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23. APRIL 2020 – Donnerstag

23.04.2020 | Tageskommentar

Bitte untenstehenden Link anklicken!

ZUM VIDEO

Kulturtalk mit Ioan Holender ohne die große Entertainerin Ulrike Lunacek. Somit leider nur halb so lustig – trotzdem aufschlußreich!

Frau Staatssekretärin Mag. Ulrike Lunacek ist auf den Kopf gefallen. Nein, nicht bereits vor ihrem skurrilen Auftritt bei der Pressekonferenz, sondern erst vorgestern – bei einem Fahrradunfall. Damit war die Diskussion ihrer größten Attraktion beraubt, nämlich einer obersten Kulturverantwortlichen, die Dirigenten und Regisseure als „Trainer“ bezeichnet, die Probenarbeit der Theater demgemäß als als „Training“ und vorschlägt, dass diese Theater eben mit Ein-Personenstücken in die Saison starten sollen. Die Oper eben mit „Oper am Klavier“. Das gibt es, aber in der Krypta der Peterskirche, nicht in den Musentempeln am Opernring oder Währingergürtel bzw. Naschmarkt! So etwas von ahnungslos hat es noch nie gegeben, das deutsche Feuilleton witzelt in diesem Fall berechtigt über uns als angebliche Kulturnation!

Interessant zu erfahren war auch, was die Zeitungen an Presseförderung bekommen: Pro gedrucktes (wohlgemerkt, nicht pro verkauftes und schon gar nicht pro gelesenes) Exemplar 2 Euro! Mich wundern die Hofberichterstattung und die Jubelarien nebst Corona-Bingo über die Regierungsmaßnahmen nun überhaupt nicht mehr.

Es sieht so aus, als wären die einzigen unabhängigen Medien dieses Landes Servus-TV und der Online-Merker. Wenn wir für jeden täglichen Leser auch nur einen Euro bekämen, lachen wir die angeblich so hochbezahlten Opernstars aus!

Dr. Trenkler vom „Kurier“ jammert trotzdem, nämlich dass er jetzt nichts zu berichten hat und die Kulturseiten zwangsläufig immer dünner werden. Nun, das ist wohl Mangel an Kreativität und Teamarbeit, denn ich betrachte die Situation als große Herausforderung, der ich mich zu stellen habe. Wenn ich dieser Aufgabe nicht gewachsen bin, dann bin ich fehl am Platz!

Aber sehen und hören Sie doch selbst, lassen Sie sich von mir nicht den Kopf volllabbern!

Kultur-Staatssekretärin Lunacek bei Unfall verletzt!
Die Politikerin ist auf den Kopf gefallen – bei einem Fahrradunfall
https://www.krone.at/2141289

Ein Einwurf von Dr. Wolfgang Habermann:

Aber dem Exdirektor ist hoffentlich schon der Unterschied zwischen 20 m² und 20 m klar. Auf einem Tennisfeld (für Einzel) dürften dann 10 Leute stehen. Die sind aber nicht alle 20 m voneinander entfernt. Dass das für Theater auf der Bühne nicht sinnvoll einzuhalten ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eben hat Kardinal Schönborn gemeint, im Stefansdom können ca. 120 Personen Platz finden. Wenn man die Regel auf den Zuschauerraum der Staatsoper umlegt, dann schätzr ich ca.250 verfügbare Plätze.Da haben wir dann sicher IMMER 100% Auslastung und tolle Einnahmen.

WIENER BUNDESTHEATER: DIE ABSAGEBRIEFE AN DIE KÜNSTLER SIND ALLE GLEICHLAUTEND. MAN MACHT SICH NICHT EINMAL DIE MÜHE, INDIVIDUELL ZU BEGRÜNDEN

Ich möchte hier bewusst keine Namen nennen – ja nicht einmal das Theater. Offenbar verschickt die Holding diese unangenehmen Briefe automatisch und oftmals kopiert namens der Theater. Der zuständige Direktor hat freilich schon unterschrieben, vielleicht sogar blanko).

Nur soviel: Es handelt sich nicht um das Theater, an dem die ganz großen Gagen bezahlt werden!

Es ist traurig – und dieser Passus von Höherer Gewalt“ gehört wegen „Sittenwidrigkeit aus den Gastverträgen gestrichen! Das ist ein Vertrag, bei dem eine Seite volles Risiko trägt, die andere Seite überhaupt keines!

Einen dieser vorgedruckten Briefe, die punktgenau  (alle gleichlautend) an sämtliche Gastkünstler der Bundestheater verschickt wurden, finden Sie in unseren heutigen Infos des Tages!

Neueste Info: Sir Peter Jonas gestern an Krebs gestorben. Mehr darüber morgen!

https://www.staatsoper.de/news/sir-peter-jonas-nachruf.html

Bald gibt es in Deutschland nur noch Hungerkünstler
Kaum ein Intendant spricht Klartext zur wahren Situation der Theater, Opern und Philharmonien. Stattdessen werden längst überholte Spielpläne veröffentlicht. Die Kulturindustrie verharrt in Schockstarre. Ein Lagebericht.

