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22. NOVEMBER 2020 – Sonntag

22.11.2020 | Tageskommentar

Wie lange müssen wir uns noch mit Streams begnügen?

Einerseits sind wir natürlich dankbar für diese Streams – und das Konto bleibt auch weitgehend unangetastet. Anderseits lebt Theater vom Gemeinschaftserlebnis und muss sich auch über das finanzieren. Erleben wir in Wien ab 7.12. wieder „Oper live“ – oder werden Opernhäuser über den versprochenen Termin hinaus wieder mit Bordellen, Fitnesstudios, Seilbahnen etc. gleichgesetzt? Meine gestern geäußerte Vermutung, dass sich unsere Verantwortlichen wohl keine Verlängerung der Sperre getrauen werden, rief einige Diskussionen in und mit der Redaktion hervor. Leser sind der Ansicht, dass wohl der Handel und auch die Schulen ab diesem Zeitpunkt wieder geöffnet werden (die in der Wertgkeit tatsächlich wichtiger sind, das müssen wir uns auch eingestehen, zudem ist das Standing von Kultur in dieser Sitution aber auch in dieser Regierung kein sehr erhebliches). Handel und Schulen haben auch eine weit gewichtigere Lobby – und was unsere Frau Staatssekretärin da für eine Rolle spielt, ist nicht leicht durchschaubar. Ja, liebe Informanten, ich weiß natürlich, wie die Dame bzw. durch wessen Empfehlung  sie zu ihrem Regierungsjob gekommen ist, aber ich verbrenne mir nicht die Finger.

Also STREAMS, IMMER WEITERE STREAMS:

HEUTE ALS STREAM DER WIENER STAATSOPER: DON CARLOS (ab 19 h)

Copyright: Wiener Staatsoper

Aufgrund der aktuellen Verordnung der österreichischen Bundesregierung müssen alle Vorstellungen bis einschließlich 6. Dezember 2020 abgesagt werden.

Auf play.wiener-staatsoper.at bietet Ihnen die Staatsoper täglich ein kostenloses Streamingangebot an.

Frage in die Runde: Gibt es noch die Videorecorder im Handel  – oder ist diese Technologie endgültig ausgelaufen?

 

Die Kollegin Dr. Renate Wagner hat eine gigantische Sammlung an Videos – und nun, noch dazu mitten im Lockdown, hat der vielstrapazierte Videorecorder seinen Geist aufgegeben. Gibt es diese Geräte noch im Handel, wer hat sie noch im Sortiment? Die Kollegin würde sich vermutlich gleich drei Stück auf Vorrat kaufen, sie will auf Nummer Sicher gehen. Wer weiß, wo es diese Geräte noch gibt.

Die Reparatur wäre natürlich auch eine Alternative – obwohl sie natürlich unwirtschaftlich wäre. Wer aber repariert solche Geräte noch? Sachdienliche Hinsweise keinesfalls an die nächste Polizeidienststelle, sondern und die Redaktion des Online-Merker (Impressum)

DANKE, es sind bereits einige Hinweise eingegangen!

8,1 Millionen: Meiste Zusatzmittel für Staatsoper
Von allen kulturellen Bundesinstitutionen (Theater und Museen) erhielt die Wiener Staatsoper ob der Corona-Einschränkungen die meisten Mittel.
Oberösterreichische Nachrichten

Es ist eigentlich logisch, dass die Staatsoper im Ranking unserer Bundesinstitutionen bezüglich Subventionen aus guten Grund an der Spitze liegt, ein Gießkannenprinzip wäre wirklich ein falsches Signal

Berlin/ Staatsoper
Matthias Schulz bleibt vorerst bis 2024 an der Berliner Staatsoper
Der Vertrag des Intendanten Matthias Schulz wurde von der Berliner Opernstiftung um vier Jahre verlängert.
Berliner Morgenpost

