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23. JULI 2019 – DIENSTAG

22.07.2019 | Tageskommentar

 

In meiner Arbeitswut werde ich freilich von Valery Gergiev glatt in den Schatten gestellt, der auch von 6 – 22 h noch hochaktiv ist:

VALERY GERGIEV: YOU CANNOT START WITHOUT ME – Valery Gergiev – Maestro Trailer
Zu Gergievs Bayreuth-Debüt am 25. Juli

 

aber innerlich war er stets ein Dirigent

Gergiev bei einer Master-Class. Foto: Youtube

ZUM YOUTUBE-VIDEO

Learn to Conduct like Gergiev in 1 minute

(natürlich nicht ganz ernst gemeint)


ZUM VIDEO

LECTION 1: NO BATON
LECTION 2: MASTER FACIAL EXPRESSIONS

 

Maestro Gergievs Sortiment an Dirigierstäben

LECTION 3: AGILE FINGERS
LECTION 4: CONDUCT IN CIRKLES

Um alle Termine wahrnehmen zu können, lässt er sich angeblich sogar doubeln:

Was/wer ist das Original, was/wer die Kopie?

 

 

ZUM VIDEO

München: “Andrea Chenier” – Bayerische Staatsoper 21.07.2017– Festspielwürdig

Zeljko Lucic, Anja Harteros. Foto: Wilfried Hösl

Einen ziemlich großartigen Andrea Chenier bietet die Bayerische Staatsoper zum letzten Drittel der Opernfestspiele. Ich sollte öfter mal schlecht informiert in die Oper gehen und mich dann positiv überraschen lassen. Ich hatte weder den Dirigenten noch den Sänger des Gérard auf dem Radar; beide Rätsel wurden schnell gelöst: die Lockenmähne von Asher Fisch ist unverkennbar, unverkennbar auch die Stimme von Željko Lučić. Der stiehlt schon im ersten Bild allen anderen die Schau, so schön singt er sein Arioso, das bei manch anderem Bariton im allgemeinen Getümmel untergeht…
Zum Bericht von Susanne Kittel-May

Mannheim: „IL TROVATORE“   Besuchte Vorstellungen 18. + 21.07.2019

Sonja Saric. Foto: Rainer Koehl

Die kurzfristige Umbesetzung (Miriam Clark – krank) der Leonore mit Sonja Saric bewog mich erneut Verdis „Il Trovatore“ nun mit Sonnenbrille  bestückt zu besuchen. Ich kenne die junge Sopranistin aus ihrer Studienzeit der Mannheimer Musikhochschule (Gesangsklasse Frau Prof. Snezana Stamenkovic) welcher auch ihr Bariton-Kollege das Ensemblemitglied am NTM Nikola Diskic entspross.

Die erst 29-jährige Sonja Saric wurde nach erfolgreichem Abschluss der Masterclass Mitglied im Opernstudio Graz, sodann ins Ensemble übernommen und sang prägende Partien u. a. Trovatore-Leonore, Figaro-Contessa, Nedda sowie bei Gastspielen Maria Stuarda, Verdi-Requiem, Liederabende, gastierte bei den Salzburger Festspielen, in Baden-Baden, Berlin, Athen, St. Petersburg etc. Saric errang bei diversen internationalen  Gesangs-Wettbewerben jede Menge Preise  und erhielt ebenso als Gewinnerin beim „Maria Callas Grand Prix 2017“  die Goldmedaille. Nun ist die junge Sängerin freischaffend und wird nächste Spielzeit in Paris (Walküre), Amsterdam +  Utrecht (Verdi-Requiem) gastieren…

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

Zwei Opernraritäten von Ferdinand Hérold in Neuburg / Donau: „Der tote Dichter lebt“ und „Der Maultiertreiber“ (Vorstellung: 21. 7. 2019)

„Der tote Dichter lebt“. Horst Vladar, Goran Cah, Karsten Münster, Laura Faig, Ines Vinkelau und Wilfried Michl (Foto: Neuburger Kammeroper/ Ralph Pauli)

Die Stadt Neuburg an der Donau, die im frühen Mittelalter Bischofssitz war und ihre glanzvollste und bedeutendste Epoche als Hauptstadt des Fürstentums Pfalz-Neuburg erlebte, genießt seit Jahren durch die Kammeroper, die seit ihrer Gründung 1969 immer wieder Raritäten aufführt, bei Opernliebhabern große Anerkennung.

