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22. JÄNNER 2022 – Samstag

22.01.2022 | Tageskommentar

 

 

Blick nach  Mailand: I Capuleti e i Montecchi. Premiere mit Lisette Oropesa und Marianne Crebasa

Auszug aus dem Newsletter der Mailänder Scala

Gentile,

un caloroso applauso ha accolto la prima de I Capuleti e i Montecchi di Vincenzo Bellini, che mancava dal Teatro alla Scala dal 1989 e sarà in scena per quattro repliche (incluse recite pomeridiane) il 21, 23, 30 gennaio e 2 febbraio.

L’implacabile conflitto fra le famiglie rivali veronesi, pronto a soffocare l’amore sfortunato dei due giovani protagonisti, è al centro della raffinata nuova produzione firmata da Adrian Noble, già direttore artistico della Royal Shakespeare Company.

Sul podio, Speranza Scappucci è la prima donna italiana a dirigere un’opera al Piermarini, ereditando una partitura di rara delicatezza che ha avuto interpreti scaligeri d’eccezione come Riccardo Muti e Claudio Abbado.

Trionfale l’accoglienza per il cast vocale, a cui Bellini affida pagine di pura grazia belcantista: Marianne Crebassa e Lisette Oropesa formano una coppia con pochi eguali oggi nei ruoli di Romeo e Giulietta, affiancate dal Tebaldo di Jinxu Xiahou, da Jongmin Park come Capellio e da un’autorità come Michele Pertusi nella parte di Lorenzo.

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2. Vorstellung,  vier Fotos daraus

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Den 81er feierte er im Netz mit vollem Namen

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Wien/ Staatsoper
Verdis „Macbeth“ an der Wiener Staatsoper: Back to black
Unter der Leitung Giampaolo Bisantis setzt der Italiener Luca Salsi für den Macbeth Maßstäbe in Sachen Lebensnähe

Luca Salsi als Macbeth. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
DerStandard.at

Wien/ Staatsoper:
„Logen-Sünderin“ Eva Waldersdorff darf wieder in die Staatsoper
Die Misstöne sind verklungen: Eva Walderdorff darf nach einem vorübergehenden Hausverbot wieder die Wiener Staatsoper besuchen.

Lange genug musste Society-Lady Eva Walderdorff auf vergnügliche Abende in der Wiener Staatsoper verzichten. Im September 2020 hatte die Gräfin dort ihre vorerst letzte Vorstellung besucht. Sie hatte zwar ein gültiges Ticket für „Madame Butterfly“, jedoch unerlaubt den Platz getauscht – mit drastischen Folgen. Die Präsidentin der Wald4tler Festspiele verbrachte den ersten Teil der Vorstellung in einer freien Loge, für die sie keine Karte hatte. Weil sie den exakten Sitzplan missachtete, der aus Sicherheitsgründen wegen Corona penibel eingehalten werden musste, erteilte ihr Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić Hausverbot.

Heute.at

Frau Waldersdorff musste also einen Anwalt bemühen, um wieder Vorstellungen der Wiener Staatsoper besuchen zu dürfen – in einer Zeit, in der es sich auch im Ausland nicht verheimlichen lässt, dass die Staatsoper unter enormen Publikumsschwund leidet. Es wäre wohl das letzte, das mir einfiele, mir nämlich einen bezahlten Sitzplatz in einem Theater per Anwalt  zu erstreiten. Verrückt!

Wir wollen nicht unfair sein, in der Pandemie ist es eben so. Wenn aber „Pandemie aus – ab sofort zuvor gekannte Normalität“ verkündet wird, hat die Staatsoper voll zu liefern, wie es sämtliche Direktionen bisher getan haben. Immerhin wird jeder Publikumssitzplatz in der Staatsoper mit 200 – 300 Euro vom Steuerzahler finanziert.

Was die Frau Waldersdorff betrifft, würde ich an ihrer Stelle das Anhängsel „Präsidentin der Wald4tler Festspiele“ loszuwerden versuchen, weil es erstens weder in der Realität noch geographisch stimmt und weil sich diese Initiative würdig in die diversen Flops der „Society-Lady“ einreiht!

