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22. SEPTEMBER 2021 – Mittwoch

22.09.2021 | Tageskommentar

 

WIEN: Ab 1. Oktober Ungeimpfte dürfen nicht mehr in die Staatsoper oder ins Burgtheater

Die 2G-Regel in Wien hat zur Folge, dass ab 1. Oktober Ungeimpfte weder in die Staatsoper und ins Burgtheater noch ins Austria- und Rapid-Stadion dürfen. Bundestheater-Chef begrüßt die Regelung.
https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/6036995/Ab-1-Oktober_Ungeimpfte-duerfen-nicht-mehr-in-die-Staatsoper-oder

Ich werde die Begrüßung des Vorschlags durch den Holding-Chef nicht weiter kommentieren. Als Holding-Chef steht er einem Unternehmen vor, das dem Steuerzahler schwer „im Sack hängt“. Dessen Interessen hat er zu vertreten, das allein ist seine Aufgabe.  Wenn sich die Maßnahme nicht negativ auf den Publikumszustrom auswirkt, dann hat er Recht. Wenn nicht, dann eben nicht. So einfach ist das.

Ich an seiner Stelle hätte mich bezüglich der Bewertung der Maßnahmen in Enthaltsamkeit geübt, die gehört nämlich nicht zu seinen Aufgaben. !

Stream: Gestern startete die Wiener Staatsoper ihr Streaming-Programm mit Ballett, weitere Termine sind noch nicht angekündigt. Wann sehen auch Ungeimpfte den neuen „Barbiere„? Die Wiener Staatsoper ist Teil der ARTE-Streamprogramms. Der „Barbiere“ ist dort bereits angekündigt – und zwar für 28. November! Da an diesem Tag in der Wiener Staatsoper aber „Der fliegende Holländer“ auf dem Programm steht, dandelt es sich um keinen Livestream, sondern um eine „Konserve“. Also bleibt die Hoffnung auf eine frühere Begegnung!

Ab heute in der Staatsoper

 

MEHR INFOS

HEUTE IM LINZER BRUCKNERHAUS (19,30 h)

Waltraud Meier,
Günther Groissböck &
Sir Antonio Pappano
Liederabend

 

Sir Antonio Pappano (Klavier)

Programm

Hans Rott (1858–1884)
Der Sänger (1880)**
Geistesgruß (ca. 1876–77)**
Wandrers Nachtlied (1876)**
Anton Bruckner (1824–1896)
Im April, WAB 75 (vor 1865)**
Herbstkummer, WAB 72 (1864)**
Mein Herz und deine Stimme, WAB 79 (1868)**

Hugo Wolf (1860–1903)
Drei Gedichte von Michelangelo (1897)**
„Wohl denk’ ich oft“
„Alles endet, was entstehet“
„Fühlt meine Seele“
Sechs ausgewählte Lieder aus:
Gedichte von Eduard Mörike (1888)*
In der Frühe, Nr. 24
Denk’ es, o Seele!, Nr. 39
Wo find’ ich Trost?, Nr. 31
Das verlassene Mägdlein, Nr. 7
Verborgenheit, Nr. 12
Gesang Weyla’s, Nr. 46

– Pause –

Gustav Mahler (1860–1911)
Zwölf ausgewählte Lieder nach Texten der Sammlung
Des Knaben Wunderhorn
Lob des hohen Verstands (1896)**
Rheinlegendchen (1893)*
Revelge (1899)**
Der Schildwache Nachtlied (1892)*
/
**
Das irdische Leben (1892–93)*
Zu Straßburg auf der Schanz’, Nr. 1 aus:
Lieder und Gesänge, Heft III (1887–90)**
Lied des Verfolgten im Turm (1898)*
/
**
Wo die schönen Trompeten blasen (1898)*
Selbstgefühl, Nr. 5 aus:
Lieder und Gesänge, Heft III (1887–90)**
Des Antonius von Padua Fischpredigt (1893)*
Der Tamboursg’sell (1901)**
Urlicht (1893)*

Linz/ Brucknerhaus
Es gibt Momente, da fühlt man sich als Versager“ Bezahlartikel
Günther Groissböck: Als Mann ein Bär, als Bass ein Weltstar mit sensiblem Innenleben. Heute gastiert der Waidhofener mit Waltraud Meier und Antonio Pappano im Brucknerhaus.
https://www.nachrichten.at/kultur/es-gibt-momente-da-fuehlt-man-sich-als-versager;art16,3462333

