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23. AUGUST 2021- Montag

23.08.2021 | Tageskommentar

 

TOSCA in Graz: Der Salzburger Scarpia musste zu Hilfe eilen! Screenshot: Fritz Krammer

Nachstehende Kriken stammen nicht von der gestrigen Premiere, sondern von der öffentlichen Generalprobe am Samstag, bei der Terfel nur markieren konnte und Tezier in Salzburg den Scarpia gesungen hat.

„Tosca“ in Graz. Klassiksterne leuchteten unterschiedlich hell. Bei der gestrigen Premiere musste Tezier für Terfel einspringen
Kristine Opolais, Jonas Kaufmann und Sir Bryn Terfel gemeinsam in Puccinis „Tosca“ auf der Grazer Kasemattenbühne. Ein Besuch bei der Generalprobe/TV-Voraufführung am Samstag und ein Gespräch mit Tenorissimo Jonas Kaufmann.
Kleine Zeitung

„Tosca“ am Schlossberg: Kaufmann und Opolais begeistern Grazer Publikum
https://www.krone.at/2490682

Wer nun Dienstag den Scarpia in Graz verkörpert, ist ungewiss. Tezier ist in Salzburg im Einsatz. Ein Stimmarzt wird wohl heute entscheiden müssen, ob es Sinn macht, auf Terfel zu setzen!

SALZBURG: TOSCA – die gesammelten Kritiken

Anna Netrebko und Yusef Eyvazov. Foto: SF/ Marco Borelli

Den Gag der Sturminger-Inszenierung, Scarpia überleben zu lassen, damit er Tosca hinrichten kann, ist ja wohl aus 2018 bekannt – braucht daher nicht breitgetreten zu werden.

Salzburg
Netrebko als Tosca oder Routine mit Knalleffekten
Eine szenisch nur oberflächlich moderne, musikalisch routinierte „Tosca“ in bei den Salzburger Festspielen. Überraschungsmomente oder gar unerwartete Wendungen sind eine schwierige Sache in der Oper. Sie sind selten ein Gewinn, geht es im Musiktheater doch meist darum, ein bekanntes Werk neu in Szene zu setzen, womöglich einen anderen Blickwinkel zu öffnen oder einen erhellenden Gegenwartsbezug herzustellen. Regisseur Michael Sturminger sieht das anders, er hat Puccinis „Tosca“ in Salzburg lieber umgeschrieben.
Wiener Zeitung

Anna Netrebko als Tosca in Salzburg gefeiert
Die Zeit.de

„Tosca“: Anna Netrebkos Glanz zieht – und in Rom wird scharf geschossen
Die letzte Premiere dieses Festspielsommers ist über die Bühne gegangen: Puccinis „Tosca“ mit Anna Netrebko, dem Publikumsmagneten der Salzburger Festspiele.
Salzburger Nachrichten

Salzburg
Kritik – „Tosca“ bei den Salzburger Festspielen Puccini mit Anna Netrebko und viel Bling-Bling
https://www.br-klassik.de/

Thriller mit Längen und Buhs: Eine Salzburger „Tosca“, die sich zieht
Michael Sturminger inszenierte Puccinis „Tosca“ als Thriller. Die von Marco Armiliato geleitete Premiere zog sich trotz der wundervollen Anna Netrebko etwas
Der Standard

Netrebko und Mafia auf der Engelsburg
Anna Netrebko steigt für ihre Salzburg Acts seit einigen Jahren in das jeweils kostbarste Kleid der Festspielgeschichte. Erinnert sei an den Tüll-Traum in Grau-Blau für die konzertante (!) Manon Lescaut vor fünf Jahren. Nun wieder Puccini. Als Tosca singt die Netrebko in schwarz-roter, trotz 40.000 Kristalle, beinahe schlichter Robe. Elegant fließend, dunkel schimmernd. Kleid und Stimme.
DrehpunktKultur

Auftritt im Swarovski-Fummel: Anna Netrebko als Tosca in Salzburg bejubelt
Regelmäßig sorgt Anna Netrebko mit ihren Auftritten bei den Salzburger Festspielen für den Glamour-Höhepunkt. Diesmal drohte er ins Wasser zu fallen, die Diva hatte sich verkühlt. Dann holte sie sich als Tosca am Samstag doch noch den Premierenjubel ab.
Leipziger Volkszeitung

