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23. APRIL 2022 – Samstag

23.04.2022 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Solistenabend Rene Pape. Foto: Leuer

The evening’s program featured a couple of songs, starting with Roger Quilter’s Three Shakespeare Songs, Op.6, Antonín Dvořák’s Biblical Songs, Op. 99, after the intermission Sergej Rachmaninow’s Vocalise, Op. 34/14, closed by Modest Mussorgski’s Songs and Dances of Death.

Alas, Mr. Pape apologised in advance as he announced the death of his mother the day before, to whom he dedicated this concert. That he was not able to sing Rachmaninow’s Vocalise is more than understandable, it has to be seen as absolutely admirable that Mr. Pape did not cancel the recital and performed on stage instead. We want to express our deepest respect, sincere sympathy and condolences to Mr. Pape at this point!…

…Mr. Pape, we bow ourselves before you!“

https://www.instagram.com/p/CcqhUtzsCZB/?igshid=YmMyMTA2M2Y=

Eric A. Leuer

Klassikszene unter Druck: „Wir müssen achtsam sein“
Die (angebliche) Putin-Nähe von Künstlern und Geldgebern zwingt die österreichische Klassikbranche zum Handeln. Zuletzt gerieten die Salzburger Festspiele in die Kritik. Konzerthaus-Chef Matthias Naske will die russische MusicAeterna-Stiftung nun verlassen.
https://diepresse.com/6128985

Die Klassik-Szene taumelt, die jeweiligen Botschafter aus der Ukraine sagen, was geht und was nicht geht. Unterstützt werden sie in Salzburg durch Mitwirkende der Festspiele
…Die Festspiele wollen nun eine Untersuchung abwarten. Sofortige Konsequenzen fordern Lukas Bärfuss und Yana Ross, der Autor und die Regisseurin der heurigen „Reigen“-Adaption. Eine unabhängige Stelle solle das Sponsoring der Festspiele durchleuchten. „Das wird eh ständig durchleuchtet“, meint dazu Hinterhäuser: „Da brauche ich keinen Nachhilfeunterricht von Bärfuss und Ross.“ Er weist zudem darauf hin, dass Solway sich seit Kriegsbeginn aus Russland zurückgezogen habe. Dessen Förderbetrag – 150.000 für das Kinder- und Jugendprogramm – sei vergleichsweise überschaubar… (Quelle: „Die Presse“

Wien
Konzerthauschef Naske verlässt Stiftungsrat der Music Aeterna

Nach Berichten des STANDARD bezüglich der Beziehung zwischen Konzerthaus-Chef Matthias Naske und der Stiftung des Ensembles Music Aeterna reagiert der Intendant nun mit Rückzug: Der Chef des Konzerthauses wird künftig nicht mehr Mitglied des Stiftungsrats des russischen Orchesters Music Aeterna von Chefdirigent Teodor Currentzis sein, erklärt Naske gegenüber der „Presse“: Zuletzt hatte es Kritik an Naskes Rolle gegeben, zumal Music Aeterna von der russischen VTB-Bank unterstützt wird, die auf der westlichen Sanktionsliste steht.
DerStandard.at

Berlin / Philharmonie: Kirill Petrenko dirigiert Peter Tschaikowskys „PIQUE DAME“ in konzertanter Version, 21.04.2022

Aigul Akhmetshina und Elena Stikhina. Foto: Monika Rittershaus

Welch eine großartig-tragische Oper ist doch „Pique Dame“,  und welch großartige Sängerinnen und Sänger machen nun diese von Peter Tschaikowsky so ausgiebig und farbenreich vertonte Puschkin-Erzählung auf überzeugende Weise wieder lebendig.

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Berlin/Philharmonie
Russische Musik in der Berliner Philharmonie: Schicksalsmelodien
Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker beeindrucken mit Tschaikowskys Oper „Pique Dame“
Tagesspiegel.de

„Pique Dame“ in der Berliner Philharmonie: Petrenko zelebriert ein Fest der russischen Oper
Petrenko zieht die dritte Karte
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Die Philharmoniker mit „Pique Dame“: Was für eine großartige, dankbare Oper!
Peter Tschaikowsky vertonte Geheimnis und Schicksal zwischen den Menschen. Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker führen „Pique Dame“ auf.
BerlinerZeitung.de

„Pique Dame“: Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko (Podcast)
Konzertante Aufführung in der Berliner Philharmonie
rbb-online-de

BAYERISCHE STAATSOPER:  DREI PREMIEREN IM MAI: VOR DER PREMIERE „LES TROYENS“

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,
in gut zwei Wochen feiern wir mit Hector Berlioz’ Les Troyens unsere letzte Premiere im großen Haus vor Beginn der Münchner Opernfestspielen. Regisseur Christophe Honoré gibt damit sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper. Begleitend zur Premiere zeigen wir gemeinsam mit dem Kino Theatiner Filmtheater eine Filmreihe, kuratiert von Honoré persönlich.
Kurz zuvor kehrt Georg Friedrich Händels Agrippina zurück auf die Bühne des Prinzregententheaters und Ende Mai wartet dann das nächste Highlight: die erste Ausgabe des neuen Festivals Ja, Mai. Tauchen Sie ein in die Welt des Festivals und sichern Sie sich gleich Ihren Platz!