60 Jahre Deutsche Oper Berlin: Wir sind das Fest
Raum für Gedanken und Austausch: eine Liebeserklärung an die Deutsche Oper Berlin, die vor 60 Jahren eröffnet wurde, am 24. September 1961.
Tagesspiegel.de

Graz
Liederabend in Graz: Elina Garanča zeigte ihren Facettenreichtum
Kleine Zeitung.at

CD-Kritik: Jonas Kaufmann: Ein Liszt-Plädoyer in Luxus-Besetzung
Der Star-Tenor widmet sich gemeinsam mit Helmut Deutsch den Liedern des Ungarn. Unterdessen erkundet ein junges Nonett die tänzerische Seite des Neoklassiszismus.
Wiener Zeitung

AUS UNSEREN JUBILÄEN: Anna TOMOWA-SINTOW wird heute 80 (22.9.)

 

 Ihre Mutter sang im Opernchor in Stara Zagora; sie stand dort bereits als Kind der Butterfly auf der Bühne. Ausbildung am Konservatorium von Sofia bei Zlatew-Tscherkin; auch Schülerin von Katja Spiridonova in Sofia. Debüt am Theater von Stara Zagora als Tatjana in Tschaikowskys »Eugen Onegin«. Beginn der internationalen Laufbahn 1969 am Opernhaus von Leipzig, wo sie als Abigaille in Verdis »Nabucco« debütierte und bis 1972 wirkte…

Ausführlicher in unseren Jubiläen/ Geburtstage bzw. heute in den „Infos des Tages“

DONNERSTAG STREAM AUS DEM WIENER GARTENPALAIS LIECHTENSTEIN

 

Donnerstag wird der  LVHF Prolog 2021 aus dem Gartenpalais in Wien mit Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704 live übertragen.

Die Sendung beginnt um 19.10 Uhr, Auf dem Programm stehen geistliche Werke von Antonio Vivaldi, darunter Dixit Dominus RV595, das in der einzigen Abschrift in der Welt im Archiv des Ritterordens vom Roten Stern existiert, und die Welt-Uraufführung eines Stücks von Johann Melchior Pichler.

Programm: https://www.lvhf.cz/de/cz-program-koncertu-collegium-1704-collegium-vocale-1704/

Karten

 Link auf LVHF YouTube: https://youtu.be/eqhwz0lh_Bs

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OPER FRANKFURT: GEORG FRIEDRICH HÄNDEL: AMADIGI

Premiere / Frankfurter Erstaufführung vom 25. September 2021

Brennan Hall, Kateryna Kasper. Foto: Barbara Aumüller für Oper Frankfurt

Wiesbaden
Intendant Laufenberg will am Staatstheater Wiesbaden nicht mehr verlängern: Das ziemlich laute Schweigen
Frankfurter Rundschau

Uwe Eric Laufenberg scheint ein etwas schwieriger Charakter zu sein, aber er vertritt seine Anliegen – die stets die des Theaters sind, dem er vorsteht, vehement. Er würde zum Beispiel nie eine Maßnahme bejubeln, die Teilen des Publikums den Besuch seines Theaters verunmöglicht.  Im Laufe der Zeit hat sich bei mir an Stelle von anfänglicher Gleichgültigkeit sogar eine Sympathie entwickelt!

„Immer bekam der blöde Tenor die Dame“. Bernd Weikl beim Richard-Wagner-Verband Wien

 

Dr. Thomas Trabitsch, Direktor des Theatermuseums Wien und KS Bernd Weikl nach der Übergabe der Falstaff- Puppe im  Palais Lobkowitz im Gespräch. Foto: Privat

Wie schade, daß Agnes Pistorius, vormals Kuratorin für die Sammlungen: Gemälde und Künstlerandenken des Wiener Theater Museums, diesen Abend nicht mehr erlebt hat (sie verstarb Ende August). Als man ihr von Bernd Weikls Falstaff-Inszenierung in Kaiserslautern 2010 und von der Funktion der Falstaff-Puppe darin erzählte, war sie fasziniert: Eine Puppe, die nicht Requisit, sondern Mitspieler ist, das ist, wenn nicht singulär, so doch sehr selten. Frau Pistorius ruhte nicht, bis sie sie für die Puppensammlung des Museums bekam. Zur Übergabe am 9. September kam Bernd Weikl nach Wien…

