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22. JUNI 2021 – Dienstag

22.06.2021 | Tageskommentar

BAYERISCHE STAATSOPER: Zusätzlicher Termin bei „Oper für alle“ . Copyright: Bayerische Staatsoper

Zusätzlich zu den bereits angekündigten Oper für alle-Terminen am 17. Juli – Festspiel-Konzert: Aida– und am 31. Juli – Tristan und Isolde, wird das Festspielsonderkonzert: Der wendende Punkt am 30. Juli ebenfalls in Kooperation mit BMW bei freiem Eintritt auf die Großleinwand am Marstallplatz übertragen.

Im Rahmen der Vorstellung von Die Entführung aus dem Serail (20.6.) wurde Pavol Breslik zum Bayerischen Kammersänger ernannt.

OPER FÜR ALLE 2021 – Zusätzlicher Termin am 30.07.2021

Aufgrund der derzeitigen Besucherobergrenzen bei öffentlichen Veranstaltungen wird es einen zusätzlichen, dritten Oper für alle-Termin geben, um möglichst vielen Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit zu geben, eine Festspielaufführung unter freiem Himmel zu erleben. Am 30. Juli dreht sich beim Sonderkonzert Der wendende Punkt alles um das Spielzeitthema 20/21. Der „letzte Abend über Ende und Anfang“ präsentiert unter anderem Künstler wie Anna Netrebko, Anja Harteros, Marlis Petersen, Nina Stemme, Jonas Kaufmann, Christian Gerhaher oder Bryn Terfel. Am Pult des Bayerischen Staatsorchester stehen Kirill Petrenko, Kent Nagano, Constantinos Carydis und Asher Fisch. Intendant Nikolaus Bachler liest Texte von Ingeborg Bachmann und Rainer Maria Rilke.
Das Konzert wird live auf der Großleinwand am Marstallplatz ausgestrahlt sowie als kostenloser Live-Stream auf STAATSOPER.TV übertragen.
Der Eintritt auf den Marstallplatz ist dank BMW wie immer frei.

Die Oper für alle-Veranstaltungen unterliegen dem Hygiene-Konzept der Bayerischen Staatsoper, wobei die genauen Parameter noch in Abstimmung mit den Behörden erarbeitet und zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden. (Zitat-Ende)

Wenn ich diese Info richtig deute, ist das Ereignis, auf das die Opernwelt in dieser Saison noch wartet, Tristan und Isolde, wohl bei „Oper für alle“, jedoch nicht als Stream bei Staatsoper.TV zu erleben.

Pavol Breslik seit 20.6.Bayerischer Kammersänger

Wolf-Dieter Jungk, Pavol Breslik, Nikolaus Bachler. Copyright: Bayerische Staatsoper

Pavol Breslik wurde am 20. Juni 2021 nach der Vorstellung von Die Entführung aus dem Serail von Wolf-Dieter Jungk, Amtschef im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, in Vertretung des Staatsministers Bernd Sibler, zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Zuletzt sang der Tenor an der Staatsoper Janáčeks Tagebuch eines Verschollenen. Als Tamino in der Zauberflöte gab der Sänger 2006 sein Hausdebüt und wirkte danach immer wieder in Neuproduktionen mit, so 2014 in Lucrezia Borgia, 2015 in Lucia di Lammermoor, 2018 in Die verkaufte Braut oder 2019 in Salome

Oper Zürich: Diese „Lucia“ hätte noch warten können!

 

Auszug aus „Tagblatt.ch“: Es wäre besser gewesen, das Opernhaus Zürich hätte neben allen anderen Vorstellungen auch noch die Neuproduktion von Gaetano Donizettis «Lucia di Lammermoor» abgesagt. So hätte man überhaupt keine Kosten und Mühen mehr gehabt, die Direktion hätte sich kurzarbeitend in die Ferien verabschieden können……

