1. März geht es los!. Foto: Instagram

Die Daten ab 1.3.2020 und restliche Besetzung sind da zu finden:

https://www.opera-online.com/de/items/productions/fidelio-royal-opera-house-2020-2020

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

ANJA KAMPE ALS „SENTA im FLIEGENDEN HOLLÄNDER an der Metropolitan-Opera (2. bis 27. März)

GALA-PREMIERE am 2. März: Valery Gergiev (Dirigent), Francois Girard (Regisseur)

Mit Anja Kampe (Senta),  Mihoko Fujimura (Mary); Evgeny Nikitin (Holländer), Franz Josef Selig (Daland), Sergey Skorohodov (Erik), David Portillo (Steieuermann)

Ganz wichtig bei Gergiev: Der Schweizer Dirigent Patrick Furrer ist für zwei Vorstellungen vorgesehen! Notfalls kann er einspringen!

Video mit untenstehenden Link aktivieren!

ZUM VIDEO – Instagram

Anja Kampe modelt für ihr Met-Debüt

Anja Kampe
ZU INSTAGRAM mit weiteren zwei Fotos

KONZERTHAUS DORTMUND: SEHR AUSGELASSENER SCHLUSSAPPLAUS NACH „DIE FRAU OHNE SCHATTEN“ (20.2.)

 

Besonders bejubelt wird auf dem Video Yannick Nézet-Séguin, der Dirigent

ZUM VIDEO/ Instagram

Zum Bericht von Sigi Brockmann

Kristina Opolais mit neuer Liebe im Doppelpack unterwegs!

 

ZU INSTAGRAM

Die Wiener Staatsoper kommt nach der Faschingsveranstaltung langsam wieder in die Gänge. Heute: „Der Liebestrank“:

Doch noch ein Nachtrag zum Wiener Opernball:


Tony und Maria Sintow-Behrens. Foto: privat

Piotr Beczala mit Maria Sintow-Behrens. Foto: privat

Hier noch 2 Fotos als Nachtrag zum Opernball: Der ORF war so sehr mit dem gleichgeschlechtlichen Paar aus Deutschland beschäftigt, da blieb keine Zeit für andere Debütanten wie z.B. Maria und Tony Sintow-Behrens.  Auf dem anderen Foto ist Maria Sintow-Behrens mit Piotr Beczala zu sehen.) Maria tritt als Sopranistin  in die Fußstapfen ihrer beiden Großmütter Hildegard Behrens und Anna Tomowa-Sintow, ihr Bruder Tony studiert Klavier. (Walter Nowotny)

DORTMUND/ Konzerthaus: DIE FRAU OHNE SCHATTEN – konzertant
Zum Bericht von Sigi Brockmann
Einen kurzen Blick in den Schlussapplaus können Sie etwas weiter oben machen!

KOSICE/ Slowakei: FIDELIO-Premiere mit aktuellen politischen Bezügen

Inszenierung: Bruno Berger-Gorski

Foto: Theater Kosice / Joseph Marcinsky
Zum Premierenbericht von Sören Wicking

ATHEN/ Megaro Mousikis: TRISTAN UND ISOLDE – 2. Akt – konzertant. Staatsorchester Athen. Stefanos Tsialis; Petra Lang; Stefan Vinke
Die Macht der Stimmen

Zum Bericht von Ingo Starz

Berlin
„La Martha“ kann’s noch: Martha Argerich bei der Staatskapelle Berlin mit Ravel und Mehta
Mühelos temposchwebend und ohne Ende anschlagskultiviert spielt die 78-jährige Argerich Ravels G-Dur-Konzert. Das Funkeln der plötzlichen Ausflüge der Rechten in den Diskant, die berückende Plastizität der Triller macht ihr vermutlich noch immer kein Pianist der Welt streitig. Zubin Mehta rollt ihr mit glücklichem Händchen den orchestralen Teppich aus. So gespielt könnte man Ravels Meisterwerk jede Woche einmal hören!
KonzertkritikOpernkritikberlinAntonschlatz