Wiener Staatsoper: WERTHER – Bericht von der letzen Vorstellung der Serie

…Beim kurzen Schlussapplaus erhielt Clémentine Margaine zu Recht den stärksten Zuspruch. Die Staatsoperndirektion könnte ja dem in Wien lebenden Juan Diego Flórez entgegenkommen und eine der vielen Opern ins Repertoire nehmen, in denen es eine ideale Rolle für ihn gibt (z.B. „Le Comte Ory“, „Mathilde di Shabran“ oder „Otello“ von Rossini). Als Werther ist er jedoch nicht ideal besetzt.

Schlussapplaus nach „Werther“

https://www.instagram.com/helena_ludwig_austria/p/CY_tleVIjW6/?utm_medium=share_sheet

Zum Bericht von Walter Nowotny

Wien
Antichristbaumschmuck
Auf den Tenor Jonathan Tetelman als Cavaradossi sollte man Acht geben. Auch Marc Albrecht dirigiert Giacomo Puccinis „Tosca“ erfreulich unpathetisch. Aber was der Regisseur Martin Kušej am Theater an der Wien macht, bleibt ein Rätsel.
Frankfurt Allgemeine

Kusej bedient dort die Spätpubertären, also jene Leute, die sich täglich selbst beweisen müssen, dass sie intellektuell turmhoch über der tumben Masse stehen!

Leser Harald K. reagiert auf diese Formulierung:

Meine Stellungnahme:

Nach 54 Jahren Wallmann-Tosca (19 Aufführungen 1959 – 2013) habe ich mich sehr auf die neue „Tosca“im ThadW. gefreut. Ich habe gestern eine musikalisch und szenisch spannende „Tosca“ erlebt. (Die Lösung des Schlusses hat mich allerdins nicht überzeugt.) Bin ich nun „spätpubertär“ ?, oder gehöre ich doch „zur tumben Masse“ ?

Ich weiss nur, dass ich ins Theater gehe und mir meine eigene Meinung bilde. Nach dem gestrigen live-Erlebnis empfehle ich Opern-Kennern diese Aufführung.

Werter Herr K. :  In die Oper gehen und sich dort eine eigene Meinung zu bilden, ist exakt der richtige Zugang. Auch ich werde mir die „Tosca“ im Fernsehen anschauen und bin schon gespannt darauf. Die Wallmann-Tosca werde ich mir vermutlich nie mehr anschauen, nicht weil mich die  Inszenierung nervt, sondern weil Tosca gerade in letzter Zeit wirklich allerorten viel zu viel gespielt wurde. Ein neue Deutung interessiert mich. Warum Kusej aber selbst sagt, dass ihn das Werk eigentlich nicht interessiert und er es dennoch inszeniert, verstehe ich allerdings nicht. Das ist provozierend und garantiert Widerspruch. Kommt es ihm vielleicht auf Widerspruch an?

Unter die Spätpubertären reihe ich Personen ein, die alles gut finden, was anderen – der „breiten Masse“ –  missfällt. Eine derartige Phase hatte ich auch – etwa als Vierziger – wobei es mir nur darum ging, eine andere, „fortschrittlichere“ Meinung zu haben. Da musste ich mit mir selbst ins Reine kommen.  Die Phase habe ich überwunden.  Ich blicke übrigens immer nach vorne, ungern zurück. So gesehen bilde ich mir mein Urteil, nachdem ich diese Tosca gesehen habe!

Berlin: Das renommierte Ultraschall-Festival beginnt
Zwei Orchesterkonzerte im Haus des Rundfunks markieren den Beginn von Ultraschall Berlin 2022. Beim DSO begeistert das Konzert für zwei Klaviere von L. Francesconi. Aber auch die geheimnisvolle Naturstudie Quicksilver von M. Djordjević überzeugt. Dem RSB gelingt tags darauf eine fulminante Wiederagbe des stupenden Klavierkonzerts von C. W. Christensen (am Flügel: Rei Nakamura). Nicht zu vergessen das attraktive Black Moon Lilith von M. Ivičević.
konzertkritikopernkritik.de

BÜHNE BADEN: ABSAGEN DER VORSTELLUNGEN „ANATEVKA“ AM 22. UND 23. JÄNNER

Georgij Makazaria. Foto: Lalo Jodlbauer

Die Bühne Baden muss leider die Vorstellungen von ANATEVKA am Sa, 22. Jänner, 19.00 Uhr, So, 23. Jänner, 15:00 Uhr und So, 23. Jänner, 19:00 Uhraufgrund positiver Covid-Fälle im Ensemble absagen.

