Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

22. MAI 2020 – Freitag

22.05.2020 | Tageskommentar

 

Einige Worte des Herausgebers

Nein, ich brauche das Diskussionsforum überhaupt nicht „für die Klicks“! Niemand bezahlt für die Klicks, diese sind für mich nur Kontrolle. Wenn der Online-Merker unter eine von mir festgelegte Quote fällt – und davon sind wir zum Glück noch weit entfernt – dann begrabe ich ihn. Die Domaine läuft auf mich als Person!

Der Online-Merker ist, wie er ist! Der Herausgeber bestimmt die Blattlinie. Im Normalfall ist das auch so. Ich verzichte auf diese Möglichkeite, unsere Blattlinie ist, keine Blattlinie zu haben! Fragen Sie Mitarbeiter, ob sie schon einmal zur Änderung des Geschriebenen genötigt wurden!

Auch in unserem Forum geben wir verschiedensten Ansichten Raum. Wenn mir aber unterstellt wird, dass wir das Forum zur Existenzsicherung brauchen, dann beweise ich den Nörglern flugs das Gegenteil! Wollen Sie das? Drei Klicks – und es ist erledigt!

Wir sind – zumindest in unseren Breiten – Marktleader. Das wissen wir. Es gibt aber viele Medienauftritte in unserem Bereich. Wer mit uns nicht einverstanden ist, der hat doch die Möglichkeit, auf ein anderes Medium auszuweichen – bei dem er sich eben nicht ärgern muss – und uns nicht im Forum zu missionieren versuchen. Die Konkurrenz wird über Neuzugänge glücklich sein!

Ich schreibe das bewusst heute, weil heute zwei Beiträge enthalten sind, die nicht auf allgemeine Zustimmung st0ßen werden.

„Politisches Medium“? Um die Politik kommen wir gerade in diesen Zeiten nicht herum. Unsere ach so stolzen Kulturmacher gehen zu den Politikern winseln – jawohl winseln und betteln. Auch wenn das manch einer trotzig macht (Schauspieler eben), ist er doch total von der Politik abhängig – und wird heute um 14 h bei der neuen „Wunderwuzzin“ (Copyright Renate Wagner) zur großen Winselarie antreten. Welch Stellenwert die Kultur hat, erleben wir in diesen Zeiten.

HEUTE:  Freitag, 22. Mai, 14 Uhr: Staatssekretärin Mayer im Austausch mit VertreterInnen aus der Kulturbranche

Wien (OTS) – Am Freitag, 22. Mai 2020 um 14 Uhr trifft Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer VertreterInnen der österreichischen Kulturbranche, um über das Konzept der Bundesregierung zur stufenweisen Öffnung von Kulturveranstaltungen und die bevorstehende Anpassung der Verordnung, mit der insbesondere der Rahmen für Veranstaltungen im Sommer festgelegt werden soll, zu informieren.

Datum: Freitag, 22. Mai 2020
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Ort: Festsaal des Bundesamtsgebäudes, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

Was mich betrifft, werden Sie nichts Parteipolitisches im Online-Merker finden. Meine Weltanschauung bringe ich ein – das ist mein gutes Recht. Wessen Interessen sollte ich vertreten? Seit der Aushebelung des Pandemiegesetzes ist für mich klar, dass ich keine der fünf im Parlament vertretenen Parteien wählen werde – sollte ich noch zu einer Wahl aufgerufen sein. Das war der Wahnsinn pur – und das Parlament hat einstimmig entschieden. Ich habe von Kindheit an erlebt, wie schwer es ist, selbst ein kleines Unternehmen aufzubauen, wie viele Entbehrungen und Enttäuschungen damit verbunden sind, wieviel Glück man braucht. Mich tangiert die Situation persönlich überhaupt nicht mehr, ich hatte auch hier Glück.  Deshalb darf ich aber mit denen mitfühlen, deren Existenz jetzt gerade relativ leichtfertig zerstört wird.

 

Die Wunderwuzzin

Ich habe meine Freundin Inge Maux getröstet. Sie hätte in diesem Sommer in Gutenstein bei den Raimundspielen die Zufriedenheit in „Der Bauer als Millionär“ spielen sollen und ist entsprechend betrübt über die Absage – schließlich hatte man bis zuletzt gehofft und Kostüme probiert.