Deutschland
Wegen Corona: Kunstvermittler in der Krise
In Deutschland arbeiten 1,3 Millionen Menschen in Kulturberufen, mehr als ein Drittel davon selbstständig. Dazu gehören auch Kunstvermittler, die zum Beispiel Museumsführungen anbieten. Aktuell haben viele von ihnen keine Arbeit – und nur wenig Geld.
BR-Klassik.de

Hamburger Kulturschaffende fordern Öffnung von Kultureinrichtungen
Neue Musikzeitung/nmz.de

Wenn ich das auf Bitten von Künstlern, die eingeschüchtert sind (nicht alle) und sich nicht mit ihrer Meinung an die Öffentlichkeit wagen (weit haben wir es gebracht), bekomme ich bitterböse Mails und werde mit Volksschädlingen und anderen Bösewichten gleichgesetzt!

Javier Camarena spricht offen über eine kürzliche Zuneigung in seinen Stimmbändern und die daraus resultierende Pause in seinem Zeitplan

Javier Camarena. Foto: © Gemma Escribano / Platea Magazine

Der mexikanische Tenor Javier Camarena hat gestern auf seinem Instagram-Account ein Video gepostet, in dem er über einen kleinen Zustand in seinen Stimmbändern berichtete, der ihn gezwungen hat, in den letzten Monaten eine kurze Pause in seinem Zeitplan einzulegen, die mit der Pandemie zusammenfiel. „Die Zuneigungen und Verletzungen in den Stimmbändern der lyrischen Sänger sind auch unter uns und Kollegen weiterhin ein Tabuthema. Wir sprechen nicht von einem Thema, das sich dennoch als recht häufig herausstellt“, sagte Camarena in seinem aufrichtigen Zeugnis…

Details in unseren „Infos des Tages“

ST.PETERSBURG: SCHLUSSBEIFALL NACH „FAUSTS VERDAMMNIS“ (20.11.)

Mit Ekaterina Semenchuk und Ildar Abdrazakov

Ekaterina Semenchuk  beim Schlussapplaus. Foto: Instagram

ZU INSTAGRAM mit zwei Kurzvideos

Als Stream: COVID FAN TUTTE / Finnische Nationaloper

Unser Redakteur Dr. Manfred Schmid ich möchte auf eine Opernproduktion aufmerksam machen, die zwar schon im Oktober Premiere hatte, die aber im Internet auf youtube abrufbar ist und unsere User interessieren könnte.

 

https://www.youtube.com/watch?v=LwNz8C33JOc

Die Oper Covid fan tutte ist  eine satirische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen, die die Finnen im heurigen Frühjahr mit der Corona-Pandemie gemacht haben. Das Libretto stammt von Minna Lindgren, die Musik aus Mozarts Oper Cosi fan tutte. Es dirigiert Esa-Pekka Salonen. Als Sängerin steht Karita Mattila im Mittelpunkt der Aufführung an der Finnischen Nationaloper Helsinki.

Ausgangssituation: Während einer Probe von Wagners Die Walküre werden das Gesangsensemble und das Orchester darüber informiert, dass das Management entlassen wurde. Die Ratlosigkeit und Verwirrung angesichts dieser Situation wird durch die Nachrichten über die Ausbreitung des tödlichen Corona-Virus noch erhöht. Die Mitwirkenden werden aufgeforderte, darauf mit einer Satire über die derzeitige Lage in der Bevölkerung zu antworten,

Weitere Informationen zur Produktion auf Operavision:

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjx8NfIqpPtAhUP8xQKHTykAoUQFjAAegQIBBAC&url=https%3A%2F%2Foperavision.eu%2Fde%2Fbibliothek%2Fauffuehrungen%2Fopern%2Fcovid-fan-tutte-finnish-national-opera&usg=AOvVaw17FSOpiyDg1PJVcJrIXOi0

Eine Satire über die derzeitige Lage in der Bevölkerung! Allerhand, die trauen sich was, die Finnen! Angeblich haben Sie die Pandemie besser bewältigt als wir.