Bereits diesen Sonntag, den 24. April 2022, findet die Einführungsmatinee zu Les Troyens statt. Gemeinsam mit Staatsintendant Serge Dorny und Dirigent Daniele Rustioni erhalten Sie spannende Einblicke in das Werk und die Inszenierung. Mitwirkende der Produktion geben einen musikalischen Vorgeschmack auf das Werk.

KARTEN

Wien/ Musikverein
Harfenistin Anneleen Lenaerts: „Beim ersten Mal habe ich mich in der Staatsoper verirrt“
Die Solo-Harfenistin der Wiener Philharmoniker tritt im Musikverein erstmals als Solistin auf: über (fast) verpasste Einsätze, Spielen ohne Proben und andere Überraschungen.
Die Presse.com

Domingo probt in Budapest SIMON BOCCANEGRA
Gefunden von Fritz Krammer

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Metropolitan Opera: Lucia di Lammermoor. Wahnsinns-Szene mit Nadine Serra

ZU FACEBOOK mit Kurz-Video

DEUTSCHE OPER BERLIN: Premiere von Franz Schrekers DER SCHATZGRÄBER am Sonntag, den 1. Mai, um 18 Uhr

Dirigent Marc Albrecht und Regisseur Christof Loy widmen sich gemeinsam Franz Schrekers selten gespielter Oper

 

Bereits zwei Mal hat Regisseur Christof Loy wenig bekannten Opern des beginnenden 20. Jahrhunderts an der Deutschen Oper Berlin zu einem erfolgreichen Comeback verholfen: Nach Erich Wolfgang Korngolds DAS WUNDER DER HELIANE und Riccardo Zandonais FRANCESCA DA RIMINI folgt nun ein weiterer, lange vergessener Opernschatz: Franz Schrekers DER SCHATZGRÄBER, eine der wichtigsten Opern der 20er Jahre. Schon die Uraufführung 1920 in Frankfurt geriet zum Sensationserfolg, und es sollten in den nächsten fünf Jahren nicht weniger als 44 Inszenierungen an verschiedenen Häusern folgen. Doch schon kurz darauf wurde es still um das beliebte Werk: Schrekers Opern schienen nicht mehr dem Zeitgeist zu entsprechen, mit dem Aufführungsverbot der Nationalsozialisten verschwanden die Partituren endgültig in den Schubladen

Kastraten in der Oper: Vergöttert und ausgegrenzt
Jahrhundertelang haben Kastraten ihr Publikum mit ihrer engelsgleichen Knabenstimme verzaubert. Warum waren hohe Männerstimmen eigentlich damals so gefragt? Wie war es, als Kastrat zu leben? Im BR-KLASSIK Wissens-Podcast „Kosmos Musik“ unterhält sich die Astrophysikerin Suzanna Randall darüber mit der Musikwissenschaftlerin Corinna Herr.
BR-Klassik.de

Stockholm
Birgit Nilsson Foundation names its 2022 Stipendium recipient
gramophone.co.uk.

London
Opera in time of war: Wagner’s “Lohengrin’ at the ROH

Copyright: ROH

https://www.thearticle.com/opera-in-time-of-war-wagners-lohengrin-at-the-roh

Wien/ Burgtheater
Die Troerinnen“ am Burgtheater: Schlachtfeld Frauenkörper
Euripdes’ Anti-Kriegs-Drama „Die Troerinnen“ am Burgtheater.
WienerZeitung.at

Ausstellungen/Kunst: Würdigungen für Hermann Nitsch auch aus kirchlichem Bereich
Bischof Glettler: Verstorbener Wiener Aktionist „bleibende Inspirationsquelle“, auch wenn künstlerischer Ansatz diametral katholischer Liturgie widerspricht
Katholisch.at

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 21. April 2022 
THE NORTHMAN
USA  /  2022  , Regie: Robert Eggers
Mit: Alexander Skarsgård, Nicole Kidman, Ethan Hawke,
Anya Taylor-Joy u.a.