Heuer überraschte die Neuburger Kammeroper die Fans von Opernraritäten mit zwei Einaktern des französischen Komponisten Ferdinand Hérold: „Der tote Dichter lebt“ und „Der Maultiertreiber“. Die Übersetzung und Bearbeitung beider Opern erfolgte von Annette und Horst Vladar. Es war bereits die 51. Produktion im Stadttheater von Neuburg an der Donau – und sie wurde neuerlich ein großer Publikumserfolg…

Zum Bericht von Udo Pacolt

München: Gärtnerplatztheater 19.7. 2019 – „Sinfonische Lyrik“ Franz Liszt, „Faust-Sinfonie“
Mit Texten von Christopher Marlowe, Nikolaus Lenau, Karl von Gerok, Johann Wolfgang von Goethe, Fernando Pessoa und Heinrich Heine

Unter dem Titel „Klingende Charakterbilder“ präsentierte das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz unter Leitung von Anthony Bramall ein äußerst eindrucksvolles Gesamtkunstwerk aus Musik- und Textelementen, letztere vorgetragen von Michael Dangl

Zum Bericht von Isabel Grimm-Stadelmann und Alfred Grimm

„Requiem für einen Lebenden“ in der Werkstatt der Münchner Opernfestspiele uraufgeführt
Neue Musikzeitung/nmz.de

München/ Opernfestspiele: Barrie Kosky über Händels „Agrippina“
Münchner Abendzeitung

Erl/ Tiroler Festspiele: Sinnliche Dekadenz: DIE VÖGEL von Walter Braunfels

Foto: Xiomara Bender/ Tiroler Festspiele

Die Vögel“ von Walter Braunfels bei den Tiroler Festspielen Erl
https://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Sinnliche-Dekadenz;art598,4259921
Erl: Flotte Vögel, aber kein Elefant
In Erl versucht man mit Aufwand und Elan, die vergessene Oper „Die Vögel“ von Walter Braunfels neu zu beleben. „Aida“ wird dagegen brutal behandelt.
https://diepresse.com/home/kultur/klassik/5662964/Erl_Flotte-Voegel-aber-kein-Elefant

Filme der Woche

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Bisher hatte die Regisseurin Lisa Azuelos (53) einen großen Erfolg vorzuweisen: „LOL“ aus dem Jahr 2008 erzählte eine Mutter- und Tochter- und Generationen-Geschichte, die zu einem der großen Hits des französischen Kinos wurde (mit Hollywood-Nachverfilmung, die dann wie üblich nicht viel brachte). Ihre Arbeiten danach fanden nicht viel Beachtung, also hat sie sich erneut dem Mutter-Tochter-Thema zugewendet. Diesmal steht Mama im Mittelpunkt – und das ist, wer will es ihr verdenken, eine Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs – und eine Glanzrolle für Sandrine Kiberlain.

Bedenkt man, wie viele Filme schon versucht haben, „ehrlicherweise“ zu zeigen, dass die lieben Kinder auch eine Plage sind, so stellt die Regisseurin mit Héloïse eine Frau in den Mittelpunkt, die zwar auch einen Beruf hat, dank vieler Freundinnen nicht isoliert ist, gelegentlich einem One-Night-Stand nicht abgeneigt – aber im  Zentrum ihres Lebens befinden sich ihre drei Kinder. Von denen ist aber, solange die Handlung in der Gegenwart spielt, nur noch eine zuhause: Tochter Jade, die vor dem Abitur (Matura, wie wir sagen) steht, aber schon eine Zusage für eine französische Universität in Kanada erhalten hat, sobald sie bestanden hat (da gibt es noch kleinere Schwierigkeiten, aber am Ende … ja, alles okey)…

Causa Erl – Haselsteiner blitzt mit Klage gegen Blogger ab
Gericht wies Klage – nicht rechtskräftig – ab. Blogger schürte laut Gericht nicht das Gerücht, Wallnöfer sei Haselsteiners Vater.
Kurier

Mittlerweile muss ich mir wirklich überlegen, ob ich so rasch in eine außergerichtliche Einigung investieren soll. Zum Bespiel hätte ich den Prozess gegen einen Journalisten im Zusammenhang mit den Salzburger Festspielen vor 2 Jahren voraussichtlich gewonnen. So wichtig war mir dieser Mann aber nicht, pure Zeitverschwendung, mich mit dem vor Gericht zu streiten.

Nun klagt Mäzen Hans Peter Haselsteiner, weil Blogger Wilhelm angeblich das Gerücht genährt haben soll, dass Herr Haselsteiner der außereheliche Sohn des ehemaligen Tiroler Landeshauptmanns Eduard Wallnöfer sei. Nun, es gibt Ehrenrührigeres als der Sohn dieses Giganten zu sein. Ich habe zuvor von diesem Gerücht nicht gehört (abgesehen davon, dass es mir wurscht ist), aber nun hat der Richter festgestellt, dass dieses Gerücht seit Jahren bekannt ist. Jetzt weiß von diesem Gerücht somit jeder, also auch Leute wie Sie, meine geschätzten Leser, die es gar womöglich nicht interessiert.

Der Prozess war somit ein klassisches Eigentor des Herr Haselsteiner (der im Moment in keiner Glücksphase zu sein scheint, denn zuerst schießt man ihm Freund Kuhn aus Erl heraus, dann macht die Westbahn (Finanzier Haselsteiner) so große Verluste, dass der Geschäftsmann die gesamte Zugsflotte an die Deutsche Bundesbahn verkaufen und den Fahrbetrieb praktisch halbieren muss – und nun das!

Aber es werden wieder bessere Zeiten kommen!

Hoffentlich auch für mich, denn Serverstörungen zehren an meinen Nerven – und auf diese bin ich mächtig stolz!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

 

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