Der Abend stand unter einem unglücklichen Stern, der zum Unglückssternenmeer wurde. «Lucia di Lammermoor» versinnbildlicht, wie unglücklich und ohne Linie an diesem Haus zurzeit gearbeitet wird. Die Sänger passen nicht zusammen, die Regisseurin nicht zu ihnen, die Dirigentin ist in die Probebühne verbannt, kann von dort nur einen farblosen Sound liefern, im Forte ist er scheppernd. Eine normale Koordination zwischen Sängern und Dirigentin ist unmöglich. Warum der Technikzauber? Längst wäre es erlaubt, im Orchestergraben zu spielen…

…Einst war Lisetta Oropresa als Titelheldin angesagt. Aber diese Ausnahmekönnerin hatte wohl keine Lust, für gerade mal vier Abendgagen acht Wochen lang in Zürich zu verbringen und sagte kurzerhand ab. Als ihr Ersatz Irina Lungu zum Schluss in freudiger Erwartung eines «Brava!»-Regens auf die Bühne stürzte, hörte sie nichts dergleichen. Kurz darauf wurde Regisseurin Tatjana Gürbaca mit kräftigen Buh-Rufen empfangen…

Buh-Rufe zum Zürcher Opernsaisonfinale: «Lucia di Lammermoor» wäre besser abgesagt worden
Gaetano Donizettis Neuproduktion zeigt, wie ideenlos das Opernhaus Zürich zurzeit agiert.
Tagblatt.ch

Wider das Patriarchat
Donizettis tragische Oper „Lucia di Lammermoor“, neu inszeniert und als Saisonschluss vor 100 Zugelassenen aufgeführt und mit Orchester und Chor wiederum extern zugeschaltet, verstörte mannigfach. Ja, da ging leider einiges schief.
https://seniorweb.ch/2021/06/21/wider-das-patriarchat/

Weiße als Chinesen. Das Rassismus-Problem der Oper
In der Oper stellen Schwarze germanische Götter dar, Russen treten als Chinesen auf, und Don Giovanni war mal eine Transfrau. Doch jetzt werden ethnisch korrekte Besetzungen verlangt. Für viele Klassiker würde dies das Ende bedeuten. Eine Mitarbeitergruppe würde arbeitslos.

…Und das allen Ernstes, weil ein britischer Verein der sich für „die Humanisierung der Darstellung britischer Ost- und Südostasiaten“ einsetzt, den Tweet eines asiatischen Komponisten mit 343 Followern verbreitet hatte, der die Oper des „yellowfacing“ anklagte.

Dieser Julian Chou-Lambert hat für seine absurd übersteigerten Vorwürfe nun immerhin seine 15 Minuten Ruhm bekommen, aber die bedeutende Oper „Nixon in China“ wird vermutlich ab jetzt in den englischsprachigen Ländern einen schweren Stand haben. Weil man nirgends außerhalb Asiens eine weitgehend asiatische Besetzung wird zusammenstellen können…

Die Welt.de

200 Jahre „Freischütz“:Tierkadaver und Sternscheibenschützen

Das spanische Regieteam um Carlus Padrissa, das seine Wurzeln im artistischen Straßentheater hat, kann mit den Verheißungen und Abgründen des mythenumwogten deutschen Waldes nur wenig anfangen. Es nutzt stattdessen den gesamten, leer geräumten Konzertsaal für einen irgendwo zwischen Schaustellerei, theatralem Happening und der Science-Fiction-Komödie „Ghostbusters“ angesiedelten Öko-Thriller um unsere naturverwüstende Zeit. In dieser wechseln sich – so legt es die neue Dialogfassung dem Erbförster Kuno in den Mund – „Dürren und Überschwemmungen ab“, während „das Böse seine Krallen ausfährt“…
https://www.sueddeutsche.de/kultur/freischuetz-berliner-konzerthaus-1.5327951

Morgen findet in der Wiener Staatoper die zweite Vorstellung der Serie Lohengrin statt.

Wir werden uns morgen noch näher damit befassen! Lassen Sie sich vom Besuch wegen der Fußball-Euro nicht abhalten. Ungarn gegen Deutschland ist nur in der Theorie ein Entscheidungsspiel, in der Praxis haben die Magyaren mit dem 1:1 gegen Weltmeister Frankreich den Plafond erreicht und können sich ehrenvoll aus dem Bewerb verabschieden. Der Ausgang dieses Spiels wird genausowenig überraschend sein wie der Ausgang bei „Lohengrin“.