FOYER – Kultur daheim genießen <https://foyer.de/mediathek/mats-larsson-gothe-das-versprechen-loeftet/>Die glorreichen Drei – unsere Empfehlungen der Woche

Was Streams betrifft. herrscht in den nächsten Tagen Hochbetrieb: Neben den Barbiere-Stream aus Wien – den wir ja bereits kennen –  erleben wir am 26.1. die sehr umstrittene GIUDITTA aus der Bayerischen Staatsoper- In der Mediathek verfügbar ab 26. Januar 2022
Anschauen

LÖFTED vom Mats Larson Gotha aus Stockholm
Live-Stream am 27. Januar 2022, 19:00 Uhr
In der Mediathek verfügbar von 27. Januar 2022 bis 27. Juli 2022
Anschauen

sowie PIQUE DAME aus der Wiener Staatsoper (27.1.) und im TV  TOSCA aus dem Theater an der Wien (28.1.)

Staatstheater Wiesbaden: DON GIOVANNI . Wiederaufnahme in der Oper im Januar 2022

Christopher Bolduc und Ensemble. Foto: Staatstheater Wiesbaden

»Don Giovanni«
Wiederaufnahme am Sonntag, 30. Januar 2022 um 18.00 Uhr im Großen Haus.
Weitere Vorstellungstermine am 03., 12. & 18. Februar 2022 jeweils um 19.30 Uhr.

Schweiz
Keine Tosca für Bern?
Mitten in einer Pandemie und mit der Erfahrung von Lockdowns möchte man erwarten, das Opernpublikum werde nun mit «Appetithappen» gelockt, damit es möglichst schnell in die Häuser zurückkehrt. Doch ein Blick auf die Schweizer Bühnen zeigt, dass die Intendanten von anderen Motiven angetrieben zu sein scheinen, die mit dem Publikum herzlich wenig zu tun haben.
https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/196565/

Filme der Woche

Filmstart: 21. Jänner 2022
NIGHTMARE ALLEY/ USA  /  2021
Regie: Guillermo del Toro
Bradley Cooper, Cate Blanchett, Toni Collette, Rooney Mara u.a.

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Zu Beginn fackelt ein Mann ein Haus ab, dann macht er sich auf die Reise. Wohin? Weiß er wohl selbst nicht. Als bei einer Station sein Blick auf einen großen Jahrmarkt fällt, steigt er aus. Und es besteht kein Zweifel, dass Stan Carlisle, so wie Bradley Cooper ihn spielt, genau die halbseidene, unbehauste Seele ist, die in diese Welt passt. Und weil er gar nichts dagegen hat, sein Geld auf schmutzige Art zu verdienen, fügt er sich mühelos hier ein.

Das ist der erste Teil des jüngsten Films von Regisseur Guillermo del Toro, der zuletzt genügend Leute mit seinem irreallen Sci-Fi-Mix vom Wassertier-Menschen „Shape of Water“ überzeugt hat, um einen „Oscar“ heimzutragen (es gibt aber auch Leute, die er mit diesem triefenden Märchen schlicht genervt hat). Diesmal ist er der Realität näher, obwohl er mit „Zauberei“ spielt – vielmehr mit dem Betrug um Zauberei, denn das steckt ja immer dahinter.

Während  del Toro die trügerische Schaubuden-Welt und ihre Bewohner mit düsteren, aber nichtsdestoweniger auch reizvollen Farben malt, kristallisiert sich heraus, worum es eigentlich geht. Da agiert Pete Krumbein (schön unheimlich: David Strathairn) als Magier und Hellseher, der das Publikum nicht genug damit verblüffen kann, was er über die Unbekannten weiß, die ihm da in der Arena ihre Fragen stellen. Im Hintergrund agiert herrlich abgerissen Toni Collette als seine Frau Zeena Krumbein als die souveräne Trickserin der armen Opfer.