Brillant bis in den Tod
Perfekte Neubesetzung: Anna Netrebko singt und spielt in Salzburg die Tosca – makellos und mutig.
Sueddeutsche Zeitung

 

Ludovic Tezier (Scarpia), Anna Netrebko (Tosca). Foto: SF/ Marco Borelli

ORF-Seitenblicke mit 2 TOSCAS

Seitenblicke vom 22.08.2021 um 20:05 Uhr – ORF-TVthek

HEUTE IN SALZBURG: SIEMENS FESTSPIELNACHT MIT „ELEKTRA 2020“ AUF DEM KAPITELPLATZ

Heute um 20 h in der Aufzeichnung aus 2020 auf dem Kapitelplatz bei freiem Eintritt  (Warlikowski; Welser Möst; Stundyte, Grigorian, Baumgartner etc.)

Bayreuth
Dirigent Andris Nelsons kehrt auf den Grünen Hügel zurück
Vor fünf Jahren sorgte der lettische Dirigent Andris Nelsons für einen Eklat bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth – jetzt kehrt er für zwei Auftritte auf den Grünen Hügel zurück. Bei den Konzerten am 22. und 25. August stehen Stücke aus den „Ring des Nibelungen“-Opern auf dem Programm, am ersten Abend war es der Erste Aufzug aus „Die Walküre“. Darüber hinaus gibt es im zweiten Teil des Abends Stücke aus „Lohengrin“ und „Parsifal“
Münchner Abendzeitung

Lise Davidsen: „100 Prozent Kontrolle ist 100 Prozent Wahnsinn“

Lise Davidsen. © Ray Burmiston | Decca Classics

Exklusiv-Interview mit dem Wagner-Stern aus Norwegen – Teil 1

Lise Davidsen, * 8. Februar 1987 in Stokke, ist eine norwegische Opernsängerin (Sopran).
Sie ist mit Abstand der shooting star am Himmel der Wagner-Sängerinnen und bringt die Besucher der Bayreuther Festspiele derzeit mit ihren Darbietungen als Elisabeth („Tannhäuser“) und Sieglinde („Die Walküre“) aus dem Häuschen. Jetzt nimmt sich die große Sängerin auch andere Meilensteine wie Giuseppe Verdi und Richard Strauss vor. Klassik-begeistert.de-Herausgeber Andreas Schmidt traf die Norwegerin im Restaurant „Bürgerreuth“ in Bayreuth und sprach mit ihr zwei Stunden über Diesseitiges und Jenseitiges in der Klassikwelt. Das Interview erscheint in drei Teilen, heute, morgen und übermorgen.
https://klassik-begeistert.de/lise-davidsen-exklusiv-interview-mit-dem-wagner-stern-aus-norwegen-teil-1/

Richard Wagner – der Komponist der Anthroposophie?
Rudolf Steiner war ein glühender Verehrer Wagners. Dessen Festspielhaus in Bayreuth inspirierte nicht nur das Goetheanum in Dornach – Steiner versuchte auch die Musikdramen für seine Weltanschauung zu vereinnahmen.
Neue Zürcher Zeitung

Berichte aus Pesaro online:

IL SIGNOR BRUSCHINO

Das Regieduo Barbe&Doucet hat sich seinen Ruf durch besonders „originelle“, um nicht zu sagen „gspritzte“ Inszenierungen erworben. Vor ein paar Jahren liessen sie zB. „Il Matrimonio segreto“ bei den Festwochen der Alten Musik in einem Hühnerstall spielen, in dem die Protagonisten, als Riesenhühner verkleidet, sangen und gackerten….oder gackerten und sangen? Was streckenweise schon ganz lustig war…aber nicht drei Stunden lang. Nun hat ihnen der künstlerische Leiter des Rossini Opera Festivals in Pesaro, Ernesto Palacio, aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen des Meisters Jugendfarce „Il Signor Bruschino“ anvertraut.