Tim Theo Tinn“s Einlassungen: „Plädoyer zur Kraft surrealer Inszenierungen“ Teil 1
https://onlinemerker.com/tim-theo-tinns-einlassungen-plaedoyer-zur-kraft-surrealer-inszenierungen-teil-1/

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 15
Im letzten Quiz überschritten wir immer weitere Landesgrenzen in Richtung Osten. Auch diesmal geht es um Grenzüberschreitungen: Crossover lautet das Stichwort. Viel Spaß mit unseren fünf Fragen zu Grenzgängerinnen und Grenzgängern – garantiert ohne Weihnachtsalben!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-15/

Ballett/ Tanz

Deutscher Theaterpreis für den Choreografen William Forsythe
https://www.mdr.de/kultur/themen/theaterpreis-faust-verleihung-william-forsythe100.html

Berlin
Rassismusvorwürfe am Staatsballett Berlin: Weißschminken für den Schwanensee

ine Ballerina erlebt Rassismus am Staatsballett Berlin. Das sei nicht wirklich überraschend, sagt Tanzkritikerin Dorion Weickmann. Viele Compagnien hätten ein Diskriminierungsproblem. Auch das Repertoire müsse überdacht werden.

Chloé Lopes Gomes war die erste schwarze Ballerina am Staatsballett Berlin. Vor zwei Jahren fing sie dort als Ensembletänzerin an, im kommenden Jahr läuft ihr Vertrag aus, er wurde nicht verlängert. Jetzt hat die Tänzerin schwere Vorwürfe gegen eine Ballettmeisterin am Staatsballett erhoben.

Sie habe rassistische Kommentare zu hören bekommen und sei aufgefordert worden, sich für Aufführungen von „Schwanensee“ weiß zu schminken. Noch im Sommer hatte sich das Staatsballett auf Twitter mit der Antidiskriminierungskämpferin Chloé Lopes Gomes geschmückt:

Deutschlandfunk.Kultur

Ausstellungen/ Kunst. Galerien: Zweitwohnsitz Internet
Jetzt, wo die Leute nicht aus ihren Häusern rausgehen sollen: Bilder und Wandobjekte mit Architekturbezug in der Galerie Gans. Zu besichtigen auf der Homepage.
Wiener Zeitung

ORF Dancing Stars“: 913.000 sahen Aus für Ushakova
Michi Kirchgasser, Cesár Sampson und Silvia Schneider tanzen im Finale am 27. November.
https://kurier.at/kultur/medien/dancing-stars-913000-sahen-aus-fuer-ushakova/401105121

Von Opernauftritten gibt es eher wenige Fotos, von sogenannten „Events hingegen sehr viele. Hier aber ein Foto aus Bratislava 2015: Natalia Ushakova als Maliella und Daniel Čapkovič als Rafaele). Foto: Nationaltheater Bratislava

Die Dame ist nicht unsympathisch, ein Weltstar der Oper, als der sie sich gerne bezeichnen lässt, war sie nie. Ich weiß von einem Auftritt als „Lisa“ in „Pique Dame“ an der Wiener Staatsoper. Sie verkauft sich in den meist ahnungslosen Medien aber recht gut. Einen Platz im Finale hätte ich ihr schon gegönnt, den Sieg aher nicht. Da wäre sie dann wahrscheinlich nicht mehr auszuhalten gewesen und hätte sich als Nabel der Tanzwelt präsentiert!

Dieses Foto wurde im Wiener Riesenrad aufgenommen, in dem ich mit Natalia Ushakova  bei einem Glaserl Langenloiser eine Runde gedreht habe. Ich habe mich aber mit dem Manager unterhalten.Foto: privat

Geschäftliches geht bevor. Es war aber kein Geschäft.

HEUTE „IM ZENTRUM“: Jung und Alt – Schürt Corona den Generationenkonflikt?