Ja, das waren noch Zeiten, als ein wild-grinsender Kirk Douglas uns wie der Inbegriff eines rauen Wikinger-Helden erschien (und man noch dazu glauben sollte, der dunkelhaarige Tony Curtis sei tatsächlich einer der Nordmänner – lange als groteskeste Fehlbesetzung der Traumstadt belächelt). Das war Hollywood anno 1958, farbig, Cinemascope, handlungs-turbulent, mit tobenden Sauforgien und attraktiven Drachenschiffen ausgestattet… Wie wunderschön naiv das alles war, damals, in den fünfziger Jahren…

Wie sich die Zeiten ändern, kann man immer sehr gut an Filmen ablesen. Sechseinhalb Jahrzehnte später sieht nicht nur die Welt anders aus, auch der Blick, den sie in die Vergangenheit wirft, ist anders – und zumindest gnadenloser. Obwohl – so hart, wie Regisseur Robert Eggers hat kaum jemand das Thema angegriffen. Wobei er uns ja vor sieben Jahren mit dem Film „The Witch“ schon gnadenlosen Tobak serviert hat, und auch „Der Leuchtturm“ war purer Psychohorror  – und Drehbuchautor Sjón Sigurdsson hat schließlich auch „The Lamb“ geschrieben, womit er für veritable Gänsehaut gesorgt hat, Kurz, Meister des „harten“ Filmerzählens sind unterwegs...

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Wie Olaf Scholz der Ukraine nun doch zu schweren Waffen verhelfen will: Deutschland stand diese Woche kurz vor einer Regierungskrise, weil sich die SPD von Kanzler Olaf Scholz gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine sperrte. Unter dem Schlagwort «Ringtausch» will die Bundesregierung jedoch nun an der Lieferung schwerer Waffen für die Ukraine mitwirken, und zwar indirekt: Der Nato-Partnerstaat Slowenien soll eine grössere Zahl seiner T-72-Kampfpanzer an die Ukraine abgeben, und als Ausgleich soll der Balkanstaat Panzer aus Deutschland erhalten.
Zum Bericht
Francis Fukuyama ortet eine grössere «Feindseligkeit als während des Kalten Krieges»: Putins Angriff auf die Ukraine sei ein Weckruf für den selbstgefälligen Westen, sagt der renommierte politische Denker im Interview. Der Liberalismus bleibe das einzige politische System, das langfristigen Erfolg bringe – doch er müsse seine inneren Widersprüche lösen.
Zum Interview
Mindestens 33 Tote nach Explosion in Afghanistan: In der Stadt Kunduz im Norden des Landes sind bei einer Explosion in einer Moschee am Freitag mindestens 33 Personen getötet worden. Genauere Details wurden zunächst nicht bekannt. Auch in anderen Städten gab es laut afghanischen Medienberichten Explosionen.
Zum Bericht
In El Salvador geht die Polizei mit einer Verhaftungswelle gegen die Bandenkriminalität vor: In weniger als einem Monat hat die Polizei in El Salvador mehr als 15 000 mutmassliche Bandenmitglieder gefasst. Allein am Donnerstag gab es 484 Festnahmen. Zuvor hatte das Parlament des mittelamerikanischen Landes am 27. März einen 30-tägigen Ausnahmezustand gebilligt, nachdem es zu einer Mordwelle mit bis zu 62 Opfern an einem Tag kam.
Zum Bericht

„Neu Zürcher Zeitung“ – Zitat Ende

Österreich
Altersdiskriminierung: Kein Kredit mehr für 54-Jährige
Ingrid Korosec (ÖVP) und Peter Kostelka (SPÖ) fordern Justizministerin erneut zum Handeln auf.
Kurier.at

ÖVP-Finanzaffäre wird für Vorarlbergs LH Wallner zur Überlebensfrage
War der Vorarlberger Landeshauptmann in die Machenschaften des Wirtschaftsbundes involviert? Opposition fordert seinen Rücktritt.
Tiroler Tageszeitung

Vienna City Marathon: Wien stellt sich auf Rekordjagd ein
Wenn Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Sonntag pünktlich um 8.58 Uhr (live in ORF1 und im Livestream) den Startschuss zum 39. Vienna City Marathon (VCM) geben wird, hat Österreichs Hoffnungsträger Lemawork Ketema gleich mehrere Ziele vor Augen und peilt einige Bestmarken an. Aus internationaler Sicht wackeln trotz kurzfristiger Absagen mehrerer Weltklasseläufer gleichzeitig auch die Streckenrekorde.
https://sport.orf.at/stories/3094618/

Achtung Autofahrer! Rechnen Sie mit Staus und planen Sie diese ein. Ich bin als Benützer der Westeinfahrt stark betroffen und habe keine Ahnung, wie lange die zu Normalzeiten 20minütige Fahrt zur „Marathonzeit“ dauern wird. Hoffentlich nicht länger als der Marathon selbst.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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