Und Barbe&Doucet blieben ihrer Masche der sinnbefreiten Originalität naturgemäss treu, wenn auch nicht auf so lustige Weise wie beim „Matrimonio“…

So weit, so dumm. Der wirkliche Stumpfsinn besteht aber darin, dass durch die sinnlose Zurümpelung der ohnehin schon kleinen Bühne mit unnötigen Schiffanakeln den Sängern gerade soviel Platz zum Spielen bleibt wie auf einem Schneuztüachl…

Forderung des Rezensenten: Lebenslanges Regieverbot für B&D

Zum Bericht von Robert Quitta

PESARO/ ROSSINI OPERA FESTIVAL: ELISABETTA, REGINA D’INGHILTERRA

Pistolen in Buckingham Palace. Foto: Rossini-Festival Pesaro

Davide Livermore hat beim Rossini Opera Festival in der Vergangenheit einige großartige, phantasievolle und äusserst unterhaltsame Inszenierungen gestaltet, die sich dem Gedächtnis der Rossinifans nachdrücklich eingebrannt haben wie zB. Ciro in Babilonia oder L’Italiana in Algeri.

In letzter Zeit macht der Gute aber leider zu viel. Allein im letzten Jahr: wieder einmal eine Scala-Eröffnung (auf die er aus unerfindlichen Gründen abonniert zu sein scheint), Produktionen im Teatro Nazionale di Genova (deren Intendant er vor kurzem geworden ist), ein Rigoletto in Florenz, ein Aischylos im Antiken Theater von Syrakus, eine Bohème im Circo Massimo in Rom, Wiederaufnahmen in Australien und Kasachstan und und und (demgegenüber ist ja der bisherige Rekordhalter Barrie Kosky nahezu zurückhaltend im Annehmen von Engagements)…

Zum Bericht von Robert Quitta

Semmering
Florian Krumpöck: „Ich habe viel Glück gehabt“
Der Semmering-Intendant über Rekorde in Corona-Zeiten, seine Verfassungsklage und Lockdown-Ängste.
Wiener Zeitung

Berlin
Rückkehr zum ausverkauften Saal
Bühnen mit Klimaanlage dürfen wieder zu 100 Prozent besetzt werden. Doch nicht alle Opern und Konzerthäuser der Hauptstadt machen mit. Ein Überblick
Tagesspiegel.de

Saisonstart an der Deutschen Oper am Rhein
Für die Vorstellungen vom 3. September bis 31. Oktober 2021 begann am 19. August 2021) der Vorverkauf

Die Deutsche Oper am Rhein startet am ersten September-Wochenende mit zwei Mozart-Opern in die neue Saison: Ab Sonntag, 5. September, ist „Die Zauberflöte“ in der weltweit gefeierten Inszenierung von Barrie Kosky und „1927“ wieder im Opernhaus Düsseldorf zu sehen, und schon ab Freitag, 3. September, kehrt „Le nozze di Figaro“ auf die Bühne des Theaters Duisburg zurück. Der Vorverkauf für diese sowie rund weitere 50 Vorstellungen im September und Oktober hat am heutigen Donnerstag, 19. August, um 10.00 Uhr begonnen – online auf operamrhein.de sowie im Opernshop Düsseldorf als auch in der Theaterkasse Duisburg. Für die späteren Aufführungen der neuen Spielzeit sind bereits Vorbestellungen möglich…

Mehr darüber in den heutigen Infos des Tages

Sprechtheater: Salzburger Festspielnadel an Schauspielerin Edith Clever verliehen
Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler nahm Schauspielerin in den „Stamm der ‚Göttlichen’“ auf.
Kurier.at

Josephine Baker soll im Pariser Pantheon beigesetzt werden

Damit wird Baker in dem Mausoleum neben anderen französischen Nationalikonen wie den Schriftstellern Emile Zola und Victor Hugo ruhen.

Josephine Baker. Foto: Lucien Walery

Frankreich ehrt Josephine Baker mit Beisetzung im Pantheon

Die französisch-amerikanische Entertainerin und Widerstandskämpferin Joséphine Baker zieht in das Pariser Pantheon ein. Ein Berater von Präsident Emmanuel Macron bestätigte am Sonntag, dass die sterblichen Überreste Bakers im November in die französische Ruhmeshalle überführt werden sollen. Damit wird die 1906 im US-Bundesstaat Missouri geborene und 1975 in Monaco begrabene Baker die erste schwarze Frau sein, die in dem Monument beigesetzt wird.
https://www.sn.at/kultur/allgemein/frankreich-ehrt-josephine-baker-mit-beisetzung-im-pantheon-108368674

 

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

THE VIRTUOSO
USA  /  2021
Regie: Nick Stagliano
Mit: Anson Mount, Abbie Cornish, Anthony Hopkins u.a.