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird die Solidarität unter den Generationen auf die Probe gestellt. Auch im zweiten Lockdown müssen sich die Jungen einschränken, um besonders gefährdete Gruppen wie die ältere Bevölkerung zu schützen. Wie gerecht ist es, wenn die Jüngeren auf Schule, Ausbildung und Partys verzichten müssen und möglicherweise langfristig auch die finanziellen Kosten der Pandemie tragen werden? Wie weit ist die ältere Generation bereit, ihren Beitrag zu leisten? Wie groß ist das Verständnis unter den Generationen? Wie vergleichbar ist die Situation der Älteren und Jüngeren in der Corona-Pandemie?

Darüber Diskussion unter Einhaltung strenger Corona-Präventionsauflagen am Sonntag, dem 22. November 2020, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer.

ORF Doku & Reportage Am Schauplatz: Betongold der Alpen – gefunden von Christoph Karner

Bitte untenstehenden Link anklicken

Warum die schönsten Plätze in Österreichs Bergen zubetoniert werden und warum die Politik diesem Bauboom oft machtlos gegenübersteht. In den österreichischen Alpen entstehen immer mehr Luxusimmobilien für Reiche – die besten Lagen werden verbaut. Ein Ferienhaus oder ein Chalet steht vor allem bei vermögenden EU-Bürgerinnen und Bürgern hoch im Kurs. Gekauft wird nicht um dort länger zu wohnen, es geht vor allem um eine möglichst gewinnbringende Investition.

ZUM VIDEO

Die Menschen investieren auf „Teufel komm raus“. Jetzt habe ich gefört, dass einem österreichischen Fußballstar im Haus gegenüber der Online-Merker-Galerie drei Wohnungen gehören, die er selbstverständlich vermietet. Ihn selbst habe ich dort noch nie gesehen, trotz meiner Glastüre.

Wer das ist? So viele österreichische Fußballer, die sich gleich drei Wohnungen von 700 000 Euro aufwärts als Investment leisten können, gibt es nicht. Spontan fallen mir da nur zwei ein!

Diesbezüglich haben sich die Zeiten geändert und verbessert. Früher haben Fußballer ihr Geld nicht angelegt, sondern – gemeint sind einige Fälle – versoffen!

„Sport am Sonntag“ mit Arsenals Torfrau Manuela Zinsberger im Gespräch

Am 22. November um 18.00 Uhr in ORF 1

 Karoline Rath-Zobernig präsentiert „Sport am Sonntag“ am 22. November 2020 um 18.00 Uhr in ORF 1

Manuela Zinsberger. Foto: Wikipedia

Fußball: Manuela Zinsberger hält das Damenteam auf Euro-Kurs Die Nummer 1 des österreichischen Frauen-Fußballs über die Erfolge des Damen-Nationalteams, ihre Wurzeln in Niederösterreich und ihr Leben als Torfrau bei Arsenal London.

Wiener Grüne Hebein: „Riss in unserer Partei“
Die Parteichefin nahm in der virtuellen Landesversammlung erstmals öffentlich Stellung zu innerparteilichen Ereignissen.
Wiener Zeitung

Entscheidende Wochen: Anschober: „Lockdown darf nicht verlängert werden“
Wie so oft klingt einiges bei Gesundheitsminister Rudolf Anschober anders als bei Kanzler Sebastian Kurz. „Wir meinen aber dasselbe“, betont der Grüne im „Krone“-Interview. Und er spricht über entscheidende Wochen, über den Plan für die Wiederöffnung im Dezember sowie über seinen runden Geburtstag.
https://www.krone.at/2280749

Derartige Gerüchte sind nicht bloß eine Ente, sie sind eine ganze Entenfarm! (Copyright: Bundesminister Rudolf Anschober)

Übrigens, ich habe mehrmals festgestellt, dass der zweite Lockdown mit dem ersten nicht vergleichbar ist – aufgewärmt schmeckt nur ein Gulasch besser. Na, mehr habe ich nicht gebraucht, meine Forumsfreunde verfolgen mich auch außerhalb des Forums. Nun machen  aber auch Zeitungen nach und nach diese Beoachtung.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag

A.C.

 

 

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