Wien/ Staatsoper
Schwanenritter im dumpfen Alpendorf
Jubel für einen orchestral rauschenden „Lohengrin“ mit drei Wiener Debüts.
https://www.diepresse.com/5996754/schwanenritter-im-dumpfen-alpendorf

Weitere Fotos vom Künstlergespräch beim „Online-Merker: Renate Wagner und Tanja Ariane Baumgartner (singt derzeit an der Wiener Staatsoper die „Ortrud) (nächste Vorstellung morgen/Mittwoch)

Dr. Renate Wagner, Tanja Ariane Baumgartner. Foto: Herta Haider

Sie hatten in Pandemiezeiten keine Auftritt in unserer Galerie, dafür diesmal gleich vierhändig. Die Cupak-Enkel Raffael (6) und Leonie- Marie (2). Foto: Herta Haider

Friedrich Cerha: Gestern verspätetes Geburtstagskonzert zum 95er

Sein 95. Geburtstag war bereits am 17. Februar, das dazugehörige Gratulationskonzert musste aber warten. Gestern, Montag, Abend wurde der österreichische Komponist Friedrich Cerha im Wiener Musikverein geehrt, bedankt und musikalisch gewürdigt. Im Vorfeld beantwortete der weiterhin produktive Musikschöpfer der APA einige Fragen – zur Krise und was Musik zu ihr beitragen kann, zur Neuen Musik samt Empfehlungen für Einsteiger und zu seinem unermüdet „wachen, kritischen Geist“.

Friedrich Cerha zum 95er: „Komponieren ist wie atmen“
https://www.vol.at/friedrich-cerha-zum-95er-komponieren-ist-wie-atmen/7028306

Berlin
Sabine Devieilhe zu Gast beim RSB: Der große Bogen
Die französische Sopranistin Sabine Devieilhe, Vladimir Jurowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin begeistern in der Philharmonie.
Tagesspiegel.de

Dirigentenwettbewerb der Berliner Philharmonike:r Messe der Maestri von morgen
Ein neuer Dirigierwettbewerb für Berlin: Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker vergibt künftig das Siemens Conductors Scholarship
Tagesspiegel.de

KARLSRUHE: Opernpremiere vor Publikum: Vorspiel zu Ariadne auf Naxos / Wundertheater

Ein zweiteiliger Opernabend mit Musik von Richard Strauss und Hans Werner Henze. PREMIERE LIVE IM GROSSEN HAUS 26.06.2021 19:00 Uhr GROSSES HAUS Vorspiel zu Ariadne auf Naxos / Wundertheater

Live-Vorstellung: 27.06.21 19:00 Uhr GROSSES HAUS 

Das STAATSTHEATER präsentiert erstmals seit dem Lockdown eine Operpremiere vor Publikum im GROSSEN HAUS: Der zweiteilige Opernabend Vorspiel zu Ariadne auf Naxos / Wundertheater ist von den Regisseurinnen Julia Burbach und Anja Kühnhold in Szene gesetzt und erklingt unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Georg Fritzsch.

Haydnregion Niederösterreich : Das Klassikprogramm im August 2021

 

Unter dem Motto „Haydn verzaubert!‟ präsentiert das Klassikfestival „Haydnregion Niederöster¬reich“— ein Projekt der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ in Kooperation mit „Römerland Carnuntum“ — bis 12. Dezember 2021 ein durch Joseph und Michael Haydn inspiriertes, künst¬le¬risch exzellent besetztes Programm.
Musikalische Höhepunkte im August sind das Klavierkonzert „Tastenzauber und Poesie‟ mit dem Pianistenbrüderpaar Daniel und Anton Gerzenberg und Schauspiel¬star Florian Teichtmeister als Rezitator in Schloss Petronell-Carnuntum und das Crossover-Konzert „Schrammel.Sound und Haydn.Klang‟ mit den Neuen Wiener Concert Schrammeln und Sängerin Maria Stip¬pich beim Winzer in Göttlesbrunn.