Wenn man ein Leser von Krimis über Auftragskiller ist (Barry Eisler erfand „John Rain“, Tom Wood erfand „Victor“, jeweils keine hohe Lektüre, aber eine hoch spannende), dann kann einem der Film „Virtuoso“ nichts Neues erzählen. Obwohl zu Beginn Geigenmusik erklingt, ist der Virtuose des Titels kein Teufelsgeiger, wie durchaus zu erwarten wäre, sondern besagter Auftragskiller, dessen Stimme aus dem Off kommt und der uns alles erzählt, was man über diesen Job wissen muss. Zum Beispiel, dass man ein Schatten sein muss, der keine Spur hinterlässt. Dass man Zeit zum Planen braucht, wenn es wie ein Unfall aussehen soll. Und noch ein paar Kleinigkeiten.

Aber irgendwo muss ja der hoch bezahlte, schwierige Auftrag her kommen, jemand Wichtigen umzulegen, und da tritt der Mentor auf. Vielmehr Anthony Hopkins, der einzige erstklassige Name in einem eher zweitklassig besetzten Thriller, der wenige Überraschungen bietet. Als Auftraggeber, der seinen Killer (eher farblos: Anson Mount) auf dem Friedhof trifft und diesen in einem langen Monolog wieder einmal motivieren muss, weil zuvor etwas schief gelaufen ist. Also stellt man das Morden gewissermaßen als nichts Besonderes hin, im Krieg (offenbar war der „Mentor“ mit Virtuosos Vater gemeinsam in Vietnam) hat man es ja auch getan… Die Menschenverachtung kommt Hopkins mit schauriger Selbstverständlichkeit von seinen Lippen….

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Nord Stream 2 belastet die deutsch-ukrainischen Beziehungen: Der Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in der Ukraine zeigte bei aller gegenseitigen Wertschätzung vor allem die Differenzen in den Beziehungen. Die Ukraine erachtet das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 als gefährliche Waffe des Kremls.
Zum Bericht
Mindestens 22 Tote bei Überschwemmungen in Tennessee: Nach dem Regen von Freitagnacht bis Samstagmittag (Ortszeit) war es an mehreren Orten zu sturzflutartigen Überschwemmungen gekommen. Die Nationalgarde helfe bei der Rettung Betroffener, hiess es bei NBC. Bis zu 30 weitere Personen werden noch vermisst. Präsident Joe Biden drückte bei einer Ansprache im Weissen Haus den Opfern sein Beileid aus.
Zum Bericht
Schweizer Privatbankier Peter Rüegg auf Mallorca verhaftet: Rüegg soll am vergangenen Montag auf Mallorca verhaftet worden sein. Der Vize-Chef der Privatbank Ihag soll von 2008 bis 2014 drei amerikanischen Kunden geholfen haben, Vermögenswerte in Höhe von rund 65 Millionen Dollar vor dem amerikanischen Fiskus zu verbergen.
Zum Bericht
Die Schweizer Tennisspielerin Jil Teichmann verliert Final in Cincinnati: Die 24-Jährige erlebte im amerikanischen Gliedstaat Ohio die bis dato beste Turnierwoche der Karriere. Erst im Final wurde ihr Lauf gestoppt – von Ashleigh Barty. Teichmann unterlag der Wimbledonsiegerin und Weltnummer 1 in 75 Minuten 3:6, 1:6.
Zum Bericht
Fürstin Marie von Liechtenstein nach einem Schlaganfall verstorben: Der Einsatz für Menschen und Menschlichkeit prägte ihr Wirken, genau wie ihr Engagement für Kunst und Kultur. Die Ehefrau von Fürst Hans-Adam II. wurde 81 Jahre alt. Die Regierung ordnete eine siebentägige Staatstrauer an.
Zum Nachruf

Österreich/Innenpolitik

Austritt! Ex-Chefin Hebein schmeißt bei den Grünen hin
https://www.heute.at/s/ex-chefin-birgit-hebein-schmeisst-bei-den-gruenen-hin-100159050

Wiener Ex-Grünen-Chefin Hebein tritt aus Partei aus
„Die grüne Politik mit all den Argumenten und Nichthaltungen erreichen nicht mehr mein Herz“, schrieb die ehemalige Wiener Vizebürgermeisterin und übt harsche Kritik an der Afghanistan-Politik der türkis-grünen Bundesregierung.
Die Presse.com

Innenpolitische Vorgänge kommentiere ich nicht.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

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