Vor einem zahlreichen Publikum verwies Weikl auf wichtige Stationen seiner Biographie und gab viel Persönliches preis. Eines seiner ersten Bücher – inzwischen hat er eine ganze Reihe veröffentlicht, zu ganz unterschiedlichen Themen – trug den (natürlich nicht ironiefreien) Titel Meine Weltkarriere als Opernsänger. Trotz mancher Rückschläge und Absagen, die zweifellos schmerzlich waren, entwickelte sich diese Karriere alles in allem bemerkenswert zügig und geradlinig: Im Alter von dreißig Jahren sang er erstmals bei den Bayreuther Festspielen, von 1972 bis 1996 trat er 25 Spielzeiten in Folge in Bayreuth auf, bevor er sich zum Rücktritt entschloss. 1972 debütierte er auch an der Wiener Volksoper, wenig später an der Staatsoper…

Mehr darüber in den heutigen „Infos des Tages!

WIEN / Scala:  UMSONST von Johann Nestroy
Premiere: 19. September 2021,
besucht wurde die zweite Vorstellung am 21. September 2021 

 

„Umsonst“ zählt sicher zu Nestroys wirkungsvollsten Stücken, weil sich die Theatersatire (wie auch in den „Theaterg’schichten“) im ersten Teil so unwiderstehlich entfaltet. Um „Provinz“ zu versinnbildlichen, wurde als Ort der Handlung zuerst die oberösterreichische „Stadt Steyr“ gewählt, und wenn der zweite Ort der Handlung Braunau war, so lasteten damals, zu Nestroys Zeiten, weder Hitler noch (aktuell) harte Corona-Schranken auf der Stadt. Es war einfach ein Ort, wo sich in einem Wirtshaus eine turbulente Virtuosen-Posse entfalten konnte…

…Einiger Schwächen ungeachtet entfaltet das Stück an diesem Abend viele seiner Qualitäten, wenn es sich auch nicht zum Gipfel seiner Möglichkeiten hoch schwingt.

Zum Bericht von Renate Wagner

Damals, das war 1857, Nestroy war kein junger Mann mehr und ein großzügiger Kollege: Er schrieb die „junge“ Virtuosenrolle des Stücks, den Schauspieler Arthur, einem besonders wendigen und versatilen Kollegen auf den Leib, und er gab seiner Rolle, dem Schauspieler Pitzl, durchaus Züge eines älteren, resignierten Theaterrosses.

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 24. September 2021
SCHACHNOVELLE
Deutschland, Österreich  /  2021 
Regie: Philipp Stölzl. Mit: Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr, Andreas Lust u.a. Prädikat: Besonders wertvoll

Die originale „Schachnovelle“ aus der Feder von Stefan Zweig ist im Grunde ein „schlankes“ Werk. Es spielt auf einem Schiff in Richtung Südamerika, anfangs scheint es, als ob der an Bord befindliche Schach-Weltmeister die Hauptfigur wäre, bis der Erzähler der Geschichte jenen „Doktor B.“ kennen lernt, der dem Weltmeister Paroli bietet. Dann folgt, von Dr. B  erzählt, jene Sequenz, die die Novelle berühmt gemacht hat: Seine Erinnerungen an die Einzelhaft im Wiener Hotel Metropol, wo er zwar „verrückt“ wurde, es der Gestapo aber nicht gelang, ihn zu brechen. Am geistigen Leben erhielt er sich, weil er mit Hilfe eines Schachbuches, das ihm zufällig in die Hände geriet, im Kopf Schachpartien nachspielte und so im Widerstand gegen die Befragungen in den Wahn auswich…

Man versteht, dass eine so aufs Geistige konzentrierte Geschichte für das Kino nicht ausreicht, dass Regisseur Philipp Stölzl eine „füllige“ Handlung und runde Schicksale wollte – und das hat ihm Drehbuchautor Eldar Grigorian auch geliefert…