Ein Auszug daraus: Um die Solidarität scheint es freilich nicht so toll bestellt, wenn man etwa die Kommentarspalten unter dem von WELT veröffentlichten offenen Brief von Klassikpromis wie Christian Thielemann, Anne-Sophie Mutter oder Matthias Goerne liest, die sich für ihre minder vermögenden, vom totalen Existenzverlust bedrohten Kollegen stark machen. Da tobt die Neiddebatte, wird auf die Spargelernte verwiesen oder gespottet, man hätte halt was Ordentliches lernen sollen. Dem Mimen flicht die Umwelt keine Kränze.

Auch weil die politische Öffentlichkeit etwa in Gestalt von Kulturstaatsministerin Monika Grütters zwar warme Worte findet, aber kaum richtige Taten folgen lässt.

Die Welt.de

Den letzten Satz kann man auch 1:1 auf Österreich umlegen – nur den Namen Grütters muss man wohl streichen.

Aber es gibt auch gute Nachrichten aus Deutschland:

Deutschlands Gesundheitsminister Spahn- jetzt hat er es gelernt – das richtige Anlagen einer Schutzmaske

 

Der Gesundheitsminister hat einen Schnellkurs belegt – und nun sitzt die Maske richtig. Vor einer Woche hat er sie nach einer Pressekonferenz noch verkehrt herum angelegt, als er sich mit 10 Mitarbeitern in einen engen Lift gedrängt hat!

ZU INSTAGRAM

Mailand: Scala-Mitarbeiter werden in Kurzarbeit geschickt
Der Kulturstill-Stand infolge der Coronavirus-Epidemie in Italien belastet die Mailänder Scala schwer. Die Mitarbeiter sollen nun in Kurzarbeit geschickt werden, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“ (Mittwochausgabe). Verhandlungen per Videokonferenz zwischen dem Management des Opernhauses unter der Leitung von Ex-Staatsopernchef Dominique Meyer und den Gewerkschaften seien bereits im Gange.
Kurier

Kurzarbeit in Italiens Opernhäusern
https://www.diepresse.com/5803813/kurzarbeit-in-italiens-opernhausern

Angst vor Kultur-Tsunami: Lässt Frankreich seine Künstler im Stich?
Gelbwesten-Proteste, Streiks und nun Corona: Die jetzige Krise könnte Frankreichs schwer gebeutelte Kultur endgültig in die Knie zwingen. Viele befürchten eine Katastrophe. Statt effizienter Nothilfen verteilt die Regierung eher Almosen.
nmz.de

BERLIN: Vorstellungsabsage an der Staatsoper Unter den Linden bis 31. Juli 2020

Auf Grundlage der Verordnung über das Verbot von Großveranstaltungen vor dem Hintergrund der SARS-CoV-2 Pandemie vom 21. April 2020 müssen wir schweren Herzens mitteilen, dass alle Vorstellungen und Konzerte der Staatsoper Unter den Linden bis 31. Juli abgesagt werden müssen. Auch Führungen und Begleitprogramme sowie die Opernnächte sind davon betroffen. Alle bereits erworbenen Karten für die abgesagten Vorstellungen und Konzerte verlieren ihre Gültigkeit. Weitere Informationen zur Rückerstattung finden Sie hier:
www.staatsoper-berlin.de/de/extra/corona-storno/

PIOTR BECZALA: „Ich zerbreche mir nicht den Kopf über Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe“

 

ZUM PODCAST


INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Anna Netrebko und Bogdan Roscic – 7 Fotos plus Trailer zur Spielplanpräsendation am 26 4.2020

ZU INSTAGRAM – Fotos und Trailer

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 23. – 29. APRIL 2020

23.4. MEDEA (aus Salzburg, Aufnahme v. 30.7.2019) BBC 3-15 Uhr
25.4. DER IDIOT (Weinberg;aus Mannheim, Aufnahme v. 12.1.2014) Deutschlandradio-19.05 Uhr
NORMA (aus Hambzurg, Aufnahme v. 8.3.2020) ORF Ö1-19.30 Uhr
ARIADNE AUF NAXOS (aus London, Aufnahme v. 26.6.2014) BBC 3-19.30 Uhr
DER KÖNIG UND DER KÖHLER (aus Prag, Aufnahme v. 19.9+.2019) HR 2-20.04 Uhr
26.4. LE COMTE ORY (Live aus München) Bayern 4-19 Uhr *

https://radioklassik.at/

Moskau
Zum Tod von Alexander Wustin: Raffinierter Bekenner

Die Musik von Alexander Wustin verband bodenständige Lebenswahrheit mit technischer Komplexität. In der orthodoxen Osternacht ist der Komponist in Moskau gestorben.
Frankfurter Allgemeine

StuttgartBallet@Home: Out of Breath / Onegin

Im Rahmen von StuttgartBallet@Home zeigt das Stuttgarter Ballett innerhalb der nächsten beiden Wochen zwei Ballette, die sowohl LiebhaberInnen klassischer Handlungsballette als auch Fans von zeitgenössischem Tanz begeistern dürften: Johan Ingers Out of Breath (23. – 26. April) und John Crankos Onegin (1. – 3. Mai).