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro hat die weltberühmten Karnevalsumzüge verschoben: «Aufgrund der Zunahme der Covid-19-Fälle in der Stadt kündigen wir an, den Karneval auf den Feiertag Tiradentes im April zu verlegen», hiess es in einem Tweet der Stadtverwaltung Rios am Freitagabend. Der Feiertag fällt auf den 21. April. Die Pläne für die legendären Umzüge im Sambodrom im Februar und März, die im vergangenen Jahre zuerst ebenfalls verschoben und dann abgesagt wurden, blieben indes weiter bestehen.
    Zu den neusten Entwicklungen weltweit
  • Zen-Meister Thich Nhat Hanh ist tot: Jahrzehntelang hat der Vietnamese Millionen von Menschen mit seinen spirituellen Lehren und seinem Einsatz für den Frieden berührt. Neben dem Dalai Lama war der Mönch einer der wichtigsten Vertreter des Buddhismus. Achtsamkeit hiess sein Rezept zum Glück.
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  • Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto darf in Serbien kein Lithium mehr abbauen: Seit einigen Monaten haben sich die Proteste gegen eine Lithium-Mine in Serbien verstärkt. Jetzt zieht Belgrad den Stecker. Für den Branchengiganten Rio Tinto ist dies ein weiterer Rückschlag.
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  • Der kanadische Psychologieprofessor Jordan Peterson verlässt seine Uni: Mit seinem Abgang schliesst sich Peterson mehreren bekannten konservativen und libertären Denkern an, die in den letzten Monaten renommierten Universitäten den Rücken kehrten. Wegen der «radikal linken» Doktrin, die an den angelsächsischen Hochschulen herrsche, könne er seine Lehrtätigkeit nicht weiter ausüben.
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  • Die Fraktionschefs im britischen Unterhaus setzen auf brachiale Methoden: Mit erpresserischen Mitteln soll Boris Johnsons Chef-Einpeitscher versucht haben, Tory-Rebellen von einem Putsch gegen den Premierminister abzuhalten. Doch dass Fraktionschefs mit eiserner Hand für Disziplin sorgen, gehört im skrupellosen Westminster-Politzirkus dazu.
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ORF III am Wochenende: Ski-Schwerpunkt in der „zeit.geschichte“ mit Dokupremiere „Olympia-Skandal um Karl Schranz“

Außerdem: „Erlebnis Bühne“-Abend mit Netrebko-Konzert und „La Wally“ aus dem Theater an der Wien, am Vormittag „Franz Welser-Möst dirigiert Mahler“

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information zeigt am Samstag, dem 22. Jänner 2022, anlässlich des 82. Hahnenkamm-Rennens einen vierteiligen Ski-Schwerpunkt in der „zeit.geschichte“, beginnend mit der Auftaktfolge der neuen Reihe „Schicksalstage Österreichs“ über den „Olympia-Skandal um Karl Schranz“. Am Sonntag, dem 23. Jänner, startet der „Erlebnis Bühne“-Abend mit Anna Netrebkos Konzertdebüt in Paris unter dem Titel „Eine Pariser Nacht mit Anna Netrebko & Rolando Villazón“, bevor eine Neuinszenierung der Oper „La Wally“ aus dem Theater an der Wien auf dem Programm steht. Am Vormittag überträgt ORF III einen katholischen Gottesdienst aus dem Stift St. Paul, gefolgt von einer „Erlebnis Bühne Matinee“ mit Gustav Mahlers 9. Symphonie, interpretiert von den Wiener Philharmonikern unter Franz Welser-Möst.

Im Blindflug durch die Pandemie
Wir fahren mit ausgeschaltetem Licht durch die Nacht und haben die Straßenkarte aus dem Fenster geworfen

Wir haben in der Pandemie den zweiten Gesundheitsminister, den dritten Bundeskanzler und die vierte Corona-Variante, aber noch immer das gleiche alte System, um die Zahl der Corona-Infektionen zu erheben.
https://kurier.at/meinung/im-blindflug-durch-die-pandemie/401879444

Die Erhebung der Zahl der Corona-Infektionen kann aber wirklich nicht unsere größte Sorge sein. Wichtiger wäre die Setzung wirkungsvoller Gegenmaßnahmen, nicht Alibi-Handlungen!

Ich wünsche ein ein schönes Wochenende!

A.C.

 

 

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