„Schau, Inge“, sagte ich ihr. „So Gott will, sind wir alle nächstes Jahr auch noch da, und dann ist alles wieder normal.“

Schließlich hat man einen Wunderwuzzi, genau gesagt (Achtung! Gendern!), eine Wunderwuzzin in Gestalt von Andrea Mayer aus dem Hut gezaubert, und die gute Frau soll jetzt – Simsalabim! – auf der Stelle alles bereinigen, was bis dato unlösbar war. Der Gesundheitsminister soll ihr erlauben, dass die alte Nähe wieder möglich ist (anders funktioniert Theater weder beim Trainieren, pardon Proben, noch beim Spielen), und dass wir wieder Schulter an Schulter in Räumen sitzen dürfen (bitte, bitte, ohne die Masken vorm Gesicht). Und der Finanzminister wird die Millionen über die Kunstschaffenden ausschütten, die zwei arbeitslose Monate hinter sich haben. Schön wär’s…

Lesen Sie mehr in unseren Infos des Tages oder längerfristig im Feuilleton/ APROPOS

 

 

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=54D63490-9AD4-11EA-875E005056A64872

Von Thomas Prochazka

HEUTE – RICHARD WAGNER – ZUM 207. GEBURTSTAG –  REINIS ZARINS KLAVIERKONZERT live aus RIGA

Riga  –  Theater in der Richard Wagnerstraße 4. Copyright: Erwin Messer

Für Freitag, 22. Mai 2020 (HEUTE) hat die Richard Wagner Gesellschaft RIGA  im Internet  – 18.00 CEST – Österreich und Deutschland-  ein

BENEFIZKONZERT  mit dem mehrfach ausgezeichneten lettischen Pianisten  REINIS ZARINS organisiert.

Erinnerungstafel. Copyright: Erwin Messer

 Zum 207. Geburtstag des Meisters soll für die dringend notwendige Renovierung  des Richard Wagner -Theatersaales gesammelt werden.

DONATIONS: https://www.betterplace.org/en/projects/74658

Salzburg
Helga Rabl-Stadler: „Wenn wir spielen, gibt es den ,Jedermann“  Bezahlartikel
Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, im „Presse“-Interview: Wie man just in der Covid-19-Pandemie ein Zeichen setzen will. Über 26 bewegte Saisonen mit sechs Intendanten. Und dass ihr die Kühnheit der Gründer besonders Mut macht.
Die Presse

Graz/ styriarte: Recreation spielt im Juni wieder vor Publikum
Nach der Zwangspause aufgrund der CoV-Krise wird das Grazer Orchester Recreation im Juni wieder live spielen. Die Zuschaueranzahl ist auf 100 beschränkt, statt wie geplant zweimal spielt das Orchester nun aber zehn Mal.
https://steiermark.orf.at/stories/3049531/

Österreich: Neue Kulturstaatssekretärin hofft auf Verständnis Anschobers
Andrea Mayer setzt sich für weitere Erleichterungen ein.
Wiener Zeitung

Na super, weit hat es die Kultur in unserem Land gebracht! Sie benötigt das Verständnis eines Herrn Anschober.

Auch im Burgenland: Die Kultur „sperrt auf“
Erste Häuser im Land sind bereits geöffnet. Im Hintergrund läuft auch wieder die Planung von Veranstaltungen.
BVZ.at

Oper Wiesbaden: Die Frist ist um
Michael Volle und Gabriela Scherer probieren in Wiesbaden aus, wie viel Oper im Augenblick möglich ist.
Wie viel Oper möglich ist, ohne den dafür erforderlichen Apparat direkt zum Einsatz zu bringen, probierte das Staatstheater Wiesbaden jetzt mit Richard Wagners „Fliegendem Holländer“, Richard Strauss’ „Arabella“, dem Bariton Michael Volle, der Sopranistin Gabriela Scherer und der Pianistin Julia Okruashvili aus.
https://www.fr.de/kultur/musik/oper-wiesbaden-frist-13771403.html

Etwa 1000 Euro für die Sopranistin
Um ihren Traum vom Singen als Beruf leben zu können, nimmt Laura auch völlig unmusikalische Nebenjobs an. Laura ist 30 und singt, seit sie drei Jahre alt ist. Seit ihrem Studienabschluss als Sängerin und Gesangspädagogin 2014 arbeitet sie als freiberufliche Sopranistin und steht regelmäßig auf Opern- und Konzertbühnen.
https://www.jetzt.de/wie-viel-verdient/wie-viel-verdient-eine-sopranistin

Übrigens, unser „Konzert nach Vorschrift“ mit Margarita Gritskova am 28.5. ist restlos ausgebucht. Ich kann keine Anmeldungen mehr annehmen.