Martin Schläpfers „Petite Messe solennelle“ als Stream

Das ZDF stellt ab Freitag, 24. April, für vier Wochen Martin Schläpfers „Petite Messe solennelle“ zur gleichnamigen Komposition von Gioacchino Rossini als kostenlosen Stream zur Verfügung.

https://www.stuttgarter-ballett.de/spielplan/stuttgartballetathome

Buchbesprechung. Walter Rauscher : CHARLESTON, JAZZ & BILLIONEN
Europa in den verrückten Zwanzigerjahren
256 Seiten, Amalthea Signum Verlag, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Kann man die Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts mit jenen des 21. vergleichen? Der aktuelle Anlass, um hundert Jahre zurück zu blicken, hätte positiver sein können. Allein durch die Katastrophe, die gleich zu Beginn von 2020 ausgebrochen ist, wird jede Idee, man könne einem „goldenen Zeitalter“ entgegen gehen, komplett obsolet. Dennoch hatten es die einstigen und mur äußerlich zu Recht so genannten „Goldenen Zwanziger Jahre“ vor hundert Jahren auch nicht leicht, denn man hatte einen „Großen Krieg“ hinter sich, später als „Erster Weltkrieg“ bekannt, und dieser hatte die feudalen Systeme der Habsburger Monarchie, des deutschen Kaisertums und des russischen Zarentums hinweg gefegt. Es waren also komplett neue Gesellschaftssysteme, die geboren werden mussten – und das ging unruhig, blutig und nachhaltig übel vor sich.

Autor Walter Rauscher versucht nun in seinem Buch „Charleston, Jazz & Billionen“ diese Epoche in möglichst vielen Aspekten „auf den Punkt“ zu bringen. Wobei er seinem Werk einen beachtlichen Anhang an weiterführender Literatur und Zitaten beigibt.

Corona Streß – effiziente Hilfe – zur einfachen Entspannung – aber auch zur Meditation – (mach ich täglich ca. 1 Std.) in feinstofflichen musikalischen Welten

Stress um mehr als die Hälfte senken – sofort

Der Hirnforscher und Psychologe David Lewis vom Forschungsinstitut Mindlab International experimentiert mit seinem Team seit Jahren an Möglichkeiten, die menschliche Psyche gezielt auf Entspannung zu polen. Dabei arbeiten die britischen Wissenschaftler*innen und Therapeut*innen auch mit äußeren Einflüssen, die uns direkt in einen Zustand tiefer, innerer Ruhe versetzen.

https://ze.tt/dieses-lied-senkt-stress-um-ueber-die-haelfte-sofort ( 8 Minuten)

Auch mit :  Pachelbel, Mozart, Beethoven, Debussy, Janacek, Bach, Händel (1 Std. 12 Minuten)
https://www.youtube.com/watch?v=hSnD30bcAS8

und auch ohne Angaben der Komponisten in entspannender Klassik (das Meiste kennt man ohnehin)

https://www.youtube.com/watch?v=QYqzog0LPTs

TTT

ORF
ORF-Star Hans Bürger: Auszeit vom Bildschirm nach Twitter-Eklat
Der Innenpolitik-Chef des ORF darf bis auf Weiteres nicht mehr auf Sendung gehen.
Kurier

Man erfährt nicht exakt, was war. So ungefähr habe ich das aber schon herausbekommen.

In einem  ein Tweet von Autorin Livia Klingl meinte diese: „Einmal möcht’ ich so verliebt sein wie der Hans Bürger in den Herrn Kurz!“. Daraufhin meinte Bürger u. a. „Du bist sowas von letztklassig“ und wurde in der Folge massiv untergriffig.

Wie untergriffig? Gerade das wäre interessant. Er hat sinngemäß geschrieben, dass ja auch er nicht hinterfragt, wie man von einer einfachen Sekretärin rasch zur Chefin wird! Was er damit gemeint hat, weiß ich nicht!

Mittlerweile hat er sich entschuldigt und für Frau Klingl ist die Angelegenheit somit beendet, nicht aber für den ORF!

Leute kaufen nicht aus Freude, sondern aus Notwendigkeit“
Sechs Unternehmer berichten über die vergangenen Tage, an denen sie ihre Geschäfte wieder aufsperren durften. Von Normalität kann keine Rede sein. Die Covid-19-Krise wird bleibende Spuren hinterlassen. Nicht nur in den Bilanzen der Firmen, sondern vor allem im Kaufverhalten der Kunden. Auch das Vertrauen in die Institutionen wird auf die Probe gestellt.
Die Presse

Nicht Corona wird bleibende Spuren hinterlassen, sondern wie damit umgegangen wird. In meiner Umgebung werden mehrere Geschäftslokale frei! 

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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