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“

WIEN / Kammerspiele der Josefstadt: THE PARISIAN WOMAN von Beau Willimon
Deutschsprachige Erstaufführung
Besucht wurde die erste Voraufführung am 21. Juni 2021

 

Mit „House of Cards“ kann man immer werben. Sex and Crime in Politics, das war eine brisant-giftige Mischung für die Bezahl-Sender. Wenn nun ein Autor, der unter den Ideenträgern dieser Serie fungiert, ein Theaterstück „zum Thema“ schreibt, sollte nichts schiefgehen. Kann aber doch. Und ist passiert.

Die Josefstadt spielt „The Parisian Woman“ (warum der englische Titel? Ein bisschen affektiert) von Beau Willimon als Deutschsprachige Erstaufführung in den Kammerspielen. Das Stück hat nach der Uraufführung 2013 keine sonderliche Karriere gemacht, selbst die Besetzung mit Filmstar Uma Thurman hielt es 2017 weniger als ein halbes Jahr am Broadway. Und das hat gute Gründe.

Denn wenn da in Washington politische Intrigen gesponnen werden, zieht sich das die längste Zeit wie Strudelteig und bietet nur langweiliges Geschwafel. Bei einer Spieldauer von eineinhalb Stunden braucht es mehr als eine Stunde, bis im „dramatischen“ Sinn etwas „passiert“. Die Pointe ist lau, aber man will sie nicht verraten. Dass zu manipulativem Sex auch noch Erpressung dazu kommt, um jemandem ein Amt zu verschaffen, wen wundert’s?…

...Dennoch, spannend ist das Ganze, so kurz es ist, keinen Moment, oft tut man sich schwer, bei dem endlosen Herumgelabere bei der Stange zu bleiben. Polit-Boulevard mit Pfeffer und Galle? Schön wär’s.

Zum Bericht von Renate Wagner

Österreich
Thomas Stipsits mag Roy Black lieber als Hip-Hop
Stipsits wird als „Geschichtenerzähler der neuen Generation“ mit dem renommierten „Salzburger Stier“ ausgezeichnet
https://kurier.at/kultur/thomas-stipsits-mag-roy-black-lieber-als-hip-hop/401418966

Österreich/Puls24
Manuela Raidl moderiert Puls24-Sommergespräche
Ab 5. Juli bittet der Privatsender die Parteichefinnen und Parteichefs zum Interview.
Kurier.at

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Ohne neues CO2-Gesetz gelten strenge kantonale Regelungen: Wer meint, er sei nach der Ablehnung des CO2-Gesetzes wieder frei bei der Wahl seiner Heizung, dürfte in vielen Fällen falschliegen. Jetzt kommen die kantonalen Regelungen zum Zug, und die sind zumindest auf kurze Sicht genauso strikt.
Zum Bericht
Konservativer Demokrat bremst Joe Biden im Kongress: Senator Joe Manchin ist der konservativste Demokrat im Kongress. Mit seiner Blockade von zentralen Reformvorhaben zieht er den Zorn der eigenen Partei auf sich. Denn da beide politischen Lager im Senat je 50 Sitze halten, kommt es auf jede einzelne Stimme an.
Zum Bericht
Ägyptens «Tiktok-Girls» zu langen Gefängnisstrafen verurteilt: Die Justiz geht hart gegen Influencerinnen vor, die mit Tanzvideos Geld im Internet verdienen. Die Presse nennt sie die «Tiktok-Girls». Sie werden als Gefahr für die öffentliche Moral angesehen und erhielten nun Strafen von zwischen sechs und zehn Jahren Gefängnis.
Zum Bericht
Peruanische Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori bleibt auf freiem Fuss: Gegen die Präsidentschaftskandidatin und Tochter des früheren Machthabers Alberto Fujimori (1990-2000) wird wegen Korruption ermittelt. Ein Richter lehnte am Montag den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft ab.
Zum Bericht
Deutschland wird zum Zentrum der europäischen Batteriezellen-Produktion: Die Volkswagen-Tochter Porsche hat Forschung, Entwicklung und Fertigung sowie den Vertrieb von Hochleistungszellen angekündigt. Die Wende zur Elektromobilität läuft in Deutschland inzwischen auf Hochtouren.
Zum Bericht
Steven Spielberg und Netflix planen Spielfilme: Oscar-Preisträger Steven Spielberg (74, «Schindlers Liste», «Der Soldat James Ryan») und Netflix machen gemeinsame Sache. Demnach sind mehrere gemeinsame Spielfilme pro Jahr geplant.
Zum Bericht