Lieses Klassikwelt: Worin liegt der Sinn, Tonzeugnisse aufzubewahren, wenn sie niemand hören kann? Dafür wurden sie wohl kaum produziert
Während der Arbeit an meinen Sendungen stöbere ich oft in Rundfunk-Archiven. Und staune hin- und wieder über kostbare, unveröffentlichte Schätze, die sich da finden.
Umso trauriger macht mich der Umstand, dass viele dieser Aufnahmen aus lizenzrechtlichen Gründen vor sich hin stauben und niemandem zu Gehör gebracht werden können. Oftmals muss ich jedenfalls auf Aufnahmen verzichten, weil meine Redaktionen hohe Gebühren zahlen müssten, für die ihnen kein Budget zur Verfügung steht, oder, noch schlimmer, weil aus vertragsrechtlichen Gründen die Aufnahmen grundsätzlich nach der Erstausstrahlung nicht mehr gesendet werden dürfen. Das betrifft zum Beispiel und ganz besonders Mitschnitte des Bayerischen Rundfunks von den Bayreuther Festspielen. Die existieren nach der Erstausstrahlung nur auf Karteikarten und schlafen wohl für alle Zeiten einen Dornröschenschlaf.
Kirsten Liese berichtet aus ihrer Klassikwelt.
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-22-vergessene-archivschaetze/

Wien/ Burgtheater:  THIS IS VENICE (OTHELLO & DER KAUFMANN VON VENEDIG)
Nach William Shakespeare in einer Bearbeitung und neu übersetzt von Elisabeth Bronfen und Muriel Gerstner
Premiere: 22. Februar 2020 

„Kaufmann von Venedig“: Gunther Eckes, Maresi Riegner, Itay Tiran. Bardo Boehlefeld-. Copyright: Barbara Zeininger

Dieses Venedig schimmert. Unaufhörlich. Silberschnüre umschließen die Bühne als stetig bewegter Vorhang, der manchmal auch in psychedelische Farben getaucht wird. Vielleicht nach dem Motto, dass das Wasser am Canal Grande ja auch nie ruhig ist… Bloß: das nervt. Und zwar sehr bald und dann sehr ausführlich. Abgesehen davon, dass es in allerkürzester Zeit als ewig gleicher Effekt langweilig wird.

Aber „This is Venice“ – oder? Na, leider nicht. Seltsam, mit welch unschuldiger Unverfrorenheit sich die Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen und die Bühnenbildnerin Muriel Gerstner, die als Übersetzerinnen und „Autorinnen“ des Werks fungieren, im Interview darüber wunderten, dass noch niemand die beiden „Venedig-Stücke“ Shakespeares zusammen gekoppelt habe, so, wie sie es nun tun. Nun, weil es eben nicht zwei Venedig-Stücke sind. Von „Othello“ spielt hier gerade der erste Akt hier, wo er Desdemona zur allgemeinen Empörung geheiratet hat. Dann geht es schon nach Zypern, und dort bleibt die Geschichte bis zu ihrem bitteren Ende. Also, das ist keinesfalls durchgehend Venedig, und man soll das Publikum bitte nicht für blöd verkaufen, Reste von Bildung sind ja wohl noch vorhanden…

Dass Porcia das Schlusswort hat und nun quasi verkündet, dass Venedig unter Frauenherrschaft steht… wenn man politisch korrekt ist, kann man offenbar machen, was man will, es wird ohnedies niemand wagen, auf die Billigkeit von dergleichen Wendungen hinzuweisen.

Es gab Beifall, jener für das Leading Team blieb nicht unwidersprochen. So wirklich überzeugt haben sie mit ihrer Othello / Shylock-Mixtur, die letztendlich wenig gebracht hat, ja nicht.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

FOTOS von Barbara Zeininger  zu „This is Venice

Kommentar zu Wien: Eisbärenprinzessin Elsa
Lang hat es nicht gedauert, bis die ersten Schlaumeier gewitzelt haben: Klare Sache, wie das Eisbärenmädchen in Schönbrunn heißen muss – Greta natürlich.
Wiener Zeitung

Bitte nur nicht Greta, meinetwegen Eulalia oder Ärgeres. Wie lange dauert die Entzauberung dieser geschäftstüchtigen Familie noch? Die Firma kann sich jede Werbung auf der Welt leisten, die braucht nicht Gratiswerbung durch ein Eisbärenbaby.

Einen schönen Sonntag wünscht
A.C.

 

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