Zur Filmbesprechungvon Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Angeblich falsche elektronische Unterschrift blockiert Stadler Rail in Österreich: Eigentlich sollte das Unternehmen den ÖBB im Jahr 2024 186 Doppelstockzüge für den Regionalverkehr in Niederösterreich liefern. Aber dieses Milliardengeschäft kommt vorerst nicht zustande, weil Stadler Rail eine falsche elektronische Signatur verwendet haben soll.
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  • Parlament will gegen Einkaufstourismus vorgehen: Einkaufstouristen umgehen in manchen Fällen den Fiskus und zahlen weder in der Schweiz noch im Ausland Mehrwertsteuern. Das Parlament fordert nun mehr «Steuergerechtigkeit». Finanzminister Ueli Maurer warnt jedoch: «Wenn Sie jedes Auto anhalten und den Kofferraum öffnen, dann verursachen Sie zehn Kilometer Stau.»
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  • Südaustralien verzeichnet historisch starkes Erdbeben: In der Nähe der Millionenstadt Melbourne bebte die Erde mit einer Stärke von 6,0, wie Geoscience Australia mitteilte. Es war eines der stärksten Beben in Australien und verursachte Schäden an Gebäuden in der zweitgrössten Stadt des Landes.
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  • Aussenministertreffen im U-Boot-Streit mit USA und Frankreich geplatzt: Wegen des Streits um einen neuen Sicherheitspakt im Indopazifik ist ein Aussenministertreffen der USA mit Frankreich, Grossbritannien und Deutschland am Rande der Uno-Generalversammlung in New York geplatzt. Frankreich ist verstimmt wegen eines U-Boot-Geschäfts zwischen den USA und Australien.
    Zum Bericht
  • Explodierende Strompreise treffen Grossbritannien unvorbereitet: Die Gaskrise stürzt britische Stromversorger in die Pleite. Dabei sah sich die Insel auf gutem Weg zu grünem Strom. Doch angetrieben durch eine hohe Emissionssteuer haben sich die Stromerzeuger fast komplett von der Kohle verabschiedet. Erdgas ist die wichtigste Stromquelle und steuerte im ersten Quartal rund 40 Prozent zur inländischen Erzeugung bei.
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  • Tausenden von Haitianern droht die Abschiebung aus den USA: Rund 16 000 Personen, in der grossen Mehrzahl aus Haiti stammend, versuchen am Grenzfluss Rio Grande in die Vereinigten Staaten einzureisen. Sie wurden mit falschen Versprechungen an die Grenze von Texas gelockt. Ihnen droht die Abschiebung nach Haiti, das viele von ihnen schon vor Jahren verlassen haben.
    Zum Bericht
  • Taliban wollen bei Uno-Generaldebatte sprechen: Die Vereinten Nationen haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Brief von Taliban-Aussenminister Amir Chan Motaki erhalten. Darin erbittet das Aussenministerium des «Islamischen Emirats von Afghanistan» die Teilnahme an der 76. Generaldebatte. Wer für Afghanistan dort sprechen soll, blieb zunächst unklar.
    Zu den neusten Entwicklungen

Träumen Sie noch oder lesen Sie schon? Die Wirklichkeit ist ausgewandert
Von Michael Fleischhacker
https://mailchi.mp/b510defdefd2/soll-man-aussteigen-bevor-man-am-meer-ist-5652468

CDU holt im Wahlkampffinale noch einmal auf
Wenige Tage vor der Bundestagswahl in Deutschland können die Unions-Parteien in der Wählergunst laut einer neuen Umfrage weiter zulegen, die SPD bleibt stabil.
https://www.krone.at/2512140

Mauerbach/NÖ
Thomas Wohlfarter ab sofort im Schlosspark Mauerbach
Das Restaurant »Vier Jahreszeiten« im 4 Sterne Hotel Schlosspark Mauerbach am Stadtrand von Wien hat einen neuen Chefkoch. Thomas Wohlfarter soll frischen Wind und kulinarische Innovation in das von Gault & Millau mit zwei Hauben prämierte Restaurant des Wienerwald-Ressorts bringen
https://www.falstaff.at/nd/thomas-wohlfarter-ab-sofort-im-schlosspark-mauerbach/

Etwas Lokalpatrionismus darf sein. Bei mir in Mauerbach wurde schon vor einigen Jahren ein tolles Restaurant eröffnet – und zwar im Schlosspark. Leider haben wir kein Schloss mehr, das wurde abgetragen und exakt an dieser Stelle das Restaurant gebaut. Dort schaltet und waltet ein neuer Haubenkoch.

Wir haben auch eine Veranstaltungshalle – die Schlosspark-Halle. Hauptsache „Schloss“ steht im Titel, auch wenn es weit und breit kein Schloss mehr gibt! Ersparen Sie sich daher die Suche nach dem Schloss, sollten Sie den Wunder-Löffelschwinger besuchen!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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