ORF trauert um langjährigen ORF-Sportreporter Peter Elstner 

 

ZUM YOUTUBE-VIDEO

Wien (OTS) – Der langjährige ORF-Sportreporter Peter Elstner ist nach einem Badeunfall im 82. Lebensjahr verstorben. Gemeinsam mit Heinz Prüller zur Schule gegangen, begann Elstner seine Karriere beim „Express“ ehe er in den 70er Jahren zum ORF wechselte. Dort übernahm er 1980 die Leitung der Sendung „Fußball“ und wurde damit zum Gesicht des heimischen Fußballsports. Elstner war als Kommentator auch bei zahlreichen Fußball-Großveranstaltungen sowie Olympischen Spielen und beim Skispringen zu hören. Berühmt wurde er, als er nach dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel Österreich – DDR live auf Sendung vergeblich versuchte in die Kabine des Nationalteams zu gelangen. Der begeisterte (und studierte) Sänger ging 2001 in den Ruhestand.

Für ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz ist „mit Peter Elstner nicht nur einer der legendärsten ORF-Sportjournalisten sondern auch eine der bekanntesten Sport-Persönlichkeiten des Landes verstorben. Seine Leidenschaft stand jener der Sportlerinnen und Sportler, über die er berichtet hat, in nichts nach. Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen.“

Trauer um Ex-ORF-Sportreporter Peter Elstner
Die ORF-Legende, 81, kam bei einem Badeunfall auf der Neuen Donau ums Leben.
https://www.diepresse.com/5997226/trauer-um-ex-orf-sportreporter-peter-elstner

ORF-Sportreporter-Legende Peter Elstner in Neuer Donau ertrunken
Vol.at

Armenien: Premier sticht Putin-Freund bei Wahl klar aus
Opposition vermutet Wahlbetrug

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Armenien hat der massiv unter Druck geratene Regierungschef Nikol Paschinjan seine Macht behauptet. Laut dem vorläufigen Ergebnis erreichte seine Partei Bürgervertrag 53,92 Prozent der Stimmen. Sie landete damit deutlich vor dem Block Armenien von Paschinjans schärfsten Herausforderer Robert Kotscharjan, der auf 21,04 Prozent kam.
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_90268652/armenien-paschinjan-gewinnt

Da ich seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen zu Armeniern pflege, habe ich die Ereignisse dort aufmerksam verfolgt.Nikol Paschinjan galt nach der Abwahl seines Vorgängers Robert Kotscharjan lange Zeit als Messias. Dann kam der Krieg um Berg Karabach und die Armenier glaubten tatsächlich, dass sie den gewinnen könnten (gegen das viel größere Azerbaidschan, das noch dazu als „Turkvolk“ mit der Türkei verbündet ist.  Als der Krieg verloren war, witterte Kotscharjan wieder seine Chance, weil viele Armenier Paschinjan die Schuld am Desaster gaben. Ihm wurde „Feigheit vor dem Feind“ vorgeworfen. 

Nun, ganz hat es Kotscharjan nicht geschafft, beim Konkurrenten Paschinjan ist „der Lack aber ab“.   Es gilt derzeit als modern, im Falle einer Niederlage sofort Wahlbetrug zu unterstellen. Warum sollte es in Armenien anders sein?

Übrigens, meine armenische Freundin ist mit dem Wahlausgang zufrieden. Bei der ersten Wahl Paschinjans war sie hingegen begeistert!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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