Streams
René Pape, Olga Peretyatko, Elsa Dreisig Headline Staatsoper Berlin’s New Online Programming
https://operawire.com/rene-pape-olga-peretyatko-elsa-dreisig-headline-staatsoper

The Legend of the Invisible City of Kitezh, Dutch National Opera, OperaVision review – fairy-tale good and evil made real
https://theartsdesk.com/opera/legend-invisible-city-kitezh-dutch-national-opera

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Alexandra Kurzak probt in Quarantäne die „Königin der Nacht“

Bitte untenstehenden Link anklicken

ZU INSTAGRAM

Übrigens, sehr empfehlenswert! Kein Rumgepiepse! Meint zumindest unser „Schwammerlsucher“ Fritz Krammer.

Weltberühmtes Vorbild wird 75. Pippi Langstrumpf – stark, schlagfertig, witzig
Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, so heißt sie in voller Länge. Millionen Kinder auf der ganzen Welt haben sich von ihren Geschichten, so wild und ungewöhnlich wie ihr Name, begeistern lassen. Nun wird das stärkste Mädchen der Welt 75 – wild gefeiert kann leider nicht werden.
https://www.n-tv.de/leute/Pippi-Langstrumpf-stark-schlagfertig-witzig

Österreich
Hat Gesundheitsministerium Warnungen nicht an Tirol weitergeleitet?
Mehrere Staaten schickten Meldungen zu infizierten Ischgl-Urlaubern über Frühwarnsystem an das Ministerium. Tiroler Behörden sagen, sie wurden nicht darüber informiert
Der Standard

Das ist natürlich hochinteressant und gehört weiterverfolgt bis zur letzten Konsequenz.

Ungarn öffnet Grenze zu Österreich
Bedingung für den Übertritt ist ein gültiger negativer Corona-Test.
http://kurier.at/chronik/oesterreich/ungarn-oeffnet-grenze-zu-oesterreich/400848737

Österreich/ Fußball: LASK belastet Konkurrenz mit Foto-Material

Tabellenführer der Fußball-Bundesliga gab Stellungnahme ab – Urteil wird vor Neustart des Meisterschaftsbetriebs am 2. Juni erwartet
Der Standard

Causa LASK: Für Anschober „schweres Foul“, Jurist glaubt an Punktabzug
Von Regierungsseite wird es keine Konsequenzen geben. Sportanwalt Rebernig rechnet zumindest mit einem Punktabzug.
Kurier

Dieses Beispiel zeigt, mit welch Naivität derzeit im Lande Verordnungen erlassen werden. Im Beraterstab des Kanzlers sitzen viele Internatszöglinge. Zu viele, meine ich. Es ist doch völlig klar, dass in den Fußballvereinen, die total aus dem Training gerissen wurden (sportmedizinisch ein Irrsinn – wo sind da die staatlichen Berater) zuerst einmal darüber nachgedacht wurde, wie man die Beschränkung zum eigenen Vorteil aushebeln kann. Das ist genauso, wie Firmen natürlich Kurzarbeiter angemeldet und dann trotzdem voll eingesetzt haben.

Es gehört natürlich schon besondere Ungeschicklichkeit dazu, sich dabei erwischen zu lassen – wie das beim LASK der Fall ist. Jetzt bin ich gespannt, ob die Linzer wenigstens beim Ausspionieren der Gegner talentierter vorgegangen sind!

Brecht doch diesen Blödsinn der Geisterspiele ab, bevor er noch begonnen wurde. 75 % der Meisterschaft sind absolviert, die Bilanz ist aussagekräftig!

Verbringen Sie einen schönen Tag, ärgern Sie sich nicht über den Online-Merker! Andere Mütter haben auch schöne Kinder. In der Vorwoche habe ich sogar eine Kritk eines Kooperationspartners eingestellt, in der die Rettungsmaßnahmen der Regierungen (nicht nur unserer) in höchsten Tönen bejubelt und Andersdenkende als Vollidioten hingestellt werden.  Nix Zensur, soll sein! So bin ich nun mal! Das wäre doch eine Option für die Unzufriedenen!

A.C.

 

 

 

Diese Seite drucken